Hexenhaus als Hühnerstall

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Hexenhaus als Hühnerstall
Mit Lärchenholzschindeln gedeckt
Ein schönes Zuhause für unsere Hühner
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    3500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Unser altes, ebenfalls selbstgebautes Hühnerhaus war über die Zeit zu klein geworden. Vor allen Dingen wollten wir neben den 5 Zwergseidenhühnern auch ein paar Riesenbrahmas anschaffen, also hieß es, einen neuen Stall zu bauen. Der neue Stall sollte wie ein Hexenhaus aussehen....

Dieses Hexenhaus ist aus unserer Phantasie entstanden und steht bei uns im Garten. Wir besaßen keinen Bauplan weil es im Netz oder sonstwo schlichtweg keinen gab. Wir hatten ein paar Bilder gesehen und mussten über viele Einzelheiten stundenlang grübeln. Was soll man also machen, wenn man einigermaßen handwerklich begabt ist und Dinge lieber selber baut, als zu kaufen? Dieses Hexenhaus ist für uns einzigartig und es wird kein zweites geben. Der Bau war in Teilen sehr frickelig und am Ende schlug auch ein ordentlicher Betrag ins Konto, allerdings hat es auch riesigen Spaß gemacht, das Projekt selbst umzusetzen. Von Beginn bis Fertigstellung vergingen aber fast sechs Monate.


Ihr findet alle Baufortschritte auf folgender Seite: www.friedrichshagener.com/hexenhaus-als-hühnerstall

Bilder zu den einzelnen Arbeitsschritten folgen in Kürze. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Standort

Das Fundament
Die passende Säge, die blaue Gts 10xc

Das aus Doppelstabmattenzaun selbst gebaute Gehege befindet sich im hinteren Teil unseres Grundstücks und so war klar, dass wir den neuen Stall, der wie ein Hexenhaus aussehen sollte, vor das Gehege platzieren. Wir hatten für den Bau des neuen Geheges zwei Meter hohe Doppelstabmatten gewählt, weil das ein- oder andere Huhn dem Fuchs zum Opfer fiel. Zwischen die jeweiligen Pfosten hatten wir noch Kantensteine einbetoniert, so dass wir sagen können: Das Gehege ist sicher!

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Das Fundament

Zunächst haben wir 6cm starke Kantensteine einbetoniert. Mit Beton haben wir nicht gespart, da das Haus wohl etwas schwerer würde. Die Kantensteine tragen dann die Unterkonstruktion für das Hexenhaus..... Auch würden wir keine 5er Kantensteine verwenden, weil die häufig schon beim bloßen anschauen auseinander brechen. Nachdem der Beton hart war, ging es an den Bau der Unterkonstruktion. Dazu haben wir 60*120er KVH Kanthölzer verwendet, an den Enden jeweilig mit der Kappsäge ausgeklinkt und dann ordentlich verschraubt. Das Außenmaß wählten wir 2 cm (auf jeder Seite einen cm) länger als die Außenkante der Kantensteine, damit etwaiges Wasser auf beiden Seiten immer gut abtropfen kann. Gestrichen haben wir das KVH mit einer hochwertigen Farbe.

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Der Rahmenbau

Das Hühnerhaus sollte entsprechend stabil gebaut werden und so verwendeten wir für den Rahmenbau 60*60 und 60*80er KVH-Kanthölzer und eine Menge 110er Holzschrauben. Da wir ja keinen Bauplan hatten, merkte ich erst beim Bau die ein- oder andere Sache, die man hätte ändern können. Zwar werde ich kein 2. Hexenhaus bauen aber beim nächsten würde ich die unteren Kanthölzer in der Länge im gleichen Winkel schneiden, wie die Wände seitlich abstehen. Dies erleichtert dann später das Anbringen der Beplankung. Zwar habe ich eine tolle Tischkreissäge, die Bosch GTS 10 XC und damit wäre es ein Kinderspiel gewesen. Ich habe das einfach nicht richtig bedacht.

Hier auf dem Foto sind die Querverstrebungen auch noch falsch eingebaut, dann sie sollen ja nach außen wirken. Ich habe das natürlich noch rechtzeitig geändert.

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Der Bau geht weiter

Nachdem die Seitenteile des Rahmens im Fundament mit 140er Tellerkopfschrauben befestigt war, begann ich mit der Vorder- und Rückseite des Rahmenbaus. Die Einlassung für die spätere Tür wurde mit etwa 60 cm * 170 cm gewählt. Der Rahmenbau wurde an jeder Ecke mit Kopfbändern verstärkt und ordentlich verschraubt. Da mir das spätere Dach schon zu Beginn heftige Kopfschmerzen bereitete, nahm ich immer mal wieder zwei längere Latten, um die Neigung des Dachs und die Länge der Sparren festzulegen. Man hätte das bestimmt auch errechnen können, aber bei mir ist die Schulzeit zu lange her ;-).

Auch diverse YouTube-Videos halfen mir nicht wirklich weiter. Tricky war es, den späteren Gehrungsschnitt für die Dachbalken zu berechnen. Ich hatte vom Schwiegervater zwar 10 vier cm starke, 100 Jahre alte Kiefernbohlen bekommen, aber ich wollte mich nicht zu häufig verschneiden..... Und so befestigte ich die Sparren das ein- oder andere Mal mit Schraubzwingen am Rahmenbau um dann nur noch weitere schlaflose Nächte zu bekommen.


Beplankt wurde das Hexenhaus mit insgesamt sechs Multiplexplatten (2500*1250), 15mm stark.

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Dachkonstruktion

Das war schon immer eine ganz schöne Plackerei, die schweren Bohlen an das Haus zu stellen, mit Schraubzwingen zu befestigen und minutenlang über die weitere Vorgehensweise nachzudenken.... Auf diesem Bild sieht man auch schon das spätere vordere Fenster. Hinten befindet sich ein zweiflügeliges Fenster.

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Die Fenster

Das vordere und hintere Fenster habe ich mit der Tischkreissäge gebaut. Dazu habe ich 60*60er KVH-Kanthölzer mit der Tischkreissäge gefalzt und alles später mit 45 Grad Gehrung verleimt. Ging alles recht gut. Mit einer Tischfräse wäre es wahrscheinlich viel genauer geworden (so habe ich es damals als Tischler gelernt), aber leider fehlt mir halt die Tischfräse....Ich habe auch keine Beschläge eingefräst. Die Fenster verfügen lediglich über einen Griff und normale Drehbeschläge. Als Verglasung habe ich UV-festes Plexiglas verwendet...wir wollen die Hühner ja nicht so dolle verwöhnen.

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Das Rundfenster

Auch das runde Fenster im Hexenhaus war ein muss. Ich hatte vor 30 Jahren während meiner Ausbildung zum Tischler nur sehr wenig mit einer Oberfräse zu tun, aber nach dem studieren diverser YouTube Videos und dem Ausleihen einer Oberfräse vom Kumpel, wagte ich mich an die Angelegenheit. Zunächst habe ich Reste von der Multiplexpaltte verleimt, so dass ich eine Platte in der Stärke von 30 mm erhielt. Dann habe ich mir einen einfachen Fräszirkel gebaut (der Superduper Fräszirkel, den ich mir bestellt hatte, passte nicht auf die Fräse des Kumpels....aber dafür bestimmt später auf meine zukünftige Triton-Oberfräse ;-)


Ein wenig tricky ist das Festspannen des Werkstücks. Mit etwas Überlegung und Konzentration (welchen Ring fräse ich jetzt zu erst? War es die komplette Ausfräsung oder erst der Falz???), ging alles Leicht von der Hand.

Man beginnt also am Besten mal mit dem Falz am Außenring des Fensters. Je nachdem wie viel Überstand man haben möchte (also wie viele mm der Falz die Aussparung am Haus überdecken soll) und wie groß der Fräskopf ist, muss man ggf. mehrfach fräsen. Wenn das erledigt ist, dreht man das Werkstück und fräst innen den Falz, also quasi dort, wo die spätere Scheibe reinkommt. Ein cm Frästiefe reichen da aus, man muss aber bedenken, dass man die Scheibe in dem Falz auch irgendwie befestigen muss. Ist das erledigt, fräst man den Innenring komplett aus und am Schluss den Außenring. Irgendwann wird es halt brenzelig, weil man das Teil nicht mehr richtig festspannen kann. Abhilfe schafft hier z.B. doppelseitiges Klebeband, damit das Fenster beim fräsen nicht wie eine Frisbeescheibe davonfliegt.
Aus den äußeren runden Abschnitten des Fensters habe ich dann noch mit der Makita Stichsäge zwei Sprossen geschnitten, die in der Mitte ausgeklinkt und miteinander verleimt. Die Sprossen befestigte ich in dem Falz des Rundfensters mit Leim und einem Druckluftnagler. Ein versierter Fräsmeister hätte die Sprossen wahrscheinlich gleich mit ausgefräst oder aber einen CNC-Fräse verwendet. Habe ich bzw. bin ich beides nicht....

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Sparren anbringen

Zwischenzeitlich wurde das Haus komplett mit der Multiplexplatte geschlossen und die Ausschnitte für das Rundfenster und die beiden anderen Fenster versehen. Die Ausschnitte machte ich mit der Makita-Stichsäge. Eigentlich hätte man das Rundfenster auch ausfräsen können, da die Öffnung aber durch den überstehenden Falz des Fensters verdeckt ist, war es egal.

Auf diesem Foto sieht man die leichten Rundungen der Dachsparren. Auf der linken Seite geht die Rundung etwas nach innen, auf der rechten Seite erst nach außen und dann nach innen. Ich habe die Rundungen bewusst nicht so extrem ausfallen lassen, weil das Dach später mit Holzschindeln gedeckt wird.

Auf dem Foto sieht man an den Dachsparren auch die Ausklinkungen für den Firstbalken (oben) und die Traglatten, die von vorne bis hinten durchgehen. Für den Firstbalken nahmen wir ein 80*60er KVH Kantholz. Die Tragbalken haben ein Maß von 60*40. Um dem Dach die spätere Lateralbewegung zu nehmen wurden die Dachsparren mit einer 60*40 Dachlatte diagonal verbunden (also quasi einmal von links unten nach rechts oben und auf der anderen Seite genau entgegengesetzt).

Die Dachsparren haben wir mit einer Palisanderlasur vier mal gestrichen, damit sie schön dunkel werden.

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Außenanstrich

Das Haus sollte schon etwas shabby aussehen und so begannen wir den Erstanstrich mit Mahagoni. Ich dachte, Mahagoni wird rötlich, es blieb aber eher bei der Farbe eines Stoffwechselendprodukts, egal wie oft wir strichen.... Also zurück zu Hornbach und eine rote Holzlasur anmischen lassen. Nachdem ich zu Hause den Deckel öffnete, musste ich feststellen, dass die neue Farbe eher pink bis rötlich aussah. Also ein altes Stück Multiplexplatte genommen, mit Mahagoni bestrichen und dann die rote Farbe versucht. Das Ergebnis seht ihr dann auf späteren Bildern. Auf diesem Bild sieht man dann den Firstbalken und die Traglatten, die die drei Dachsparren miteinander verbindet.

Die Dachsparren habe ich mit 200er Schrauben im Tragbalken befestigt. Dazu habe ich die Löcher vorgebohrt und die Riesenschrauben schön langsam und gerade in den Tragbalken geschraubt. Die Dachsparren wurden in der Gehrung ebenfalls verschraubt und mit Brettern nochmals verstärkt (damit sie auch schön zusammenbleiben....). Schließlich sind die Dachsparren noch mit langen Schrauben am Rahmenbau befestigt. Sollte also hoffentlich alles halten.

Auf dem Bild sieht man, wie ich die Dachsparren miteinander verbunden habe, u.a. mit Lochblech aus dem Hornbach-Markt.

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Kleine Verschönerungsarbeiten

Um die ganze Außenansicht noch etwas aufzulockern, wurden die Fenster mit cremeweiß gestrichenen Brettern (auch nass in nass gestrichen) verkleidet sowie ein paar weißen Leisten verschönert. Es sollte alles möglichst sehr unregelmäßig aussehen.

In der Zwischenzeit wurde die Tür angefertigt. Dazu falzte ich wiederum 80*60er KVH-Kanthölzer, verleimte den Rahmen und verstärkte alles. Dann verkleidete ich alles mit Profilhölzern. Die Tür wurden mit geschmiedeten Ladebändern und Schlossschrauben befestigt (eBay). Zur Stabilität wurde das diagonale Brett mit der Stichsäge bearbeitet und eingefasst. Den Türgriff haben wir in England bestellt.

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Dachschalung

Auf die Dachsparren brachte ich 27mm starke Rauspundbretter auf. Am Ende wurden diese dann mit der Akkukreissäge auf Maß abgelängt.


Zum schneiden habe ich oben und unten eine lange Leiste mit Zwingen befestigt und dann gerade mit der Akkukreissäge alles auf Maß geschnitten.

Die Schalung war recht easy auf die Sparren zu schrauben und später abzulängen. Auf den Fotos sieht man noch, dass ich an den Ecken des Hauses, dort wo die Multiplexplatten zusammentreffen, eine Winkelleiste aus Holz aufgebracht habe. Die Winkelleisten schnitt (klinkte) ich mit der Bosch Tischkreissäge aus.

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Die Gaube

Ohne eine Gaube wäre das Hexenhaus irgendwie unvollständig geworden, also: Es muss eine Gaube her!. Wenn ich vorher gewusst hätte, wie oft ich die Leiter raufflitze und wie oft ich die Gaube ändern muss, hätte ich es wohl nicht gemacht. Anfangs ging alles ganz gut.

Diesmal entschloss ich mich, den Rahmen mit meiner Casals-Runddübelfräse zu verbinden und das funktionierte dann auch tadellos. Die unteren Latten musste ich natürlich der Rundung des Dachs anpassen, das habe ich mit zuerst mit der Stichsäge und dann mit dem Bandschleifer gemacht.

Bei der Dachkonstruktion der Gaube stellte ich aber fest, dass die vordern Sparren einen unterschiedlichen Winkel wie die hinteren haben (die Vorderseite liegt ja im Wasser, hinten neigt sich die Gaube aber nach unten). Außerdem musste ich irgendwie herausfinden, wie lang der First sein muss. Ich hätte das bestimmt irgendwie alles berechnen können, aber ich handele halt frei nach dem Motto: Wir fangen einfach mal an, es wird sich schon alles irgendwie richten....

Am Ende bin ich davon abgekommen, die Gaube schräg am Dach zu befestigen, schon aufgrund der Tatsache, dass ich bei den sauteuren Holzschindeln nicht so viel Verschnitt habe ;-)

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Gaube, Unterspannbahn, Lattung

Bevor die Gaube auf das Dach konnte, musste aber zunächst eine wasserabführende Schicht auf die Schalung gebracht werden. Hierzu verwendeten wir eine Schalungsbahn mit einem Gewicht von 155g/m2, die an der Vorder- und Rückseite über Klebestreifen verfügt. Unser Nachbar, der Dachdeckermeister Störmann, meinte, wir können die Schalungsbahn auch mit der Lattung befestigen. Hätte mal vorher mit ihm sprechen sollen, bevor ich die Schalungsbahn bestelle...

In meinem Eifer schraubte ich danach also die beiden Traufbretter und die Dachlatten auf und irgendwann musste ich wegen Regens eine Pause machen. Ich stand dann also auf meiner Terrasse, in meiner linken eine Flasche Bier, schaute mir die bislang festgeschraubte Lattung an und dachte dann: Au weia, die Gaube wäre dann ja viel zu hoch.....

Ich musste dann vor Schreck noch eine Flasche Bier trinken und am nächsten Tag schraubte ich die obersten vier Latten wieder ab und brachte dann die Gaube in einer vernünftigen Höhe an. So ist das halt, wenn man einfach mal losschraubt.

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Die Schindeln

Eigentlich haben wir nur kurz überlegt was das decken des Dachs betraf. Eine Doppelsekunde dachte ich über Bitumenschindeln nach, aber nachdem wir in diesem Jahr das Dach auf unserem Nebengelass selbst entsorgt und für die Teerpappe, das räudige Zeugs (obwohl es ja mehr oder minder ein Naturbaustoff ist...) 600 € bezahlt hatten, fiel die Wahl auf Lärchenholzschindeln aus Bayern.

Ich hatte bereits frühzeitig die Firma Rapold in Inzel kontaktiert und wurde dort sehr nett und fachkundig beraten. Die Wahl fiel also auf Lärchenholzschindeln in 2. Wahl, dazu passende Edelstahlnägel. Die Schindeln waren innerhalb von 4 Tagen bei uns in Schöneiche. ich musste auch nur eine Anzahlung leisten, den Rest erst bei Lieferung.

An der Traufe, also dort an der Längsseite des Daches, wurde zwei 24 mm starke Traufbretter geschraubt und die Dachlatten in der Stärke von ebenfalls 24 mm im Reihenabstand von 9 cm. Die Länge der Holzschindeln beträgt 30 cm. Die Deckung ist dreilagig und an der Traufe sind die ersten beiden Reihen mit 20er Schindeln gedeckt.

Wenn ich gewusst hätte, was das Verlegen von Holzschindeln mit einem Hammer (also ohne Druckluftnagler) für eine Sisyphusarbeit ist, hätte ich es .... wieder gemacht! Holzschindeln sind ein toller Werkstoff, jede Schindel für sich einzigartig.

Verlegehinweise für Holzschindeln erhaltet ihr hier: Holzschindeln und hier: Verlegehinweise.


Noch ein Wort zur Unterkonstruktion. Im Netz fand ich das ein- oder andere Bild, wo die Schindeln direkt auf die Schalungsbahn genagelt werden. Nun habe ich mich ein wenig belesen und auch Herr Rapold riet mir davon ab.

Richtigerweise setzt man wohl eine Konterlattung, damit das Holz immer fein hinterlüftet ist. Das mit der Konterlattung habe ich dann erst verinnerlicht, als meine Lattung schon drauf war....

Ich werde jetzt also bei dem Ortgangbrett (dort, wo die Dachlattenköpfe zu sehen sind), ein paar Lüftungsschlitze einfräsen, denke aber auch, dass sich durch die Lattung an sich schon mal eine etwas höhere Lebensdauer habe als wenn ich die Schindeln direkt auf die Schalungsbahn genagelt hätte....Wir werden sehen.

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Die Inneneinrichtung

Hühner sind grundsätzlich nicht sehr anspruchsvoll, aber unsere sollen es eben halt auch ganz schön haben. Also baute ich aus 15mm OSB-Platte sechs Legeboxen für 7 Hühner. Also müssen sie die Reise nach Jerusalem spielen, wenn es pressiert....Sie sollen es ja ganz kuschelig haben und so habe ich den unteren Bereich des Hexenhauses mit 60mm Steinwolle gedämmt und dann mit Profilbrettern beplankt. Vor die neuralgischen Punkte (also z.B. dort, wo die Ladies kacken...) habe ich eine 3mm, weiß beschichtetet MDF-Platte vorgestellt. Man weiß ja nie, ob man das Hühnerhaus auch irgendwann mal als Schlafplatz umbauen will.....

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Die Technik

Wir benutzen seit Jahren die automatische Hühnerklappe der Firma Jost und können diese uneingeschränkt empfehlen. Die Klappe tut seit Jahren, was sie soll, morgens automatisch hochgehen und abends von Geisterhand wieder zu. Nun hat ein Kletterer, der möglicherweise den 2,04 Meter hohen Zaun überwinden will, keine Chance mehr. Am Abend ist die Klappe zu!

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Die Fertigstellung

Wir hatten zunächst überlegt, verzinktes Blech für die Kehlbleche zu verwenden, das erschien uns aber nicht passend, also musste es Kupfer sein. Um die Kehlbleche anzubringen, musste ich dann wieder 20 cm von den 24 mm starken Dachlatten an der Gaube abschneiden, da das Kehlblech mit dem Wasserfalz bündig mit der Höhe der Dachlatten sein musste. Hätte ich das nur vorher gewusst.... Also mit der Handkreissäge vorsichtig die Dachlatten abgeschnitten, ein 18mm starkes Brett stattdessen aufgeschraubt und dann das Kehlblech mit Kupfernägeln befestigt (vielen Dank für die hilfreichen Tipps an meinen Nachbarn, die Dachdecker Störmann). Die Kehlbleche wurden oben verlötet und dann konnte ich endlich weiter Schindeln verlegen.

Irgendwie kam es mir vor, als würde das Verlegen der Holzschindeln nie enden.... An der Gaube musste ich eine Menge Schindeln schneiden, was mit der Kappsäge aber sehr gut funktionierte. Das Problem war nur, dass ich gefühlte 1000 Mal die Liter hochstieg, Maß genommen habe, angezeichnet habe, dann in die Werkstatt die Schindel schneiden und dann wieder die Leiter hoch und die Schindeln festnageln. Apropos Nageln, ich habe 3.000 Edelstahlnägel benötigt.

Für den Dachfirst verwendeten wir ebenfalls Kupferblech, welches an den Überlappungen mit Dichtband versehen wurde.

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Endlich Fertig...

Nach etwas über fünf Monaten sind wir fertig geworden. Unsere Ladies haben sich schnell an den Luxus gewöhnt. Ich bezweifele aber, dass sie so viele Eier legen, dass sich die Anschaffung jemals amortisieren wird


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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