Handyhalter mit Ladestation (QI, kabellos) und Ablage

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Um etwas Ordnung auf den Nachttisch (nicht das Essen ;) ) meiner Mama zu bringen habe ich für ihr Handy und ihre Lesebrille eine Ablage bauen wollen.

Das war die Grundidee.
Dann dachte ich mir, dass es doch schön wäre, wenn sie dort ihr Handy ablegen und direkt zum Laden anschließen kann. Also wollte ich das Ladekabel irgendwie integrieren.
Eine Halterung für ihre Brille sollte mit dazu, da diese regelmäßig vom Nachttisch fällt :D
Plötzlich kam mir die Idee, dass ich ja in den Sockel eine induktive Ladestation integrieren könnte um das Handy auf diesen Weg - kabellos - laden zu können.
Die Idee war geboren! Wie es später aussehen soll wusste ich zu Beginn noch nicht :D

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Oberfräse
  • Japansäge
  • Dübelmarkierer
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Materialliste
  • 1 x Restholz vom Spielzeugwagen | sehr weiche Holzart (etwa 12 x 40 cm)
  • 1 x 10 Watt Wireless Charger (10 cm Durchmesser, 1,2 cm Höhe)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Hohlraum für Ladegerät ausfräsen

Um die Ladestation in den Sockel zu integrieren habe ich den Hohlraum mit der Oberfräse hergestellt. Hierbei war es nicht wichtig, dass es perfekt ausseiht und alle Rundungen wunderschön sind, da man diese Seite in der Regel nicht zu sehen bekommt. Wichtig ist: Die Ladestation muss reinpassen und die verbleibende Wandstärke sollte sehr dünn sein, damit das Laden problemlos möglich aber der Deckel gleichzeitig noch stabil ist. In meinem Fall bleibt eine Wandstärke von etwa 3-4 mm erhalten.

Wer einen Tipp hat, wie ich diesen Hohlraum herstellen kann ohne diesen komplett in Sägespäne zu verwandeln - gerne her damit. Also ich hätte gerne größere "Brocken" auf einmal rausgenommen, habe mich aber bei dem weichen Holz und der dünnen Restwandstärke nicht getraut mit dem Stemmeisen ranzugehen.

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Halterung und Stütze für "Schrägwand" aussägen

Super feiner Korrektur"schnitt" mit der Japansäge

Für die schräge Wand, auf der das Handy später abgestellt werden kann, habe ich eine kleine Stütze ausgesägt, um dem ganzen etwas Stabilität zu verleihen.
Alle Sägearbeiten habe ich mit der Japansäge durchgeführt, die durch dieses Holz nur so durchgleitet - ein Genuss :)


PS: Beim Zusägen des Sockels auf sein Endmaß habe ich mich etwas "versägt", sodass ich einen Schnitt korrigieren musste. Er war nicht ganz rechtwinklig und auf einer Seite etwa 1 mm zu lang. Ich wollte das erst wegschleifen und habe dann aber gedacht das könnte auch mit der feinen Säge klappen - und siehe da. Sensationell!

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Sockel abrunden und Brillenablage ausfräsen

Mit dem Abrundfräser habe ich den Sockel verfeinert. Das habe ich zum ersten Mal gemacht und es gefällt mir sehr gut. Wobei das einhändig mit der Obrfräse etwas unhandlich ist. Hier wäre ein Abrundfräser oder ein Frästisch toll. Naja, in elf Monaten ist ja Weihnachten :D

Als nächstes habe ich dann eine Ablage für die Brille zugesägt und ausgefräst. Mit dieser Lösung bin ich nicht so ganz glücklich, aber Funktion steht in diesem Fall vor Design :D

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Zusammenbau

Um die gesamte Konstruktion möglichst stabil zu bekommen habe ich einigen Verbindungsstellen neben dem Holzleim auch noch Holzdübel eingesetzt.

Hierzu habe ich in ein Stück die 6 mm Löcher gebohrt und dann die Dübelspitzen/Dübelmarkierer eingesetzt und das Bauteil damit an das Gegenstück gedrückt und so die Bohrstelle markiert. Das hat prima funktioniert. Auf dem Foto sieht das etwas unpräzise aus, was aber daran lag, dass ich für das Fotomachen auch eine Hand gebraucht habe und daher nicht exakt anhalten konnte. Für das eigentliche Markieren hatte ich beide Hände und konnte daher präzise arbeiten.
Wer mit Dübel arbeitet und nicht jedes Bohrloch exakt ausmessen möchte ist mit diesen Teilen gut beraten.
Danach die Dübel nochmal auf die passende Länge gekürzt, verleimt und zusammengesteckt.

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Funktionstest

Nachdem der Leim getrocknet ist gings über zum Funktionstest. JA, ich war so clever und habe erst alles fertig gebaut, bevor ich getestet habe ob es funktioniert :D

Ladegerät rein, Handy drauf - und es lädt. Glück gehabt :D
Ich habe mal meine Sonnenbrille testweise aufgelegt und auch die hält gut. Nein, in der Werkstatt hatte ich keine Brille, also auch hier erst nach der Fertigstellung getestet, ob es funktioniert. Naja, soll ja auch spannend bleiben...haha. Aber ist ja alles gut gegangen.
Ich hatte auch ein Video gemacht, leider konnte ich das hier nicht hochladen.
Also es funktioniert. Handy einfach auflegen und es lädt.
FERTIG!


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