Hängeschrank für die Werkstatt

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Irgendwie wird meine Werkstatt immer kleiner... Auf der Suche nach Stauraum fand ich oberhalb meiner Werkbank noch die Möglichkeit, einen Hängeschrank anzubringen. Dieser hängt dann allerdings recht hoch, deshalb will ich dort nur Dinge unterbringen, die ich nicht ständig brauche. Ich werde darin hauptsächlich alles zum Thema Oberflächenbehandlung unterbringen, also Farben, Wachs, Öl, Pinsel etc...
Den Hängeschrank habe ich aus Teilen eines alten Kleiderschrankes gebaut, die ich 2018 bei der Neugestaltung unseres Schlafzimmers extra für diesen Zweck verwahrt habe.
Die Optik war mir ziemlich egal, mir ging es um die Zweckmäßigkeit. Und auch ums Budget, nur die Scharniere musste ich kaufen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Korpus zusägen und verschrauben.

Korpusseite wird in Streifen gesägt....
...und diese werden auf Länge geschnitten.
Das wird zu einem Korpus verschraubt...
...und um zwei Mittelseiten ergänzt.
Die Mittelseiten werden für eine Schublade mit einem Brett verbunden.
Für die spätere Wandmontage einige Winkel angebracht.
Auch die Rückwand wird wiederverwendet.

Aus der Kleiderschrankaussenseite sägte ich Streifen, die anschliessend auch auf Länge gebracht wurden. So konnte ich den Korpus des Hängeschrankes stumpf verschrauben. Zwei Mittelseiten entstanden aus roher Spanplatte, ebenso die Abdeckung für die Schublade.
Um den Schrank später an der Wand verschrauben zu können, habe ich vier Metallwinkel in den Ecken verschraubt.
Die Kleiderschrankrückwand übernimmt auch hier diese Aufgabe und wurde dafür nur eingekürzt.

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Frontenerstellung und Schubkasten

Zuschnitt
"Probeliegen" der äußeren Türen.
Aus Sperrholz entsteht der...
...Schubkastenkorpus, Reste Rückwand für den Boden.
Doppelklebeband erleichtert die Fixierung der...
...Frontblende, welche dann von innen verschraubt wird.
Schublade geöffnet...
...und geschlossen.

Die Fronten entstanden aus der Kleiderschranktür. Diese wurde mit der GKS 12 und PPS 7 entsprechend zugesägt. Der Schubkasten entstand aus 9mm starkem Palettensperrholz in der "Edel"-Variante (d.h. weniger stark verzogen als die unedlen...die taugen nämlich nur noch für Streifenschnitte...) und aus einem Teil der Kleiderschrankrückwand. Die Teile wurden zugesägt und verschraubt, Der Schubladenboden genagelt und anschliessend die Schubladenfront von innen verschraubt. Hier behalf ich mir mit etwas doppelseitigem Klebeband.


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Klappe und Türen

Klappenfront und Spanplattenstreifen...
...werden mit Scharnieren verbunden.
Multiplex, gesägt und geschliffen, werden im...
...Schrank verschraubt. Front und Papier für die nötige Luft.
Holzdübel als Auszugssperre.
Klappe und Schubkasten geöffnet...
...und geschlossen.
Scharniermontage Türfront.

Das Fach über der Schublade bekommt eine Klappe, die ich nach oben öffnen kann und die dann ein Stück eingeschoben wird, damit sie nicht -dem Gesetz der Schwerkraft folgend- gleich wieder erdwärts fällt. Das gleiche Prinzip habe ich bereits bei meiner "eierlegenden Wollmilchsau" angewandt und dort hat es sich bewährt. Es wurden also unterhalb des Korpusdeckels links und rechts je zwei Leisten aus Multiplex verschraubt, welche ich zuvor zugesägt und an einem Ende rund geschliffen hatte. Als Abstand gilt hier: Stärke der Klappe (16 mm) plus 1 mm Luft. Die Klappenfront wurde mit zwei Scharnieren mit mir einem Streifen Spanplatte verbunden. Dieser ist nich viel breiter, als es die Größe der Scharniere erfordert. Je schmaler dieser Streifen, umso mehr verschwindet von der Klappe im geöffneten Zustand im Korpus. Aus Riffeldübeln entstand dann noch eine Auszugssicherung.

Die Türen links und rechts habe ich mit simplen und preiswerten Aufschraubbänder befestigt. Diese habe ich bereits bei meinem Arzneimittelschränkchen verwendet. Sie ersparen mir auch das Bohren von Topflöchern.

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Die Griffe

Sperrholzstreifen...
...mit viel Leim...
...und Druck verbunden.
Diese Klötze werden dann...
...mit dem 20 mm Forstner angebohrt...
...zugesägt und abgerundet...
Und an den Fronten verschraubt.

Möbelgriffe hatte ich keine mehr und welche kaufen wollte ich nicht. Also habe ich mir welche selber gebaut.
Altes Sperrholz, 9 mm stark, wurde in Streifen geschnitten und je drei Streifen miteinander verleimt. Dann wurden die Griffe ausgesägt, am Frästisch abgerundet und etwas geschliffen.

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Einlegeböden und Rückwand.

Rückwand angenagelt.

Die Rückwand hatte ich bereits in Arbeitsschritt 1 zugeschnitten, diese wurde nun noch rückseitig angenagelt.
Nun ermittelte ich, wieviele Fächer ergo Einlegeböden ich brauchte. Diese sägte ich dann aus 10 mm Rohspan zurecht. Die Bodenträger kamen aus der Bastelkiste. Davon habe ich leider keine Bilder gemacht.


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Wandmontage und Bestückung.

Angedübelt.
Mit Abstand zur Werkbank...
..hängt er endlich.
Bestückt...
...ist auch.
Pinsel, Rollen, Quaste...alles in der Lade.

Der fertige Schrank wurde nun auf meinem Werkzeugschrank aufgesetzt und mit der Wasserwaage ausgerichtet. Um später keinen Kraftschluss zwischen den beiden Möbel zu haben (wenn ich auf der Werkbank wie ein Berserker rumhämmere, muss ja die Farbe in den Töpfen im neuen Schrank nicht gleich schaumig werden...) legte ich ein paar Abstandshalter aus Sperrholz dazwischen.Mit insgesamt vier Montagepunkten dübelte ich den Schrank dann an der Wand fest.

Nun kam der schönste Teil: Das Bestücken.

Fazit: Platz und Ordnung geschaffen, alte Teile wiederverwendet, wenig Geld ausgegeben...passt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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