Großer Sandkasten Marke Eigenbau

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    130 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Letztes Jahr (Mai/Juni) hat mein Mann den sehr alten Sandkasten der Vormieter entfernt und einen neuen gebaut. Schön groß, damit alle Platz haben ... sogar die dicke Miez ;)

Leider wussten wir letztes Jahr noch nicht, dass wir mal in so einem bereichernden Forum wären, deswegen haben wir nur teilweise Fotos von der Entstehung und wissen nicht mehr alles so hundertprozentig (z. B. Kosten). In dem Falle sind es Schätzungsangaben. Die Detailaufnahmen haben wir gestern nachträglich gemacht, da dann also nicht über den "used look" des Holzes wundern ;)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Spaten
  • Schaufel
  • Harke
  • Spitzhacke
  • Bleistift/Zollstock/Wassewaage
  • Schraubzwingen
  • Schleifpapier
  • Hammer
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Materialliste
  • 14 x Bretter | Douglasie (2 m)
  • 4 x Bretter | Fichte (2,50 m)
  • ca 200 x Schrauben | Edelstahl
  • 2 x Kantholz | Douglasie (2 m )
  • 1 x Sandkastenvlies (2 x 2 m)
  • 5 - 6 x Säcke Drainage | Kieselsteine
  • 3 x Säcke Spielsand
  • paar x Hängerladungen Kies-Lehm-Gemisch
  • 1 x Plane | Kunststoffgewebe
  • 1 x Zugband | Polyester
  • 8 x Flachverbinder | Edelstahl
  • 15 x Nägel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Spatenstich

Erstmal die Vorarbeit leisten: Der alte Sandkasten wurde entfernt, danach ging ein bisschen Zeit ins Land. Dann hieß es: Boden drumrum bearbeiten, alte Fundstücke wie z B Holzteile und Nägel überrascht bergen, an gleicher Stelle des alten Sandkastens tief genug und um einiges größer ausheben. Größte Schwierigkeit hierbei: die "Ausgrabungsstätte" befand sich neben einem alten Baum, der ordentlich Wurzeln unter der zubearbeitenden Fläche geschlagen hat, aber mit viel Mühe, Geduld und Schweiß war es dann geschafft: das 2,5 x 2,5 m große Loch war gehoben und geglättet. Ihr wisst ja: Nur die Harten graben im Garten (oder ging das Sprichwort anders? ;))

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Rahmen und Sitzfläche

Der "Rahmen"des Sandkastens wurde aus Douglasienholz gefertigt, die Sitzfläche aus Fichte. Die Bretter wurden, wenn nicht schon passend, entsprechend der geplanten Maße zugeschnitten, ggf. abgeschliffen und miteinander verschraubt.

Eine Seitenwand besteht aus 3 Brettern (2 m lang, 13 cm breit). Diese Bretter werden bündig nebeneinander gelegt und an 3 Punkten (links, mittig, rechts) in eine Art Kantholz, das genauso lang sein musste wie die 3 Bretter nebeinander, geschraubt (ebenfalls aus Douglasie). Dieser Vorgang wurde für die anderen 3 Seiten wiederholt.
Um den Sandkasten zusammenzusetzen, wurden die Seitenteile aufgerichtet und im Quadrat aufgestellt. Die Kanthölzer zeigten hierbei nach außen und die glatten Seiten nach innen. Jeweils ein Stück des Kantholzes wurde von innen in die nun entstandenen Ecken gelegt, mit einer Schraubzwinge arretiert und von außen verschraubt. Warum mein Mann diese vielleicht etwas ungewöhnlichere Variante gewählt hat? Er plante, so gut, wie möglich, außen auf Metall zu verzichten, da er einer Verletzungsquelle vorbeugen wollte. Damit war der Bau des Rahmens geschafft.

Eines der Douglasienbretter wurde in mehrere kleine Teilstücke zersägt und für eine bessere Stabilität der Sitzfläche senkrecht an die außen befindlichen Kanthölzer geschraubt.
Für die Sitzfläche wurden die Fichtenbretter passend zugesägt und ggf. entgratet. Anschließend legte er die Bretter passend auf den Rahmen und verschraubte sie sowohl in den Seitenwänden als auch in den Kanthölzern und Stützbrettern. Die Ecken der Sitzfläche, in denen sich die Bretterenden treffen, wurden von unten nochmal zusätzlich mit Flachverbindern stabilisiert, um einem Auseinanderstehen durch das Arbeiten des Holzes vorzubeugen.

Der Rahmen wurde dann anderhalb bis 2 Bretter tief in die Erde gesetzt, drumherum wurde noch ein bisschen Erde angehäufelt.

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Drainage

Anschließend wurde die ganze Fläche mit einer Drainage aus Schotter/Steinen abgedeckt, was eine spätere Staunässe vermeiden sollte.

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Sandkastenvlies

Anschließend wurde ein Sandkastenvlies passend gemacht und möglichst gerade auf die geebnete Schotterfläche gelegt. Das Vlies wurde an den innenliegenden Kanthölzern befestigt, da es von der Maßen her gerade so war. Ansonsten hätten wir es vielleicht anders befestigt.

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Ein schwerer Sack Spielsand ...

... und dann in dem großen Sandkasten so lächerlich wenig Füllung. Der erste Sand wurde mit Absicht nur am Rand eingefüllt, um ein Verschieben des Vlieses beim weiteren Einfüllen zu vermeiden. Es mussten also noch einige Säcke Spielsand folgen. Da wir aber den Spielsand nicht "klebrig" genug finden, um damit schöne Formen zu bauen, hat uns ein Bekannter noch mit ein paar kleinen Anhängern voll Kies-Lehm-Mischung aus dem Fachhandel unterstützt, bis irgendwann genug zum Spielen da war. Das Foto im Titel/letzten Schritt ist vor der letzten Fuhre Kies entstanden.

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Plane

hier in der Mitte zu sehen: der "Regenabhalter"

Dieses Jahr haben wir im Aldi noch eine Plane dazu ergattert, wurde auch höchste Zeit. Gegen schwere Regenpfützen wurden schnell zwei Holzstücke miteinander verschraubt, um die „Turmspitze“ bei zugedeckter Plane zu bilden. Damit die Plane nach einem Sturm nicht auf vom Nachbarskirschbaum abgepflückt werden muss, stabilisieren wir die Plane mit Zugband und mit kleinen Pflastersteinen.

(Über eine Holzabdeckung hatten wir lange nachgedacht. Uns fiel aber aufgrund der Größe des Sandkastens keine wirklich geeignete Möglichkeit ein, wie man ohne Unfallgefahr beim Aufklappen/Spielen eine Abdeckung aus Holz anbringen könnte. So blieb er bis vor ein paar Tagen eine lange Weile ganz schutzlos.)

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Fertig zum Bespielen

Der Kindertraum war pünktlich zum immer wärmer werdenden Wetter fertig geworden und hat eine Spielfläche von großzügigen 2 x 2 m.

Das schöne ist, dass in der eigentlich zu sonnigen Ecke der Baum von den Nachbarn für genau die richtige Portion Schatten sorgt. Es war so toll, dass die Kinder also auch bei total warmen Wetter dort spielen konnten.

Fakt ist: Frau ist stolz auf das Männlein, dass er das ohne Bausatz und Hilfe so toll gebaut hat. Fakt ist auch, dass die Kinder ihren wirklich großen Sandkasten lieben. Und ebenfalls Fakt ist, dass wir erst mit der Zeit feststellen werden: Haben wir das richtige Material ausgesucht? War die Art der Konstruktion richtig oder hätte man es anders bauen sollen? Eins haben wir zumindest schon festgestellt: Die Fichtenbretter waren, wie wir jetzt schon festgestellt haben, nicht die beste Idee. Sie waren zu dünn und zeigen schon nach nichtmal einem Jahr Nutzung deutliche Gebrauchsspuren. Da wird es also bald ein Douglasienbrett-Upgrade geben ;)

Und was die Sandmenge betrifft: Da ist wieder Nachholbedarf ... entweder es haben tatsächlich meine gelegentlich ungehorsamen Kinder mit ihren Spielen den Sand so doll abgetragen oder der Sandmann holt sich hier ab und zu seinen Stoff, auf jeden Fall könnte der Sandpegel wieder höher sein, aber das wird bestimmt ganz bald erledigt :)


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