Gewächshaus / Tomatenhaus

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    120 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Tomaten & Co. mögen es bekanntlich nicht, von oben nass zu werden. Daher tummelte sich das Grünzeug nun unter dem Trailer-Port, was der Benutzung des Anhängers immer etwas Gemüseschubsen voranstellte.


Da ich durch den Brunnen nun meine beiden IBC-Container verkauft habe, bot sich ein hübsches Plätzchen für einen Tomaten-Unterstand an.

Voraussetzung
  • gut & günstig - Deshalb habe ich fast ausschließlich vorhandenes Baumaterial verwendet
  • stabil - Mit einem Brett oder ähnl. muss das Dach betretbar sein, da ich sonst meine Hecke an dieser Stelle nicht schneiden kann.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Aufräumen

Vorher...
Nachher!

Die IBC-Container waren zwar weg - aber in der Ecke waren noch deutliche Spuren vom Unterbau etc. zu sehen. Also war erstmal Aufräumen angesagt.


In diesem Zuge habe ich auch gleich noch schnell die Hecke ein wenig gestutzt.

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Grundstein legen

Stabil sollte es ein - aber gemauert habe ich natürlich nicht. Stattdessen habe ich 5 Einschlaghülsen in den Boden getrieben. Zuvor habe ich noch um die Hülse das Erdreich spatentief ausgehoben um zu einem späteren Zeitpunkt mittels Beton noch für ein wenig mehr Standfestigkeit zu sorgen.

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Rahmen aufbauen

Sobald die Hülsen gesetzt waren, habe ich 7x7 KDI-Pfosten gesetzt. Die hinteren habe ich natürlich ein wenig gekürzt, damit das Dach später Gefälle zur Hecke hat.


Die einzelnen Pfosten habe ich anschließend mit OSB-Platten verschraubt.

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Dachkonstruktion

Ausreichend Gefälle
Gab nix kürzeres im Fundus...

Im Fundus fanden sich noch einige alte Baudielen. Diese habe ich mit der PKS der Länge nach geteilt und mit der Stichsäge Ausklinkungen eingelassen.


Damit in der Mitte ebenfalls noch eine Pfette sitzen kann, habe ich noch fix ein Brett als Querträge an die Außenpfosten geschraubt.

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Farbe & Folie

Hier habe ich leider das Dokumentieren vergessen - aber ich bin sicher, ihr könnt mir folgen:


Der ganze Bau wurde mit Osmo Landhausfarbe in ein fröhliches Grau getüncht.

Damit die OSB-Platten später von Innen beim Gießen der Pflanzen nicht nass werden, habe ich im Baumarkt ein Reststück Teichfolie ergattert. Dieses habe ich kurzerhand mit dem Tacker am OSB befestigt.

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Mehr Licht

Da Pflanzen zum Wachsen Licht brauchen und OSB von Natur aus einen relativ hohen Lichtschutzfaktor hat, habe die Rückwand verglast. 


Und weil Doppelstegplatten unverschämt teuer sind und ich ja Reste verwerten wollte, bot sich hierzu eine Balkontür-Scheibe an, die schon seit längerem auf dem Dachboden als Ablage für Staubpartikel und Spinnweben genutzt wurde. Praktischer Weise passte der Trümmer wie A*** auf Eimer. Fixiert wurde das gute Stück mit etwas Restholz und ein paar Schraubhaken, die alles in Position halten.

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Noch mehr Licht & Regenschutz

Abstandshalter & Spenglerschrauben

Da die Bude noch ein Dach brauchte und auch die Seiten noch recht zugig waren, habe ich dann doch im Baumarkt geschaut, was die deutsche Kunststoffindustrie so alles für den Heimwerker bereit hält.


Doppelstegplatten sehen ohne Profil meist schnell von innen siffig aus und sind wie oben erwähnt - teuer! Zum Glück gibt's was von Ratio... äh Bayer: Makrolon-Well-Platte. Garantiert 10 Jahre Hagelsicher. Was will man mehr? Drei Platten kosten stolze 90,- Taler - Zubehör kostet extra! Dafür gibt's ein nahezu unzerstörbares Stück Plastik.

Geschnitten habe ich das Ganze mit der Flex und eine Milimeter-Stahl-Scheibe. Die trennt/schmilzt den Kunststoff sauber. Den entstehenden Grat kann man mit dem Cutter entfernen. 

Lediglich die statisch aufgeladenen Späne sind nervig.... Kennt ihr Sully aus der Monster AG? Den in weiß mit Brille - so sieht man danach aus!

Die passgenauen Platten danach mit den dazugehörigen Abstandhaltern & Spenglerschrauben an der Hütte fixieren und (fast) fertig ist die Laube.

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Auslegeware

Auslegeware
Alter Balken mit PSA gekürzt
Passt!
Volle Hütte!

Für die Bodengestaltung habe ich mir noch ein wenig Kies - 300kg - besorgt. Damit der nicht das Weite sucht, habe ich noch einen alten KDI-imprägnierten Balken auf den Boden gelegt und den Fußraum mit Kies verfüllt.


Ich weiß, der konstruktive Holzschutz ist schlecht, weil das Holz Bodenkontakt hat. Der Balken hat jetzt aber schon 4 Jahre bei Wind und Wetter auf dem Garagendach gelegen und ist kein Stück angemodert - er wird's noch viele weitere Jahre aushalten, da bin ich mir sicher.

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Einzug der Gladiolen... Tomaten

Tja, Blümchen rein - Fertig!


Das Grünzeug steht nun geschützt vor Wind und Wetter in seinem eigenen Heim und ich kann wieder problemlos an meinen Anhänger. Vielleicht nutze ich in Zukunft noch das vorhandene Wasserrohr, das zum Regendieb führt um die Pflanzen "automatisch" zu bewässern.

Für die kälteren Nächte spiele ich zudem noch mit dem Gedanken eine Tür oder einen Vorhang an der Vorderseite zu montieren... Aber derzeit ist's warm genug und man muss ja noch Reserven haben ;-)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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