Geteilter Luftreiniger - Simple as that

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen IC-send-mail Drucken IC-print-circle
Frontrahmen, Filter und Zwischenlagen
Konstruktion mit Innenrahmen nach 5 cm
Werkstattsauger angesteckt
Ansicht von vorne
Ansicht von hinten
Ansicht von schräg oben
Angesaugte Staubschicht lässt sich von vorne gut absaugen.
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Situation: Die am Markt verfügbaren Anlagen sind stark und vielleicht auch leise, aber viel zu teuer, daher bleibt nur der maßgeschneiderte Eigenbau. Dafür ist ein abgestuftes Luft-Filtersystem angedacht: grob, mittel und fein. Reinraumfilter, Luftentkeimung mit UV-Licht, Wasserfilter oder Ionisatoren sind für Werkstatt und Bastelkeller leicht überzogen. Die Motorisierung zeigt sich problematisch: Große Lüfter sind teuer, kleine Lüfter bringen zu wenig Leistung, bei vielen kleinen Lüftern summieren sich die Kosten auch wieder. PKW-Lüfter mit 12 V wären ausreichend und preisgünstig, brauchen aber ein teures Netzgerät mit bis zu 30 A, um sie mit 230 V zu betreiben.

Kompromiss: Da es sich nicht um eine kommerzielle Werkstatt handelt, wo die Luft während der Arbeitszeit permanent gereinigt werden muss, könnte sich als Lüftermotor der Werkstatt-Sauger bzw. die Späne-Absaugung verwenden lassen. Diese Geräte wären ausreichend motorisiert und das Verhältnis von Saugleistung zu Düse ist ab Werk schon aufeinander abgestimmt. Allerdings ist dann im Betrieb Gehörschutz angeraten. Ein kleiner Kompromiss, weil neben laufenden, schrill kreischenden Maschinen Gehörschutz gleich Selbstschutz ist. Die Alternative heißt Hörverlust (auch graduell), sollte der Geräuschpegel zu oft den Grenzwert von 85 dB(A) überschreiten. Der Luftreiniger lässt sich praktischerweise auch in den Pausen oder mit einer Zeitschaltuhr vor Betreten und/oder nach Verlassen der Werkstatt betreiben. Und dann gibt es noch „aktiven Gehörschutz“ (aus dem Schießsport) oder Gehörschutz mit Radio …

Innovation: Anscheinend hat noch niemand einen Luftreiniger in eine Filtereinheit und eine Motoreinheit aufgespalten, im Netz wurde lange erfolglos gesucht.

Los geht's - Schritt für Schritt

1 1

Easy

Materialliste: Die genauen Maße hängen vom Filter ab. Angenommen, das Teil wird aus 8 mm Spanplatte gebaut, stumpf verleimt, mit Innenleisten verstärkt und der Filter misst 22 x 22 cm. Dann können als Richtwert 4 Platten mit dem kalkulierten Übermaß von 0,25 x 0,35 cm und eine Platte mit 0,25 x 0,25 gekauft werden.
Dazu noch ca. 0,3 m2 Wühlmausgitter, 1 Pollenfilter, 1 Dunstabzug-Vlies, 1 Mikrofasertuch, Resthölzer, Leim und Holzschrauben.

Konstruktion: Um einen beliebigen Pollenfilter herum wird ein Gehäuse gebaut. Die verwendeten Filter, Vliese und Zwischenlagen tragen bei dieser Konfiguration ca. 3,5 cm auf. Infolgedessen wird im Gehäuse nach 5 cm innen ein niedriger Rahmen eingebaut, der die Filter gegen den Luftstrom zurückhalten kann, mehr braucht es nicht.
Vor diesen Innenrahmen kommt der sechs-lagige Filtereinsatz mit ca. 3,5 cm und
ganz vorne ein Einschubrahmen mit ca. 1,5 cm Falztiefe, der die Filter von vorne festhält und mit Schrauben fixiert wird.

Vorne wird die staubige Luft eingesaugt.
Nach den Einschubrahmen liegt ein punktgeschweißtes Maschengitter, ein handelsübliches Mausgitter.
Im Vor-Filter, zugeschnitten aus einer handelsüblichen Filtermatte für Dunstabzugshauben, bleiben die groben Partikel hängen und können ohne Ausbau von vorne leicht wieder abgesaugt werden.
Der Zwischen-Filter, ein handelsübliches Microfasertuch fängt die nächstfeineren Anteile ein.
Danach wieder ein Mausgitter, das verhindern soll, dass das Microfasertuch in den Feinfilter gesogen wird.
Im Haupt-Filter, einem handelsüblichen PKW-Innenraum/Pollenfilter mit Aktivkohle werden die feinsten Stäube aufgehalten.
Nach einem weiteren Mausgitter befindet sich der schon erwähnte Innenrahmen.
Das waren die ersten fünf Zentimeter. Hinter dem Innenrahmen kommen ca. 30 cm leerer Raum zur Entfaltung der Saugleistung.
An der Rückseite befindet sich der Flansch für die Absaugung. Eigentlich ist das nur ein passendes Loch für den Ansaugschlauch.
Unten noch Füße dran und oben ein Tragegriff. Fertig.

Praxis, Erfahrung: Obwohl es sich nur um eine simple und billige Konstruktion handelt, funktioniert dieser Luftreiniger schon mit dem Werkstattsauger erstaunlich gut.

Kosten: vielleicht € 25,00. Für einen Korpus aus 8 mm Spanplatte (0,4 m2) im Zuschnitt kommen noch ca. € 3,00 dazu.
Eine passende Box bauen kann jeder, der eine Bohrmaschine halten kann.
Die Länge der Konstruktion beträgt hier 35 cm. Die anderen Maße leiten sich vom verwendeten Innenraumfilter ab, dieser hier misst ca. 20,5 x 21 cm, das sind dann mit etwas Luft die Innenmaße dieses Filterkastens.
Vermutlich würde die Filtereinheit auch mit einem guten Haushalts-Staubsauger funktionieren.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


Tags

Meinungen und Reaktionen

Wie hat dir das Projekt gefallen? Indem du deine Meinung mit uns teilst, hilfst du uns und anderen Community-Mitgliedern zukünftige Inhalte zu verbessern.

  • Öffentliche Wertung