Stern zweiteilig - eine Bandsägenarbeit auf der Dekupiersäge gesägt

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    3 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich träume von einer Bandsäge. Leider gibt es das gewünschte Kleinmodell nur noch gebraucht und so haben die Bandsäge und ich noch nicht zu einander gefunden. Aber sie läßt mir einfach keine Ruhe und mein Kopf ist voll mit Projekten, die ich gerne mit der Bandsäge machen möchte. Eines davon ist dieser Kantholzstern als Teelichthalter. Irgendwann dachte ich dann, da ich keine Bandsäge hab, probiere ich doch einfach mal den Teelichthalter auf der Dekupiersäge zu sägen.
Gedacht - gesägt..............Meine Hegner Multicut SE hat eine maximale Durchlaßhöhe von 65 mm und mein Holz war 61mm dick. Es war für mich eine echte Herausforderung dies zu bewältigen, da ich zuvor noch nie so dickes Holz gesägt hatte. Nun könnt Ihr natürlich sagen, hättest halt schmäleres Holz genommen. Das ging aber nicht, da die Teelichter in Tüllen sitzen sollten, da ich das hübscher finde als ohne. Es war harte Arbeit für mich und meine Säge, aber wir beide haben es geschafft und nun freue ich mich besonders an dem Teelichthalter und warte weiter auf meine Bandsäge.........

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Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Multicut S2
  • Schleifpapier
  • Handsäge
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Materialliste
  • 1 x Kantholz | Kiefer (62 x 80 x 800 mm)
  • 2 x Teelichttüllen | Metall vergoldet (47 mm Durchmesser )

Los geht's - Schritt für Schritt

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Kantholz wählen - vorbereiten

Eigentlich wollte ich gerne diesen geteilten Stern aus einem Eichenblock sägen. Da ich aber Bedenken hatte, daß meine Dekupiersäge und ich das schaffen werden, habe ich lieber zu der etwas weicheren Kiefer gegriffen.
Das Seitenmaß des Kantholzes war durch den Umfang der Teelichttülle vorgegeben. Diese hat 46 mm Außendurchmesser und daneben wollte ich auch noch etwas Holz überstehen haben und nicht zu knapp das Teelicht am Rand sitzen haben, das sähe sonst so sparsam aus. Also mußte mein Kantholz mindestens 60 mm dick sein.
Von diesem Kantholz habe ich dann 2 Stücke a 16 cm Länge per Hand abgesägt  und geschliffen.

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Vorlage erstellen

Auf dem PC habe ich einen Stern gezeichnet und die Maße so gewählt, daß er in meinen Augen gut zu der gedachten Größe des Teelichthalters passsen würde. Den Stern habe ich ausgedruckt und als Vorlage verwendet. Die Vorlage wurde dann genau in der Mitte durchgeschnitten, damit ich einen rechten und einen linken Teil bekomme.

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Loch für Teelichter bohren

In die nun in zwei Teile gesägten und zurechtgemachten Kanthölzer habe ich von oben mit der Ständerbohrmaschine und einem passenden Forstner Bohrer die Löcher für die Teelichter gebohrt. Zuvor habe ich mir genau den Mittelpunkt des Holzes ausgemessen und ein kleines Loch vorgebohrt, damit der Forstner Bohrer sich besser zentrieren kann. Damit ich die beiden Löcher auch wirklich parallel bekomme, habe ich beide Teile mit zwei anderen Hölzern und einer Klemmzange geschient und auch so gebohrt, da ich dadurch mehr zum festhalten hatte.
Die Bohrlöcher mußten dann mit Schleifpapier noch geglättet werden.

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Vorlage aufbringen

Meine beiden Kanthölzer wurden mit Tesafilm abgeklebt und die halbe Vorlage jeweils mit Sprühkleber befestigt. Dabei habe ich besonders darauf geachtet, daß die Maserung des Holzes beim Zusammenstellen der beiden Hälften zueinander paßt. Außerdem hatte mein Holz eine starke Astzeichnung. Da mir dies gut gefiel und das rustikale des Holzes dadurch noch betont wurde, habe ich diese Seite dann für vorne genommen.

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Aussägen

Nun ging es richtig los, der schwerste Teil der Sägearbeit begann. An einem Stück Restholz des gleichen Kanten probierte ich verschiedene Sägeblätter und Geschwindigkeiten aus. Als ich dachte, das best mögliche gefunden zu haben, habe ich dann mit dem Aussägen begonnen. Ich ließ die Maschine relativ langsam laufen um ja keinen Druck zu machen, da sonst bei solcher Dicke sich das Sägeblatt biegt und man statt gerader gebogene Linien erhält. Außerdem achtete ich stark darauf, daß nichts zu heiß wurde, da ich keinesfalls Brandspuren in das Holz bekommen wollte.

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Endbearbeitung - Holz einlassen

Dieser rustikale Klotz Holz hatte schon etliche Risse und Macken abbekommen. Er sollte weitgehendst seine Ursprünglichkeit behalten und somit auch diese Macken und Scharren. Ich habe deshalb auf einen Feinschliff verzichtet und nur die Kanten leicht geglättet.
Wieder habe ich mein Stück Restholz vorgeholt und darauf probiert, welches Öl mir am besten gefiel - ich entschied mich für Leinölfirnis.
Da Kiefer eine sehr schöne und starke Maserung hat, wird diese durch das Aufbringen des Leinölfirnis noch stärker betont und das Holz bekommt einen schönen warmen aber matten Glanz. Mit einem Pinsel habe ich den Firnis aufgetragen und anschließend mit einem weichen Tuch sehr stark nachgerieben um wirklich alles überschüssige wegzupolieren.

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Fertig

In die beiden Löcher kamen nun die dafür vorgesehenen Teelichttüllen und zwei Teelichter.
Nun war mein geteilter Sternen-Teelichthalter fertig - ich aber auch. Meine Hände waren ganz steif geworden von dem Halten des dicken Holzes, was aber schnell wieder verging.
Insgesamt war ich mit dem Ergebnis des Sägens in dieser Dicke mit der Deku schon zufrieden, aber es hat halt auch ziemlich lange gedauert. Mit einer Bandsäge wäre ich wahrscheinlich in einem Viertel der Zeit fertig gewesen.
Ich hoffe, Euch gefällt dieses "Versuchs-Werk".


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