Gartentisch

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Gartentisch aus Douglasie
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    90 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Das Projekt stammt aus dem späten Sommer, aber irgendwie bin ich erst jetzt zum Beschreiben gekommen.
Während der Bauphase der Gartenbank hat mein alter Gartentisch sich der Hitze ergeben und eine der Glasplatten ist gerissen.
Ich habe das mal als Zeichen betrachtet und daher das Projekt Gartentisch gestartet.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • POF 1400 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • Tischkreissäge,  GTS 10 XC
  • Sonstiges,  PJ 7000J (Flachdübelfräse)
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Materialliste
  • 8 x Balken | Douglasie (2000 x 70 x 45)
  • 3 x Glattkantbretter | Douglasie (3000 x 120 x 21 )
  • 50 x Schrauben (4 x 35)
  • 4 x Flachdübel | Typ 0
  • 16 x Flachdübel | Typ 20

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorüberlegung

01 Ausmaße für Tische
02 Gestaltung des Tischrahmens

Der alte Tisch war zu groß für unsere Terrasse, daher sollte dieser etwas kleiner werden und etwa die Maße 150cm x 80cm haben. Material sollte passend zur Bank Douglasie sein und die Tischplatte sollte aus querliegenden Stücken bestehen, die von einem Rahmen umgeben sind. Zwischen den Brettern sollte jeweils eine Lücke von ca. 1cm sein.
Anhand der in näherer Umgebung erhältlichen Bretter ergaben sich drei mögliche Varianten (Bild 1). Die Anzahl der angegebenen Balken ist zu niedrig, da ich später ein anderen Unterbau wählte, als ich in der Planungsphase noch gedacht hatte.
Wir haben uns dann für die mittlere Variante entschieden.

Allerdings soll der Tisch eine gewisse „Leichtigkeit“ besitzen bei der die Tischkante nicht zu massiv wirkt. Deshalb sollte der Querschnitt des Rahmens in mehreren Schritten verändert werden (Bild 2).

Anmerkung:
Sofern geschraubt wurde, wurde erst mit einem 3mm Bohrer und dann mit einem Senkbohrer vorgebohrt.

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Rahmen vorbereiten

03 Rahmen gestalten I
04 Rahmen gestalten II
05 Rahmen gestalten III
06 Rahmenprobe

Material:
3 Balken 2000 x 70 x 45

Wie in den Vorüberlegungen gezeigt (Bild 2) habe ich an den Balken erst eine Auflagefläche für die Bretter gesägt (Bild 3). Da diese später unter den Brettern verschwindet, war es nicht schlimm, dass ich einmal zu tief gesägt habe.
Anders als in der Zeichnung, kam danach erst der schräge Rand dran (Bild 4). Zum Schluss habe ich die spätere obere Außenkante noch mit dem Rundfräser (r = 8mm) abgerundet (Bild 5).
Erst jetzt habe ich die Stücke auf Gärung gesägt. Es empfiehlt sich übrigens vor dem Sägen wirklich zu kontrollieren, ob die 45° auch „richtig rum“ anliegen, sonst wird das Innenstück mit mal das Außenstück. Zum Glück betraf das nur eines der vier Stücke.

Eventuell ist es schlauer die Gärung früher zu sägen. Nach dem Abschrägen der Kante ist es schwieriger den Balken plan auf den Sägetisch zu legen. Ich musste an zwei Enden nachsägen, damit es stimmt. Daher ist mein Tisch auch ein wenig kürzer und schmaler. Statt 1520 x 800 ist er real nur 1490 x 790.

Zur Probe wurde der Rahmen mit der Oberseite nach unten ausgelegt (Bild 6).

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Rahmen verleimen

07 Rahmenteil
08 Leimen

Material
4 zugesägte Rahmenteile
4 Flachdübel Typ 0

Der Rahmen bekommt im Prinzip durch die Querbretter Stabilität und Halt. Allerdings macht es das Einsetzen und Verschrauben der Querbretter einfacher, wenn der Rahmen vorher schon verleimt ist.
Dazu wurden in den Rahmen Fräsungen für Flachdübel vom Typ 0 eingefräst. Leider habe ich vergessen von den Fräsungen ein Bild zu machen, jedoch habe ich eins vom Anzeichnen (Bild 7).
Die spätere Außenkante ist im Bild rechts. Die Mitte der Fäsung wurde mit 25mm Abstand von innen bewusst so durchgeführt, dass die Fräsung bis an den inneren Rand bzw. eigentlich drüber hinausgeht. Ich wollte sicher sein, dass der Dübel auf keinen Fall zu weit nach außen kommt. Der Flachdübel selber passt gut hinein, da er insgesamt eine Breite von 47mm hat.
Beim Leimen selber wurde darauf geachtet, dass einerseits die Gehrungen passend sitzen, andererseits die Innenwinkel des Rahmens jeweils 90° betragen (Bild 8, 9).

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Tischplatte fertigstellen

10 Abrunden
11 Vorbereiten Tischplatte I
12 Tischplatte vorbereiten II
13 Tischplatte vorbeiten III
14 Tischplatte vorbereiten IV
15 Tischplatte verschraubt
16 Fertige Tischplatte

Material:
Tischrahmen
3 Glattkantbretter 3000 x 120 x 21
50 Schrauben 4 x 35

Die langen Kanten der Glattkantbretter wurden auf der späteren Oberseite mit dem Abrundfräser abgerundet (Bild 10). Anschließend wurden die Bretter passend zurechtgesägt. Dabei sollte aus optischen Gründen am Rand jeweils ein Spalt von ca. 4mm bleiben.
An den Enden der Glattkantbretter habe ich zum Positionieren auf der Unterseite doppelseitiges Klebeband befestigt (Bild 11).
An den langen Kanten habe ich außen jeweils eine 4mm breite Leiste als Abstandshalter eingesetzt, an den kurzen Kanten habe ich Flachdübel genommen, die 4mm stark sind. Zwischen zwei Brettern wollte ich eigentlich eine 10mm dicke Metallleiste als Abstandshalter verwenden. Da der Tisch ein wenig schmaler als geplant wurde, musste ich improvisieren und ich habe den Abstand auf 9mm verkleinert (Bild 12).
Nachdem alle Querbretter mit Klebeband fixiert waren, habe ich alles zusätzlich mit zwei Latten fixiert (Bild 13). Zum Schrauben musste ich die Platte umdrehen (Bild 14). Jedes Brett wurde auf jeder Seite mit 2 Schrauben befestigt. Die beiden äußeren Bretter wurden zusätzlich mit 3 Schrauben an der Seite befestigt (Bild 15).
Die Tischplatte ist fertig (Bild 16).
Anschließend wurde die Tischplatte noch mit Clou Douglasienöl behandelt.

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Untergestell für den Tisch bauen

17 Untergestell
18 Flachdübel an den Beinen vorbereiten
19 Flachdübel am Rahmen vorbereiten I
20 Flachdübel am Rahmen vorbereiten II
21 Fertiger Tisch

Material:
5 Balken 2000 x 70 x 45
16 Flachdübel Typ 20
Schrauben 5 x 80

Bei meinem ersten Versuch Beine für den Tisch zu bauen, hat meine Unerfahrenheit wieder voll zugeschlagen. Ich habe vier Beine aus zwei Balken zurechtgesägt. Dann habe ich zwei Holzdübel (8mm) in die Stirnseite des Balkens gesetzt und entsprechende Löcher in dem passenden Glattkantbrett der Tischplatte gebohrt. Bein und Platte zusammengesetzt und die Beine jeweils mit einer Schraube an der kurzen Kante und mit einer an der langen Kante befestigt.
Ich kann nun sagen - ja das hält, aber wackelt. Und ob das lange hält….
Na ja für einen Grillabend hat es gereicht.

Meine zweite bessere Umsetzung lässt sich am besten beschreiben, wenn man das Ergebnis sieht (Bild 17): Für die Beine habe ich ein Untergestell gebaut, das genau von unten in den Rahmen der Tischplatte passt.
Die Beine wurde auf 72cm Länge gesägt, da so der Tisch eine Gesamthöhe von 74cm bekommt, was wir als angenehm empfinden.
Die längeren Rahmenstücke haben eine Länge von 130cm, die kürzeren von 55cm.
Die beste Methode ist vermutlich die Beine und die Rahmenhölzer mittels Zinken aneinander zu befestigen. Da ich mir unsicher war, ob es mir gelingt und ich auch ein wenig bequem war, habe ich die Hölzer mit jeweils 2 Flachdübeln pro Kontaktfläche aneinander befestigt (Bilder 18-20). Dabei wurden die Flachdübel, die an der breiten Seite des Beines verwendet wurden mit Hilfe einer Zange ein wenig gekürzt, damit der Flachdübel an der schmalen Seite sowohl im Bein, als auch am anderen Rahmen greift (Bilder 19-20).
In die Rahmenhölzer sowohl des Untergestells als auch der Tischplatte wurden 3mm Löcher vorgebohrt, beim Untergestell auch vorgesenkt.
Anschließend wurde das Untergestell geölt und an der Tischplatte mit Schrauben (jeweils ca. 10cm Abstand) befestigt und der Tisch ist fertig (Bild 21)!


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