Gartenbank renovieren

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    30 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Vor vier Jahren habe ich meiner Frau eine Gartenbank geschenkt, damit wir gemütlich die Abendsonne vor unserem Haus genießen können und uns dabei nicht auf die Steinstufen des Eingangs setzen müssen. Damals allerdings nicht selber gemacht sondern gekauft.
Wie die Jahre gezeigt haben, war die Bank nicht nur relativ günstig in der Anschaffung, sondern leider auch sehr billig in der Verarbeitung. Bevor ich nun aber eine Bank komplett neu baue, will ich mal versuchen, ob ich die alte nicht einfach renovieren kann.
Aber seht selbst:


Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSR 1800 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • PTS 10  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Hobel,  Dickenhobelmaschine Triton TPT125
  • Oberfräse,  Einhandfräse
  • Schleifroller,  OSM 100
  • Sägestation,  Bandsäge BS 350 Superior
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Materialliste
  • 5 x Bretter | Douglasie
  • Douglasien-Öl
  • Schrauben | Edelstahl
  • Unterlegscheiben

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zerlegen der alten Bank

Urzustand
Der Zahn der Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen
Die Einzelteile, die ich neu brauche.

Beim Holzhändler meines Vertrauens besorge ich mir ein paar schöne Bretter Douglasie. Stabil und dauerhaft genug und das zu einem günstigen Preis. Von der Idee, Lärchenholz zu nehmen, rät mir mein Holzhändler dringend ab: Lärche ist extrem harzhaltig, und deshalb für Sitzmöbel reichlich ungeeignet.

Zerlegt ist die Bank recht schnell. ein paar Muttern und Schrauben lösen und schon habe ich die Einzelteile vor mir liegen. Zwar ist das Holz noch nicht völlig morsch, aber unansehnlich grau und ziemlich verformt.

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Auf Maß hobeln, sägen, bohren und fräsen

Auf passende Stärke bringen
Breite der Sitzlatten
Bretter halbieren und auf passende Breite sägen
Sägekanten mit dem Putzhobel schön machen
Schraubenlöcher übertragen
Sacklöcher...
und Schraubenlöcher bohren
und die Kanten fräsen
Winkel beim Rückenteil berücksichtigen
Kontur der Inlays übertragen
Bandsägetisch auf passenden Winkel einstellen
und Konturen sägen
die fertigen Einzelteile

Als erstes schicke ich alle Bretter mal durch den Dickenhobel. Die Sitzfläche soll später deutlich massiver sein als die (eher dekorativen) Holzteile der Lehne.
Die Bretter für die Sitzfläche muss ich natürlich an der TKS auf die passende Breite zurecht sägen. Das Maß hierfür übernehme ich von den alten Latten. Die Sägekanten bearbeite ich noch mit meinem Putzhobel No.4.
Für die Verschraubung übertrage ich die Löcher der alten Latten mit einem Körner. Damit die Schraubenköpfe nicht stören, bohre ich mit einem 15mm Forstnerbohrer erst Sacklöcher, bevor ich mit einem 6,5mm Bohrer die Schraubenlöcher durch bohre.
Für das gemütliche Sitzvergnügen runde ich die oberen Kanten der einzelnen Latten noch am Frästisch mit einem Viertelstabfräser (r=6) ab.

Die Holzteile der Rückenlehne brauchen rückseitig eine kleine Fase, da das Metallgußteil keinen 90° Winkel an den Schraubenlaschen hat. Den benötigten Winkel nehme ich der Einfachheit halber von den alten Holzteilen ab.
Die Außenkonturen übertrage ich mit Bleistift auf die gehobelten Bretter und säge alles an der Bandsäge zurecht. Die Sägespuren verschleife ich kurz am Spindelschleifer.


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Anstrich

allseitig dünn auftragen
Sacklöcher nicht vergessen!
Erster Anstrich trocknen lassen
Zweiten Anstrich trocknen lassen


Beim Anstrich habe ich mich für Eukalyptus Öl von Osmo entschieden.

Wichtig für mich war hierbei, dass man keinerlei Grundierung benötigt, der Anstrich schnell trocknet, nach Trocknung nicht reisst oder abblättert und außerdem UV- und Wetterbeständig ist.
Außerdem ist das Öl extrem ergiebig, zwei sehr dünne Anstriche reichen laut Herstellerangabe aus.

Natürlich gibt es auch andere Douglasien-Öle, mit den Osmo Produkten habe ich bisher die besten Erfahrungen gemacht.
Soll aber keine Werbung sein - ich bekomme von denen nichts!

Zum Arbeitsschritt selber gibt es nicht viel zu sagen:
Das Öl allseitig dünn mit dem Pinsel auftragen und trocknen lassen.
Für die 2. Schicht muss man nicht abschleifen, einfach nochmal dünn drüber.


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Donnerstage? Nein, Montage!

Inlay
fertige Rückenlehne
die Einzelteile
letzte Verschraubung
Fertig!

Da im Büro zur Zeit so wenig los ist, habe ich mir den gestrigen Donnerstag kurzerhand frei genommen und konnte daher die Bank zusammenbauen.

Da die alten Holzschrauben bereits recht angerostet waren, habe ich kurzerhand neue Edelstahlschrauben genommen.
Als erstes habe ich die Lehne zusammengebaut: Die einzelnen Hölzer habe ich mittels Klemmzwingen an ihrem Platz gehalten, bis ich alles sicher verschraubt hab.

Den Rest baue ich dann vor dem Haus in der Sonne zusammen.
Mangels einer dritten oder vierten Hand habe ich hier keine Fotos mehr gemacht.


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Fazit

Eigentlich wollte ich das Projekt als Challenge-Projekt zur Heimwerker-Herausforderung im März 2020 ins Rennen schicken.

Nachdem gestern nachmittag der Wind dann doch so heftig war, dass der Sonnengenuss vor dem Haus etwas getrübt war, bin ich dann doch wieder in die Werkstatt gegangen. Was dabei herausgekommen ist, eignet sich meiner Meinung nach besser für die 1-2-do-Heimwerker-Herausforderung als dieses relativ einfache Renovierungs-Projekt.

Ich hatte die Bank im Dezember 2015 für 100,- EUR gekauft. Inzwischen bekommt man sie neu für nur noch 78,- EUR. Die Renovierung hat mich jetzt ca. 30,- EUR gekostet und ist meiner Meinung nach eine eindeutige Verbesserung; optisch wie auch qualitativ!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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