Gabionen und Zäune zur Einfahrt

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    2500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Dieses Projekt beinhaltet die Erstellung der Gabionen und Zaunelemente welche zur Trennung der Einfahrt vom Garten und der Terrasse dienen. Die Arbeiten wurde alle selbst geplant und durchgeführt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Vibrationsstampfer
  • Minibagger
  • Messwerkzeug
  • Maurerschnüre
  • Mischmaschine
  • Schubkarre
  • Erdlochbohrer
  • Wasserwagen
  • Spanngurte
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Materialliste
  • 10t x Gabionensteine (80-120er Korn)
  • 10 x Zaunmatten | 8/6/8 (verzinkt)
  • 5 x Zaunmatten | 8/6/8
  • 8 x Zaunpfosten
  • 1 x Gartentor
  • 10 x GK-Rohre (80x200)
  • Zement, Kies
  • Muniereisen
  • 10 x Seitenwände der Gabionen

Los geht's - Schritt für Schritt

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Umfangreiche Planung

Wie bei bei jedem Projekt steht zu Beginn immer eine umfangreiche Planung. Grade wenn es um Arbeiten geht, die man selbst nicht jeden Tag macht, oder sogar einige Arbeiten absolutes Neuland sind. 


In unserem Fall haben wir uns überlegt, dass wir eine ca. 36m² große Terrasse vor dem Wohnzimmer haben wollen. Angrenzend daran dann ein Tor zur Einfahrt und eine Abstellfläche für Mülleimer und Fahrräder. Allerdings sollte unsere Einfahrt auch verhältnismäßig groß werden.

Die Abtrennung der Terrasse sollte eine Gabionenwand herstellen. Allerdings sollte es nicht eine erdrückende durchgehende Wand sein. So kamen zur Auflockerung Buchs-Bäume hinzu die zwischen den einzelnen Gabis Platz finden sollten.

Der Mülltonnenplatz sollte später mit Zaunmatten umrandet sein. Um aber den Weg in den Garten mit einem Anhänger, Bagger, oder Steiger für spätere Gartenarbeiten oder aber für die Baumpflege nicht zu verbauen, wurde eine 2,5m breite Zaunmatte am Stück montiert. Diese kann man dann später aushängen erhält weiterhin Zufahrt zum Garten. 

Der restliche Platz stand ab diesen Überlegungen für das Gartentor zur Verfügung. So ergab sich Stück für Stück ein Bild.

Materialplanung:
Gabionen können sehr teuer werden. Um die Kosten möglichst gering zu halten wurden die Materialien von verschiedenen Händlern und Privatpersonen im Netz beschafft.

Die Seitenwände in feuerverzinkt (das Pulverbeschichten habe ich selbst organisiert), das Tor, die Zaunhalter und die werksseitig pulverbeschichteten 8/6/8 Doppelstabmatten habe ich günstig von einem Händler im Netz bekommen.

Die 8/6/8 Doppelstabmatten für die Gabionen konnte ich durch Zufalle über eBay Kleinanzeigen bekommen.

Baustoffe wie Kies, Zement etc. vom Baustoffhändler. Dicke GK Rohre ebenfalls von eBay Kleinanzeigen.

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Ausheben für schweres, stabiles Fundament

Die Gabionen sind fast 2 m hoch, wodurch der Schwerpunk ziemlich weit oben liegt. Daher war klar, dass wir ein tiefes, schweres Fundament brauchten um maximale Stabilität zu gewährleisten. 


Nach mehreren Ratgebern sollte man ein 60-80cm tiefes Fundament erstellen. Hinzu überlegten wir uns, dass wir keine einfachen Gabionen verwenden wollen, sondern welche mit stabilen Seitenwänden, zudem sehen sie netter und einfach vollständiger aus.

Die Arbeiten habe ich mit einem Mini-Bagger vollzogen, anders bei dem ganzen Unrat im Boden und vor allem der Menge gar nicht anders möglich.
Also alles grob mit Spray auf dem vorhandenen Boden angezeichnet und anschließen den Bagger machen lassen.

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Gießen des Fundamentes

Unserer Grundstück hat vom Haus zur Straße ca. 40cm Gefälle. Das wollten wir dazu nutzen, die Terrasse hinter den Gabionen auf einem höheren Niveau zu erstellen also sie Einfahrt. So sehen die Gabionen von der Straße wesentlich höher aus, als sie von der Innenseite aus sind. 


Aus diesem Grund entschieden wir uns neben einem Fundament für die Gabis auch eine Mauer aus Beton entlang der Terrasse zu gießen um evtl. drückenden Boden abzufangen. 

Vor diese Mauer konnte wir dann bequem die Gabionen und deren Fundamente erstellen. Die Fundamente wurden dann mit Bewehrung mit der Mauer verbunden, in Summer daher gefühlt unkaputtbar :-). Das Zusammenbauen der Gabionen war leicht gemacht.

Für diese Arbeiten wurden natürlich wieder viele, viele Schnüre gespannt und viel gemessen. Grade mit der großen schräg stehenden Gabi gab es beim Messen sehr viel Spaß, da sie im 45 Grad Winkel zur Richtung des Gefälles steht.

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Boden unter Gabionen verdichten

Nachdem die Gabionen einbetoniert waren konnte der "Burggraben" wieder mit dem ausgehobenen Boden gefüllt werden.

Man sollte bedenken, dass die Gabionen später eine Menge Steine aufnehmen. Die Fläche darunter verhältnismäßig gering, dafür das Gewicht was von oben drückt um so größer. 
Wichtig ist daher den Boden unterhalb der Gabis sehr gut zu verdichten, damit dies nicht im Lauf der Zeit durch die Last der Steine automatisch passiert. 

Dazu wurde ein 100kg schwerer Stampfer ausgeliehen. Dann wurden immer ca. 20cm Boden verdichtet, bis der Graben wieder voll war. Zum Abschluss wurden halbe Gehwegplatten unter den Gabionenkästen verlegt, damit der Druck einzelner Steine später möglichst breit verteilt wird.

Unterschätzt man diesen Punkt biegen sich später die Doppelstabmatten in der Mitte nach unten. 

Haltet mal die Augen auf wenn ihr durch die Straßen fahrt. Man sieht viele Gabionen bei denen genau dieses - stark in der Mitte durchhängende Stabmatten - auffällt. 

Nach immerhin knapp 3 Jahren sind unsere immer noch schön grade. :-) 

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Einbau Zaun- & Torpfosten

Nachdem die Gabionen alle eingebaut waren konnten die Positionen der Zaunpfosten und des Tores ermittelt werden. Zwecks genauer Ausrichtung wurden im Vorfeld GK-Rohre im Boden einbetoniert. So war es später leichter die Pfosten mit Keilen auszurichten und dann innerhalb der Rohre nochmal zu betonieren. 

Die Löcher wurden mit einem Erdlochbohrer erstellt und sind ca. 80-90cm tief.

Um den Abstand zwischen zweier Zaunpfosten exakt hinzubekommen wurden Kanthölzer mit dem Lochmaß der Doppelstabmatten zugeschnitten. Diese wurden dann beim Ausrichten der Pfosten dazwischen gehalten um den genauen Abstand für die Doppelstabmatten zu erhalten. 

Das Ganze braucht etwas Geduld, aber wenn man die ersten 2 Pfosten geschafft hat geht es

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Füllen der Gabionenkörbe

fertig

Der letzte Schritt war anstrengend. Die Gabionen mussten gefüllt werden --> alle Gabionensteine --> Schubkarre --> Gabione. Zuvor natürlich jeden Stein einzeln abwaschen um den ganzen Steinstaub und Dreck nicht in den Gabionen zu haben. Also wurden die insgesamt knapp 10t an Gabionensteine mindestens 3 mal in die Hand genommen. 


Beim Einfüllen in die Gabis wurden die Steine schön grade von oben in den Korb fallen gelassen. Nach ein paar Steinen wurden sie per Hand durch die Gitterstäbe hindurch so gedreht und verteilt, dass möglichst keine Sichtlöcher durch die Gabi hindurch entstehen.  Das ist wirklich Arbeit für Sträflinge...


Rechtlicher Hinweis

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