Gabionen setzen, Stützmauer

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Gabionen um Höhenunterschied abzufangen
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Unser Haus stand wie auf einer Hallig. Das war weder schön, noch war es im Hinblick auf Gartenpflege praktikabel. Man(n) wird ja auch älter. Frau übrigens auch.
Die Frage war nun, wie das Gelände abfangen, wenn wir auffüllen lassen, ohne die Tujenhecke des Nachbars zu beschädigen.
Nach vielen Überlegungen entschieden wir uns für eine Gabionenmauer. Das war die einzige Möglichkeit es selbst zu bewerkstelligen. Alle anderen Lösungen, wie L-Stützen o.ä., hätten schweres Gerät erfordert.
Entscheidung gefallen, Maße genommen, Material bestellt .... es konnte los gehen.
Beschreibung, wie immer in meinen Projekten, als Bildunterschrift.

Meine anderen Projekte findet Ihr hier ----------> KLICK

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schaufel
  • Spaten
  • Schiebekarre
  • Wasserwaage
  • Maurerschnur
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Materialliste
  • 24 to x Weserkies
  • 32 m x Gabionen | verz. Stahl (1000x1000x500mm)
  • 10m³ x Mineralgemisch

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorarbeiten

Entlang der Hecke soll die Gabionenmauer entstehen.
Gut zu erkennen die Höhenschnur links.
Mineralgemisch ist da, wir können starten.

In Absprache mit dem Nachbarn, haben wir die Tujenzweige im unteren Bereich gekappt. Standen eh viel zu weit auf unserem Grundstück.


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24 Tonnen Weserkies

Ein mächtiger Haufen.
Und das soll ich alles von Hand bewegen?
Mamaaa ..... hilf mir.

Es ist ein Rechenexempel. Nimmt man bei den Gabionen Maschenweite 10x10, braucht es große Steine die deutlich teurer sind als der grobe Kies. Wir haben uns für Maschenweite 5x5 cm entschieden. In Summe die preiswertere Variante.

24 Tonnen Weserkies grob. Das war ein Sattelschlepper voll.

Mir graut vor der Aufgabe und ich sollte Recht behalten.

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Die ersten Meter

Die ersten drei Meter fertig.
Aber zu welchem Preis?
4 Wochen lang immer wieder der Blick auf den Anfang.
Gut schaut es schon aus.
Mache ich weiter?
Und wenn ja, wie?
Wenn ich eine Rampe bauen würde .....

Vom Zusammenbau der Gabionen habe ich leider keine Bilder. Ist aber auch kein Hexenwerk. Die einzelnen Teile werden mit den dazugehörigen Spiralen einfach verbunden. So entsteht Gabione um Gabione, die wir immer zu 3 Stück, also 3 Meter, verbunden haben.

Für den Unterbau haben wir ca.20cm Mineralgemisch eingebracht, verdichtet und begradigt. Immer in 3 Meter Schritten, dann kam ein Höhenversatz.

Nun standen sie da die ersten drei Meter Gabionen und wollten gefüllt werden? Aber wie? Der Weserkies lag ca. 50 Meter weit weg. Und wie einfüllen?

Also habe ich alles an Baueimern zusammen gesammelt und habe die gefüllt. Das Schaufeln war schon ein Problem. Sieben Eimer habe ich in die Schiebekarre gebracht und zur Gabione gefahren. Und dann jeden Eimer von Hand eingeschüttet. Nach der ersten Fuhre war der Boden kaum bedeckt. Na toll dachte ich. So habe ich den ganzen Samstag gebuckelt und cm um cm gefüllt. Irgendwann waren dann die 3 Meter Drahtkörbe voll, und ich dann Abends auch. Musste die Schmerzen ertränken.

Baustop: 4 Wochen hatte ich Rücken und wollte das Projekt begraben.



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Die Mauer wächst

Mit Rampe ging es deutlich besser und schneller.
Die Mauer wächst.
Eigentlich schade, dass man bald nichts mehr davon sieht.
Alle drei Meter ein Höhensprung.

Nach 4 Wochen Zwangspause, vielen Gedanken die ich mir gemacht habe und der Änderung meiner Arbeitsweise, wächst die Mauer dann doch recht schnell. Eine Plackerei bleibt es allemal.
Ich habe mir aus Bohlen und Europaletten eine Rampe gebaut und "nur" noch die Schiebekarre voll geschaufelt, zur Gabione gefahren und direkt eingekippt. Zu Arbeitsbeginn war die Karre mit Häufchen gut gefüllt, gegen Feierabend war kaum noch was drin in der Karre.

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Flies einlegen und anfüllen

Bohle zum Füllen der Gabionen.
Mit dem Kunststoffvlies gegen Durchschwämmen gesichert.

Da ich mal wieder mehrere Arbeiten auf einmal mache, habe ich die Gabionen mit einem syntethischen Flies abgedeckt und "gute" Erde vom ausschachten bei dem anderen Projekt direkt hier angefüllt.
So wurde abwechselnd Gabionen gestellt und befüllt, Erde an anderer Stelle ausgeschachtet, an den Gabionen aufgefüllt, verdichtet und mit Rasensaat versehen.
Das Ergebnis heute, nachdem an der Strassenseite die Granitmauer erstellt wurde, ein fast ebenes Grundstück.
Allen die gleiches vorhaben und ähnliche Gegebenheiten haben kann ich nur raten: Lasst es machen. Dagegen ist im Steinbruch arbeiten wie Wellnessurlaub.
Ich nie wieder. Das war Sträflingsarbeit hoch 10.


Rechtlicher Hinweis

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