Fußballstadion für Fußballspiel zerlegbar Teil 1 - Heimwerker-Challenge

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    18 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Mein Enkel bekommt zu seinem Geburtstag ein Fußballspiel. Damit der Ball nicht immer im ganzen Zimmer gesucht werden muß, wird ein Fußballplatz benötigt, der eingerahmt ist. Wie das so in Kinderzimmern üblich ist, mangelt es hint und vorne an Platz, also mußte der Rahmen zerlegbar werden.


Ach ja, es mußten noch Schweißdraht und Holzkugel verarbeitet werden, da das die vorgegebenen Materialien für die Februar Challenge sind. Mal sehen, wie ich das noch unterbringe.

Bei den Projektkosten ist der Sack Kartoffeln nicht mit einberechnet :-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber,  Easy Drill
  • Dekupiersäge,  Multicut S2
  • Schleifpapier + Tacker
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Materialliste
  • 1 x Holzplatte Mehrschicht | 50x80cm (12 mm dick)
  • 1 x Sperrholz | 2x 20x15 cm - (3mm dick)
  • 1 x Schweißdraht | für Aluminium (2 mm dick)
  • 10 x Holzkugeln
  • 1 x Abtönfarbe oder Acryl | grün, rot, weiß
  • 1 x Sack | Kartoffeln
  • 16 x Minimagnete
  • 1 x Mattlack

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Der Rahmen sollte folgende Anforderungen erfüllen:


1. auf dem Boden aufgebaut werden können, 
2. aber auch auf dem Tisch im Kinderzimmer, wenn mal Oma und Opa mitspielen möchten.
3. nicht größer als 80 cm lang sein, da der Kinderzimmertisch nur 85 x 60cm ist. 
4. von der Höhe her so niedrig sein, daß ein Fünfjähriger mit seinen Ärmchen noch gut in das Spielfeld hinein langen kann aber wiederum so hoch, daß der Ball nicht bei einem kräftigen Schuß gleich raus fliegt.
(Daher habe ich unauffällig mal Schuhkartons hingestellt und meinen Enkel öfters etwas herausnehmen lassen. Dabei kam ich auf eine Testhöhe von 10 cm, die noch gut ging.)
5. leicht auf-und abbaubar sein durch einen Fünfjährigen ohne Erwachsenenhilfe, also nichts Verschraubtes.


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Zuschnitt des Rahmens mit den Toren und danach farbig beizen

Nachdem ich mir eine Skizze gemacht hatte, habe ich danach die gekaufte Platte in 4 gleich lange Streifen geschnitten. Die zwei Streifen für die Längsseiten habe ich unverändert gelassen, die beiden für die kurzen Seiten habe ich auf die gewünschte Länge beschnitten.

Dann habe ich in die beiden kürzeren Teile in die Mitte ein Tor aufgezeichnet und ausgesägt.
Nachdem ich alle Holzteile zugeschnitten hatte, dachte ich, daß das helle Holz doch recht empfindlich sein würde und habe alles mit Teakbeize eingestrichen.

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Tore erstellen

Nur ein Ausschnitt im Holz ist ja noch kein Tor. Da muß auch noch ein Tornetz her. Durch meine erfolglose Suche in den ortsansässigen Geschäften nach geeignetem Material hatte ich Zeit verloren und kam immer mehr unter Druck. Als ich wieder einmal meinen Einkaufskorb auspackte und einen Sack Kartoffeln in den Kühlschrank legte, kam mir die zündende Idee. Halt, Moment, ein Sack Kartoffeln, und schon waren die Kartoffeln lose in einer Schale und der Sack wurde zweckentfremdet für das Tornetz hergenommen.


Also habe ich den Sack zerschnitten in zwei gleich große Hälften geteilt und von hinten auf das jeweilige Tor angetackert.
Da mir dann die sichtbaren Tackernadeln nicht gefallen haben, habe ich beschlossen, auf der Rückseite eine Torverblendung anzubringen und auf das Netz und die Tackernadeln zu kleben.
Dafür habe ich aus zwei dünnen Sperrholzplatten zwei Torverblendungen ausgesägt, die dann von hinten gegen geleimt und alles mit Schraubzwingen fixiert und gut trocken lassen. Danach habe ich auch noch die Torverblendung farbig gebeizt.

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Rahmen zusammen bauen

Der Zusammenbau sollte ja möglichst einfach und simpel gehen, damit ihn mein Enkel alleine schafft. Steckverbindungen würden wahrscheinlich nicht all zu lange halten. Daher habe ich zuerst an Haken, Scharniere oder Klavierbänder gedacht, denn auch Holzklötzchen fielen weg. Da kam von Hoizbastla und Arathorn der gute Hinweis auf Magnete.

Sofort habe ich Magnete bestellt und endlich kamen sie auch. Man was haben die für Kraft.
Also angedacht war in jedes Holz an jeder Ecke 2x2 Magnete zu verbauen. Doch als ich das erste Paar auf beiden Eckteilen drin hatte, zog das so stark, daß ich mir das zweite Paar sparte.
Sollte sich das dann in der Praxis nicht bewähren, so wird das zweite Paar halt auch verbaut.
Für die Magnete hatte ich mit einem 3 mm Bohrer die Löcher gebohrt und die Magnete eingeklebt.

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Planänderung Farbe und Tore

Eigentlich wäre mein Fußballplatz jetzt fertig, aber irgendwie sieht das braun so trist aus. Daher habe ich beschlossen alles grün anzustreichen und die Tore weiß abzusetzen.

Für die weißen Tore habe ich mir auf der Innenseite des Rahmens die Tore angezeichnet und mit weißer Farbe ausgemalt.
Damit das Stadion von außen auch etwas peppiger aussieht, habe ich mir mit dem PC auf Klebefolie Fußbälle ausgedruckt und außen aufgeklebt.

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Halt, der Schweißdraht und die Kugeln fehlen noch - und der Torzähler

Schweißdraht und Kugeln müssen noch verbaut werden.


Aber wo bekomme ich bitte Schweißdraht her? Die Schlosserei bei uns hat der Inhaber aus Altersgründen zum Jahresende dicht gemacht. Also herum telefoniert wo ich Schweißdraht herbekommen könnte. In zwei Baumärkte gefahren, die meinten nur, der Artikel würde zu wenig verlangt werden und sie führen es deshalb nicht mehr. Am Heimweg versuchte ich es dann bei einem Autospengler und der gab mir gegen ein gutes Trinkgeld doch tatsächlich Schweißdraht von einer riesigen Rolle. Er meinte dann auch ganz ernsthaft, ich dürfte den nur für Aluminium nehme und solle irgendetwas beachten. Ich nickte ganz sachverständig und ging schnell weg bevor er mir vielleicht noch einen Schnellkurs im Schweissen verpasst hätte.

So ein Fußballplatz braucht ja auch einen Torzähler. Da ich hier keinen elektronischen Toranzeiger verbauen wollte und mein Enkel schon prima bis 15 zählen kann, dachte ich an Kugeln, die man schieben kann und genau so sollte der Torzähler werden.

Hierfür hatte ich aus einem Holz mir ein Rechteck zugeschnitten und daraus vier gleich große Klötze gesägt. Die Klötze bekamen unten einen Ausschnitt, der genau die Maße des Holzrahmens hat, so groß, daß man den Klotz paßgenau auf den Rahmen stecken kann.
Dann bekam jeder Klotz auf einer Seite ein Loch, zwei Klötze werden durch ein Stück des Schweißdrahtes verbunden. Vor dem Zusammenstecken werden auf jeden Schweißdraht fünf Holzkugeln gesteckt. Der Schweißdraht muß so lang sein, daß man die Holzkugeln gut hin und her schieben kann.Dann wird der Schweißdraht auf jeder Seite in den Klotz geklebt.
Die Zählerstange mit den beiden Klötzen kann man dann auf jeder Seite abnehmen und später wieder aufstecken, wenn man aufräumen will
Leider hatte ich auch hier schon gebeizt und mußte alles nochmals übermalen. Ich habe mich bei den Klötzen dann für ein dunkles rot entschieden.

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Fertigstellung

Der Rahmen ist fertig und wird zur längeren Haltbarkeit noch mit mattem Klarlack überzogen.

Der Auf- und Abbau geht wirklich fix und die Magnete sind so stark, daß sie halten, aber auch so schwach, daß  garantiert mein Enkel den Rahmen alleine aufbauen kann.


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Stadiontest

Stadion getestet

Dann kam noch ein kurzer Funktionstest, den ich im Video festgehalten habe. (Das Video dient nur der Funktionserklärung, ich bin kein Videofilmer) Ich habe mit der Hand die Kugel = Fußball geschossen, sie sprang nicht über den Rand und sie kullert auch gut, also ein guter Fußball. Wie
Ich hoffe, Euch gefällt dieser etwas ungewöhnliche Challenge-Beitrag.

Zu einem Fußballplatz gehören natürlich auch Fußballspieler. die gibt es dann in meinem nächsten Projekt zu sehen.


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