freistehende Werk- und Hobelbank

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längs an die Verbreiterung der Tischkreissäge
quer an die Verbreiterung der Tischkreissäge
freistehende Werk- und Hobelbank
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    245 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Vor gut drei Jahren habe ich mir eine 2 x 1 m große Werkbank gebaut, die aber bis dato nie richtig fertig geworden ist. Bis Anfang des Jahres stand sie hinten in der Ecke und wurde lediglich als Ablage für allen möglichen Krams missbraucht. Durch den Bau meiner Werkbank mit der French Cleat Wand, an der ich von Februar bis April gebaut hatte, wurde nun die große Werkbank aus ihrer Ecke befreit und mittig in meine Werkstatt direkt an die Verbreiterung meiner Tischkreissäge gestellt. Doch nur einfach so, wie sie war, sollte die große Werkbank nicht bleiben, nur wie, wusste ich auch nicht.


Das Projekt "Hobelbank - weitgehend mit Handwerkzeugen gebaut" von nachtübernahme hat dann den zündenden Funken in mir ausgelöst, mich an diesem Projekt zu orientieren. Zwar sollte meine Werkbank nicht mit der Hobelbank von nachtuebernahme identisch werden, da ich über ausreichend Schränke, Schubladen und sonst. Unterbringungflächen verfüge, aber die Sache mit den Bankhaken und den Vorderzangen gefiel mir und war das, was ich umsetzen wollte.

In sich war die Werkbank ja schon fertig und es brauchte "nur" noch die Erweiterung durch die Bankschürzen. Die von mir anfänglich auch gefachten Vorderzangen habe ich allerdings erst einmal weggelassen, zum einen aus Kostengründen und zum anderen bin ich mir nicht sicher, ob ich solche wirklich gebrauche. Nachträglich anbauen kann ich die immer noch.

Material brauchte ich gar nicht viel dazukamen, lediglich ein paar Rahmenhölzer und die Bankhaken. Für die Bankschürze hatte die genau passenden 24mm starken und 150mm breiten, richtig gute Leimholzbretter noch da. Diese stammten von einem noch fast neuen Echtholzbett, welches mein Nachbar vor vier Jahren entsorgen wollte und ich mir damals gesichert hatte.

Da ich diese Werk- und Hobelbank ohne vorherige Zeichnungen gebaut habe, habe ich während der Bauphase festgestellt, wie ich einige Dinge hätte besser bzw. vom Handling her einfacher hätte machen können. Diese von mir gemachten Erfahrungen habe ich in die von mir nachträglich erstellten Baupläne/Skizzen mit eingebracht, die ihr bei den Arbeitsschritten wiederfindet. Ein Nachbau dieser Werk- und Hobelbank, ohne die von mir teilweise gemachten "Umwege", dürfte anhand der Skizzen und der nachfolgenden Arbeitsschritte recht problemlos machbar sein.

Neben diesen Skizzen findet ihr auch eine genaue Kostenaufstellung inkl. Kostenvergleich bei Verarbeitung versch. Holzarten, wie MDF, Multiplex, Siebdruck, sowie Leimholz Fichte o. Buche.

Diese Werkbank ist extrem stabil und kann alleine verstellt werden.

Ein Dank an dieser Stelle auch nochmal an nachtuebernahme für die Unterstützung.


Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSM 18 LI  - Multischleifer (Akku)
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Zamo  - Laser-Entfernungsmesser
  • POF 1200 AE  - Fräse (elektrisch)
  • PEX 400 AE  - Exzenterschleifer (elektrisch)
  • Oberfräse,  Akku-Kantenfräse GKF 12V-8
  • Akku-Bohrschrauber,  GSR 12V-15 FC
  • Akku-Schrauber,  DHP480MJ
  • Kapp- und Gehrungssäge,  GCM 8 SJL Paneelsäge
  • Sägestation,  PTS 10 T Tischkreissäge
  • Holzdübel-Set (Dübelsetzer + Tiefenstopp)
  • Topfbohrer
  • Pinsel für Lacke
  • Holzhammer/Tischlerhammer
  • Holzbohrer
  • Forstnerbohrer
  • Senkbohrer
  • Winkellineal
  • Schraubzwingen
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Materialliste
  • 1 x MDF 19mm (Tischplatte) | Holz (984 x 1984 mm)
  • 1 x MDF 16mm (Ablageboden) | Holz (748 x 1552 mm)
  • 1 x MDF 16mm (Zwischenboden ) | Holz (748 x 1355 mm)
  • 2 x Leimholz Buche o. Fichte 18mm | Holz (150 x 2060 mm)
  • 2 x Leimholz Buche o. Fichte 18mm | Holz (150 x 1060 mm)
  • 11 x Rahmenholz Fichte/ Kiefer - gehobelt | Holz (54 x 54 x 2000 mm)
  • 12 x Rahmenholz Fichte/ Kiefer - gehobelt | Holz (54 x 34 x 2000 mm)
  • Senkkopfschrauben | Metall (4,0 x 40 mm)
  • Senkkopfschrauben | Metall (5,0 x 50 mm)
  • Senkkopfschrauben | Metall (5,0 x 80 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Aufstellung der Materialkosten

Für die Werkbank kann man als Arbeitsplatte sowohl MDF, als auch Leimholz-, Multiplex- oder Siebdruckplatten verwenden, sowie für die Bankschürzen Buche oder Fichte Leimholz.

Da die Preise für diese unterschiedlichen Holzarten jedoch teilweise gravierende Unterschiede haben, habe ich zwecks Vergleich in der Kostenaufstellung die Preise für die jeweiligen Holzarten mit aufgeführt.

Die 19mm Bankhaken (JUUMA Werkstück-Niederhalter für runde Bankhakenlöcher) und die flachen Bankhaken (aus Kunststoff) habe ich im Internet bestellt.

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Baupläne / Skizzen

Skizze 1 - Zuschnitt Tischbeine
Skizze 2 - Zuschnitt Querstreben
Skizze 3 - Zuschnitt Bankschürze
Skizze 4 - Bohrungen Bankhakenlöcher
Skizze 5 - Rahmenhölzer anbringen
Skizze 6 - Bankschürzen verbinden
Skizze 7.1 - Rahmenhölzer Unterseite_komplett
Skizze 7.2 - Rahmenhölzer Unterseite_hälftig
Skizze 8 - Holzböcke montieren
Skizze 9 - Holzböcke verbinden
Skizze 10 - Bankhakenlöcher bohren

Vorweg für die Profis unter euch, denen ein Blick auf entspr. Baupläne reicht, um zu wissen, wie was gemacht werden muss, hier alle von mir erstellten Baupläne in der chronologischen Reihenfolge.

Aber keine Angst - um die Vorgehensweise der einzelnen Arbeitsschritte besser und einfacher nachvollziehen zu können und ihr nicht immer wieder hierhin zurückrollen müsst, habe ich die dazugehörigen Skizzen dort auch nochmal mit aufgeführt.

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die bereits bestehende Werkbank als Grundlage

Werkbank vorher
Blick unter die Werkbank
die gleichen Höhen sollten auch nach der Erweiterung gegeben sein

Im Prinzip ganz einfach gebaut, bestand und besteht die Werkbank

  • aus zwei aus 54x54mm Rahmenhölzern selbstgebauten Holzböcken die sind mit 34x54mm Rahmenhölzer verbunden
  • auf den Holzböcken sind 54x34mm Rahmenhölzer verschraubt
  • auf denen als Arbeitsplatte die 19x1000x2000mm MDF verschraubt ist
  • ca. 20cm vom Boden aus sind beidseitig an den Holzböcken nochmals je ein 54x34mm Rahmenholz angebracht
  • darauf liegt eine 16mm MDF als Ablageboden, wodurch die Werkbank zusätzliche Stabilität bekommt

Die Höhe hatte ich damals an die Verbreiterung des Sägetisches meiner Tischkreissäge PTS 10 angepasst, um beide aneinandergeschoben größere Holzplatten Sägen zu können, was auch weiterhin gegeben sein sollte.

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Vorbereitungen

Flecken auf der Tischplatte mit Exzenterschleifer (180er Körnung) entfernt
Versieglung mit Klarlack in mehrere Schichten
Tischplatte vom Unterbau abgenommen

Weil ich die MDF-Tischplatte vorher nicht versiegelt hatte, zeichneten sich an mehreren Stellen häßliche Kaffeetassenringe und auch sonst. Flecken ab. Mit dem Exzenterschleifer und 180er Schleifpapier habe ich diese Flecken fast alle entfernen können.


Zum Versiegeln der MDF-Platte war ich mir nicht sicher, ob ich dafür Lasur, Parkettlack oder Hartöl verwenden sollte. Kurzerhand in einem Thread um Rat der User hier gefragt, habe ich mich auf die Erfahrungen von Sachi als Tischlermeister verlassen und meine MDF-Platte mit Treppen- und Parkettlack versiegelt.

Aufgetragen habe ich den Lack in vier Schichten mit einer kurzhaarigen, kleineren Farbrolle für Lacke auf glatten Oberflächen.

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Leimholzplatten nuten

zusätzliche Materialien für die Erweiterung um die Bankschürze
Innenseite der vorhandenen 24mm Leimholzbretter von einem ehem. 200x140er Echtholzbett
Skizze 3 - Zuschnitt und Nuten der Leimholzbretter
Querschnitt für die Nut - Tiefe 19mm (= Stärke der Tischplatte))
Kontrolle der Schnitttiefen
Überprüfung auf grobe Unebenheiten zwecks evtl. Nachsägen
passt!
feines Nacharbeiten mit dem Stechbeitel
Leimholzbretter auf die passenden Längen auf 90° Gehrung sägen
Kontrolle der richtigen Längen

Da mein Oberfräsentisch leider immer noch nicht fertig ist, habe ich die Leimholzbretter mit der Tischkreissäge genutet. Die Tiefe der Nut richtet sich nach der Stärke der Arbeitsplatte; in meinem Fall also 19mm (Stärke der MDF-Platte).


Für die Breite der Nut habe ich 14mm gewählt, so dass noch 10mm stehen bleiben, die vollkommend ausreichend sind.

Ein paar wenige Unebenheiten habe ich nach dem Sägen auf der Tischkreissäge mit dem Stechbeitel nachgearbeitet, damit die Leimholzbretter hinterher möglichst lückenlos an der Tischplatte anliegen.

Mit der Kapp- und Gehrungssäge konnten anschließend die Leimholzbretter auf die passenden Längen der Tischplatte im 90° Winkel auf Gehrung gesägt werden.

Anmerkung:
Die Leimholzbretter habe ich bei den Materialien jeweils 60mm länger angegeben, sprich 2060mm/1060mm anstatt 2000mm/1000mm. Grund dafür sind:
  • das Sägen auf Gehrung ist einfacher zu handhaben
  • die Bretter müssen nicht exakt auf der Außenkante auf Gehrung gesägt werden, wodurch es schnell passieren kann, dass die diese hinterher ein bis drei Millimeter zu kurz oder die Bretter beim Sägen wegrutschen.
Ein paar Zentimeter Sicherheitsverschnitt hinzuzurechnen ist bei Gehrungsschnitten somit immer sinnvoll.

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Löcher stopfen

Überprüfung, ob die Löcher geschlossen werden müssen oder nicht?
ja, die Löcher müssen weg
handelsübliche Konusplättchen passen nicht, als selber welchen machen
passenden Topfbohrer raussuchen
selbstgemachten Konusplättchen in die Senkungen verleimen

Die Leimholzbretter stammten, wie bereits erwähnt, von einem Echtholzbett, weswegen an den Enden jeweils zwei 40mm Packungen gewesen sind. Ich dachte erst, die können so bleiben.


Von dem Bett hatte ich noch die vier Beine aus Vollholz. Diese sollten in den Ecken als Stütze für die Bankschürze eingesetzt und mit Holzdübeln mit der Bankschürze verbunden werden. Dafür waren jedoch die Löcher fehl am Platz. mit ø 40mm zu groß und 18mm zu tief für die normalen Konusplättchen, die ich vorrätig hatte.

Kurz in meinem Rstholzbestand gesucht, fand ich schnell eine passende 18mm dicke Restholzplatte > ein Regalboden aus lackierter Tischlerplatte eines ehem. Kleiderschranks meiner Schwiegereltern (man bzw. ich schmeiße so was ja nicht einfach weg ;-)

Nun noch den Topfbohrer mit dem richten Durchmesser herausgesucht, waren schnell die notwendigen "Lochstopfer" aus dem Regalboden ausgebohrt und mit Holzleim in die Löcher verleimt.

Da der Topfbohrer einen 8mm Bohrer hatte, waren die Bohrlöcher, die zwangsläufig mein Bohren mit Topfbohrern entstehen, gleich auch passend für die 8mm Holzdübel - somit einen Arbeitsschritt gespart ;-)

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Bankschürze Nr. 1 zum Verdübeln vorbereiten

Dübelmarkierer in die Bankschürze einsetzen
durch anziehen der Schraubzwingen die Dübelmarkierungen auf die Eckstützen übertragen
an den Markierungen 8mm Löcher 23mm tief für die Holzdübel bohren
34x54mm Rahmenhölzer markieren und bohren
Dübelmarkierer einsetzen
zum Übertragen der Markierungen das Rahmenholz an die Bankschürze fest anpressen
die markierten Stellen sicherheitshalber nochmal kennzeichnen
fertig gebohrte 8x12mm Löcher in der Bankschürze

Wie im vorherigen Arbeitsschritt geschrieben, habe ich die Leimholzbretter in den Ecken mit den Eckstützen (Holzklötze) verbunden.

Das hatte folgende Gründe:
  • weil die Leimholzbretter "nur" auf Gehrung geschnitten sind, verhelfen die Eckstützen der Bankschürze zur zusätzlichen Stabilität
  • zwingend erforderlich sind die Eckstützen allerdings nicht, vor allem dann nicht, wenn die einzelnen Leimholzplatten der Bankschürze an den Ecken miteinander verleimt werden (was ich nicht getan habe - siehe Erklärung zwei Arbeitsschritt weiter)
  • besser wäre es gewesen, die Bretter an den Enden mit Zinken zu verbinden, wodurch die Eckstützen definitiv nicht notwendig gewesen wären, doch leider reichte die Länge der vorhandenen Leimholzbretter zum Einfräsen von Zinken nicht aus, Alternativ hätte ich die Tischplatte entspr. Einkürzen müssen. Da ich nun aber nich nie Zinken gefräst habe, war mir das Risiko zu groß, dabei Fehler zu machen und die Leimholzbretter dadurch zu vermurksen.
Die Verbindung der Eckstützen und der Rahmenhölzer zur Fixierung an die Tischplatte erfolgt mit Holzdübeln wie folgt:
  1. die vorgebohrten Löcher an den Enden der Bankschürze mit Dübelmarkieren auf die Eckstützen übertragen
  2. an den markierten Stellen 8x24mm tiefe Löcher bohren
  3. mittig von Rahmenholz 8x30mm tiefe Löcher bohren
  4. mit Dübelmarkieren wieder auf die Leimholzbretter übertragen
  5. anschließend auch hier an den markierten Stellen 8x12mm tiefe Löcher bohren
Wichtig:
Die Holzdübel werden jetzt noch nicht eingesetzt, da zunächst noch die Bankhakenlöcher gebohrt werden müssen.

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Bankhakenlöcher in die Bankschürzen fräsen

Skizze 4: Bohrungen der Bankhakenlöcher
Ausrichten der Oberfräse über der zur fräsenden Markierung
Außenkante der Oberfräse auf der Bankschürze aufzeichnen
Außenkante der Oberfräse auf der Bankschürze aufzeichnen
Oberfräse einspannen, damit die nicht verrutscht
Oberfräse einspannen, damit die nicht verrutscht
fertig gefräste Bankhakenlöcher
Kantenfräse mit Fasefräser
Bankhakenlöser mit Fasefräser nachgearbeitet
Bankschürze mit fertigen Bankhakenlöchern
Denkfehler: die Bankhakenlöcher auf der Rückseite mit Viertelstabfräser gefräst > nicht notwenig und nicht sinnvoll
Denkfehler: die Bankhakenlöcher auf der Rückseite mit Viertelstabfräser gefräst > nicht notwenig und nicht sinnvoll

Da ich nicht über einen 19mm Forstnerbohrer verfügte und für die paar Bankhakenlöcher auch keine 26 Euro ausgeben wollte, habe ich für die Bankhakenlöcher meine Oberfräse POF 1400 AE mit dem vorhandenen 19mm Fräskopf verwendet.


Im Nachhinein hätte ich mir den 19mm Forstenerbohrer kaufen sollen, weil nicht nur das exakte Ausrichten der Oberfräse auf die zu markierten Stellen äußerst arbeitsintensiv und fummelig ist, sondern allen voran, weil sich die Oberfräse trotz aller Vorkehrungen beim Fräsen doch leicht verziehen kann und wenn es nur einen halben Millimeter ist, wodurch die 19mm Bankhaken dann später aber nicht mehr richtig in den Bankhakenlöchern fest sitzen.

Aber ich habe die Löcher nun mal mit der Oberfräse gebohrt und das wie folgt:
  1. die zu bohrenden Stellen auf der Bankschürze/Leimholz aufzeichnen
  2. Oberfräse mit dem aufgeschobenen Parallelanschlag mit dem 19mm Fräskopf mittig der die Markierung ausrichten
  3. Parallelanschlag festsetzen
  4. Außenkanten der Oberfräse auf das Holz auszeichnen
  5. Holzstücke an die aufgezeichneten Linien mit Schraubzwingen richtig gut festspannen
  6. Oberfräse dazwischensetzen, so dass sie links und rechts durch die Holzstücke gesichert ist und nach hinten durch den Parallelanschlag
  7. die Oberfräse ohne zuviel Druck durch das Leimholz fräsen lassen

Nachdem ich die Bankhakenlöcher fertig hatte, habe ich mit der Akku-Kantenfräse noch die Ränder mit den Fasefräser nachgearbeitet. Das habe ich gemacht, nachdem mir ein Denkfehler passiert ist.

Ich hatte zunächst auf der Rückseite die gefrästen Löcher mit der Oberfräse und einem Viertelstabfräser nachgearbeitet. Das ist allerdings nicht notwendig und nicht sinnvoll, da, wie ich später festgestellt habe, ich auf der Rückseite der Bankschürze noch Rahmenhölzer anbringen musste, um für die Bankhaken tiefere Bankhakenlöcher zu haben. In den nur 24mm dicken Leimholz der Bankschürze finden die Bankhaken nämlich zu wenig Halt.

Und das nachträgliche Anbringen der Rahmenhölzer von hinten an die Bankschürze hat es auch erforderlich gemacht, dass ich dann doch den 26 Euro teuren 19mm Forstnerbohrer kaufen musste, weil ich mit der Oberfräse nicht die dann 58mm Tiefe hätte bohren/fräsen können.

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Bankschürzen an die Tischplatte anbringen

Skizze 6 - Bankschürzen die Tischplatte anbringen
Rahmenholz und Bankschürze mit Holzdübeln verbinden
mit dem Holzhammer das Rahmenholz aufdübeln
Anpasskontrolle bevor die Eckstützen angepöbelt werden
Eckstützen und Bankschürze mit Holzdübeln verbinden
auf die Rückseite der Arbeitsplatte auflegen
mit 5,0x50mm Senkkopfschrauben fixieren
von der Außenseite mit 4,0x40mm Senkkopfschrauben an die Tischplatte verschrauben
gleiche Vorgehensweise mit der zweiten Bankschürze
nach der zweiten folgt die dritte Bankschürze
und zum Schluss die letzte Bankschürze
zusätzliche Verschraubung der Bankschürze an die Eckstützen mit 4,0x40mm Senkkopfschrauben

Nachdem die Bankhakenlöcher gebohrt und gefräst sind, werden nun das Rahmenholz und die Eckstützen mit 8,0x40mm Holzdübeln an die Rückseite der Bankschürze angebracht.


Die Bankschürze nun passend ausgerichtet auf die Arbeitsplatte auflegen und durch das Rahmenholz mit fünf gleichmäßig verteilten 5,0x50mm Senkkopfschrauben an die Arbeitsplatte festschrauben

Anschließend mit 10mm Abstand von der unteren Kante die Bankschürze mit 4,0x40mm Senkkopfschrauben an die Tischplatte verschrauben. Ich habe dabei mittig über jedem Bankhakenloch eine Schraube eingesetzt. Somit hält die Bankschürze und es sieht symmetrisch aus.

Warum Metallschrauben und keine Holzdübel?

Ich habe alle Elemente, von der Tischplatte, über die Holzböcke bis hin zu den Ablageböden alles mit Senkkopfschrauben verschraubt und das aus folgenden Gründen:

  • Sollte ich die MDF-Arbeitspaltte irgendwann ab sein, kann ich die relativ schnell gegen eine neue Arbeitsplatte austauschen. Ob wieder gegen eine MDF oder Multiplex oder Siebdruck, jede von denen ist möglich.
  • Ebenso kann ich zu einem späteren Zeitpunkt relativ problemlos noch die Vorderzangen anbauen, die ich aktuell weggelassen habe, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich die tatsächlich brauche.
  • Weiterhin sind jegliche sonstigen Umbauten und Erweiterungen an diese Werkbank möglich, indem ich die komplette Werkbank bis in ihre Einzelteile wieder auseinandernehmen und mit den entspr. Erweiterungen wieder zusammensetzen kann.
Wären alle Elemente miteinander verübelt und verleimt, wären all diese Optionen und Möglichkeiten nicht mehr gegeben.

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Rahmenhölzer Unterseite Arbeitsplatte

Skizze 7.1 - Unterseite komplett mit Rahmenhölzer auskleiden
Skizze 7.2 - Unterseite zur Hälfte mit Rahmenhölzer auskleiden
Messen der exakten Abstände für die Querhölzer
Messen der exakten Abstände für die Querhölzer
Anbringen der Längshölzer (35x54mm Rahmenhölzer)
verschraubt mit 5,0x50mm Senkkopfschrauben
Querhölzer
Rahmenhölzer Innenseite der Bankschürze
Rahmenhölzer Innenseite der Bankschürze

Ich hoffe, nun wird es nicht zu kompliziert und ihr könnt meine Erklärungen nachvollziehen, warum die Skizzen von den Fotos abweichen. Grund dafür ist wieder ein Denk- bzw. Unwissenheitsfehler. Ich versuche, es bestmöglichst zu erklären.


Wie bereits im zweiten Arbeitsschritt geschrieben, habe ich die Skizzen nachträglich und unter Berücksichtigung dessen erstellt, wie ich die Werkbank im zweiten Anlauf bauen würde.

Die Quer- und Längshölzer (Nr. 1 bis 4 in Skizze 7.1. bzw. Nr. 1 bis 5 in Skizze 7.2) finden sich somit nicht in der Form auf den Fotos wieder. Warum?

  • Die Bankhaken hatte ich erst bestellt, als ich die Werkbank inkl. der Bankhakenlöcher in der Arbeitsplatte eigentlich schon fertig hatte, sprich OHNE die Querhölzer Nr. 3 und 4 unter der Tischplatte.
  • Erst als ich die Bankhaken dann das erste Mal in der Hand hatte und sie in die Löcher der Arbeitsplatte und der Bankschürze gesteckt hatte, wurde mit bewusst, warum nachtuebernahme die Tischplatte seiner Hobelbank in mühseliger Arbeit aus vielen miteinander verleimten und nachträglich plan gehobelten 58x38mm Dachlatten selbst angefertigt hat. Weil nämlich u.a. die Bankhaken in den Löchern einer zu dünnen Tischplatte keinen richtigen Halt haben, wie es nun bei meiner 19mm MDF-Tischplatte der Fall gewesen ist.
  • Aus dem Grund habe ich dann nachträglich die Querhölzer unter die Tischplatte und mittig der bereits gebohrten Bankhakenlöcher angebracht.
  • Die bereits in der Tischplatte und den Bankschürzen vorhandenen Bankhakenlöcher habe ich anschließend mit einem 19mm Forstnerbohrer durch die aufgeschraubten Querhölzer nachgebohrt.
Fazit:
Hinterher ist man oftmals schlauer und aus Fehlern lernt man. Darum also die Abweichungen der Skizzen zu den Fotos.

Wie vielleicht auf den Fotos aufgefallen ist, sind die nachträglich angebrachten Querhölzer aus 70x44mm Douglasielatten und nicht, wie in den Skizzen angegeben aus 54x34mm Rahmenholz. Aus dem einfachen Grunde, weil ich die Douglasiehölzer noch vorrätig und absehbar keine andere Verwendung dafür hatte.


Meine Empfehlung im Fall eines Nachbaus

Da ihr die Werkbank somit von null auf an baut und nicht, wie ich in meinem Fall, auf eine bereits vorhandene Werkbank zurückgreift und diese umbaut, haltet euch an die Skizzen und alles passt im ersten Anlauf - sollte zumindest passen ;-)

Skizze 7.1 und 7.2 unterscheiden sich hinsichtlich der Anzahl der Bankhakenlöcher, ob die über die gesamten Arbeitsplatte gehen sollen oder nur auf einer Hälfte. Entspr. weniger oder mehr Rahmenhölzer werden benötigt (siehe Angaben in den Skizzen).

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Vorarbeiten für die Unterkonstruktion

der vorhandene Unterbau in seiner bisherigen Ausführung
Zerlegen in seine Bestandteile
die Schrauben können noch wiederverwendet werden

Bevor ich nun die Arbeitsplatte auf die Unterkonstruktion/Holzböcke montieren konnte, musste ich diese fast komplett in seine einzelnen Bestandteile zerlegen, weil durch die auf der Tischplatte und an den Bankschürzen angebrachten Rahmenhölzern die Holzböcke um 54mm zu breit waren.


Gut, dass ich die vieler nicht komplett verleimt, sondern geschraubt hatte, so dass ich die Holzböcke recht schnell auseinandernehmen, die Querhölzer von der Länge her anpassen und alles wieder zusammensetzen konnte.

Wie die Holzböcke gebaut werden inkl. der bemaßten Skizzen, seht ihr im nächsten Arbeitsschritt.

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Holzböcke bauen

Skizze 1 - Zuschnitt der Rahmenhölzer für die Beine der Holzböcke
Skizze 2 - Zuschnitt der Querhölzer und Zusammenbau der Holzböcke
Foto 1 - Verbindung Längsstützen
Foto 2- Verbindung Längsstützen
Foto 3 - Anzeichnen Position der Winkeleisen - 200mm von unten
Foto 4 - Eisenwinkel ausrichten
Foto 5 - verschraubt mit 5,0x40mm Linsenkopfschrauben
Foto 6 - Eisenwinkel beidseitig
Foto 7 - Querhölzer auf die passenden Längen sägen
Foto 8 - Querhölzer auf die Eisenwinkel und an die Längsstützen verschrauben
Foto 9 - Verschraubung der Eisenwinkel mit 5,0x40mm Linsenkopfschrauben
Foto 10 - die Querhölzer unten und oben von vorne mit 5,0x80mm Senkkopfschrauben festschrauben
Foto 11 - Ansicht Holzbock von unten
Foto 12 - Eisenwinkel als zusätzliche Halterung der unteren Querhölzer
Foto 13 - fertiger Holzbock
Foto 14 - wenn der meine "36kg" Lebendgewicht aushält, hält der auch die Werkbank (lol)
Foto 15 - Belastungstest bestanden :-D

Welche Materialien (Rahmenhölzer und Schrauben) für die Holzböcke benötigt und wie diese zugeschnitten werden, ist auf den Skizze 1 und 2 mit angegeben.


Der Zusammenbau erfolgt wie folgt:

  1. die langen Rahmenhölzer (Nr. 1) werden mit dem kurzen Querholz (Nr.4) wie auf den ersten beiden Fotos miteinander verbunden (Foto 1+2)
  2. mit 200mm Abstand von der Unterkante eine Markierung aufzeichnen, wo die Eisenwinkel aufgeschraubt werden (Foto 3)
  3. die Eisenwinkel ausrichten - dabei ein Holzstück direkt an die Markierung positionieren und daran den Eisenwinkel anlegen (Foto 4)
  4. die Eisenwinkel mit 5,0x40mm Linsenkopfschrauben festschrauben (Foto 5+6)
  5. die Querhölzer (Nr. 2+3) auf die in der Skizze angegebenen Längen sägen (Foto 7)
  6. damit bei Zusammenschrauben der Längsstützen mit den Querhölzern (Nr.3) nichts verrutscht, diese auf der Werkbank o.ä. mit Schraubzwingen miteinander fixieren (Foto 8)
  7. das Querholz (Nr.3) durch die Eisenwinkel mit 5,0x40mm Linsenkopfschrauben festschrauben (Foto 9)
  8. das obere Querholz (Nr.3) einsetzen und beidseitig von außen mit 5,0x80mm Senkkopfschrauben verschrauben (Foto 10)
  9. ebenso auch die unteren Querhölzer von außen mit gleich großen Senkkopfschrauben sichern (Foto 10)
  10. das auf Foto 13 zu sehende obere Querholz (Nr.2) braucht nicicht ausgeschraubt werden, sondern wird erst im nächsten Arbeitsschritt benötigt
Fertig ist der Holzbock. Ein kurzer Test mit dem Eigengewicht beweist, dass die wirklich einiges aushalten - also perfekt für die Werk- und Hobelbank :-)

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Holzböcke auf bzw. unter die Tischplatte anbringen

Skizze 8 - Holzböcke montieren
Foto 1 - die oberen Querhölzer (Nr.2) von den Holzböcken in gleichen Abständen auf die Rahmenhölzer aufschrauben
Foto 2 - die oberen Querhölzer (Nr.2) von den Holzböcken in gleichen Abständen auf die Rahmenhölzer aufschrauben
Foto 3 - vorgebohrte Holzstücke für die zusätzlichen Auflageflächen
Foto 4 - seitlich der Querhölzer kurze Holzstücke anbringen
Foto 5 - Detailansicht der verbreiterten Auflageflächen
Foto 5 - diese Holzstücke dienen als zusätzliche Auflagefläche der an den oberen Enden breiteren Holzböcken
Foto 7 - Holzbock mittig ausrichten
Foto 8 - mit Schraubzwingen gegen Verrutscht sichern
Foto 9 - an den Enden mit 6,0x120mm und in der Mitte mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben durch die vorgebohrten Löcher festschrauben
Foto 10 - zwei weitere, passend lange und breite Holzstücke auf die der zusätzlichen Auflagefläche anbringen
Foto 11 - diese Holzstücke dienen der Anbringung von winkeligen Stützhölzern
Foto 12 - Winkelstützen mit 10mm Forstnerbohrer vertikal ca. 10mm tief vorbohren
Foto 13 - mit 5mm Holzbohrer anschließen komplett durchbohren
Foto 14 - Winkelstützen anlegen und mit Schraubzwingen gegen Verrutschen fixieren
Foto 15 - mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben festschrauben
Foto 16 - mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben festschrauben
Foto 17 - in die Lücke zwischen Bankschürze und Holzbock passenden Holzstücke einsetzen
Foto 18 - vorbohren und mit 6,0x120mm Senkkopfschrauben von außen durch die Bankschürze verschrauben
Foto 19 - seitliche Verschraubung der Holzböcke

Bitte auch hier von einigen Fotos im Vergleich zu der Skizze nicht irritieren lassen, da, wie bereits gesagt, ich selber die quer liegenden Rahmenhölzer erst zum Schluss unter die Tischplatte angebracht habe. Dadurch ändert sich die Vorgehensweise zur Anbringung der Holzböcke in diesem Moment aber nichts.


Los geht's:

Anbringung der Holzböcke

  1. die oberen Querhölzer (Nr.2) von den Holzböcken in gleichen Abständen zu den Außenkanten mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben auf die Rahmenhölzer festschrauben (Foto 1+2)
  2. wie auf Foto 4 + 5 zu sehen ist, enstpr. Holzstücke passend Zusagen, vorbohren (Foto 3) und auf die Rahmenhölzer verschrauben
  3. diese Holzstücke dienen als verbreiterte Auflagefläche für die Holzböcke (Foto 6)
  4. Holzböcke mittig ausrichten (Foto 7)
  5. damit sie beim Vorbohren und Festschrauben nicht verrutschen, mit Schraubzwingen fixieren (Foto 8)
  6. die Holzböcke werden nun an den Enden mit 6,0x120mm und in der Mitte mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben durch die vorgebohrten Löcher festgeschraubt (Foto 9)
Zusätzliche Querstützen zur Sicherung/Festigung der Holzböcke

Diese Werk- und Hobelbank ist so gedacht, dass man sie jederzeit und ohne zusätzliche Hilfe anderer verschieben und verstellen kann, weswegen die Holzböcke nochmals zusätzlich noch vorne und hinten durch Winkelstücke gesichert werden. Das habe ich wie folgt gemacht:

  1. auf die überstehenden Auflageflächen zwei weitere, passend lange und breite Holzstücke direkt an das aufliegende Querholz den Holzböcke anbringen (Foto 10+11)
  2. aus 54x54mm Rahmenholz Winkelstücke sägen - beidseitig versetzt in 45° - diese mit einem 10mm Forstnerbohrer anbohren (Foto 12)
  3. anschließend mit einem 5mm Holzbohrer komplett durchbohren (Foto 13)
  4. Winkelstützen wie auf Foto 14 anlegen und mit Schraubzwingen gegen Verrutschen fixieren
  5. mit 5,0x70mm Senkkopfschrauben festschrauben (Foto 15+16)
  6. in die Lücke zwischen der Bankschürze und den Holzböcken passenden Holzstücke einsetzen (Foto 17)
  7. von außen vorbohren und senken und mit 6,0x120mm Senkkopfschrauben von außen durch die Bankschürze verschrauben (Foto 18+19)

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Querstreben für die Ablage- und Zwischenböden

Skizze 9 - Holzböcke verbinden mit Querstreben für die Ablage- und Zwischenböden
Foto 1 - auf die passenden Längen im 22,5° Winkel zugeschnittene 54x34mm Rahmenhölzer
Foto 2 - Rahmenholz auf die untere Querstreben auflegen und festschrauben
Foto 3 - Detailansicht
Foto 4 - das gleiche auf der anderen Seite der Holzböcke
Foto 5 - Tisch aufrichten
Foto 6 - die Holzplatten für den unteren Ablageboden und den Zwischenboden auf die Querleisten auflegen und mit ein paar 4,0x40mm Senkkopfschrauben von oben auf die Querleisten festschrauben

Dieser Arbeitsschritt ist schnell erledigt und ein Ende des Projektes zeichnet sich endlich ab.

Was zu machen ist, sieht so aus:

  1. für die Querleisten des Ablage- und Zwischenbodens werden 34x34mm Rahmenhölzer an beiden Ende in 22,5° Winkel auf die passenden Längen zugesägt und vorgebohrt (Fotos 1).
  2. für die untere Ablage werden die Querleisten auf die unteren Querstreben der Holzböcke aufgelegt und an die Beine mit passenden Senkkopfschrauben von der Innenseite festgeschraubt (Foto 2-4)
  3. die Höhe für den Zwischenboden festlegen und die Querleisten dort ebenfalls von innen mit passenden Senkkopfschrauben festschrauben (habe ich erst später gemacht, weswegen diese Querleisten auf dem Foto hier nicht zu sehen ist)
  4. nun braucht es erneut eine zweite Person, die dabei hilft, die Werkbank aufzurichten und auf ihre Beine zu stellen (Foto 5)
  5. nun nur noch die Holzplatten für den unteren Ablageboden und den Zwischenboden auf die Querleisten auflegen und mit ein paar 4,0x40mm Senkkopfschrauben von oben auf die Querleisten festschrauben (Foto 6)

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Feinarbeiten an der Bankschürze

hier und da zeigten sich doch noch kleine Unebenheiten an dem Übergängen von der Bankschürze an die Tischplatte
mit dem Schwingschleifer waren aber auch die schnell angepasst
die kleinen und eigentlich auf auffälligen Lücken zwischen der Bankschürze und der Tischplattehabe ich mit buschefarbener Holzpaste geschlossen und nachgeschliffen
gleiches habe ich bei den Ecken der Bankschürze gemacht
abschließend die Arbeitsplatte und die Bankschürze mit Parkett- und Treppenlack zweimal überlackiert

Bevor es endlich an den letzen Arbeitsschritt, dem Bohren der Bankhakenlöcher geht, müssen noch ein paar Feinarbeiten erledigt werden.

  1. Sofern, wie bei mir, die Bankschürze hier und da ein Stück weit über die Tischplatte hervorsteht, können diese Überstände mit einem Schwing- oder Exzenterschleifer recht einfach und schnell abgeschliffen und die Bankschürze dadurch mit der Tischplatte exakt bündig angeglichen werden.
  2. Die kleinen Ritze zwischen der Bankschürze und der Tischplatte, wenn auch auf sichtbar, habe ich mit Holzpaste gefüllt und glattgeschliffen. Auch die Übergänge in den Außenecken der Bankschürze habe ich auf gleicher Weise verschlossen.
  3. Zu guter Letzt noch zwei, drei Mal mit Parkett- und Treppenlack die Tischplatte, die Bankschürze und die Ablageböden überlackiert - war das auch fertig!

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Das Beste kommt zum Schluss: bohren der Bankhakenlöcher

Skizze 10 - Bankhakenlöcher bohren
ankleben mit Krepp-Klebeband
Stellen markieren, wo die Bankhakenlöcher gebohrt werden sollen
bohren mit einem 19mm Forstnerbohrer
Klebestreifen abziehen
es ist vollbracht - die Werk- und Hobelbank ist fertig!
ein wenig Eigenlob darf auch mal sein

Um die Tischplatte vor Holzausrissen beim Bohren zu schützen, ist es hilfreich, auf die entsprechenden Krepp-Klebeband oder breites Tesa zu kleben.


Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob ich die Bankhakenlöcher auf der kompletten Werkbank mache oder nur hälftig, weswegen ich zunächst über die ganze Tischplatte das KREPP_Klebeband in Serien aufgeklebt habe. Da ich mich dann dusseliger Weise im ersten Anlauf noch verrechnet hatte, sind halt entsprechend viele Klebestreifen auf der Tischplatte zu sehen. Weniger hätten vollkommen ausgereicht ;-)

Nachdem ich dann die Stellen, wo die Bankhalenlöcher hin sollten, markiert hatte, habe ich die Löcher mit dem Akku-Bohrschrauber und den notwendigen 19mm Forstnerbohrer freihand gebohrt.

Freihand zu bohren, ohne dass die Bohrung schräg zur Seite verläuft, war in meinem Falle möglich, weil die Tischplatte aus MDF ist und der Forstnerbohrer darin nicht verhakt, wie z.B. durch die Jahresringe bei Fichte-/Kiefernholz. Hinzukam, dass ich keinen für meine Akku-Schrauber passenden mobilen Bohrständer habe, ich mir dafür nun auch nicht extra einen kaufen wollte und somit das Freihandbohren meine einzige Option war. Aber mit viel Vorsicht und guter Achtsamkeit sind mit die Löcher perfekt geglückt.

Alle Löcher fertig gebohrt - ich habe mich übrigens für die Variante "Bankhakenlöcher nur auf einer Hälfte" entschieden. Benötige ich später doch noch weitere, kann ich die dann immer noch schnell nachbohren.

Zum Schluss noch die vielen Klebestreifen abziehen und die Werk- und Hobelbank ist endlich fertig - juhu !!!

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Halt stop - irgendetwas wichtiges fehlt doch noch

Nur was war das noch ???
Aber logisch doch - die BANKHAKEN !!! ;-) und die Sitzen perfekt :-D
sitzen auch richtig in der Bankschürze
JUUMA Werkstück-Niederhalter für 4 runde Bankhakenlöcher ø19mm, einer Spannhöhe von 115mm flache und einer Ausladung von 125mm, sowie 4 19mm Bankhaken aus Kunststoff mit Spannfläche 13 x 37 mm und Schaftlänge 38 mm
selbstklebende Maßbänder hatte ich noch rumliegen - ideal für die Werkbank
die Maßbänder reichten noch für zwei Seiten
für Strom direkt an der Werkbank ist auch gesorgt

Na klar - die BANKHAKEN, was sonst :-D


Die kamen am gleichen Tag, pünktlich als ich die Bankhakenlöcher bohren wollte. Bestellt hatte ich die im übrigen hier, sowie die flachen Kunststoff Bankhaken beim gleichen Anbieter unter diesem Link.

Da ich noch selbstklebende 2m-Meter-Maßbänder herumliegen hatte, habe ich die noch an zwei Seiten der Bankschürze mit angebracht.

Und für Strom direkt an der Werk- und Hobelbank sorgt eine 4fach Steckdosenleiste von Brennstuhl, die ich an eines der Tischbeine festgeschraubt und das Kabel unter der Ablageplatte mit Kabelschellen verlegt habe.

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Finale !!! Finales !!! выпускные экзамены !!! Nu is fertich !!!

freistehend in der Werkstatt
läng an die Verbreiterung der Tischkreissäge
dadurch habe ich eine Gesamtauflagefläche von 2,3 Metern
quer stehend an die Verbreitung der Tischkreissäge
dadurch habe ich eine Gesamtauflagefläche von 3,3 Metern
Zusatzhalterung auch für die vertikale Anbringung an die Werkbank
So war es mit der Werkbank vor ihrem Umbau und vor dem Umbau meiner Werkstatt mit der Werkbank aus dem Schwerlastregal und der French Cleat Wand bestellt - mehr als gruselig und traurig - aber die Zeiten sind nun vorbei :-)

Und so sieht sie nun vollständig aus, meine neue Werk- und Hobelbank.


Wo ist die Beschreibung für den selbstgebauten Bandschleifer-Halter? - werdet ihr euch sicherlich stellen.
Darüber habe ich ein gesondertes Projekt erstellt, welches ihr über diesen Link euch anschauen könnt.


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