Flurkleinmöbel in massiver Buche

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    250 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Wie das eben so ist: nach langem hin und her entscheidet man sich für das Wunschmobiliar im Flur und wählt als Hausherr in enger Absprache mit der Hausherrin per Grundriss passende Möbel samt Standort aus - um festzustellen, dass sich die weiblichen Vorstellungen während der Lieferzeit recht flexibel verändern. Hmm, das wäre noch schön, jenes könnte man vielleicht umstellen, irgendwie fehlt da noch was usw. Weil Massivholzmöbel zum einen dann doch nicht ganz so günstig sind und zum anderen die Wünsche arg am kapitalistischen Massenangebot vorbeischrammten sah ich mich - ok, nicht ganz unfreiwillig - genötigt, die fehlenden Teile selber herzustellen. So entstanden mehrere Kleinmöbel eine Erweiterungen des gekauften Spiegels, die ich Euch der Einfachheit halber zusammengefasst in einem Projekt vorstellen möchte.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PSR 10,8 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • POF 1300 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • PSM 80 A  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • PKS 55 A  - Kreissäge (elektrisch)
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Tischbohrmaschine
  • Ponal-Leim
  • Schraubzwingen
  • Zollstock, Bleistift, Winkel, Geodreieck
  • Schmirgelpapier
  • Feilen
  • Pinsel
  • Schraubendreher
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Materialliste
  • Massivholz | Buche (18mm)
  • Massivholz | Buche (28mm)
  • Massivholz | Buche (50mm x 30mm)
  • Sperrholzplatte
  • 1 x Schlüsselaufhänger "Kleiderhaken shabby"
  • 1 x Magnetfarbe (1L)
  • 1 x Tafelfarbe (0,5L)
  • 6 x Aufhänger für Regale | Metall
  • Filzgleiter schwarz
  • Leinöl
  • Schrauben in verschiedenen Größen
  • Rundholz | Buche (Durchmesser 8mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Teileumfang

Insgesamt habe ich bei dieser Aktion drei Teile hergestellt und einen vorhandenen Spiegel modifiziert: das größte Teil ist eine magnetische Wandtafel mit Bucherahmen, dann zwei Dekokästchen aus Buche mit Schlüsselbrettfunktion sowie die Ergänzung eines Ablagebretts unter dem Flurspiegel. Die Herausforderung bestand eigentlich darin, signifikante Designmerkmale der gekauften Möbel zu übernehmen, um ein einheitliches Bild zu bekommen. Neben dem Buchematerial zeichnen sich die gekauften Möbel vor allem durch schräge 30°-Kanten aus, die sich an den von mir erstellten Teilen wiederfinden.

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Ablagebrett am Spiegel

Das Ablagebrett war so leicht herzustellen wie es aussieht. Beim griesgrämigen Schreiner habe ich mir ein möbeltaugliches Buchebrett der Stärke 28mm besorgt (so wie für die anderen Möbel auch), zugesägt und mit einer Schräge an der vorderen Kante versehen. Anschließend hat die Oberfräse ein paar nette Verrundungen erzeugt, die ich an der 30°-Kante (weil mit dem Rundfräser nicht sauber hinzubekommen) per Hand mit der Feile formvollendet habe. Mit Schleifer, Schmirgel und Öl bekommt das Brett sein Finish; etwas Leim und drei Edelstahlschrauben verbinden das Brett von unten dauerhaft mit dem Spiegelrahmen. Auf ein Versenken der Schrauben habe ich diesmal verzichtet weil von oben nicht sichtbar.

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Dekokästchen

Irgendwas sollte an diese weiße Wand noch hin, vielleicht ein paar Regale oder so, halt unregelmäßig (O-Ton Regierung). Aha! Alles klar. Nun hatten wir vor einiger Zeit von einer lieben Seele einen hübschen, zum Schlüsselbrett umfunktionierten Kleiderhaken im Shabby-Look bekommen, der nur leider nie so recht in unsren Flur passen wollte und daher ungenutzt rumlag. Irgendwann kam mir die Idee, den Regalwunsch und Teile des Kleiderhaken-Schlüsselbretts zu zwei Dekoteilen zu verwursten. Das Vorgehen war analog wie beim Spiegel: Holz beim Schreiner besorgen, zusägen, befräsen, feilen, zu zwei Kästchen zusammenleimen, noch mal schleifen, mit Öl finishen.

Nun kommt das Spezielle: das Kleiderhaken-Schlüsselbrett habe ich aller seiner Metallteile beraubt, sprich einem großen Haken und vier kleinen Schlüsseldoppelhaken. Den großen Haken habe ich nur zur Deko innen in das eine Kästchen eingesetzt, die vier Schlüsseldoppelhaken an die Längsseite des anderen Kästchens. Dazu bedurfte es vier kleiner Einfräsungen auf der Rückseite, kein Problem. Damit die Schlüssel nicht die ganze Zeit an der Wand kratzen habe ich die Haken händisch etwas kaltverformt, sprich nach vorne gebogen. Zum Schluss jeweils zwei Aufhängelaschen aus dem Baumarkt hinten dran und - wieder zum Schonen der Tapete - ein paar kleine Filzgleiterchen in Schwarz auf die Rückseite. Ab an die Wand, mit etwas Deko drauf und drin sieht es echt nett aus.

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Wandtafel mit Magnetfunktion

Das größte Teil war die Wandtafel: wunschgemäß raumhoch, Tafelfarbe grün, magnetisch sollte sie sein. Meine Holde hat irgendwo in den Weiten des Internets zwei Streichfarben aufgetrieben, mit denen sich diese Wünsche verwirklichen ließen. Eine graue Streichfarbe mit hohem Eisenanteil für die Magnete, sogar überstreichbar. Und dann noch Tafelfarbe in moosgrün, passend zur Haustür.

Die Herstellung der Tafel war auch nicht wirklich schwer: die Tafel selber besteht aus Sperrholz in passenden Abmaßen, Stärke 10mm. Vor den Anstrichen habe ich das Sperrholz mehrfach glattgeschliffen und gespachtelt. Danach mehrere Anstriche Magnetfarbe darüber, sonst halten die Magnete nicht. Vier Anstriche waren es glaube ich. Jeweils mit Zwischenschleifen, die Magnetfarbe trägt arg auf. Anschließend noch zwei Schichten Tafelfarbe drauf, auch mit Zwischenschleifen. Fertig ist die eigentliche Tafel.

Der Rahmen besteht aus Bucheleisten mit einer schrägen Seite. Auf der Rückseite habe ich innen mit der Oberfräse eine Ecke ausgefräst wie bei einem Bilderrahmen, in der später die Tafel liegt und befestigt wird. Immer mit etwas Übermaß, damit nichts klemmt. Alle vier Teile auf Gehrung geschnitten und verleimt, mehr ist für den Rahmen nicht nötig. Ach nein, von hinten habe ich die Ecken mit vier 90°-Blechen verstärkt fällt mir ein, der Hebel der langen Leisten ist dann doch recht groß für die kleinen Leimflächen. Sorry, hatte ich vergessen.

Abschließend habe ich die Tafel in den Rahmen eingesetzt und wie bei einer Schrankrückwand rundum mit kleinen Schrauben verschraubt. Hätte man auch nageln können, aber ich nehme an die Tafel muss zum Reinigen oder Nachlackieren auch mal wieder raus. Durch die Verschraubung mit der Tafel wird der Rahmen erst stabil.

Dann lief alles wieder wie bei den anderen Teilen: zwei Aufhängelaschen aus dem Baumarkt plus Filzgleiter dran, das Teil an die Wand, Fertig.

Tipp: die Kreidestifte vom Amazonas sind Müll, lassen sich nämlich nur noch mit Nagellackentferner oder etwas ähnlichem entfernen. Sehr ärgerlich bei einer nagelneuen Tafel. Mit echter Kreide klappt alles tadellos. Für die Magnetfunktion braucht Ihr kräftige Magnete, es ist halt nur ein Anstrich und kein richtiges Metall. Geht aber.


Rechtlicher Hinweis

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