Feuertisch für den Dutch Oven

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Der Dutch Oven wird immer beliebter. Aber ständig in gebückter Haltung kochen, weil der Topf in der Feuerschale steht? Das muss anders gehen. Einfach einen kaufen? Nein. Der von Petromax sieht auch sehr wackelig aus.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schweißgerät MigMag
  • Div. Schraubzwingen
  • Schweißwinkel
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Materialliste
  • 1 x Stahlblech | ST 37 (1000x2000x1,5 mm)
  • 1 x Winkelstahl | ST 37 (6000x35x35)
  • 1 x Flachstahl | ST 37 (400x30x3)
  • 2 x Vermiculit Platte | Schamotte ähnlich (400x300x30)
  • 2 x Spühfarbe | schwarz, hitzebeständig

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

So soll es mal aussehen, jedenfalls so ungefähr.
Und so wird der Windfang, auch ungefähr.
Das Original von Petromax.

Planung wie immer bei mir mit Zettel-Up und Hirnschmalz-Up.
Maße: Alles ca. Pi mal Daumen. Dazu kommen wir noch.
Einzig die Grundfläche steht vom Maß, da es die Vermiculite-Platten vorgeben. Grundfläche: 400x600mm. So passen später auch der ft 9 und ft 4,5 nebeneinander.
ft 9 = ca. 7,5 Liter Topf, 1,5 Liter Deckel, 11,6 kg
ft 4,5 = ca. 3,5 Liter Topf, 1 Liter Deckel, 8 kg

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Zuschnitt Winkeleisen für Grundplatte

Anzeichnen
Gedanken zusammen nehmen, nicht falsch anzeichnen!
relativ sauberer Freihandschnitt
Scharfe Schnittkanten.
Schneiden mit der 125er blauen Akku-Flex.
Entgraten mit gleicher Scheibe.
Alle Stücke gleich lang.

Ganz wichtig bei Arbeiten mit Stahl: Sicherheitsschuhe!! Und natürlich Handschuh, da an Schnittkanten immer ein Grad stehen bleibt der sehr scharf ist.
Zuschneiden wollte ich eigentlich auf der neuen Bandsäge für Stahl beim Nachbarn. Hatte er angeboten und das wäre auch perfekt gewesen. Da er aber in Süddeutschland arbeitet und ich nicht einfach allein an die neue Säge wollte, habe ich das kurzer Hand mit der Akkuflex erledigt.

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Erste Anprobe

Erste Probe und das sieht sehr gut aus.
Die Ungenauigkeiten werden von der Schweißnaht überdeckt.
Die Innenecken sind fast makelos.
Passen beide Töpfe auch nebeneinander? Ja, das passt.

Wie genau sind meine Freihandschnitte? Passt alles zusammen und vor allem, ist es winkelig?
Ich bin zufrieden. Die kleinen Ungenauigkeiten werden von der Schweißnaht überdeckt.

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Probeschweißen, Heften und Fertigschweißen

Reststücke fest zwingen
Einstellungen am Schweißgerät.
Erste Probenaht.
Schön sieht anders aus, nachregeln.
Heftpunkte, halbwegs vernünftig.

Ich nehme sehr gern irgendwelche Abschnitte um das Schweißgerät einzustellen. Sicher hat man Erfahrungswerte, welche Stufe bei welcher Materialstärke, aber ein Test ist nie verkehrt.

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Schleifen der Nähte

Schweißnähte schleifen.
Alle Außenecken geschliffen.
Und nu? Wie soll ich in die Ecke kommen?

Alte Schlosserregel: Wer schei..... schweißt muss sehr viel schleifen.
Aber das nehme ich in Kauf. Dank der neuen Fächerscheiben ist das das geringste Übel im Gegensatz zu dem Lapsus, den ich mir mit dem Schweißen der Innenecke eingehandelt habe.

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Zuschneiden der Füße

Ersten Fuß angezeichnet.
Leider kommt die kleine Flex nicht in einem mal durch.
Vom ersten Fuß werden die Maße einfach abgenommen.
Alle 4 Füße gleich lang.

Über die Standfüße habe ich mir viele Gedanken gemacht. Gerade oder im Winkel anbringen? Fest oder zum Demontieren? Unten verbinden oder Gewicht sparen? Höhe?
Wiedermal ganz pragmatisch habe ich den Dutch Oven auf div. Höhen gestellt um zu sehen, welche Höhe für mich ideal ist.
Herausgekommen sind 81cm auf denen der ft 9 stehen muss. So kann ich den optimal bedienen.

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Füße anpassen, Öffnung verschließen

Einfach mal die Füße anzwingen.
Das sieht so nicht schön aus.
Warum die Füße seitlich überstehen? Der Sinn wird in den nächsten Schritten erläutert.
Reststücke aus Flacheisen.
Passt nicht ganz.
An zwei Seiten bündig, der Rest steht über.
Oje, schlechte Naht=sehr viel schleifen.
So geht es aber.
Überstände abflexen.
Schweißnaht schleifen.
Alle Füße beidseitig verschlossen.

Beim Anpassen der Füße, ob nun gerade oder in einem leichten Winkel, fallen die offenen Vierkantfüße auf. Das kann so nicht bleiben.
Als Jäger und Sammler hat man aber immer Reststücke. So auch in diesem Fall. Nicht passend, aber für den Zweck optimal. Kurzerhand werden die Öffnungen verschlossen. So sieht das später besser aus.

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Füße anschweißen

Messkonstruktion a la Toby.
Hier sieht man, dass ich 2 Plättchen unter den Fuß lege. So erhalte ich immer den gleichen Abstand zur Oberkante.
Massabnahme für die anderen Füße. Von Ecke Winkeleisen bis Innenkannte Fuß, dann obere Außenecke des Beins lotrecht und das Maß bis Innenkannte Fuß. Das muss jetzt an allen Füßen gleich sein.
Lotrecht, das passt.
Alles richtig fest zwingen ......
...... und heften.
Der erste Fuß ist fest. So müssen jetzt die anderen auch werden.
Zweiter Fuss
Nummer 3, sauber in der Flucht.
Na geht doch.
Probe, steht der Tisch in Waage oder läuft das Fett in eine Ecke beim Braten?

Nach einigem Probieren bin ich zu dem Entschluß gekommen, die Füße in einem leichten Winkel nach vorn und hinten festzuschweißen.
Damit ich später den Windfang besser anpassen kann, befestige ich die Füße nur bis 2/3 des Winkeleinsens. In den Bilder sieht man was ich meine.

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Der Windfang

Links unten im Bild der fertig gekantete Windfang.
Aufsetzen, fest zwingen, passt. Und jetzt ist auch ersichtlich warum die Füße nicht bis oben gehen. Der Windfang wird einfach aufgestellt.
Alles schön festzwingen.
Passt alles richtig prima.
Ein paar Heftpunkte am Blech reichen.
Das Bodenblech hatte ich gleich mitgeschnitten. Es bleibt aber lose und wird nicht verschweißt.
Permaculite einlegen.

Natürlich kann man ein Blech mit der Flex zuschneiden und es mittels verzwingten Kanthölzern, bzw. Quadratrohr, kanten. Aber ganz ehrlich, das würde so richtig sch........ (schlecht natürlich) aussehen. Und? Beziehungen schaden nur dem der sie nicht hat. Also Kurzerhand auf zu einem Bekannten mit großer Schlosserei. Die Schlagschere und die Kantbank lachen über mein 1,5 mm Blech. Die ganze Aktion hat mit An und Abfahrt keine Stunde gedauert. Auf die Frage des Bekannten warum ich nichts sage, er würde mir so etwas komplett machen, antworte ich nur: "Will das selbst machen."

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Reinigen und entfetten

Reichlich Bremsenreiniger auftragen und alle Teile sauber abwischen.
Brennbar, nicht rauchen. Kleiner Tip: Bremsenreiniger ist der beste Startpilot. Und dazu noch einiges günstiger.

Bevor ich den Tisch lakieren kann, muss er gereinigt und vor allem entfettet werden. Stahlblech sowie Stabstähle jeder Art haben beim Verlassen des Stahlwerkes einen leichten Ölfilm. So wird verhindert dass bis zur Auslieferung durch Händler, der Stahl unschönen Rost ansetzt.

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Lackieren

Tisch auf den Kopf stellen und die erste Schicht auftragen.
Schwarz ist die Farbe meiner Wahl.
Das Bodenblech wird ebenfalls lackiert.
Ganz dünne Schichten damit die Nase nicht läuft.
Rückseite des Bodenblechs.
Erstaunlicher weise trocknet das alles sehr gut und schnell.
Je mehr Schichten, desto tiefer das Schwarz.
Fast fertig
Fertig

Damit nicht alles im Rostlook erscheint, wird der Tisch mit Ofenfarbe lackiert. Ob das nötig ist? Ich glaube nein, aber sicher ist sicher.

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Ansichten des fertigen Tisches

Nach dem Lackieren werden die zwei Permaculiteplatten eingelegt und der Feuertisch für den Dutch Oven ist fertig.
Er bietet für mich ausreichend Platz für den ft 9 und ft 4,5. Ich kann die Töpfe übereinander stellen, aber auch nebeneinander. So ist Kochen, Backen und Überbacken ohne Rückenschmerzen möglich.
Was die Stabilität betrifft, die ist m.E. wesentlich besser als beim Kaufobjekt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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