Esszimmertisch rustikal, Rotbuche

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    700 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Es gibt Zeiten, da ist man froh, überhaupt einen Tisch zu haben und nicht alles was man sich anschafft, ist für die Ewigkeit gedacht.
Unser bisheriger Esstisch erfüllte seinen Zweck doch irgendwann rächt sich der günstige Preis. Schraubverbindungen lockern sich und man(n) bessert nach so lange es geht.
Irgendwann ist man(n) es aber auch Leid ständig zu reparieren und so reifte der Gedanke: Ein neuer Esstisch muss her.
Vorgaben: Breiter als der bisherige und länger soll er auch sein. Massiv und so stabil das auf Feiern auch auf dem Tisch getanzt werden könnte. Was folgte waren Besuche in div. Möbelhäusern und die Erkenntnis: Die spinnen die Römer. Wir hätten nie gedacht wo es preislich hin geht bei unseren Vorstellungen.
Dann kam Kommissar Zufall in Gestalt unseres Nachbarn zu Hilfe, der mir beim gemeinsamen Grillen von seinen frisch erstandenen Rotbuchenbohlen erzählte. Beim Ansehen der Bohlen war uns klar, daraus wird unser Tisch genaut.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Exzenterschleifer
  • Schleifpapier div.
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Materialliste
  • 4 x Bohlen | Rotbuche (400x2000x50 mm)
  • div. x Rampamuffen | Stahl (M8)
  • div. x Schrauben und Scheiben | Edelstahl (M8)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Ist-Zustand

Der alte Tisch
Mit Winkel nachgebessert.

Der alte Tisch an seinem Platz in Buche Nachbildung.

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Beschaffung und abholen der Platte

Ladefläche im Kombi ausreichend.

Unser Besuch im Sägewerk dauerte so ca. 2 Std. und beinhaltete eine Führung. Sehr nette Leute in einem kleinen 3 Mann Betrieb. Relativ schnell waren auch die Bohlen gefunden.
"Soll ich Euch die Bohlen gleich verleimen und planschleifen"?
Das war wie ein MonCherie denn dazu konnte ich nicht Nein sagen.
So blieb nur noch das Abholen der fertigen Platte. Praktisch mit einem großen Kombi.

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Schleifen und ölen

Schleifen und ölen.
Schleifen und ölen.
Schleifen und ölen.
Erste Schicht mit Hartwachs.
Und wieder schleifen.

Zuhause angekommen wurde die Platte auf Böcke gelegt, mehrfach geschliffen und geölt.

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Ausbessern der Fehlstellen

Fehlstellen
Fehlstellen
Epoxid zum ausbessern.

Div. Fehlstellen in der Platte die ausgebessert werden müssen.
Ich habe mich nach einem Test für Epoxidharz entschieden.

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Wachsen und Schleifen

Hartwachsöl von Kreidezeit. Sehr zu empfehlen da es ein Naturprodukt ist.
Schleifen und Polieren mit dem Akkugerät.
Wachsen
Dünn mit dem Lappen auftragen.
Nach ca. 15 min. das überschüssige Wachs abreiben.

Mehrfaches wachsen. Dazwischen immer wieder schleifen mit immer feineren Körnungen.

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Stahlbau Füße

Die fertigen Zuschnitte gebohrt und gelasert.
Auf dem Garagenboden als Fuß zusammengelegt.
Der erste Fuß fertig geheftet.
Sieht winklig aus.
Ich brauchte nie ein Schweißgerät bis ich dann eins hatte.
Fuß Nummer 2 fertig verspannt.
Gut wenn genügend Schraubzwingen vorhanden sind.
Jetzt kann Fuß Nummer 2 geheftet werden.
Die blauen Dreiecke nennt man Schweißwinkel.
Um dem Kippmoment entgegen zu wirken, habe ich Winkelstahl befestigt.
Jetzt musste alles ausgerichtet werden.
Mehrmals die Winkligkeit überprüft (Diagonalmaß).
Wenn alles passt, richtig fest ziehen.
Teile kennzeichnen.
Die Winkeleisen müssen, auch für spätere Transporte, lösbar angebracht werden.

Der Fuss sollte sehr stabil und massiv sein. Wir haben uns für 15 mm Stahl (ST37 für die Fachmänner) entschieden. Die wurden bei einem Bekannten mit Maschinenbaufirma gebohrt. Für die Befestigung der Platte wurden Langlöcher in den Stahl gelasert.

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Vormontage

Die Teile sind gezeichnet, verspannt und gebohrt.
Zwei M8 Schrauben halten den Winkelstahl am Fuß.
Da alles noch zum Pulverbeschichten soll, habe ich meine Kennzeichnung mit dem Meißel eingeschlagen.
Gut zu erkennen - drei gehört zu drei ....
.... und 2 gehört zu zwei.
Schraubverbindung
Das fertige Gestell.
Hier haben zwei Männer schon Mühe das zu tragen.
So soll die spätere Befestigung der Platte erfolgen.
Rampamuffen in die Bohle und mit Inbusschrauben gesichert.

Bei der Vormontage wurde alles auf Winkligkeit geprüft. Jetzt wurden in jeder Ecke 2 Stück 8,5 mm Löcher durch den Winkelstahl gebohrt. Wie in vorherigen Bildern zu sehen ist, sind die Löcher im Fuß bereits vorab gebohrt worden. So habe ich gleich eine (Bohr) Führung.
Als alles fertig war wurde es wieder demontiert und ging zum Pulverbeschichten.

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Rahmenmontage

Perfekt. Die eingeschlagene Kennzeichnung ist nach dem Pulverbeschichten sichtbar.
Schraubverbindung Winkelstahl Fuß.
Natürlich musste ich die Löcher etwas aufbohren.
Von innen der Inbuskopf.
Die Bohrlöcher hatte ich beim Schweißen ausgespart.
Sieht nicht schön aus, ist aber auch nicht sichtbar.
Ich bin halt kein Schweißfachmann.

Pulverbeschichtung ..... welche Farbe? Neutrales schwarz? Oder ein dunkles grau?
Nein, es wurde ein Silbergrau in matt, ganz so wie die Griffe der Küche. Etwas skeptisch war ich schon, aber Farbentscheidungen obliegen einer höheren Stelle. Da hat man(n) kaum Mitsprache.

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Anzeichnen und bohren

Angezeichnete Langlöcher.
Darf ich vorstellen: MAGNETO.
Magneto steht auf einer Stahlplatte.
Die Platte muss zum Bohren festgezwingt werden.
Bohrtiefe mit Klebeband markiert.
Durchbohren wäre der Supergau.
Die Stahlplatte liegt auf 2 Leisten.
Hinten eine Dachlatte zum Festzwingen.
Genügend Platz um Magneto von Bohrloch zu Bohrloch zu schieben.
Immer wieder Magnet an, Bohren und weiter schieben.
Loch an Loch und hällt doch.
Vorsichtig und ängstlich gebohrt.
Nicht tief genug - Nachbohren.
Jetzt ein Bohranschlag mit Schlauchschelle.
So werden die letzten 2-3 mm gebohrt.
Aussaugen der Bohrlöcher.
Hoffentlich geht das später zusammen. So viele Löcher ....
Eindrehen der Rampa Muffen.
Der Schweizer Käse wird geschlossen.
Eine Abweichung von 1 mm kann man sicher kompensieren.
Sieht aber gut aus.
Alle Bohrlöcher mittig im angezeichneten Langloch.

Jetzt kam der schwierige Teil. Die Platte auf das Gestell bringen. Und das Ganze so, das es bei Naturbohlen auch noch halbwegs winklig aussieht.
In der Praxis ist es genau anders herum. Bohle auf die Böcke und dann das Gestell darauf. Bohrlöcher anzeichnen, Bohren und Rampa-Muffen eindrehen. Hört sich erstmal einfach an.

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Endergebnis

Gestell aufgestellt.
Mit aufgelegter Platte.
Alles von unten verschraubt.
Sehr stabil.
Der fertige Tisch.
Ansichten.
Ansichten.
Ansichten.
Ansichten.
Ansichten.
Ansichten.

Jetzt kam der große Moment, oder wie der Autobauer sagt: Die Hochzeit.
Das Stahlgestell wurde direkt am Platz montiert. Dann die Tischbohle aufgelegt und anhand der Bohrlöcher ausgerichtet.
Nöööööööö ....... die Kante muss doch auf die andere Seite. Also Bohle wieder runter, Gestell gedreht und die Bohle aufgelegt.
Jetzt hätte ich ein Rollbrett gebraucht um die vielen Schrauben einzudrehen. Ging aber auch so.
Alle Schrauben passten ohne große Mühe und wurden handfest angezogen. Die Bohle kann sich nun bei Bedarf ausdehnen ohne etwas zu zerstören.
Das Ergebnis: Uns gefällt es. So sollte und so sieht nun unser Esstisch aus.
Übrigens: Ich kann den Tisch kurz anheben. Auch ist es möglich den Tisch mit zwei ausgewachsenen Männern anzuheben. Tragen kann man das Teil allerdings nicht zu zweit.


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