Es werde "luftig" - frischer Wind in der Gartenlaube

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    75 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Unsere ca. 45 Jahre alte und massive Gartenlaube hat ein unangenehmes Problem: Luft! Diese ist nämlicht überhaupt nicht frisch, sondern eher modrig und riecht nach 3 Tagen alten Sportsocken :)

In den jungen Jahren der Gartenlaube wurden Glasbausteine in die Wand gesetzt. Dies sollte in erster Linie für etwas Licht und einen entspr. Einbruchsschutz sorgen. Leider resultierte daraus eine mittel-starke Schimmelbildung durch extrem gute Abdichung der Räume und wenig zirkulierende Luft. Ich würde sagen: ein typisches Gartenlauben Problem.

Eigentlich sollte der Glasbaustein durch ein Lüftungsflügel / Kippfenster ersetzt werden. Entschieden haben wir uns jedoch für ein ordentliches Fenster. Hier ein Erfahrungsbericht zum Umbau ...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Bohrhammer
  • Schlagbohrmaschine
  • Hammer
  • Justierkeile
  • Zementkelle
  • Outzspachtel
  • Putzspachtel
  • Brille, Handschuhe - Stichwort: Arbeitsschutz
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Materialliste
  • ca. 8 x Justierkeile | Holz / Plastik (unters.)
  • 1 Dose x Bauschaum
  • 1 Tube x Dichtstoff | Acryl / Silikon
  • 1 x Fenster | Kunststoff / Glas

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Eigentlich war ich fest entschlossen und bereits vorbereitet einen einzigen Glasbaustein, einer 4er Reihe zu entfernen und durch einen Lüftungsflügel zu ersetzen. Diese Idee haben bereits gefühlt die 30 anderen Parzellenbesitzer in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt.

Die ersten Schnittbereiche mit dem PMF Multitool erledigt (klappt übrigens bestens) ... dann doch eine Änderung :)

Meine vorherige Annahme: Kellerfenster in dieser Größe, d.h. mind. drei Glasbausteine (ja 190x190x80 mm) sind teurer, als ein kleiner Lüftungsrahmen.

Tatsächlich ist der Preisunterschied marginal, man muss nur suchen - effektiv vllt. 5-8 Euro. Fazit: Bohrhammer raus, alle Glasbausteine müssen weg!

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Glasbausteine entfernen ...

Persönlich habe ich angenommen, dass Glasbausteine mit etwas Schutt, welcher beim Arbeiten mit dem Bohrhammer entsteht, als Bauschutt im entspr. Wirtschaftsbetrieb zu entsorgen sind.

Leider stellte sich heraus, dass Glas und Bauschutt nicht zusammen entsorgt werden dürfen und dies (zumindest bei uns, d.h. Duisburg) in den gewöhnlichen Hausmüll wandert.

Sollte jemandem Recycling oder eine besonders ordentlich Entsorgung dieser Materialien am Herzen liegen ... vllt. die Werkstoffe trennen.

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Fenster einsetzen ...

Für mich persönlich stellte dieser Arbeitsschirtt die größte Hürde da. Besonders die Verankerung des Fensters in einer entsprechend horizontalen Position.

Als, zumindest für mich, geeignete Vorgehensweise erwies sich eine Justierung mit Abstandskeilen, welche ich noch vom Verlegen eines Parketts übrig hatte. Relativ komfortable die passende Größe auswählen, gut fixieren und die Hohlräume mit Bauschaum ausfüllen.

Zugegeben war das Fenster relativ leicht (ca. 1.5kg), daher vermute ich, dass schwere Isofenster mit entspr. Isoverglasung sich auf diese Weise nicht montieren lassen.

Weiterhin sollte man stets die Statik beachten, denn bei einer älteren Gartenlaube - Marke: Eigenbaum - könnte ein Fenstersturz auch mal fehlen. Eines meiner Fenster besitzt auch nur einen dünnen Holzbalken als Fenstersturz ;)

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Fazit & ein weiterer positiver Effekt: Mehr Licht!

Fassade
Fassade
Lichteinfall
Ein weiteres eingesetztes Fenster ...
Ein weiteres eingesetztes Fenster ...

Ein erwähnenswerter Nebeneffekt des Umbaues ... mehr Licht im Raum ;)

Unsere Gartenlaube steht nur zws. ca. 11 Uhr bis ca. 16 Uhr in der Sonne, außerhalb dieser Zeitspanne verdecken hohe Tannen, Fichten & Co. das Sonnenlicht. Der Einbau zweier Fenster hat bereits mehr Licht in die Laube gebracht.

Für mich persönlich spielt dies eigentlich keine große Rolle, doch sitzt es sich in einem hellen Raum bei Regen einfach angenehmer, als in der "Dunkelkammer" :)


In Sachen Schimmel und frische Luft zeigt der Umbau bereits erste Erfolge. Die Innenseite der Fenster ist nicht mehr beschlagen und es herrscht allg. ein besseres Raumklima.

Wenn das Wetter mitspielt und es etwas wärmer ist, wird die Fassade verputzt, bemalt ... und fertig!


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