Erweiterung Arbeitstisch Kappsäge GCM 8 SJL - Version 1.0

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen IC-send-mail Drucken IC-print-circle
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
Erweiterung Kappsägentisch GCM 8 SJL
Vorher
Bosch Professional Paneelsäge GTA 8 SJL inkl. Arbeitstisch GTA 2600 in der ursprünglichen Form
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
fertige Erweiterung des Kappungen-Arbeitstisches Version 1.0
Die Bauanleitung für die noch weiter optimierte und verbesserte Version 2.0 folgt in Kürze
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    54 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

In diesem Projekt stelle ich die Erweiterung des Bosch Untergestells GTA 2600 vor, die ich für meine Bosch Professional Paneelsäge GCM 8 SJL entworfen und gebaut habe.


Da meine vorherige KGS von Elektra-Beckum nicht mehr meinen Ansprüchen gerecht werden konnte, habe ich Anfang des Jahres mir die Paneelsäge GCM 8 SJL aus dem Bosch Professional Programm inkl. des dazu kompatiblen Untergestells GTA 2600 gekauft.

Die Idee zur Erweiterung der Auflageflächen, sowie Ablageflächen an dem Untergestell sind entstanden, als ich nach nicht langer Zeit entspr. Ablagemöglichkeiten für die Holzstücke, Bleistifte, Zollstock usw. vermisste, sowie mir die eigentliche Auflagefläche/Sägeplatte zu klein war. Eine Lösung hatte ich recht schnell auch schon direkt vor Augen, musste sie nur noch konkret planen, entwerfen und umsetzen. 


Dabei waren mir folgende Punkte wichtig:
  1. keine direkten baulichen Veränderungen oder zusätzliche Bohrungen an dem Untergestell und der GCM, um die Garantieansprüche ggf. nicht zu verlieren
  2. Ablageflächen unterhalb der GCM, damit das Ablegen der Werkstücke um sich herum auf dem Fußboden ein Ende hat
  3. längere, breitere und lückenlose, erweitere Auflagefläche der GCM, die sich mit leichten Handgriffen und ohne zusätzliches Werkzeug variable verstellen lassen
  4. glatte Oberflächen, damit die Werkstücke problemlos verschoben werden können
  5. unkomplizierter und schneller An- und Abbau der erweiterten Auflageflächen
  6. variabel verstellbare Auflageflächen, um die Winkeleinstellungen voll nutzen zu können
  7. Box für Bleistifte, Maßband u.ä.
  8. zu guter Letzt: alles aus Holz zu bauen und somit möglichst keine Metallschrauben zu verwenden 
Keine Metallschrauben zu verwenden, bedeutet alle Holzteile mit Holzdübel zu verbinden und zu verleimen. Das kostet natürlich auch mehr Zeit und ist erst einmal etwas verleimt, lässt es sich nicht mehr auseinandernehmen. Stellt man dann noch einen baulichen Fehler fest, muss man ggf. von vorne anfangen. Meine eigenen Ansprüche bei solchen Projekten aus Holz sind es nun aber, möglichst auch nur Holz zu verarbeiten und das Holzmöbel nicht mit sichtbaren Schraubenköpfen zu "verschandeln".

Anmerkung:
Auf Wunsch kann ich gerne die detaillierten Baubeschreibungen inkl. der bemaßten Bauzeichnungen in den originalen Dateigrößen zuschicken. Schreibt mir in dem Fall bitte eine PN.

Nach der Fertigstellung dieses Projektes sind mir ein paar Verbesserungen daran eingefallen, die ich bereits in der Version 2.0 umgesetzt habe. Die Bauanleitung hierzu erfolgt in Kürze

Du brauchst

Icon my-product Icon--my-product-black-48x48
Werkzeuge
  • PST Universal+  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elektrisch)
  • PSR 14,4 LI-2  - Bohrschrauber, Bohrmaschine, Schlagbohrschrauber (Akku)
  • PSM Primo  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • Untergestell,  GTA 2600
  • Tischbohrmaschine,  Säulenbohrmaschine B14F
  • Kapp- und Gehrungssäge,  GCM 8 SJL Paneelsäge
  • Sägestation,  PTS 10 T Tischkreissäge
  • Maßband
  • Pinsel für Lacke
  • Holzhammer/Tischlerhammer
  • Stechbeitel
  • Messschieber
  • Winkellineal
  • Schraubzwingen
  • Schleifschwamm/Schleifklotz
  • Maulschlüssel
  • Gewindeschneider
  • Holzbohrer
  • Holzdübel-Set (Dübelsetzer + Tiefenstopp)
  • Anreißstift
  • Senkbohrer
  • Tesafilm
  • Pakelklebeband
Icon confirmation Icon--confirmation-black-48x48
Materialliste
  • 1 x Multiplexplatte 15mm | Holz (1000 x 450 mm)
  • 1 x Multiplexplatte 15mm | Holz (900 x 400 mm)
  • 1 x Multiplexplatte 15mm | Holz (380 x 250 mm)
  • 2 x Siebdruckplatten 18mm | Holz (535 x 285 mm)
  • 1 x Siebdruckplatte 18mm | Holz (570 x 450 mm)
  • 1 x Siebdruckplatte 18mm | Holz (446 x 227 mm)
  • 1 x Kantholz Fichte-Kiefer 34x34mm | Holz (3000 mm)
  • 62 x Holzdübel 6mm | Holz (6 x 30 mm)
  • 12 x Holzdübel 8mm | Holz (8 x 40 mm)
  • 6 x Senkkopfschrauben | Metall (5 x 40 mm)
  • 4 x Senkkopfschrauben | Metall (6 x 60 mm)
  • 2 x Schlossschrauben M6 | Metall (6 x 45 mm)
  • 1 x Holzleim | Klebstoff
  • 1 x Klarlack/Parkettlack | Farben und Lacke

Los geht's - Schritt für Schritt

1 13

untere Ablagefläche / Grundplatte

Kappsäge auf der oberen Ablagefläche/Grundplatte
Skizze für die Bohrungen der oberen Ablagefläche/Grundplatte
Vorbereitungen für die Bohrungen: Kappsäge seitlich mittig auf die Multiplexplatte aufsetzen
Vorbereitungen für die Bohrungen: äußere Maße der Kappsäge ausmessen
Vorbereitungen für die Bohrungen: vorderen Abstand festlegen und exakte Markierungen beidseitig anzeichnen
Vorbereitungen für die Bohrungen: vorgegebene Löcher mit einen Anreißstift markieren
8,5mm Löcher bohren
Austausch der vorderen Originalschrauben des Aufnahme-Sets gegen 15mm längere M8 Schlossschrauben
das Gewinde der zwei neuen, M8 x 40mm Schlossschrauben für die Stützfüße bis nach unten nachschneiden
M8 x 40mm Schlossschrauben mit Teilgewinde nun mit Vollgewinde
Multiplexplatte auf die Aufnahmen und durch die Schrauben aufsetzen
Kappsäge auf die Schrauben setzen und festschrauben

Material:

  • 1 Multiplexplatte 15x550x1000mm
  • 2 Schlossschrauben M8 x 45mm - Vollgewinde
Anmerkung:
Da die Kappsäge auf die Aufnahmen des Arbeitstisches GTA 2600 um die 15mm dickere Multiplexplatte höher zu stehen kommt, müssen die beiden vorderen M8x26mm Originalschrauben gegen 40mm längere M8 Schlossschrauben ausgetauscht werden.

Arbeitsschritte Step-by-Step
  1. Kappsäge von dem Arbeitstisch GTA 2600 abnehmen und zu den Seiten mittig auf die Multiplexplatte aufsetzen (Bild 2)
  2. äußere Maße der Kappsäge ausmessen
  3. den Abstand festlegen, den die Kappsäge vorne auf der Grundplatte haben soll
  4. die exakten Markierungen an beiden Seiten anzeichnen
  5. mit einem Anreißstift die Montage-Bohrungen auf die Multiplexplatte markieren
  6. an den Markierungen 8,5mm große Löcher durchbohren (also 0,5mm größer, als die Schraube)
  7. bei den beiden neuen, 45mm langen 8mm Schlossschrauben mit einem Gewindeschneider das Gewinde bis nach unten eindrehen und gegen die Originalschrauben in Aufnahmen der GTA 2600 austauschen
  8. Multiplexplatte mit Klarlack lackieren (siehe Arbeitsschritt 3 - Tipp zum Lackieren von Holz)
  9. Multiplexplatte durch die Bohrungen über die Schrauben auf die Aufnahmen der GTA 2600 aufsetzen, dann die Kappsäge und mit den Unterlegscheiben und Muttern festschrauben

2 13

Tipp zum Bohren

Für diejenigen, die noch nicht wissen, wie's geht
gerade bei größeren Bohrdurchmessern und bei weicheren Holzarten ist es ratsam, erst mit kleineren Bohrern vorzubohren

Damit generell beim Bohren von Holz die Oberflächen nicht ausreißen, was extrem schnell bei weicheren Holzarten kaum auszuschließen ist, empfiehlt es sich

  1. unter das Holzstück/die Holzplatte ein anderes Stück Holz zu legen und ggf. mit Schraubzwingen festzuziehen
  2. beim Bohren erst mit einem kleinen Bohrer (3 oder 4mm) vorbohren
  3. dann bis zum gewünschtem Bohrdurchmesser in mehreren Schritten mit jeweils 2 oder 4 mm größeren Bohrern nachbohren 
  4. die Bohrlöcher ggf. mit einem Bohrsenker kurz ansenken

3 13

Grundsätzliches zu den seitlichen und mittigen Auflageflächen

alle Winkeleinstellungen sind weiterhin möglich
alle Winkeleinstellungen sind weiterhin möglich
alle Winkeleinstellungen sind weiterhin möglich

Die seitlichen Auflageflächen dienen zur Vergrößerung der Sägeplatte der Kappsäge. Zwar kann man bei der GCM 8 SJL die Seitenteile herausziehen und damit die Auflagefläche verlängern, jedoch sind diese Seitenteile recht klein. Zudem haben gerade breitere Holzstücke eine zu kleine Auflagefläche und kippen beim Sägen schnell weg, was durch diese Erweiterungen verhindert wird.


Lösungen dieser Probleme sind die bündig verlaufenden, seitlichen und die mittlere Auflageflächen.

Dadurch, dass alle Elemente einzeln versetzbar sind und/oder entnommen werden können, gibt es keine Einschränkungen bei den Winkeleinstellungen der Kappsäge.

4 13

Element 2 - Vorbereitungen zum Bau der seitlichen Auflageflächen

Ermittlung der exakten Höhe für die Sockelplatten
Skizze 2.1 - Siebdruckplatten für eine seitliche Ablagefläche
Skizze 2.2 Zuschnitt aller Sockelstücke aus einer 18x450x570mm Siebdruckplatte
Siebdruckplatten für eine seitliche Ablagefläche
Zuschnitt des 45x45x500mm Kantholzes in 4 gleichgroße Stücke

Anmerkung:

  • Der Zuschnittplan (Skizze 2.2) dient als Hilfestellung, um die Sockelstücke mit möglichst wenig Verschnitt aus einer 18x450x570mm Siebdruckplatte zu sägen. Dabei habe ich den Verschnitt für 2,5mm breite Sägeblattzähne mit eingerechnet bzw. berücksichtigt.
  • Es können auch 15mm Siebdruckplatten verwendet werden. In dem Fall müssen die Maße um die Differenz entsprechend angepasst werden.
  • Bei einem Nachbau gilt es, generell und sicherheitshalber alle angegebenen Maße vorher bei/für die eigene Kappsäge und Unterbau nachzumessen!
Vorarbeiten:

Um die exakte Höhe der Sockelplatten zu ermitteln
  1. die 285x535mm große Deckplatte auf die aus Arbeitsschritt 1 untere Ablagefläche/Grundplatte seitlich an die Kappsäge legen
  2. mit dem Messschieber den Abstand zwischen der Sägeplatte von der Kappsäge und der Deckplatte messen

Zuschnitt aller Sockelstücke
aus einer 18x450x570mm Siebdruckplatte (siehe Skizze 2.2 Zuschnitt Sockelstücke)
  • 4mal 69x290mm
  • 4mal 69x275mm 
  • 4mal 69x160mm (für Arbeitsschritt 8/Mittelplatten)
  • 4mal 69x69mm (für Arbeitsschritt 8/Mittelplatten)
Zuschnitt des 45x45x500mm Kantholzes
  • ablängen in vier gleichgroße ca. 110mm lange Stück 
  • mit einem 45° Winkel an beiden Enden

5 13

Element 2 - Bau der seitlichen Auflageflächen

Skizze 2.3 - Zusammenbau
Markierungen zum Bohren der Löcher für die Holzdübel auf den vorderen Sockelstücken
mit Dübel-Markieren in den 12mm tiefe 6mm-Bohrungen die Bohrungen in die Sockelstücke für die Seiten markieren
20mm tiefe 6mm-Bohrungen für die Holzdübel in den Sockelplatten für die Seiten
6x30mm Holzdübel mit Holzleim in die Bohrungen stecken und auf die Flächen Holzleim auftragen
die Sockelplatten zusammenstecken
austretenden Leim sofort mit einem feuchten Tuch entfernen
die 45°Holzstücke in die Ecken legen
mit Schraubzwingen fixieren bis der Holzleim getrocknet ist
20mm tiefe 6mm-Bohrungen in die unteren Sockelkanten und Dübel-Markieren hineinstecken
Sockel mit den Dübel-Markierern mittig auf die Deckplatte legen und fest aufdrücken; an den markierten Stellen 12mm tiefe 6mm-Löcher Bohren und Holzdübel einstecken
Sockel mit Holzleim einstreichen und mit der Deckplatte zusammenstecken
mit Schraubzwingen fest zusammenpressen bis der Leim getrocknet ist
Endergebnis
Endergebnis

Material:
  • 2 Siebdruckplatten 18x285x535mm (Nr.1)
  • 4 Siebdruckplatten 18x69x290mm (Nr.2)
  • 4 Siebdruckplatten 18x69x275mm (Nr.3)
  • 4 Kanthölzer Fichte-Kiefer 45x45x110mm mit beidseitigen 45° Enden
  • 28 Holzdübel 6x30mm
  • Holzleim

Folgender Arbeitsschritt muss 2mal ausgeführt werden (je 1mal für die rechte und die linke Auflageflächen)


Arbeitsschritte Step-by-Step
  1. auf die 275mm Sockelstücke beidseitig mit 20mm und 15mm Abstand Markierungen aufzeichnen
  2. mit einem 6mm Bohrer 12mm tiefe Löcher bohren
  3. Dübelmarkierer in die Bohrungen stecken
  4. die 285mm Sockelstücke auf die Dübelmarkierer drücken
  5. an den markierten Stellen mit einem 6mm Bohrer 20mm tiefe Löcher bohren
  6. 6x30mm Holzdübel und die Sockelkanten mit etwas Holzleim bestreichen und die Sockelstücke zusammenstecken
  7. den austretenden Leim mit einem feuchten Tuche entfernen
  8. damit sich der Rahmen beim anschließenden Zusammendrücken nicht verzieht, in die Ecken des Sockelrahmens die 45° Holzstücke legen
  9. den Sockelrahmen mit Schraubzwingen fixieren, bis der Leim getrocknet ist
  10. in die unteren Kanten des Sockelrahmens 20mm tiefe 6mm-Löcher bohren (je 2 an den langen und 1 an den kurzen Seiten)
  11. Dübel-Markieren in die Löcher stecken
  12. damit die Dübel-Markieren ein Drehen nicht herausfallen, diese mit einem Teststreifen festkleben
  13. Sockelrahmen mit den Dübel-Markieren nach unten mittig auf die Deckplatte legen und fest andrücken
  14. an den markierten Stellen jeweils 12mm tiefe 6mm Löcher bohren
  15. Dübel mit Holzleim hineinsteckend Kanten des Sockelrahmens dünn mit Holzleim bestreichen
  16. Sockelrahmen mit der Deckplatte zusammenstecken und mit Schraubzwingen fest zusammenpressen bis der Leim getrocknet ist

6 13

Tipp zum Einsetzen der Dübel-Markierer

Tipp zum Einsetzen der Dübel-Markierer
Dübel-Markierer mit einem Teststreifen fixieren, so dass sie beim Drehen des Hozstückes nicht mehr herausfallen können
Dübel-Markierer mit einem Teststreifen fixieren

Wenn man Dübel-Markierer einsetzt und das Holzstück anschließend auf die Seite oder komplett umdrehen muss, falle die Dübel-Markierer in den meisten Fällen heraus.


Dies kann mit einem ganz einfachen Trick vermieden werden, indem man
  • über die Dübel-Markierer ganz einfach einen Tesafilmstreifen klebt!

Nun kann man das Holzstück drehen und wenden, wie man will, ohne dass die Dübel-Markierer herausfallen.

7 13

Element 2 - Auskerbungen zum Ansetzen an die Kappsäge

werksseitig bedingte Auswunchtungen an der Kappsägen-Sägetischverlängerung
Auflagefläche zum Markieren der Auswuchtung an die Sägetischverlängerung anlegen
Skizze 2.4 - Abstände und Maße der Auskerbungen
Positionen und Größe der Auskerbungen markieren und mit Stechbeitel ausstemmen
Auskerbungen mit Stechbeitel herausstemmen

Erklärungen bzgl. der Auskerbungen:
Damit die Kappsäge trotz der Auflageflächen horizontal zum Sägen der Winkel bis 52° in beide Richtungen verstellt werden kann, müssen die Auflageflächen versetz werden können.
Zudem sollen die Auflageflächen bündig an die Kappsägen-Schneidetischverlängerungen angesetzt werden.
An beiden Seiten der Kappsägen-Schneidetischverlängerungen sich jedoch werkseitig bedingte Auswuchtungen, welche die Auskerbungen notwendig machen.

Um die Stellen festzulegen, an denen die Auskerbungen gemacht werden müssen, müssen die Auflageflächen wie folgt an die Sägetischverlängerungen angelegt und markiert werden:
  1. mittig auf die Grundplatte bei 0° Winkeleinstellung der Kappsäge
  2. bei maximaler Winkeleinstellung nach links
  3. bei maximaler Winkeleinstellung nach rechts
(Die Maße können auch aus der Skizze 2.4 seitliche Auflageflächen Auskerbungen übernommen werden)

Anschließend werden die Auskerbungen an den markierten Stellen in einer Tiefe von ca. 7-8mm mit einem Stechbeitel herausgestemmt.

8 13

Element 2 - Ansetzen an die Kappsäge

20mm tiefe 6mm-Bohrungen in die Unterseite des Sockelrahmens mit Dübel-Markierer
Auflageflächen an den Auskerbungen bündig an die Kappungen-Sägetischverlängerung anlegen und fest aufdrücken
Auflageflächen an den Auskerbungen bündig an die Kappungen-Sägetischverlängerung anlegen und fest aufdrücken
durch die so auf der Grundplatte markierten Stellen mit einem 6mm-Bohrer Löcher durchbohren
6mm Holzdübel in die vier Löcher des Sockelrahmens verleimen und die Dübel an den Enden etwas anschleifen
fertige und in drei Positionen versetzbare Auflageflächen
fertige und in drei Positionen versetzbare Auflageflächen

Arbeitsschritte Step-by-Step

  1. in die Unterseite des Sockelrahmens beidseitig je zwei 6mm Löcher bohren - Tiefe 15-20mm
  2. Dübel-Markierer in die Löcher stecken und mit Teststreifen fixieren
  3. Auflageflächen auf die Grundplatte an den Auskerbungen bündig an die Kappsägen-Sägetischverlängerung anlegen und fest aufdrücken
  4. durch die so auf der Grundplatte markierten Stellen mit einem 6mm-Bohrer Löcher durchbohren
  5. 6mm Holzdübel in die vier Löcher des Sockelrahmens verleimen und die Dübel an den Enden etwas anschleifen

Nun können die Auflageflächen angesetzt werden. Mit einfachen Handgriffe können sie hochgenommen und die Positionen geändert werden.

9 13

Element 3 - mittlere Auflageflächen

Skizze 3.1 - mittlere Auflageflächen Zuschneideplan
Skizze 3.2 - mittlere Auflageflächen Zusammenbau
Deckplatten für den Zuschnitt aus der Skizze auf die Siebdruckplatte übertragen
fertig zugeschnittene Deckplatten
fertig zugeschnittene Deckplatten und Sockelstücke
zu den mittigen Auflageflächen mit Holzdübel zusammensetzte und verleimte Deckplatten und Sockelstücke
6mm Holzdübel unten in den Sockelrahmen
in die Grundplatte gebohrte Löcher für die mittleren Auflageflächen
fertige und an die Kappsäge angesetzte mittlere Auflageflächen

Material:

  • 1 Siebdruckplatte 18x227x446mm
  • 4 Siebdruckplatten 18x69x160mm (aus 5. Arbeitsschritt)
  • 4 Siebdruckplatten 18x69x69mm (aus 5. Arbeitsschritt)
  • 4 Holzdübel 6x30mm
  • Holzleim

Arbeitsschritte Step-by-Step
  1. Deckplatten für den Zuschnitt aus der Skizze auf die Siebdruckplatte übertragen und mit der Stichsäge aussägen
  2. die Sockelstücke zu einen Sockelrahmen mit Holzdübel zusammensetzen (wie bei den seitlichen Auflageflächen im 6. Arbeitsschritt)
  3. die Sockelrahmen wie in Skizze 3.2 angegeben auf die Deckplatten mit Holzdübeln verleimen
  4. in die Sockelrahmen  jeweils zwei 15-20mm tiefe 6mm-Löcher bohren
  5. Dübel-Markierer in die Löcher stecken und mit Teststreifen fixieren
  6. Auflageflächen auf die Grundplatte zwischen den seitlichen Auflageflächen und der auf 0° eingestellten Kappsäge anlegen und fest aufdrücken
  7. durch die so auf der Grundplatte markierten Stellen mit einem 6mm-Bohrer Löcher durchbohren
  8. 6mm Holzdübel in die vier Löcher des Sockelrahmens verleimen und die Dübel an den Enden etwas anschleifen

Wie die seitlichen, können nun auch die mittleren Auflageflächen mit einfachen Handgriffe an die Kappsäge angesetzt bzw. entnommen werden, wenn die Winkeleinstellungen der Kappsäge es erforderlich machen.

10 13

Element 4 - untere Ablagefläche

Skizze 4.1 untere Ablage Zuschneideplan
Skizze 4.2 untere Ablage Zusammenbau Draufsicht
Skizze 4.2 untere Ablage Zusammenbau Seitenansicht
Skizze 4.3 untere Ablage an obere Draufsicht
Skizze 4.3 untere Ablage an obere Seitenansicht
34x34mm Kanthölzer laut Skizze 4.1 zuschneiden
400mm langen Kanthölzer (Nr.8) an die Enden der Multiplexplatte mit Holzdübel verleimen
mit Schraubzwingen fest andrücken, bis der Holzleim getrocknet ist
an den Enden jeweils zwei 6mm-Löcher (Tiefe 15mm) bohren
mit Dübel-Markierer die Bohrungen an die 260mm langen Kanthölzer (Nr.9) markieren und mit Holzdübel miteinander verleimen
Seitenansicht der unteren Ablagefläche mit den Querstreben
die unteren Ablagefläche mit den Querstreben mittig unter die Grundplatte der Kappsäge positionieren und die Positionen der Querstreben anzeichnen
die unteren Ablagefläche mit den Querstreben mittig unter die Grundplatte der Kappsäge positionieren und die Positionen der Querstreben anzeichnen
Position auf die Grundplatte einzeichnen
die 283mm langen Kanthölzer (Nr.10) mit Holzdübeln zwischen den Markierungen auf der Unterseite der Grundplatte verleimen und mit Schraubzwingen fest andrücken
Position der Kanthölzer auf die Oberseite der Grundplatte anzeichnen
mittig mit drei 5x40mm Senkkopfschrauben zusätzlich verschrauben
an den Enden jeweils ein 5mm Loch für die Verschraubungen vorbohren
die untere Ablage mit 5x60mm Senkkopfschrauben an die obere Ablage/Grundplatte verschrauben

Material:

  • 1 Multiplexplatte 12 oder 15x400x900mm 
  • 2 Kanthölzer Fichte-Kiefer 34x34x400mm
  • 2 Kanthölzer Fichte-Kiefer 34x34x283mm
  • 4 Kanthölzer Fichte-Kiefer 34x34x260mm
  • 24 Holzdübel 6x30mm
  • 6 Senkkopfschrauben 5x40mm
  • 4 Senkkopfschrauben 5x60mm
  • Holzleim

Arbeitsschritte Step-by-Step
  1. die Kanthölzer laut Skizze 4.1 zuschneiden
  2. die beiden 400mm langen Kanthölzer (Nr.8) an die Enden der Multiplexplatte mit Holzdübel verleimen
  3. mit Schraubzwingen fest andrücken, bis der Holzleim getrocknet ist
  4. an den Enden jeweils zwei 6mm-Löcher (Tiefe 15mm) bohren
  5. mit Dübel-Markierer die Bohrungen an die 260mm langen Kanthölzer (Nr.9) markieren und mit Holzdübel miteinander verleimen
  6. die unteren Ablagefläche mit den Querstreben mittig unter die Grundplatte der Kappsäge positionieren und die Positionen der Querstreben anzeichnen
  7. Position auf die Grundplatte einzeichnen
  8. die 283mm langen Kanthölzer (Nr.10) mit Holzdübeln zwischen den Markierungen auf der Unterseite der Grundplatte verleimen und mit Schraubzwingen fest andrücken
  9. Position der Kanthölzer auf die Oberseite der Grundplatte anzeichnen
  10. mittig mit drei 5x40mm Senkkopfschrauben zusätzlich verschrauben
  11. an den Enden jeweils ein 5mm Loch für die Verschraubungen vorbohren
  12. die untere Ablage mit 5x60mm Senkkopfschrauben an die obere Ablage/Grundplatte verschrauben

11 13

Tipp zum Sägen von Kanthölzern und Holz allgemein mit der Kappsäge

vorher: ausgerissenes Holzstück :-(
vor das zu sägende Holzstück einfach ein anderes Restholzstück legen und durch beide hindurchsägen
Ergebnis: sauber geschnittenes Holzstück :-)

Beim Sägen mit der Kappsäge passiert es, dass die Seiten des Holzes schnell ausreißen - allem voran bei weicheren Holzarten.


Dagegen gibt es einen ganz einfachen Trick:
Vor das zu sägende Holzstück legt man einfach ein anderes Restholzstück, welches man nicht mehr benötigt und sägt durch beide Holzstück hindurch.

Dadurch bleiben die Schnittkanten des eigentlichen Holzstückes sauber und glatt.

12 13

Element 5 - Utensilienbox

Einzelteile für die Utensilienbox
Einzelteile miteinander verleimen
mit Schraubzwingen fest zusammenpressen bis der Holzleim getrocknet ist
fertige Utensilienbox mit einem Schmirgelschwamm glatt schleifen
fertige Utensilienbox mit einem Schmirgelschwamm glatt schleifen
mit Klarlack lackieren
mit Holzleim unter die obere Ablageplatte verleimen; dabei mit Schraubzwingen fest anpressen bis der Holzleim getrocknet ist
fertig angebrachte Utensilienbox
ideal zur Ablage von Bleistiften, Maßband usw.

Material:

  • 1 Multiplexplatte 12x
  • Holzleim

Arbeitsschritte Step-by-Step
  1. die Einzelteile laut Skizze 5 zuschneiden
  2. diese einfach nur mit Holzleim miteinander verleimen
  3. mit Schraubzwingen fest zusammenpressen bis der Holzleim getrocknet ist
  4. fertige Utensilienbox mit einem Schmirgelschwamm glatt schleifen
  5. mit Klarlack lackieren
  6. mit Holzleim unter die obere Ablageplatte verleimen; dabei mit Schraubzwingen fest anpressen bis der Holzleim getrocknet ist

13 13

Tipp zum Lackieren von Holz

Für diejenigen, die noch nicht wissen, wie's geht

Beim Lackieren von Holz passiert es, dass sich die Oberflächen recht rau anfühlen, selbst dann, wenn man das Holz vorher sehr glatt geschliffen hat.
Grund dafür ist, dass sich durch den feuchten Lack die Holzfasern des Holzes aufrichten (ähnlich wie wenn man eine Gänsehaut bekommt, wobei dann die Haare auf den Armen hochstehen).

Um eine wirklich glatte Oberfläche nach dem Lackieren zu erhalten, muss das Lackieren in mehreren Schritten erfolgen.

  1. Das geschliffenen Holzstück so gut es geht entstauben.
  2. Eine erste, dünne Lackschicht auftragen und komplett durchtrockne lassen.
  3. Mit einem feinen Schmirgelschwamm/-papier (180er oder 240er Körnung) über die Lackierung schmirgeln, bis sich die Fläche wieder glatt anfühlt. Anschließend wieder entstauben.
  4. Eine zweite Lackschicht auftragen, wieder komplett durchtrocknen lassen, danach mit einem Schmirgelschwamm/-papier (240er oder 360er Körnung) leicht anschmirgeln und wieder alles entstauben.
  5. Für die dritte Lackierung des Lack mit etwas Wasser verdünnen, damit sich der Lack in die kleinsten Vertiefungen verteilen kann und eine durchgehend glatte Oberfläche entsteht.

Beim Lackieren bilden sich oftmals an der Unterseite des Holzstückes festgetrocknete Lacktropfen.
Diese können wie folgt verhindert werden:


  1. Das Holzstück auf eine etwas kleiner und höhere Unterlage legen (z.b. Reststücke von Holzlatten, eine stabile Box o.ä.).
  2. Während des Lackieren mit dem Pinsel immer wieder unten an den Kanten entlangziehen und dadurch den heruntertropfenden Lack abnehmen.

Lackieren von Holz für den Außenbereich

Bei Hölzern, die im Außenbereich eingesetzt werden und somit Wind und Regen ausgesetzt sind, empfiehlt es sich, ggf. vier bis fünf Lackschichten aufzutragen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass der Lack im Lauf einer kurzen Zeit aufreißt, das Holz somit nicht mehr geschützt ist und vergraut.

Art des Lackes

Ich selber verwende für den Innenbereich hauptsächlich Parkettlack. Dieser ist zwar ein wenig teurer, als normaler Klarlack, aber auch wesentlich widerstandsfähiger und weniger anfällig gegen Zerkratzen.
Die Trocknungszeit ist zudem ggb. dem normalen Klarlack nicht sehr viel länger.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


Tags

Meinungen und Reaktionen

Wie hat dir das Projekt gefallen? Indem du deine Meinung mit uns teilst, hilfst du uns und anderen Community-Mitgliedern zukünftige Inhalte zu verbessern.

  • Wertung