Endlich ist sie fertig die Garderobe

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    50 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Nun ist sie da, meine ersehnte Nischen-Garderobe, also kann die Saga aus dem Keller weiter gehen.
Wie es im Märchen so anfängt, "Es war einmal, eine alte häßliche Garderobe....".
Was soll ich euch weiter erzählen, das war ja schon lange bei mir geplant,eine neue zu kaufen, doch die Umsetzung ist immer etwas anders als man will. "Das was einem gefällt ist zu teuer und der Rest taugt nur als Brennholz", was bleibt einem denn weiter übrig, es muß die eigene Fantasie genutzt werden.
Uns Heimwerkern und Hobbybastlern fällt das bestimmt nicht schwer.
Nun General, streng dein Köpfchen mal ordentlich an und lass es krachen, ha, fertig ist die Idee. Ehh, ihr wollt wissen was es ist, dann schreib ich es auf.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung und Aufmaß

Der erste Schritt ist, die alte Garderobe abzubauen und zu entsorgen, gut das ich für euch kein Foto gemacht hab, die war mir so hässlich, die brauch keiner sehn. Es war ein alter Schrank in einem Durchgang, zu seiner Zeit, passte er, jetzt nicht mehr, also raus damit.
Da ich nichts passendes fand, hab ich kurzerhand im Internet gewildert, fand etwas und hab es für meine Zwecke geändert. Natürlich erst einmal im Kopf, da ich so Probleme mit Konstruktionsprogrammen hab, geht es auch ohne. Ja, der eine oder andere hätte es aufgezeichnet, geht auch nicht so wie ich will, da kommt immer ein Baum raus oder so.
Erst einmal alles schön reinigen und anschließend hab ich mich mit Zollstock und Bleistift bewaffnet, um alles genau auszumessen. Ich habs mir gedacht, hier ist nichts gleich, na toll, erst einmal überall die Maße auf die Wand geschrieben, damit ich ein Überblick hab.
Meine Frau und ich wir haben uns überlegt, daß die Fliesen dran bleiben, die können doch verkleidet werden.
Mit weißen Möbelplatten 16 mm x 2,80m x 2,50 m, entweder kleben, festschrauben oder miteinander Verbinden. Wie immer kommt alles ganz anders. Erst einmal ein Herzinfakt, dann Probleme mit den Nieren, das ganze wieder verschieben. Jetzt brauch ich Ruhe und Erholung, das war Ende letzten Jahres bis Dato. Zwischendurch ging es mir wunderbar und ich hab es als Therapie, gaaanz langsam, fertiggestellt. Mit Hilfe meines Tischlers natürlich.
Wir haben uns zusammengesetzt und ich hab ihm meine Planung beschrieben und was sagt er, " wo ist das Problem, ich seh keins, zuschneiden kann ich die großen Sachen und der Rest findet sich."

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Material

Da erste was ich gemacht hatte, waren die Fußleisten, aus Eiche, entweder aus einem Stück gefräst oder
aus zwei Leisten verleimt. (siehe Foto)
Dann die obere Vorderseite auf der Tischfräse die Kanten gerundet und hinterher alles gut geschliffen.
Die Leisten wurden dann genau eingepasst und mit Schrauben befestigt.
Die Wandplatten hat mir mein Tischler zugeschnitten und mit Umleimer versehen, mit den Maßen die ich durchgegeben hatte. Platten fertig.
Jetzt kommen wir zu den anderen Sachen, ich stellte mir eine Hutablage ohne sichtbare Befestigung vor.
Da ich ja etwas Zeit habe, kann ich mich gut im Netz informieren, wie so etwas gemacht wird. Gefunden.
Ihr kennt ja mein Holzlager und habt es schon gesehen, suchte ich mir das beste Holz raus, keine Ahnung was es für eine Art ist, wer es weiß sagt es mir bitte. Geile Farbe,sag ich nur.
Na was sag ich euch, erst alles abgeschliffen und auf dem Dickenhobel bearbeitet.

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Zuschnitt

Die Maße für die Ablage hab ich festgelegt, erst wurde alles grob zugeschnitten, dann mit dem Exenter oder Schleifmaschine (Automat) vor geschliffen, im Anschluss alle einzelnen Teile einmal zusammensetzten um zu sehen was noch geändert werden soll oder muss. Das Innere besteht aus Fichtenholz, da hab ich einfach Reste verwendet, denn es sollten keine Schrauben oder der gleichen
zu sehen sein.
Bevor ich das alles zusammen leimen kann müssen erst die Wände angebracht werden.

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Montage der Wände

Die Platten hat mir der Tischler gefertigt und auch noch geliefert. Zusammen haben wir die denn hochgetragen. Das Einsetzten war dann ein Kinderspiel, erst die große und danach die kleinen einsetzen. Was soll ich sagen, die brauchten nicht einmal befestigt werden, da die ja in den Fußleisten gesteckt wurden haben die von allein gehalten. Das einzige was ich nacharbeiten oder besser ausgleichen mußte war die Höhe der Platte an einer Ecke. Dafür gibt es Distanzstücke aus Kunststoff von 1mm-5mm, die mein Tischler für den Einbau seiner Fenster verwendet. UND ich auch, hi,hi, passt... fertig.

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Verleimen

So jetzt kann ich die genaue Masse abnehmen und das Holz auf Länge schneiden. Das ganze dauert nicht lange, alles noch einmal anpassen und im Anschluß verleimen.
Oben auf den Platten waren noch eine Reihe häßlicher Fliesen zu sehen, was natürlich doof aussieht. Nachdenken und ein Einfall muß her. Der ist auch gefunden, ich hab noch Material übrig und das aus dem selben Holz.
Messen, zuschneiden, verleimen und alles gut schleifen und fertig ist eine Abdeckung für oben.

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Montage der Ablage und der Abdeckung

Ihr wollt bestimmt wissen wie ich die Ablage befestigt habe, einfache Lösungen sind die besten. Ich hab die Seiten offen gelassen. Weil das ganze auf zwei kleinen Kanthölzern geschoben wird. Dadurch entsteht der Eindruck, dass es in der Luft hängt. Alles vorher genau abmessen, mit der Wasserwaage kontrollieren und schon hat man eine gutaussehnde Ablage. Der obere Abschluss wird wie unten fast genauso eingebaut.
Wie ihr seht mach auch ich Fehler, es klappt nicht immer, manchmal bau auch ich Mist. Das Gute ist:
"Ich hab noch Material", das verwendet werden kann. Das hab ich oben mit nur einer Schraube befestigt, alles andere hat super gepasst.

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Garderobenhalter und Stange

Die Stange hab ich im Baumarkt meines Vertrauens gekauft, Durchmesser 25 mm, Länge 1,60 m, die Halter werden in Eigenleistung gefertigt. Wie schon oben erwähnt, bleibt das eine oder andere Stück übrig, das bedeutet aber nicht, das es verheizt wird, denn ich habe gar kein Ofen. Also Reste verwerten.
Bloss wie sollen die aussehen, ah, da ist ja noch das Internet, wildern ist angesagt, gefunden, gedruckt und schnell gefertigt. Beide Teile werden auf dasselbe Maß gebracht, mit dem Forstnerbohrer wird ein Loch geschnitten, aber nicht durchbohren, und am oberen Ende hab ich mit der Japansäge einen Einlass gesägt. Alles wird hinterher mit der Tisch-fräse noch einmal bearbeitet und geschliffen. So, das ganze muss nur noch befestigt werden und kann danach voll genutzt werden.


Viel Spaß wünscht Euch Euer General Baba


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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