Eine M 10 Oase - Heimwerker Challenge

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Für die Januar-Heimwerker-Challenge sollten eine M 10 Mutter und Sand Verwendung finden.


Es war warm, sehr warm. Ich lief durch den heißen Wüstensand, hatte Durst und schwitzte mit jedem Schritt mehr. Meine Zunge klebte bald am Gaumen und ich wollte nur noch ein Glas Wasser.
Da, in der Ferne, was sehe ich da, eine Oase kommt in Sicht - dort wird es bestimmt Wasser geben und etwas Schatten. Ich beschleunige mit allerletzten Kräften meinen Schritt und komme an. Doch was ist das denn?
eine metallisch glänzende Skorpionspinne hält ein Mittagsschwätzchen mit einer glänzenden Schnecke, 
ein Schneemann steht unter einem Sonnenschirm, damit er nicht schmilzt und 
Blumen wachsen noch, aber die brauchen kein Wasser  - ja, wo bin ich denn da jetzt angekommen, ist das eine Fata Morgana?
ich glaube, ich träume.....
Ich zwicke mich und denke, ich wache auf - aber was sehe ich - immer noch Sand, Skorpionspinne, Schnecke und Schneemann. 
Es gibt mir einen Ruck, ich bin wieder voll wach, aber was ich sehe ändert sich nicht:

Jetzt fällt es mir wieder ein, das ist mein Projekt zur Heimwerker Challenge Januar
- ich hoffe, es gefällt Euch.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Dekupiersäge,  Multicut S2
  • Hammer
  • Schraubstock
  • Schraubzwingen
  • Multitool zum fräsen
  • Kleber wie UHU Plus oder Sekundenkleber
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Materialliste
  • Muttern | M10
  • Muttern | in anderen Größen
  • Beilagscheiben
  • Gewindestange (6 mm)
  • Dachdeckernägel
  • Weißblech
  • Sperrholz
  • Farbe

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Für die Materialbeschaffung stöberte ich im Baumarkt längere Zeit in der Schraubenabteilung und deckte mich mit genügend Muttern in unterschiedlichen Größen und Farben ein, dazu noch Hutmuttern und diverse Beilagscheiben und Gewindestangen und Nägel in diversen Größen. 

Am Heimweg sah ich an einer Baustelle ein klein wenig Sand unter dem Schnee herausspitzen, von dem ich nach Rückfrage etwas nehmen durfte. Ich fuhr heim, holte eine kleine Schaufel, fuhr die paar Meter zurück und wollte den Sand in ein kleines Eimerchen einschaufeln. Ups, das ging nicht, der Sand war beinhart gefroren. Einer der Bauarbeiter gab  mir dann freundlicherweise einen Spaten und mit dem konnte ich dann mehr oder weniger schabend und hackend genügend Sand locker bekommen.
Vor einiger Zeit hatte ich schon eine kleine Kiste gemacht, die war jetzt genau richtig um dahinein später den Sand zu füllen.

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Schweissen - kann ich doch nicht - wie ersetzen?

Eigentlich müssten bei diesen Figuren etliche Schweissarbeiten erledigt werden. Da ich aber damit null Erfahrung habe, musste ich das Problem mit Kleben lösen.

Dafür habe ich mich mit etlichen Klebern eingedeckt:
Sekundenkleber
UHU Plus
Pattex Metallkleber

Generell habe ich festgestellt, dass der Sekundenkleber überall dort gehalten hat, wo kein Zug drauf kam. Bei der Schnecke hielt er nicht. Da war das Schneckenhaus zu groß für die kleine Auflagefläche.
UHU Plus habe ich dann hier genommen, alles noch mit Draht zusammen gebunden, das hielt schon besser.
Dann noch ein Versuch, alles was geklebt worden ist, in den angeheizten Backofen legen und dort langsam trockenen lassen.
Das hielt am besten.
Also manchmal kann man schweissen auch durch kleben ersetzen, wieder eine neue Erfahrung gemacht.

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Schneemann

Da ich dachte, dass der Schneemann am einfachsten wäre, habe ich mit ihm begonnen.

Für den Schneemann habe ich benötigt:
3 Muttern M 12, M10 und M8 
2 Nägel
Beilagscheibe
Hutmutter

Ich habe aus den drei unterschiedlich große Muttern die M12  für den Unterkörper, die M10 für den Oberkörper und die M8 für den Kopf genommen. Die mittlere Mutter, die M10, sollte die Arme tragen.
In die mittlere Mutter habe ich daher in die beiden oberen Schrägen je ein Loch gebohrt. Das Loch durfte nicht durch gehen, damit die Arme nicht nach unten wieder raus rutschen. Dann habe ich zwei zum Bohrloch passende Nägel gesucht, auf die richtige Armlänge abgezwickt, mit etwas UHU-Plus bestrichen und in die Armlöcher gesteckt. Auf die oberste Mutter habe ich eine große Beilagscheibe als Hutrand geklebt und darauf eine Hutmutter als Hutoberteil.
Somit war mein Muttern-Schneemann fertig.
Der Schneemann kommt dann in die Sand-Oase. Das beschreibe ich aber später für alle Teile zusammen.

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Sonnenschirm für den Schneemann

Für den Sonnenschirm habe ich benötigt:

1 Lange Senkkopfschraube
1 Hutmutter
1 M8 Schraube
Weißblech

Damit der Schneemann im heißen Sand nicht schmilzt, benötigt er dringend einen Sonnenschirm.
Für den Sonnenschirm habe ich mir auf Weißblech einen Kreis aufgemalt, in die Mitte ein passendes Loch für den Schirmhalter gebohrt und dann die Schirmform aus dem Blech ausgesägt. Beim Bohren in Blech war ich etwas vorsichtig und habe zuerst mit kleinem Bohrer und dann mit immer größer werdendem Bohrer gearbeitet. Anschließend habe ich mit meiner Dekupiersäge den Schirm aus dem Blech heraus gesägt und mit den Fingern ein bisserl in eine gewölbte Form gebracht.
Der gesägte Schirm kommt nun auf eine lange Senkkopfschraube, die als Schirmhalter dienen soll.Der Kopf der Schraube ist unten und am anderen Ende habe ich zuerst eine kleine Mutter als Stopper, dann den Schirm und darauf die Hutmutter geschraubt und dann noch etwas festgeklebt.
Nun kann der Schneemann etwas länger in der Wüste überleben.

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Schnecke

Für die Schnecke habe ich benötigt:

1 M10 Mutter
1 Büroklammer
1 langer Nagel

Ich benötigte einen richtig langen Nagel, damit der Nagelkopf groß genug war um da zwei Löcher hinein zu bohren.Den  Nagel habe ich in den Schraubstock gespannt und in den Kopf 2 Löcher mit dem Akkubohrschrauber gebohrt. Danach habe ich den Nagel wieder in den Schraubstock gespannt und dort mit Hammerschlägen traktiert, wo der Schneckenhals sich nach oben biegen soll. Nach etlichen Schlägen gab der Nagel zum Glück nach. Dann wurde per Hand mit einer Metallfeile die Unterseite des Nagels plan geschliffen, ebenso die obere Seite. Auf die plane Stelle habe ich dann das Schneckenhaus in Form der M10 Mutter gesetzt und wollte es fest kleben. ich habe mehrere Klebstoffe ausprobiert, aber keiner wollte bei dem Metall halten. Da kam mir die Idee, das Haus zusätzlich noch mit Blumendraht am Nagel fest zubinden und das Ganze so in den Backofen auf niedriger Temperatur zu stellen. Nach 1 Stunde war alles fest und ich konnte vorsichtig mit einem Messer den Draht aufschneiden und ganz vorsichtig entfernen.
Für die Schneckenfühler habe ich das vordere Teil einer Büroklammer genommen, von hinten um den Nagelkopf gelegt und dann die zwei Drahtenden durch die Löcher nach vorne geführt.
Meine Mutter-Schnecke war fertig.
Auch sie kommt später mit in die Sand-Oase.

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Skorpionspinne

Für den Skorpion habe ich benötigt

1 M 12 Mutter
1 M10 Mutter
2 kleine 4 M oder 5 M
8 Dachdeckernägel

Um den Skorpionkörper zu gestalten wollte ich in die größere Mutter auf jeder Seite immer zwei Löcher in jede Schräge bohren. Da wir über Silvester einige Tage bei Freunden zu Besuch waren, habe ich einen Museumsbesuch der anderen genutzt und in der Werkstatt des Freundes mein Projekt begonnen. Doch leider hat er zwar viele tolle Elektrogeräte, aber meine kleine hilfreiche Haltezange von der Deku für Kleinteile fehlte mir jetzt sehr. So bin ich noch schnell in den Baumarkt gefahren um einen kleinen Schraubspanner zu kaufen, damit ich diese Löcher bohren kann. Aber diesen hier würde ich nicht weiter empfehlen.
Wichtig war mir bei diesen Lochbohrungen, dass ich in keinem Fall mit dem Bohrer durch die Mutter durch bohre, da ich nicht schweißen kann. Die Skorpionbeine sollten so in die Löcher gesteckt werden, dass alleine das Stecken schon hält und man nur mit Kleber ein bisserl fixiert, damit die Beine auch fest stehen bleiben.
Für die Beine hatte ich mir extra Dachdeckernägel besorgt. Dachdeckernägel haben nur einen halben Kopf und keinen Vollkreiskopf - also ideal für Tierfüße. Leider hat der nette Verkäufer mir nicht gesagt, dass diese Nägel mit Verpackung in einen Schußapparat kommen und dass es fast aussichtslos ist, diese klebrige Verpackung abzubekommen, wenn man die Nägel einzeln verwenden möchte. Ich mußte auf jedem einzelnen Nagel mit dem Messer  den Papierkleber abkratzen. Ich dachte,das Zeug bekomme ich nie ab, aber irgendwann war es dann doch weg.
Die Nägel habe ich dann alle nacheinander in den Schraubstock gespannt und auf die gleiche Länge gekürzt. Dann habe ich mir ein Musterbein gebogen und in meinen Skorpionkörper gesteckt. Als ich die richtige Biegung herausgefunden hatte, habe ich die anderen genau so durch Hammerschläge gebogen. Und Juhuu, ich habe mir kein einziges Mal dabei auf den Finger geklopft.
Die gebogenen Beine wurden in den Körper gesteckt. Als alles paßte, habe ich die kleinere Mutter an die größere geklebt, auf das Ende der Beine auch noch einen Tropfen Kleber gegeben, die zwei kleinsten Muttern als Augen vorne angeklebt und dann alles gut trockenen lassen.
Mein Skorpion war auch fertig für die Sand-Oase.

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Blumenständer

Für die Blumenständer habe ich benötigt:

Rest Stuhlbein rund 
oder anderes Holz in passender Größe

Für die Blumen und den Schirmständer benötigte ich so etwas wie Standbeine, damit mir die nicht umfallen. Hierfür habe ich von einem Stück Stuhlbeinrest kleine runde Scheiben abgesägt, mittig ein Loch in der Größe der Gewindestangen gebohrt und dann diese eingeklebt.

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Blume silbern

Für die silberne Blume habe ich benötigt:


7 Muttern M 8 
1 Mutter M 6
1 Hutmutter
2 Flügelschrauben
1 Gewindestange passende Länge

Aus den Muttern habe ich einen Kreis gelegt, zusammengeklebt. Auf die mittlere Mutter habe ich dann genau mittig die Mutter geklebt, in die die Gewindestange greift. Darauf ist noch eine Hutmutter zur Zierde gekommen.
Damit die Blume auch Blätter hat, habe ich 2 Flügelschrauben noch auf die Gewindestange gedreht.
Die Blume kam dann auf eine der Holzscheiben und so konnte sie auch in die Sand-Oase gebracht werden.

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Blume bronzefarbig

Für die bronzefarbige Blume habe ich benötigt:


6 Muttern M 10
1 Beilagscheibe klein
1 Schraube mit Kreuzschlitzkopf
2 Beilagscheiben mit seitlicher Öffnung
2 Blätter aus Weißblech
1 Gewindestange passende Länge

Als erstes habe ich wieder den Blumenkranz aus den Muttern zusammengeklebt,in der Mitte eine kleine Beilagscheibe aufgeklebt und darauf sollte eine Schraube. Da ich die Schraube aber bündig kleben wollte, mußte ich den Schraubenhals komplett absägen. 
Als Stiel habe ich wieder eine Gewindestange genommen. an diese sollte zwei offene Beilagscheiben als Blütenblätter. Da die Öffnungen nicht genau auf die Gewindestange passten, habe ich diese mit einem kleinen Fräskopf von meinem Aldi-Multitool etwas erweitert. 
Anschließend habe ich aus Weißblech zwei Blüten mit der Dekupiersäge ausgesägt. Diese Blätter habe ich noch an den Beilagscheiben befestigt.Danach habe ich alles im Schraubstock wieder etwas zusammen gezwickt, damit die Blätter halten.
Auch diese Blume kam auf eine Holzscheibe für die Reise in die Sand-Oase.

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die Sand-Oase

Für die Sand-Oase habe ich als erstes einen LKW mit Sand bestellt. Dieser wurde in eine kleine Kiste abgeladen, die ich noch von einem anderen Projekt übrig hatte. Wäre mir nicht der wintereinbruch mit Schneemassen dazwischen gekommen, hätte ich gerne noch mehr Sand verarbeitet.


Um zu erkennen, dass es sich um eine M10-Oase handelt, benötigte ich noch ein Ortsschild. Dieses habe ich aus einem Rest Holz gesägt. Dafür habe ich mir ganz grob eine Skizze gemacht und dann einfach frei mit der Deku zugeschnitten. Als Stütze habe ich 2 schmale Streifen noch gesägt und alles zusammen geleimt.
Anschließend wurde das Schild beschriftet.

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Wüstenklima und "Rotlichtmilieu"

Auch wenn es diesen Arbeitsschritt nicht mehr unbedingt braucht, möcht ich doch noch gerne folgendes sagen:

Mir hat dieses spassige Projekt unheimlich viel Freude bei der Fertigstellung gemacht. Damit ich auch ein bisserl von dem Wüstenklima mitbekomme, habe ich in meiner Werkstatt die Rotlichtlampe schon vor Beginn eingeschaltet und sie hat mich ordentlich gewärmt. Zum Schwitzen hat es in meiner ungeheizten Werkstatt zwar nicht gereicht, aber ein heimelig, gemütliches Gefühl ist trotzdem aufgekommen.
Meine M 10 - Oase ist fertig und ich hoffe, Ihr habt beim Betrachten und lesen etwas Spaß.

Nachdem einige User meinten mein Skorpion wäre eine Spinne, habe ich einfach eine Skorpionspinne daraus gemacht  :-)


Rechtlicher Hinweis

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