Ein Effekt-Pedalboard für mehr Ordnung

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Hin und wieder spiele ich Gitarre, sowohl Akustik- als auch E-Gitarre. Für letzteres benötigt man auch mal das ein oder andere Equipment. So viel ist es bei mir eigentlich nicht. Dennoch schaute es rund um den Amp immer sehr unordentlich aus. Ein Pedalboard muss nun her. Da ich von Arbeit einen Koffer bekommen habe, der sich gut dafür eignet, habe ich dieses Projekt nun in Angriff genommen. Aufgrund der Materialanforderung aus der Heimwerkerherausforderung September 2020 habe ich die Materialauswahl entsprechend angepasst.
Bitte seid nicht so streng mit mir, was die Qualität der Arbeiten an geht. Da ich tendenziell immer wenig Zeit für solche Sonderprojekte habe, musste es eben schnell gehen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangslage und Planung des Materials

Wie schon erwähnt, war der Ausgangspunkt der, dass ich mich immer über die Unordnung neben dem Verstärker geärgert habe. Klar kann man das Equipment immer irgendwo aufräumen, aber ich möchte ja nicht immer die Hälfte der Zeit mit dem Aufbau und dann wieder Aufräumen von den ganzen Kram verbringen. Also bliebt es letztendlich nach der Übungssession einfach liegen.

Nun hatte es sich vor einiger Zeit mal ergeben, dass ich von der Firma einen Koffer mitnehmen durfte, der in den Müll geflogen wäre. Mit dem Gedanken, den kann man irgendwann mal brauchen, nahm ich ihn damals mit. Nun kam mir die Idee, diesen als Ausgangspunkt für das Pedalboard zu nehmen. Ursprünglich wollte ich als Platte eine OSB-Platte nehmen, weil ich davon einige Rester rumliegen habe. Durch die Heimwerkerherausforderung bin ich nun auf Sperrholz gekommen. Dieses ist relativ günstig im Baumarkt zu haben. Nebenbei ist sie auch um einiges leichter als die OSB-Platten und man jagt sich keine Schiefer ein. Multiplex wäre wohl sicherlich um einiges stabiler, aber als ich den Preis gesehen habe, wurde mir übel...

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Stutzen der Grundplatte

Die Grundplatte habe ich mit einem Cuttermesser auf die erforderliche Breite und Höhe gestutzt, sodass sie in den Koffer passt.

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Positionierung der Geräte

Anfangs hatte ich einen großen und einen kleinen Looper sowie ein Overdrive-Pedal. Außerdem habe ich ein Mehrwege-Netzteil für die Geräte. Ok, der große Looper braucht eine eigene Stromversorgung, aber die beiden kleineren Geräte können darüber versorgt werden. Wenn dann mal neue Geräte hinzu kommen, brauchen die ja auch Strom.
Mit dieser vorhandenen Auswahl habe ich das Overdrivepedal zwischen die beiden Looper gesetzt und wollte es auch so anschließen. So bekommt ein Looper den Sound inkl. Gain und einer ohne.

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Befestigung der Geräte

Ich habe mich dazu entschlossen, die Geräte an den vorhandenen Schraublöchern zu befestigen. Dazu habe ich jeweils passende längere Schrauben gesucht. Jedes Gerät hat halt andere Schrauben, sodass dies gar nicht so einfach war. Für diesen Satz Geräte habe ich dann welche gefunden.
Um die Positionen der Löcher herauszufinden, wollte ich nicht umständlich messen. Schneller ginge es, die Kreide meiner Kinder zu klauen, die Schrauben etwas rauszudrehen, mit der Kreide etwas zu benetzen und an der gewünschten Position auf die Platte zu drücken. So konnte ich sicher gehen, dass die Löcher an der richtigen Stelle sind.
Aber Achtung: wenn man die Schrauben zu fest an zieht, wellt sich die dünne Sperrholzplatte. Also die Schrauben nicht zu fest anziehen.

Beim Anbringen hatte ich das Problem, dass die Verbindungskabel nicht immer lang genug waren. So musste die Anordnung noch einmal geändert werden.

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kleine Planänderung

Nun hatte sich ergeben, dass ich mir zwei weitere Effektgeräte angeschafft habe. Diese sollten nun natürlich auch noch da drauf. Da lohnt sich das Board wenigstens. Wie ich die letztendlich miteinander verkabeln werde, muss ich mir noch abschließend überlegen. Dafür brauche ich auch noch die Verbindungskabel, die ich mir noch besorgen muss. Mal schauen. Eventuell baue ich mir dafür irgendwann mal noch eine Art Patchpanel auf das Board drauf.

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Löcher für die Stromkabel

Die L-Stecker für die Stromkabel sollen die Kabel nach unten durch die Platte leiten. Dafür mussten Löcher gebohrt werden. In meinen Akkuschrauber passt lediglich ein 10,5mm-Bohrer rein. So habe ich damit einfach das Loch noch ein wenig größer gefräst. Es musste ein Langloch werden, damit man dann den Stecker auch einstecken kann.

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Verkleidung der Rückseite

Die Kabel auf der Rückseite sollen vor mechanischen Belastungen geschützt werden. Dafür habe ich einfach eine zweite Sperrholzplatte auf die gleiche Größe geschnitten.

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Abstandshalter

Für eine Knickfreie Führung der Kabel werden ca. 2cm starke Abstandshalter benötigt. Die Heimwerker-Herausforderung besagt, dass ich einen Rundstab aus Holz suchen muss. Da wird sich doch bestimmt etwas finden...

Und schließlich fand ich einen ausgedienten Spatenstiel. Rund, aus Holz, also Anforderung erfüllt. Sägen wollte ich den eigentlich mit der HKS mit Anschlag. So hätte ich nicht jede Scheibe messen müssen. Leider hat die HKS die Scheibe immer auseinander gerissen, die sich dann im Sägeblatt verhakt hatte. Mit der Stichsäge hatte es dann glücklicherweise funktioniert, nur leider halt ohne Anschlag. So habe ich einige dieser Scheiben aus dem Spatenstiel gesägt.
Mit einer Feile habe ich dann die Kanten entgratet.

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Ach so. Die Stromversorgung fehlt noch

Für die Stromversorgung habe ich ein 8-Fach-Netzteil. Dieses habe ich mit Winkeln auf der Platte befestigt. Weiterhin musste natürlich ein Platz für den Stromverteiler vorgesehen werden. Den habe ich nur mal zum Test angehalten.

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Montage der Abstandshalter

Die Abstandshalter habe ich mit 20mm Edelstahlschrauben unten an die Grundplatte befestigt. Vorher natürlich vorbohren, damit die Scheiben nicht auseinander platzen. Zur Positionierung der Scheiben habe ich diese von oben erstmal aufgelegt und die Bohrlöcher auch von oben angezeichnet. So habe ich 21 Scheiben verbaut, damit die Platte nicht durch hängt. Aufpassen musste ich bei den Scheiben, dass sie so angebracht werden, dass sie nicht auf den Schraublöchern der Geräte liegen. Zwischen dem Overdrive-Pedal und dem JamMan musste ich das Bohrloch noch einmal versetzen.

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Verkabelung

Nun konnten die Geräte verkabelt werden, weil die Kabel nun nicht mehr geknickt werden, wenn die Platte auf den Tisch gelegt wird. Von unten habe ich die Kabel dann mit Kabelbindern etwas miteinander fixiert, sodass sie später nicht an der Seite raus schauen.

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Montage der unteren Abdeckplatte

Eine zweite Sperrholzplatte hatte ich auf das gleiche Maß geschnitten wie die Grundplatte. Diese habe ich nun direkt mit den Abstandshaltern verschraubt. Allerdings habe ich nur die Ecken und zwei Scheiben in der Mitte verschraubt. Dies sollte ausreichen. Das macht die spätere Wartung einfacher, wenn nur 6 statt 21 Schrauben zu lösen sind. Eine Ecke habe ich anfangs noch nicht verschraubt, weil das Stromkabel noch dran muss.

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Strom für das Pedalboard

Für die Stromzufuhr habe ich mich für einen 3-Fach-Verteiler entschieden, weil ich den gerade gefunden habe. Dummerweise geht hier eine der drei Steckdosen verloren, weil die Netzteile eine Dose verdecken. So kann der Verstärker nicht daran angeschlossen werden, wie ursprünglich geplant. Aber so konnte ich den Verteiler einfach mit einem Lochband an der Grundplatte befestigen, indem ich dieses über die mittlere Steckdose drüber geführt habe. Schraublöcher konnten die verwendet werden, mit denen ich die Abstandshalter mit der Grundplatte verschraubt habe.
Das Metall-Lochband habe ich komplett mit schwarzem Isolierband überzogen. Dies sieht nicht nur besser aus, sondern finde ich auch sicherer. Zwar sollte kein Stromschlag deswegen zu erwarten sein, aber sicher ist sicher.

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Fertig

Fertig ist das Pedalboard. Die ewige Verkabelung fällt nun weg. Bei Nichtgebrauch wird das Board einfach im Koffer verstaut. Das sieht nicht nur ordentlicher aus, sondern lässt sich auch besser aufräumen. Für den Aufbau muss nur neben dem Stromanschluss das Signaleingangs- und -ausgangskabel eingesteckt werden und schon ist das Board einsatzbereit. Und besser aussehen als vorher tut es allemal.

Das Retro-Fuzz-Pedal wird noch angeschlossen, wenn ich mir passende Kabel besorgt habe.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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