ein Kardierbrett...wer außer mir weiß, was das ist? hier: selbstgebaut

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    24 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wir einige hier wissen, spinne ich mit dem Spinnrad Wolle. Rohwolle, die gewaschen ist, muss vor dem Spinnen möglichst kardiert= gekämmt werden, damit die Fasern alle in eine Richtung liegen und nicht aneinanderkleben/filzen. Dann kann man einen gleichmäßigeren Faden spinnen. eine handbetriebene Kardiermaschine liegt ab 284€ aufwärts und selbst in der "Bucht" nicht unter 200€ in gutem Zustand zu bekommen - mir einfach zu teuer. Da entdeckte ich neulich ein Kardierbrett  im Internet, das lag "nur" bei ab 121€ und meinte, DAS kann ich selbst machen. Zudem kann man damit verschiedene Fasern zusammenmischen um spezielle Effekte zu erreichen...
Den Kardenbelag dann in der Bucht gekauft 24€ was für ein Unterschied! Holz hab ich genug im Keller :) (nicht nur "vor der Hütten" ***grins***) und dann hab ich losgelegt....

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dekupiersäge
  • Oberfräse
  • Tischbohrmaschine
  • Bandschleifer
  • Schleifklotz
  • Sechskantschlüssel
  • Handtacker
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Materialliste
  • 2 x Reststücke Holz (Regalbretter) | Kiefer
  • 1 x Möbelschraube (etwa 6x60 mm)
  • 1 x Kardierbelag (feinere Nadelung) (19x30 cm)
  • 1 x Möbelöl
  • div x Schleifpapier mittel-fein
  • viele x Tackerklammern 6mm

Los geht's - Schritt für Schritt

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1. Die Holzvorarbeiten...

das Stück Brett wird zugesägt und dann hab ich die Oberfräse dran ausprobiert um die Kanten zu runden. Zugegeben, für den 1. Versuch nicht perfekt, aber wozu hat man den Bandschleifer, der stationär am Tisch befestigt wurde?  Mit dem Standbohrer ein Loch durch das Brett gebohrt und mit dem Senker eine Vertiefung gemacht, in die sich die geplante Schraube einschmiegt, sodass sie nicht über die Brettfläche hinaussteht. Nach dem Fräsen habe ich also die Rundungen mit dem Schleifer perfektioniert, bis es mir gefallen hat und auch die Oberfläche vorgeschliffen, anschließend per Handarbeit nachgeglättet, bis das Holz glatt wie ein Kinderp.o.p.o war ;) - dann das Holz geölt. In der Zwischenzeit aus einem anderen Reststück die Kniehalterung gesägt und auch in die Schmalseite ein Loch gebohrt, damit das Holz nicht splittert, wenn ich die Schraube reindrehe. (Ist übrigens eine alte Möbelschraube vom Schweden, die ich immer aufbewahre, wenn ich Möbel entsorge - hat keine Spitze und wird mit dem berühmten Schlüssel eingedreht ;) )
aus dem Kardierbelag musste ich 2 Reihen rauspopeln, damit ich den Belag später am Brett antackern konnte.

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die letzten Schritte...

Nachdem nun beide Holzteile gesägt, gerundet, glatt geschmirgelt und geölt sind werden sie mit besagter Möbelschraube verbunden... dass ich die Kniehalterung wegen der Tiefe nochmal nachbohren musste, muss ich ja hier nicht verraten, oder? ;)
Nun musste ich nur noch den Kardenbelag drauftackern und ich war fertig. als Gegenkarde funktioniert die Katzenbürste HERVORRAGEND!!! - weil der Belag ein etwas feinerer ist...
nun hab ich noch 2 kleinere gröbere Beläge liegen, die ich zu Handkarden verbasteln werde :D
wie es benutzt wird, kann man ja oben im Video-Link sehen....


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