Ein 112-Tisch

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Mein 112-Tisch
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    12 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Nachdem sich das Bauteam Ronny und Pedder in den letzten Wochen bzw. Monaten wieder einmal krankheitsbedingt etwas rar machen mußte, sind die beiden nun mit einem neuen Projekt  zurück in der Community.

Vor Wochen erhielten die Beiden von einem Freund den Auftrag, einen kleinen Steh- bzw. Beistelltisch zu bauen. Die Vorgaben waren:

  1. Er mußte in eine kleine Nische von 60 cm Breite passen, und
  2. Ein Feuerwehrbezug sollte zu erkennen sein

Was letztendlich dabei herauskam, möchten Ronny und Pedder Euch heute bildlich und schriftlich hier vorstellen.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 1 x Abwasserrohr (KG-Rohr) | Kunststoff (100 cm lang / Durchmesser 110 )
  • 3 x Abwasserrohr (KG-Rohr) | Kunststoff (30 cm lang / Durchmesser 70 mm)
  • 1 x Multiplex-Holzplatte | Holz (80 x 40 cm)
  • 2 x Ketten | Metall (20 cm lang)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ein Hydrant als Standbein für die Tischplatte

KG Rohre aus meinem Fundes
Ein 110 mm - Rohr als Standbein
Ein 70 mm Loch im 110 mm - Rohr
2 kurze 70 er Rohre stecken im Standbein
3 Abzweige mit jeweils 70 mm Durchmesser

Lange Zeit hatten Ronny und Pedder überrhaupt keine Idee, wie der Tisch mit einem Bezug zur Feuerwehr einmal aussehen sollte, aber dann sollte wieder einmal Ronny für die Planung hauptverantwortlich sein.

Auf dem täglichen "Gassigehweg" gab es einen alten und unansehnlichen Hydranten, dessen rostige Oberfläche von jahrelangem Trotzen gegen Sturm und Regen zeugte. Bisher war Pedder dieser Hydrant noch gar nicht groß aufgefallen, jedoch lief Ronny jeden Tag zu diesem Teil hin, umkurvte es, kam zu Pedder zurück, um anschließend sofort wieder dorthin zu laufen. Bereits aus der Ferne war mit dem Geruchssinn wahrzunehmen, dass dieser Hydrant als Hundeklo benutzt wird. Davon zeugte auch der "gelbe Schnee" ringsherum. Endlich dämmerte es Pedder. Na klar, ein Hydrant als Standbein für einen kleinen Stehtisch. Warum ist Pedder denn nicht schon längst auf diese Idee gekommen. Wie lange gab es denn diesen Plan schon in Ronnys Kopf und seit wievielen Wochen hatte er seinem Herrchen durch das tägliche Bepinkeln klar machen wollen, dass er schon längst einen Plan für den Bau des Tisches in seinem Kopf abgespeichert hatte.

Irgendwo hatte Pedder ein solches Teil auch schon mal gesehen und eine Recherche im www hatte Erfolg. Bei Amazon wurde ein kleiner Beistelltisch angeboten, der das Aussehen eines Hydranten hatte. 

Von der Planung bis zum Baubeginn dauerte es dann nicht mehr lange. Ein virtueller Spaziergang durch den Baumarkt gab den Anstoß für das Material. Es bestand aus alten Resten von Abwasserrohren und 2 kreisrunden Holzplatten.

Sämtliches Material wartete im Pedders Fundus darauf, verarbeitet zu werden.

Ein Abwasserrohr mit einem Durchmesser von 110 mm wurde auf die Länge von 77 cm gekürzt. In 60 cm Höhe erfolgten 2 gegenüberliegende kreisrunde "Bohrungen" mit einem Durchmesser von 70 mm. Ein drittes Loch wurde in 47 cm Höhe von vorne in das Rohr gebohrt, oder besser gesagt, gesägt, denn die Löcher wurden mit der Lochsäge hergestellt.

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Die ersten Holzarbeiten stehen an

40 mm starke Multiplexplatte als Fuß
70 mm Rohre mit Deckel versehen
Holzscheiben auf die Deckel schrauben
Holzscheiben mit angedeuteten Schrauben versehen
alles wird schwarz lackiert

Bild 1:
Das 110er Kunststoffrohe sollte auf einer etwa 30 cm Durchmesser großen Holzplatte stehen, Hierfür wurde eine 40 mm starke Multiplexplatte verwendet. Mittig auf diese Platte wurde eine 2. kreisrunde Holzplatte mit einem Durchmesser von dem Innenmaß des Rohres geleimt und geschraubt. Dieses Teil dient zur Befestigung des "Standbeines". Anschließend wurde das Kunststoffrohe über die kleinere Holzscheibe geschoben und von außen mit 4 Spaxschrauben befestigt.

Bild 3:
Die kurzen 70 mm Rohre werden anschließend auf die Länge von etwa 20 cm gekürzt und in die vorhandenen Löcher des Hauptrohres geschoben. Die Rohre passen millimetergenau in die Aussägung, werden mit einem Modellbaukleber befestigt und sitzen nach dem Austrocknen des Klebers "bombensicher" im Standbein.

Bild 2 und 3:
Alle 3 kurzen Rohre werden mit Deckeln versehen, auf die eine 20 mm starke und 110 mm Durchmesser große Holzscheibe geleimt und geschraubt wird. Das Aufschrauben geschieht vor dem Aufbringen der Deckel, denn so kann die Holzscheibe von innen angeschraubt werden. Auf diese Holzscheiben wird nun eine Sechskantschraube aus Holz aufgeleimt. Sie ist natürlich nur angedeutet.

Auf die obere Öffnung des Rohres wird ebenfalls eine 40 mm starke Holzscheibe aufgeschraubt. Hierfür wird wieder das gleiche Prinzip wie bei der Fußplatte angewendet. Diese Holzscheibe soll zur Befestigung der Tischplatte dienen.

Nach Fertigstellung dieser Arbeiten erfolgt ein kurzes Anschleifen der Kunststoffrohre, damit die aufzutragene Farbe besser haftet.

Bild 5:
Das ganze Gebilde wird anschließend mit schwarze Farbe in seidenmatt lackiert.


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Lackierarbeiten

Fußplatte rostig braun
Hydrant wird feurigrot

Nachdem die aufgetragene schwarze "Grundierung" getrocknet ist, kann mit der eigentlichen Lackierung begonnen werden. Natürlich muß dieser Hydrant rot sein. Das Auftragen erfolgt mit einem Pinsel und an einigen Stellen wurde absichtlich die schwarze Grundierung nicht gänzlich übermalt.  Das Teil sollte schon ein wenig alt aussehen, so dass die Lackierarbeiten schnell abgeschlossen waren.

Das Durchschimmern der schwarzen Grundierung verleiht dem Hydranten etwas "Gebrauchtes" und "Altes". Es hat den Anschein, als habe er jahrelang im Freien gestanden und war Wind und Regen ausgesetzt.

Dieses sollte sich natürlich auch bei der Lackierung der Fußplatte wiederspiegeln. Die Platte wurde zunächst braun lackiert, anschließend wurde mit einen Pinsel ein wenig schwarz und noch weniger rot aufgetragen. Hierdurch entstand ein leicht rostiger Anschein.

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Die letzten Feinarbeiten und die Tischplatte

Aufschrauben der Tischplatte
Anbringen von Sicherungsketten
Anbringen von Schriftzeichen
Sicherungsketten

Bild 1:
Die Tischplatte hat eine Größe von 40 cm Durchmesser. Sie wurde mit 4 versenkten Spaxschrauben von oben auf die Holzscheibe des Hauptrohres geschraubt. Die vier kleinen Schraub- bzw. Bohrlöcher wurden mit Holzkitt verschlossen und geschliffen.

Bild 2 und 4:
Anbringen von sogenannten oder auch angedeuteten Sicherungsketten. Die Ketten wurden auf eine Länge von 20 cm geschnitten und die Endglieder wurden mit einer Zange geöffnet. Anschließend wurde die Enden in jeweils 6 mm große Bohrlöcher gesteckt und leicht verleimt.

Bild 3.
Die weiße Nr. des Hydranten ist natürlich nur aufgetragen worden, weil er unten herum ein wenig nackt war. Wurde einfach mit einem Pinsel aufgetragen.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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