Eigenbau Schlafzimmer Teil 2: Die Nachtkonsolen

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Hier kommt nun der zweite Teil meines Schlafzimmerprojektes. Die alten Nachtkonsolen sollten durch neue, wandhängende ersetzt werden. Besonderheit dieser Idee sind die integrierten Nachttischlampen. Auch wurde wieder reichlich Palettenholz verwendet. 

Wer sich den ersten Teil, das Bett, anschauen möchte, klicke bitte hier

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PHO 2000  - Hobel (elektrisch)
  • PTA 2000  - Arbeitstisch
  • PPS 7 S  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • PBS 75 A  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • IXO  - Schrauber (Akku)
  • PST 900 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elektrisch)
  • PTK 3.6 V  - Tacker (Akku)
  • Tischbohrmaschine,  93896
  • Akku-Bohrschrauber,  GSR 10,8V-2-LI
  • Deltaschleifer,  *
  • Allzwecksauger,  TH-VC 1930 SA
  • Poliermaschine,  Poliermaschine
  • Lötstation,  Lötkolben
  • Forstnerbohrer, 35 mm
  • Halbrundfeile
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Materialliste
  • Rauspund | Fi/Ta
  • Palettenholz
  • 4 x Rollenauszug (300 mm)
  • 2 x Aus/Wechselschalter
  • 2 x Hohlwanddose
  • 2 x Winkelfassung
  • Kabel
  • 2 x Flachstecker
  • Palettensperrholz

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung und Materialauswahl.

Diese alten Dinger galt es zu ersetzen.
Sketchup Entwurf
Hier von der anderen Seite gesehen.
Sowie mit geöffneter Schublade.

Ich erarbeitete zunächst einen Plan mit Sketchup. Als Material entschied ich mich für Rauspund für den Korpus und natürlich für Palettenholz für alles andere.

Ich beschreibe im Folgenden den Bau von einer Nachtkonsole, aber selbstverständlich habe ich simultan zwei davon gebaut.

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Der Korpus.

Rauspund für den ersten Grobzuschnitt angezeichnet.
Alle Teile auf Gehrung abgelängt.
Zur Verleimung wurden die Eigenbau-Zwingen verwendet.
Leim auf die Feder...
...und die untere Nutwange.
Verzwingt und verspannt muss der Leim nun trocknen.
Rauspundrest gesägt und mit 45° aufgetrennt.
Zur Montage im Korpus mit Riffeldübeln versehen.
Einzelne Korpusteile werden miteinander verleimt.
Verleimung fertig, bereit fürs...
...erste Schleifen. (hier schon erledigt, vergessen zu fotografieren...)
Die Kanten werden an der OF abgerundet.
Rückseitig eingefräster Kabelkanal.

Für den Korpus schied nach gründlicher Überlegung Palettenholz als Material aus. Stattdessen entschied ich mich für Rauspund. Das ist günstiger als Leimholz und erfordert ein gewisses Maß an Mehrarbeit, die ich mir bewußt machen wollte. Beim noch kommenden Kleiderschrank wird der Korpus ebenso gebaut werden.

Als erstes wurden die einzelnen Rauspundbretter auf ungefähre Länge mit leichtem Übermaß gesägt. Dann wurden diese an den Stirnseiten mit 45° Gehrung abgelängt. Nun konnte ich die acht Korpusbretter für die zwei Korpüsse zusammenleimen. Es kam je ein Strang Leim auf die Oberseite der Feder und die untere Nutwange. Fixiert wurden die Bretter mit den Leimzwingen.
Dann wurden die Bretter zu den zwei Korpüssen miteinander verleimt. Bei diesem Arbeitsschritt wurde auch direkt die Wandaufhängung nach "French Cleat" Methode mitverleimt.
Nach dem der Leim getrocknet war, erfolgte zunächst ein Oberflächenschliff mit dem Bandschleifer. Spontan entschied ich, auch die vier Stosskanten mit der Oberfräse abzurunden. Dann wurde mit dem Delta in zwei Durchgängen fein geschliffen, erst mit 120er und dann mit 180er Körnung.

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Der Schubkasten.

Palettenholz für die Schubkästen.
Erst mal alles besäumen.
Gehobelt...
...grob zugesägt...
...und verleimt.
Aus diesem größeren Teil werden später die Schubkastenböden.
Zwei Sätze Rollenauszüge aus meinem Fundus.
Provisorisch im Korpus verschraubt um...
...die Breite der Schubkastenböden zu ermitteln.
Hier beide Korpüsse mit eingesetzten Rollenauszügen.
Hier werden vier Palettenbrettchen zu zwei Zargenteilen verleimt.
Die fertig gesägten Böden bekamen eine umlaufende Falz.
Teile für eine Zarge, fertig gesägt.
Der Schubkastenboden dient auch als Masslehre um die Zarge zu verleimen..
...und zu verschrauben.
So sieht die fertige Zarge aus.
Dann wird die Zarge mit dem Boden verleimt.
Nach dem Leim getrockent war, konnten die Gegenstücke der Auszüge montiert werden.
Passt und funktioniert.
Nun wurden die Rollenauszüge endgültig mit Madenschrauben und IXO montiert.
Hier habe ich begonnen, die Frontblenden mit Zierfräsungen zu versehen...
...was fertig so aussieht, ...
...aber noch ordentlich geschliffen werden muss.
Doppelklebeband erleichtert die Montage der Blenden.
Blenden montiert und ...
...der Gängigkeit wegen noch etwas an den Kanten nachgeschliffen.

Der Schubkasten entstand vollständig aus Palettenholz. Für die Zarge und den Boden wurde das Material zunächst wie immer besäumt, gesägt und auf 12 mm Stärke gehobelt. Anschließend zu den benötigten Brettern verleimt, geschliffen und auf endgültiges Maß gesägt. Der Zargenrahmen wurde stumpf verleimt und verschraubt, der Boden bekam für die Verleimung eine Falz.
Die Frontblende entstand im Prinzip genau so, nur wurden sie nicht so dünn runtergehobelt. Verziert wurde die Blende mit Fräsungen unter Verwendung von Hohlkehl- und Nutfräser. Als Laufschienen nahm ich Rollenauszüge, von denen ich noch zwei Sätze da hatte.

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Die Griffe.

Photoshop Entwurf.
Reste von Palettenholz, 25 mm stark.
Ausgedruckte Vorlage aufgeklebt.
Der innere Bogen mit dem 35 mm Forstnerbohrer gebohrt.
Nachdem am Stichesägetisch die Form ausgesägt wurde, ging es ans...
...Schleifen. Das Resultat sah dann so aus.
Abrundem der Kanten mit der Oberfräse.
Auf gleichmässige Tiefe mit der TKS gebracht.
Nach dem Handschliff sind die Griffe fertig.
Griffe montiert.

Für die Griffe entwarf ich in Photoshop eine Sägevorlage. Diese wurde ausgedruckt und auf 25 mm starkem Palettenholz aufgeklebt. Der innere Bogen wurde mit dem Forstner an der Standbohrmaschine gebohrt und der Rest am Stichsägetisch ausgesägt. Mit dem Bandschleifer und der Halbrundfeile wurden die Oberflächen geglättet. Anschliessend die Kanten mit der Oberfräse abgerundet. Dann habe ich alle Griffe mit ihrer Rückseite, also der Teil, der später an der Front aufliegt, noch an der TKS getrimmt, damit alle die die gleiche Tiefe haben. Zum Schluss folgte noch ein Handschliff.

Da diese Griffart auch beim noch kommenden Kleiderschrank verwendet werden soll, produzierte ich gleich den Gesamtbedarf in Serie.

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Lampenträger

Aus diesen Palettenbrettchen entstanden...
...die Halbschalen.
Bodenplättchen eingeleimt und mit Kabelauslass versehen.
Mit zwei Löchern für die...
...Hohlwanddosen versehen.

Aus Palettenholz entstand eine Halbschale mit einer oben offenen Stelle, die Kanten wurden mit dem Abrundfräser gefräst. Die Lochsäge sorgte für das kreisrunde Loch zum Einlassen der Hohlwanddose. Am unteren Ende, dort wo der Lampenträger später auf der Korpusoberseite aufsteht, verleimte ich ein Hilfsklötzchen. Diese sollen mir später das Verschrauben erleichtern. Der Schiebeschlitten sorgte an dieser Stelle auch für den Kabelauslass.

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Lampenschirm.

Einfacher Kasten aus Spanplatte...
...an den Kanten mit einem Leimschutz aus Klebeband.
Streifen von gehobeltem Palettenholz.
Der Lampenschirm wird von unten nach oben aufgebaut.
Der Leim ist trocken, aber es muss noch viel geschliffen werden.
Der erste Schliff ist gemacht...
...und auch hier werden die Kanten gerundet.
Fertig gefräst und geschliffen, in den Zwischenräumen per Hand, sind die...
...Lampenschirme fertig für die nächsten Schritte.
Aus diesem Palettenholz entstehen die Rückwände, ...
...was dann so aussieht.
Stellprobe, die Dimensionen werden deutlich.
Noch mehr Palettenholz für die Deckel...
...Schirm und Träger aufgesetzt...
...und angezeichnet.
Gesägt und gefräst, aber noch ungeschliffen.

Ich bastelte mir aus Spanplattenresten zunächst eine Form als Verleimhilfe in Gestalt eines Kastens. An den Stellen, an denen später mit austretendem Leim zu rechnen war, brachte ich Klebeband auf. Aus Palettenholz schnitt ich Streifen von 12 x 12 mm in verschiedenen Längen auf der TKS zurecht. Dann wurde der spätere Lampenschirm Stück für Stück von unten nach oben zurecht geleimt. Nach vollständiger Durchtrocknung des Leimes kam die Rückwand, ebenfalls aus 12 mm starkem Palettenholz mit Schrauben an den Lampenschirm. Die aufrechten Vorderkanten und die Unterkante Schirms wurden mit der Oberfräse abgerundet. Anschliessend wurde die Rückwand noch einmal demontiert und die Winkelfassung instaliert. Das Kabel durch eine Bohrung nach hinten geführt und anschliessend die Rückwand mit dem Lampenträger verschraubt. Nun konnte auch der Schirm wieder mit der Rückwand verbunden werden. Zum Schluss entstand noch eine T-förmige Abdeckung aus Palettenholz. Diese wurde an den Kanten ebenfalls abgerundet und mit 6 mm Riffeldübeln, aber ohne Leim, von oben aufgesteckt. Hier verwendete ich "Dübelfix" Fixierspitzen.
Nun konnte ich den fertigen Lampenträger mit daran montiertem Lampenschirm auf dem Korpus befestigen.

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Oberflächenbehandlung.

Wer mit groben Holz grobschlächtig arbeitet...
...kommt an Spachtelarbeiten...
...einfach nicht vorbei....:-(
Nach dem Spachteln und Schleifen für die erste Wachsschicht bereit.
Antikwachs mit einem alten Handtuch großzügig aufgetragen.
Vorher - Nachher.
Der Lampenschirm bekommt seine Applikation.
Die erste Schicht ist drauf, diese lasse ich ein bis zwei Tage einwirken.
Nach ein paar Tagen war auch die zweite Schicht aufgebracht...
...und per Hand poliert.

Es gab ein paar Fehlstellen und Löcher, diese wurden mit Holzspachtelmasse von Clou geschlossen und anschließend alle Oberflächen mit dem Delta geschliffen. Dann kam wieder mein geschätzter Antikwachs in zwei Durchgängen drauf. Zum Schluss noch händisch das Ganze poliert. Nun konnte ich auch die Applikationen, die ja bereits bei dem Bettumbau entstanden sind, an den Lampenschirmen montieren.

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Montage, Abschluß und Fazit.

Möbeleinbaufassung montiert.
Da unten kommt der Schalter hin.
Die Elektrik ist installiert.
Schablone aus Hartfaser und die beiden French Cleat Unterteile.
Passende Schrauben und Dübel musste ich kaufen.
Sie hängt!
Und sie leuchtet!

Nach der vollendeten Oberflächenbehandlung konnte ich die Elektrik montieren. Auf die Details gehe ich hier nicht ein, nur soviel. Es wurde eine Möbeleinbaufassung an einem Eurostecker angeschlossen und mit einem Aus/Wechselschalter versehen. Der Schalter wurde in einer Hohlwanddose eingelassen. Das Kabel wurde weitestgehend unsichtbar in dem gefrästen Kabelkanal Richtung Stromquelle geführt und dabei mit ein paar Tackerklammern fixiert.

Um mir die Wandmontage zu erleichtern, habe ich mir aus Hartfaser eine Schablone gefertigt. Die unteren French Cleat Teile wurden mit Tox Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt und die Konsolen einfach nur eingehängt. Stecker in die Steckdose - fertig.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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