Eigenbau eines Liegetrikes aus Sperrholz

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    800 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Mein drittes Sperrholztrike.
Mancher wird sich fragen, warum drei? Hat der erste oder der zweite Bau nicht gereicht. Nein, es brauchte schon seine drei Anläufe, um ein, wie ich finde, ausgereiftes Sperrholztrike auf die Beine ähmm Räder zu stellen. Ich kann es auch so formulieren: das Erste war für meinen ärgsten Feind, das Zweite für meinen besten Freund und das Dritte ist jetzt für mich.
Begonnen im April diesen Jahres, zog sich der Bau über ein halbes Jahr bis Ende Oktober hin. Die ganzen Arbeitsschritte, die in dieser Zeit notwendig waren, hier aufzuführen, ist nicht möglich. Daher sei es mir erlaubt, mein Projekt in wenigen und hoffentlich aussagekräftigen Schritten darzustellen.
Ich hoffe, mein etwas ungewöhnliches Hobby gefällt euch.

Mit besten Grüßen

Lothar

Hier der Link zu meinem Album: Sperrholztrike Nr. 3



 

Los geht's - Schritt für Schritt

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Bild 1

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Der Bau begann mit einer wasserfest verleimten, 9 mm starken Birkensperrholzplatte. Die Platte habe ich längs mittig geteil und die Hälften aufeinander gelegt und fixiert. Auf Malerkrepp dann die Konturen der Gurte aufgezeichnet und mit einer Stichsäge mit leichtem Überschuss ausgesägt. Danach mit einem auf langsam geregelten Winkelscheifer auf fertiges Maß geschliffen.

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Bild 2

Als nächstes habe ich mich mit den Lastaufnahmeblöcken beschäftigt. Aus den Sägeabfällen der Gurte grobe Blöcke zusammen geleimt und auf einer Einhell MBF mit Kreutztisch in Form gefräst. Die Größe der Blöcke habe ich gefühlsmässig so gewählt, das der sichere Krafteintrag von den Blöcken in die Gurte rein über die Leimflächen gewährleistet wird. Ausnahme: Die zwei Blöcke für die Vorderräder sind unten zusätzlich mit Schlossschrauben mit der verstärkten Querstrebe verbunden. Die Bohrungen in den Blöcken dienen der Gewichtreduktion.

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Bild 3

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Als nächste Schritte erfolgten der Einbau der Spanten, gleichmässig alle 200 bis 250 mm zwischen den Blöcken aufgeteilt, das Aufsetzen des Tretlagerblocks mit der eingeklebten BSA-Hülse, die Leerrohrverlegung für Lichtanlage und Schaltzüge und zum Schluß das Verleimen der Seitenbeplankung aus 1,5 mm starken Flugzeugsperrholz mit dem Ober- und Untergurt.

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Nach dem Abschleifen der Überschüsse 2-maliges Lasieren des Rahmens und Anbau der ersten Komponenten wie Laufräder, Lenkgestänge, Spurstange und Kurbelgarnitur. Im Heckbereich habe ich noch zwei Öffnungen gesägt, um Stauräume zu schaffen.
Leider habe ich die Herstellung des Sitzes und der Sitzaufhängung nicht mit Photos dokumentiert, aber auch die Sitzwangen sind aus den Resten der 9mm Sperrholzplatte gesägt. Die Sitzauflage besteht aus Querstäben, 10x10 Hölzern, in die Wangen eingelassen. Zum Schluß die ganze Sitzeinheit aus optischen Gründen Schwarz gestrichen.

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Hier noch eine Detailaufnahme der Vorderradaufhängung. Hergestellt aus einer M12 Gewindestange, einem 12- und einer 8-Kugelgelenk und einem Alu-Achsschenkel. Das 12-Kugelgelenk ist als Festlager und das 8-Gelenk als Loslager ausgebildet.
Bei den Probefahrten stellte sich schnell heraus, das diese Radaufhängung nicht spurstabil war. Daher sind die Achsschenkel am unteren Ende nachträglich noch mit einer Zugstange verbunden worden.

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Bild 6

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Verlegung des Antriebstranges, Lichtanlage, Bremsen und Sitzmatte bilden den krönenden Abschluss, um das Trike fahrbereit zu machen.

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Bild 7

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Radscheiben aus Holz durften dann am Ende des Projektes nicht fehlen. Als Material habe ich mich für Birkenfurnier entschieden, einfach um ein wenig Praxis in der Furnierberarbeitung zu erlangen.
Schwarze Reflektorfolie auf den Rändern der Radscheiben vervollständigen das obige Titelfoto.


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