Ecketagere für Blumen...

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Blumenetagere
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

In einem Geschäft hatte ich eine metallene Ecketagere gesehen und mich gleich gefragt, ob ich sowas nicht auch aus Holz machen könnte.

Also hab ich mich daran versucht - einfach um zu sehen, ob's geht. Hier das Ergebnis:

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • GSR 18 V-EC
  • Bandsäge,  BAS Precision 317
  • Band-/Tellerschleifer,  JSG-96
  • Dekupiersäge,  Multicut-2S E
  • Tischkreissäge,  GTS 10 XC Professional
  • Elektrotacker,  E 606 electric
  • Multischleifer
  • Schwingschleifer
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Materialliste
  • 2 x Sperrholzplatten 25 mm | Birke (155 x 32 cm)
  • 3 x Sperrholzplatten 8 mm | Birke (33 x 33 cm)
  • 1 x Rundstab 6 mm | Buche (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Mal überlegen

Ideenlieferant
am PC
Vorlage

Ein metallenes Eckgestell (Bild 1) lieferte die Idee. Die Umsetzung erfolgte, wie so oft, am Computer.

Ich zeichnete mittels Corel Draw erst eine Vorlage für die Seitenteile in der gewünschten Größe (150 x 30 cm). Dann die Vorlage für die drei Stellflächen (Bild 2). Die Vorlagen wurden ausgedruckt (Bild 3) und zusammengeklebt.

Weiter in die Werkstatt.

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Vorarbeiten

Motiv zeichnen
Innenschnitte markieren
Bohrungen setzen
Stellflächen bohren

Seitenteile:
Mit der Tischkreissäge sägte ich mir zwei 30 cm breite Bretter für die Seitenteile aus einer 15 mm Sperrholzplatte. Darauf wurden die Motive gezeichnet (Bild 4).
Alle auszusägenden Stellen habe ich markiert um beim Sägen nicht den Überblick zu verlieren (Bild 5). Danach die Bohrunegn für die Innenschnitte setzen (Bild 6).

Stellflächen:
Aus einer 8 mm Sperrholzplatte sägte ich drei 30 x 30 cm große Bretter. Auf diese pauste ich mittels Durchschlagpapier die Form der späteren Stellflächen und setzte auch hier die Bohrungen für die Innenschnitte (Bild 7).

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An die Sägen

erste Innenschnitte
ganz schön groß
Auflage
an der Bandsäge
Außenkonturen sägen
ein fertig gesägtes Seitenteil
Stellflächen sägen

Seitenteile:
Die Sägearbeiten begannen mit den Innenschnitten an den Seitenteilen. Diese wurden mit der Dekupiersäge gemacht. Aufgrund der Größe war das nur mit Rundsägeblättern möglich. Ich wählte welche der Größe 7.
Um halbwegs gerade Schnitte zu schaffen habe ich das Blatt bis an die Zerreißgrenze gespannt, die Schnittgeschwindigkeit etwas erhöht und den Vorschub etwas verringert. Damit waren zufriedenstellende Schnittkanten und halbwegs gerade Schnitte zu schaffen (Bild 8).
Ein Werkstück in dieser Größe ist natürlich nicht auf dem kleinen Sägetisch der Deku zu halten. Nur gut, dass meine Tischkreissäge mit dem Sägeschlitten darauf genau die passende Höhe hat um als Auflage zu dienen (Bild 9).
So unterstützt ging das Sägen besser - und vor allem schneller - als gedacht. Nach etwa drei Stunden waren die Innenschnitte am ersten Seitenteil geschafft (Bild 10).

Die langen Außenkanten mit dem Rundsägeblatt halbwegs gerade hinzubekommen wäre wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Also hab ich sie mit der Bandsäge gesägt (Bilder 11+12). Das war durchaus etwas tricky, da das Werkstück in der Breite an die Grenze der Bandsäge stieß, aber irgendwie hab ich es geschafft und das erste Seitenteil war fertig (Bild 13).
Gleich mit dem zweiten Teil weiter.

Stellflächen:
Nachdem beide Seitenteile fertig gesägt waren, ging es mit den Stellflächen weiter. Dazu wechselte ich auf ein normales Sägeblatt der Größe 5.
Erst einmal alle Innenschnitte erledigen (Bild 14).
Dann die Rundung der Außenkante.

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Schleifpartie

gerade Innenkanten
gerade Innenkanten
Flächen
Innenschnitte händisch
Innenschnitte maschinell
Außenkanten

Die Rundsägeblätter machten an der Unterseite etwas unschöne Kanten. Noch dazu war es kaum möglich, längere gerade Schnitte zu machen. Das hieß also, viel schleifen.
Die geraden Innenkante machte ich soweit möglich mit dem Multimaster (Bilder 15+16).
Die großen Flächen waren mit dem Schwingschleifer schnell geglättet (Bild 17).
Für die geschwungenen Innenkanten war Handarbeit angesagt (Bild 18) - mittels Schlüsselfeilen, Schleifpapier und speziellen Schleifbändern die man in die Dekupiersäge einspannen kann. Mit diesen glättete ich auch die Innenkanten der Stellflächen (Bild 19).

Die Außenkanten wurden mit dem Tellerschleifer (Bild 20) oder dem Schwingschleifer geglättet.

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Montage

Dübellöcher an den Leisten setzen
Leisten einpassen
Stellfläche mit Leisten
Positionen bestimmen
Eckverbindungen
Vorderansicht
Rückansicht
zerlegt
Stellflächen passen zwischen die Seitenteile
kaum Platzbedarf

Beim Sägen hatte ich ja viel Zeit um mir zu überlegen, wie ich die Etagere zusammenbauen soll:
* mittels Scharnieren klappbar machen?
* fix zusammenschrauben?
* zerlegbar machen....?

Letztlich entschloss ich mich zu einem Kompromiss zwischen leicht machbar und trotzdem flexibel: eine Steckmontage. Diese bietet genug Stabilität, lässt aber die Möglichkeit, die Etagere ohne Werkzeug schnell zu zerlegen und Platzsparend zu verstauen (wenn sie etwa im Winter vom Balkon in den Keller wandert).

Ich sägte aus den Resten der Seitenteile erst einmal drei 30 cm lange und 10 mm breite Leisten. Diese bekamen an den Rändern 6 mm Bohrungen eingesenkt (Bild 21).
Diese Bohrungen wurden auf die Stellfläche übertragen, und auch hier Bohrungen eingesenkt (ich habe alle Teile beschriftet, um immer die richtigen Teile zusammen zu haben).
In die Löcher der Leisten habe ich passend abgelängte Rundhölzer eingeleimt. So können die Leisten in die Stellflächen gesteckt werden (Bild 22).

Die Leisten für die zweite Seite werden etwas kürzer. Hier dann ebenfalls Löcher einsenken, diese wieder auf die Stellfläche übertragen und Rundhölzer einleimen.
So bekam jede Stellfläche zwei Leisten angepasst (Bild 23).

Jetzt werden die Leisten samt den Stellflächen am ersten Seitenteil positioniert, angeleimt und mit ein paar Nägeln aus dem Elektrotacker zusätzlich fixiert (Bild 24). Man kann sie natürlich auch anschrauben.

Nun die Positionen der Leisten auf dem zweiten Seitenteil bestimmen und diese auch hier befestigen.

Zusätzlich habe ich Dübel gesetzt, um die Seitenteile über Eck zusamnmenstecken zu können (Bild 25).

Der Aufbau geht einfach und ist auch alleine schnell gemacht
Seitenteile über Eck zusammenstecken und dann die Stellflächen in die Dübel drücken - fertig (Bilder 26+27).

Etagere verstauen:
Kommt die Etagere über den Winter in den Keller ist sie schnell zerlegt. Einfach die Stellflächen hochheben, die Seitenteile auseinanderziehen und die Stellflächen hochkant zwischen den Seitenteilen platzieren (Bilder 28-30).
Ein Gummiband rum und schon kann man alle Teile platzsparend bis zum nächsten Einsatz (oder zum Transport)  unterbringen.

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Anmerkung

natur

Auf Wunsch der Empfänger der Blumenecke blieben die Teile unbehandelt.

Natürlich kann man die Etagere lasieren, beizen, lackieren...
Die Art der Behandlung hängt vor allem vom späteren Einsatzort ab. Steht sie nur in der Wohnung oder auf einem Balkon? Bekommt sie hin und wieder etwas Regen ab oder ist der Stellplatz trocken...?


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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