Druckerschränkchen

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Bau eines einfachen Druckerschränkchens
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Auf dem Schreibtisch meiner Frau, ein gutes altes rustikales Stück (also der Schreibtisch, nicht meine Frau), war kein Platz für einen Drucker.
Neben dem Schreibtisch steht der PC … also wohin mit dem Drucker?
Also entschied ich, dass ich ein Bestellschränkchen baue, in das unten der PC rein kommt und oben drauf, in gut erreichbarer Höhe, der Drucker.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Dekupiersäge
  • Akkuschrauber
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Materialliste
  • Leimholz | Kiefer
  • Vollauszüge

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Als Material kommen einfache Kiefernleimholzplatten aus dem Baumarkt zum Einsatz.
Die Seitenteile sind 80cmx40cm, so wie sie aus dem Baumarkt kommen.

Die Zwischenböden schneide ich aus zwei Brettern je 60cmx40cm. Für die Schublade benötige ich ein weiteres Brett.

Zusätzlich benötige ich noch zwei Vollauszüge von knapp 40cm Länge.

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Zuschnitt

Auf der Tischkreissäge habe ich das Plattenmaterial zugeschnitten.
Die 4 Böden sind dabei ca. 30cm breit, also das 60cm Brett minus Sägeblattbreite.

Aus einem Stück beschichteter Spanplate 16mm habe ich den Boden für die Schublade geschnitten. Da hier auch mal 1-2 Pakete Papier drin liegen sollen, wollte ich nicht, dass sich der Boden durchbiegt.

Die Höhe der Schublade habe ich willkürlich auf 15cm festgelegt.

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Kanten anfasen

Die Leimholzbretter aus dem Baumarkt haben oft schon eine Fase. So auch meine Bretter. Ich habe diese nicht abgeschnitten, sonder für mich genutzt, und habe die gesägten Kanten im Sichtbereich auch noch angefast. Dadurch hoffe ich, sieht das nicht ganz so dumpf aufeinandergeleimt aus.

Der Einfachheit halber bin ich schlicht mit Schleifpapier über die Kanten gegangen. Man hätte das auch mit der Oberfräse oder einem Hobel machen können.

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Schublade bohren

Zunächst zeichnete ich auf den Seiten der Bodenplatte die Positionen der Dübellöcher an. Zum Bohren klemmte ich noch Stützbretter fest, um für den mobilen Bohrständer eine bessere Auflage zu haben.

Mit Dübelsetzern markierte ich die Dübelpositionen auf den Seitenteilen und bohrte die auch mit dem mobilen Bohrständer.

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Schublade verleimen

Nachdem alles vorgebohrt war, konnte ich die Teile mit den Holzdübeln verleimen.
Ich habe hier den Leim beidseitig angegeben, da die rohe Kante der Spanplatte doch recht viel Leim aufnimmt.

Nach dem Zusammenzwingen habe ich mit einem Tuch noch die überstehenden Leimreste entfernt.

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Korpusböden bohren

Ähnlich wie die Bodenplatte der Schublade habe ich auch die Korpusböden angezeichnet und gebohrt.

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Vermurkst

An dieser Stelle ist mir der ärgerlichste Fehler in dem Projekt passiert: ich habe alle Böden an der falschen Kante gebohrt, also die kurze Kante, statt die lange! Alle 4 Böden, alle Kanten.
So musste ich erst einmal zum Baumarkt fahren und holte mir neue Bretter. Und wie es Murphy wollte, hatte der Markt, von dem ich die ursprünglichen Kiefernbretter hatte, nicht mehr im Programm.
Aber um die Ecke gibt es ja noch einen zweiten Baumarkt, der hatte die dann noch.
Also zurück in den Bastelkeller und alle Böden noch einmal zugeschnitte, angefast und neu gebohrt – diesmal aber richtig!

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Korpusseiten

Die Korpusseiten mussten jetzt passen zu den Löchern in den Böden gebohrt werden.
Außer den Dübelsetzern hatte ich dazu keine Hilfsmittel, wie Meisterdübler o.ä. zur Hand.
Als Abhilfe habe ich passende Bretter und Leisten als Anschläge genommen und so die Böden genau an die richtigen Stellen positioniert und fixiert, so dass ich auch auf beiden Seitenteile die identischen Abstände habe, und das Schränkchen nicht schief und krumm wird.

Damit die Böden seitlich, in dem Fall nach vorne und hinten, richtig positioniert sind, habe ich noch „Leitplanken“ festgeklemmt. So waren die Böden wirklich an der richtigen Position. Nun konnte ich mit den Dübelsetzern die richtigen Bohrpunkte markieren.

Scheinbar war mein Bohrer etwas „ausgeleiert“ aber die Bohrlöcher waren ein Hauch größer als die eigentlich gebohrten 6mm, so dass die Dübelsetzer nicht richtig in den Löchern fest saßen. Aber auch gibt es Abhilfe. Bevor ich die Dübelsetzer einsetzte, klebte ich ein Stückchen Kreppband auf die Bohrlöcher, damit wurden die Dübelsetzer ausreichend festgeklemmt.

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Probestecken

Ich wollte nicht erst beim Leimen eine Überraschung erleben. Also setzte ich die die Teile mit Dübeln erst einmal trocken zusammen.
Es passte alles wunderbar – Glück gehabt.

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Vollauszug vormontieren

Wenn das Schränkchen erst mal zusammen geleimt sein wird, wird es kaum noch ohne Verrenkungen möglich sein, die Vollauszugsschienen zu montieren.
Deshalb machte ich das hier auch schon im unmontierten Zustand.
Auch hier wieder: ein Anschlag ist besser als Messen. Eine passende Leiste aus meinem Restholzstapel diente als Abstandhalter für die Schienen, dass die auch auf beiden Seiten auf gleicher Höhe sind.

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Schleifen

Die Bretter zeigten ein paar Bearbeitungsspuren, auch waren die Kleberrückstände der Preisetiketten noch zu sehen. Damit später das Öl auch gleichmäßig angenommen wird, habe ich alle Oberflächen mit dem Excenterschleifer abgeschliffen bis sie zumindest optisch sauber waren.

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Korpus verleimen

Nun konnte ich endlich den Korpus final zusammen setzen. Alle erforderlichen Kanten und Flächen bekamen ihren Leim ab. Auf die Kanten mit Stirnholz gab ich doppelt Leim, damit es trotz stärkerem Aufsaugen des Leimes trotzdem hält.
Der Aufmerksame Beobachter wird gesehen haben, dass ich hier einen anderen Leim verwende. Also den D3-Leim, statt den Express-Leim. Das hat den einfachen Grund, dass der eine längere Zeit zum Verarbeiten zulässt und ich mich so nicht zu sehr beeilen musste.

Mit ausreichend Zwingen versehen konnte das Teil nun erst mal etwas ruhen.

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Schublade für Vollauszug anpassen

Die Schublade ja fast die volle Breite des Schränkchens, also eigentlich kein Platz für den Vollauszug.

Dafür fräste ich auf jeder Seite die passenden Nuten, dann passte das auch.

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Schubladenfront

Aus einem Rest Leimholz, der noch in meinem Vorrat war, schnitt ich die passende Frontplatte aus.
Am Frästisch rundete ich die Kante mit einem Abrundfräser mit einem großen Radius die Kante ab, damit die Front nicht so klobig und kantig wirkt.

Am Schnittpunkt der Diagonalen markierte ich die Mitte der Frontplatte und bohrt dort das Loch für den Griff.

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Schubladengriff

Leider hatte ich keinen passenden Möbelgriffe in meinem Fundus. Kaufen wollte ich auch keinen. Ergo: selber machen!
Material auch hier wieder das gleiche Leimholz.

Mit der TKS sägte ich zwei gleiche Klötzchen.
Diese spannte ich zusammen ein und bohrte sie mit einem Forstnerbohrer mittig durch. Dadurch hatte ich gleich 2 Griffrohlinge mit der entsprechenden Griffmulde.
Auf der Dekupiersäge verfeinerte ich die Form des Griffs.

Mit einem kleinen Bohrer bohrte ich noch das Loch zur Befestigung des Griffes vor.

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Schubladenfront montieren

Zur Montage der Front setzte ich die Schublade ein und platzierte die Front mittig. Nachdem ich das so angezeichnet hatte klebte ich die Front mit doppelseitigem Klebeband fest.
Nachdem ich die Schublade wieder mit Front herausgenommen hatte, fixierte ich bis zur Verschraubung vorsichtshalber die Front noch mit einer Einhandzwinge.
Mit zwei Schrauben befestigte ich dann die Front endgültig.

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Griff montieren

Die Bohrung für den Griff war bis jetzt ja nur in der Frontplatte. Die Bohrung verlängerte ich noch bis ganz durch und mit einer langen dünnen Schraube befestigte ich den Griff.

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Schublade einsetzen

Nun konnte ich auch die Löcher bohren, um die Schublade mit den Vollauszügen zu verbinden.
Mit passenden M4-Schrauben mit flachen Köpfen war dann auch die Schublade final im Schränkchen eingebaut.

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Oberflächenbehandlung

Zur Oberflächenbehandlung nahm ich ein dunkles Hartöl.
Da, wie eingangs erwähnt, das Schränkchen einem älteren rustikalen Schreibtisch beigestellt werden soll, wählte ich diesen dunklen Farbton.

Das Öl trug ich satt und gleichmäßig mit einem Schwämmchen auf. Nach kurzer Trocknungszeit wischte ich mit einem trockenen Tuch drüber, um die Überstände aufzunehmen.

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Fertig

Das Druckerschränkchen war nun fertig und konnte Betrieb genommen werden.
In das untere Fach wird der PC eingestellt. Die Schublade ist für den Vorrat an Druckerpapier gedacht. Wie auf den Bildern zu sehen ist, habe das obere Fach für Ablagekörbchen vorgesehen.
Ganz oben drauf kommt dann der Drucker.


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