Drachenkopf als Türklopfer

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Der fertige Türklopfer
Der fertige Türklopfer
Der fertige Türklopfer
Sein neuer Ort mit beleuchteten Augen
Nur die Augen
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Schon als kleines Kind, ich glaube ich war 11 Jahre alt, bekam ich von einer meiner Tanten das Buch "Der Hobbit" geschenkt. Dies war der Beginn für mich, in die Welten von J. R. R. Tolkien einzutauchen. Damals war an eine Verfilmung noch gar nicht zu denken und ich war meiner Fantasie ergeben, wie in Mittelerde wohl die ganzen Geschöpfe aussehen mögen.
Durch stöbern im Netz fand ich dann diesen Drachenkopf, welcher als Türklopfer designet war.
Da mir das Gestalten des T-Rex Models sehr viel Spaß gemacht hatte, habe ich mich daher einem weiteren Modell gewidmet, jedoch dieses mal für mich ganz persönlich.
Aus der ersten Erfahrung heraus, welche ich beim T-Rex gesammelt hatte, wusste ich nun was für Farben ich zu verwenden hatte und wie ich vorzugehen hatte.
Ganz klar war, der Drachenkopf muss in irgend einer Art und Weise aussehen wie Smaug, zumindest farblich an Smaug annähernd herankommen. Ich konnte mich nicht mehr erinnern wie ich mir Smaug als Kind vorgestellt hatte, jedoch nahm ich bequemheitshalber einfach den Film als Vorlage. Ganz wichtig für mich war die Gestaltung der Augen, da bei dem Drachenmodell zwei Augen zum ausdrucken mit dabei waren, ich jedoch darauf verzichtet habe, da ich diese mittels Cabochons selbst herstellen wollte.

Die Kosten belaufen sich für den Druck auf 8,39 €. Dieser setzt sich aus dem verbrauchten Filament und den Energiekosten des Druckers zusammen, sowie 1,- € für zwei Cabochon Glasstein Halbkugeln. Was den Farbverbrauch angeht, kann ich es nur schätzen, dieser liegt vielleicht bei knapp 0,50 Cent. Also insgesamt Rund 10,- €.
Nachdem ich fertig war, meinte meine Tochter, warum beleuchtest du die Augen nicht! Warum eigentlich nicht, dachte ich mir und suchte hier nach Möglichkeiten. Diese Fand ich dann in einer Reduzierten Nachtbeleuchtung von Osram für 4,95€. Somit stehen nun für den Drachenkopf insgesamt 15,-€ an.
Die benötigte Zeit liegt hier wiederum bei ca. einer Woche, wenn ich alles zusammenzähle.

Noch zu erwähnen wäre, das dieses großartige Model von Shira auf Thingiverse eingestellt wurde und ich hier nur der Nutznießer der Vorlage war. Danke dafür!!!
Nun wünsche ich euch aber viel Spaß beim durchlesen, wie ich hier vorgegangen bin.

Hier findet ihr meine anderen Projekte.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Ausdruck

Bild 1: Druck nach ca. 10 Stunden
Bild 2: Druck nach ca. 35 Stunden
Bild 3: Druck nach ca. 50 Stunden
Bild 4: Druck nach ca. 60 Stunden
Bild 5: Druck nach ca. 68 Stunden
Bild 6: Druck fertig nach 71 Stunden 46 Minuten

Bild 1: Als erstes ging es an die Einstellungen des Druckers. Hier habe ich das Model passend zu meinem Druckbett skaliert. Ich musste das Original Modell auf 97% verkleinern, da es sonst nicht auf mein Druckbett gepasst hätte Die Gesamtbreite beläuft sich so nun auf exakt 210mm, mehr geht bei meinem Drucker nicht.
Die Layerhöhe habe ich im High Quality Modus auf 0,07mm gesetzt. Ich wollte mal schauen, in wiefern es sich Lohnt mit dieser geringen Layerhöhe zu drucken. Normal nimmt man hierzu 0,15 oder 0,2mm Layerhöhe. Die gesamte Druckzeit spuckte mein Slicer mit 71 Stunden und 46 Minuten aus. Wieder so ein langer Druck, aber was solls, der Drucker braucht dabei ja keine Hilfe. Das Infill wurde auf 15% mit Füllmuster Rectinlinear gesetzt.
Nach ca. 10 Stunden druck, war der Drucker gerade mal mit der Grundplatte fertig, oh mein Gott!!

Bild 2: nach weiteren 25 Stunden war schon etwas zu erahnen und der Druck sah sehr gut aus.

Bild 3: Nach insgesamt 50 Stunden war der Hinterteil des Kopfes soweit fertig. Man sieht bei diesem Bild wir zusätzliches Stützmaterial gleich mitgedruckt wird, damit Überhänge auch möglich sind.

Bild 4: Weitere 10 Stunden später waren die Augen soweit fertig und der Hauptübergang vorne links zum Kin war auch sehr gut gelungen.

Bild 5: Kurz vor dem Ende nach 68 Stunden. Die Schnauze ist nun fast fertiggestellt.

Bild 6: Fertig! Nach insgesamt 71 Stunden und 46 Minuten Druckzeit!

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Nacharbeit des Modells

Bild 7: Entfernen des Stützmaterials
Bild 8: Entfernen des Stützmaterials
Bild 9: Im Inneren des Drachens
Bild 10: Stützmaterial ist soweit entfernt
Bild 11: Restgrate vom Stützmaterial
Bild 12: Einsatz des Dremels
Bild 13: Sauber geschliffen
Bild 14: Alle Restüberstände wurden so entfernt
Bild 15: Soweit fertig zum lackieren
Bild 16: So groß ist der Drache

Bild 7: Nun ging es daran, alle mitgedruckten Stützen welche nicht zum Drachenkopf gehören zu entfernen.

Bild 8: Für das entfernen des Stützmaterials nehme ich eine Zange, ein Seidenschneider, kleine Feilen und ein Skalpell. Gerade beim Auge musste sehr vorsichtig gearbeitet werden, da dieses doch sehr Filigran und die umgebenden Konturen sehr Dünnwandig waren.

Bild 9:
Der Drachjenkopf hat an der Rückseite eine Eingrifföffnung um die Augen zu montieren. Der Lochdurchmesser beträgt etwas weniger als 40 mm. Hätte ich das Modell in Originalgröße gedruckt, hätten die beiden Augenhöhlen exakt 40mm gehabt. Naja, was ich da damit mache zeige ich euch später.

Bild 10: Nachdem das Stützmaterial entfernt ist, ist das Modell noch nicht fertig für das bemalen. Jetzt muss alles erst noch sauber verschliffen werden.

Bild 11: Am Beispiel eines Horns sieht man deutlich die Stellen wo das Stützmaterial befestigt war. Hier bleibt einem nichts anderes übrig, als dieses abzuschleifen.

Bild 12: Hierzu nehme ich den Dremel mit dem Handaufsatz. Mittels eines Diamantfräsers wo man eigentlich Glas graviert habe ich die besten Ergebnisse erzielt, die groben Überstände zu entfernen.

Bild 13: Nach der Dremeltortur schaut dann das Horn so aus.

Bild 14: Diese Prozedur wird bei allen Flächen durchgeführt, an denen sich in irgend einer Art und Weise Unebenheiten oder Grate befinden. Danach wird das gesamte Modell mittels Schmirgelpapier abgeschliffen und von jeglichem Grat bereinigt. Dies dauert dann schon mal mehrere Stunden.

Bild 15: Aber das anschließende Ergebnis lässt einen die schmerzenden Finger der Schmiergelorigie schnell wieder vergessen. Nun kann der Drachenkopf lackiert werden.

Bild 16: Hier der Drachenkopf in voller Größe, damit man sich vorstellen kann wie groß er ist.

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Die Vorbereitung vor dem bemalen

Bild 17: Der Drachenkopf wird fürs Lackieren vorbereitet
Bild 18: Spritzspachtel grundieren
Bild 19: Grundieren

Bild 17: Durch den feinen Layeraufbau von 0,07mm beim Druck habe ich beim schleifen des Kopfes kaum etwas größeres Nachbearbeiten müssen. Die Konturen waren bis auf ein paar wenige sichtbare Rillen sehr sauber geworden. Somit habe ich den gesamten Kopf mit Isopropanol abgerieben und für die folgende Grundierung vorbereitet.

Bild 18: Somit habe ich bei dem Drachenkopf nur eine Lage Spritzspachtel grundiert. Diese dient dazu feine Riefen auszuglätten, was soweit sehr gut damit funktioniert. Die Hafteigenschaften der Spritzspachtel auf dem Kunststoff (PLA) sind sehr gut.

Bild 19: Damit ich beim anschließenden bemalen die entsprechende gewollte Tiefenwirkung erhalte, wird das gesamte Modell nochmals mit schwarzer Grundierfarbe über lackiert. Hier habe ich auch nur eine Schicht lackiert. Die Deckung der schwarzen Acrylfarbe auf dem Spritzspachtel ist hervorragend.

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Bemalen der ersten sechs Schichten

Bild 20: Der erste Farbauftrag
Bild 21: Nach dem ersten Farbauftrag
Bild 22: Der zweite Farbauftrag
Bild 23: Nach dem zweiten Farbauftrag
Bild 24: Der dritte Farbauftrag
Bild 25: Der vierte Farbauftrag
Bild 26: Der fünfte Farbauftrag
Bild 27: Der sechste Farbauftrag

Bild 20: Für den Start verwendete ich gegen meine Überzeugung die Farbe vom Discounter. Diese musste ich sehr dünn verdünnen um sie Streichfähig zu bekommen. Die Farbpigmente in der Farbe verlieren dadurch sehr stark ihre Deckkraft. Dennoch wollte ich die Farbe verbrauchen, da ich ja Schwabe bin und nichts wegwerfe!

Bild 21: Nach dem ersten Auftragen der Acrylfarbe ist davon fast nichts zu sehen, nur ein leichter roter Schimmer. 

Bild 22: Somit streckte ich die Farbe für den zweiten Auftrag etwas weniger um doch noch einen besseren Deckeffekt zu bekommen.

Bild 23: Naja, nach dem trocknen ist die Farbe nun doch schon besser zu sehen, aber immer noch sehr blass. Jedoch immer noch sehr schlecht. Der einzige Vorteil ist, das die Konturen zum schwarzen Untergrund sehr deutlich herausgearbeitet werden können.

Bild 24: Den dritten Auftrag erledigte ich nochmals mit der Farbe aus dem Discounter, dieses mal jedoch mit nur zwei Tröpfchen Wasser verdünnt. Die Deckkraft lässt trotzdem zu wünschen übrig. Ab jetzt verzichte ich auf diese Farbe. Für das übermalen von Grundierungen kann ich sie wirklich nicht empfehlen!

Bild 25: Ich wechselte nun auf eine höherwertige Acrylfarbe und siehe da, sofort ein deutlicher Effekt. Ich muss somit nun sehr viel mehr aufpassen, damit ich die tieferen Rillen nicht mit der neuen Farbe ausfülle. Somit bleibt die Tiefenwirkung erhalten.

Bild 26: Ab der fünften Schicht mische ich die Farbe für jede weitere Schicht immer heller an und bemale nur noch einzelne Konturen. Sprich die größeren Schuppen des Kopfes.

Bild 27: Hier der sechste Farbauftrag mit helleren Nuancen. 

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Fertigstellen der roten Grundfarbe

Bild 28: Die siebte Schicht und die Hörner
Bild 29: Die achte Schicht
Bild 30: die neunte Schicht
Bild 31: Der Klopfring wird vorgestrichen

Bild 28: Zwischendurch um mal auch einen anderen Farbton zu streichen, habe ich die Hörner sowie die Zähne kurz mal mit einem gelb / ocker Farbgemisch angemalt. Dies soll als Grundlage für die gesamten Hörner bzw. Knochen dienen. Dann natürlich nochmals Konturen mit rot nachziehen.

Bild 29: Abermals das rot etwas kräftiger und heller angemischt und nochmals die ganzen Wangenkonturen nachgezogen ebenfalls wurde die Augenpartie etwas nachgezogen.

Bild 30: Es handelt sich nun nur noch um Nuancen bzgl. der Veränderung des Kopfes. Jedoch bringt jeder Farbauftrag mit einer neu gemischten roten Farbe etwas mehr spiel in die Sache.

Bild 31: Nun nehme ich mir den Ring zum anklopfen vor. Dieser soll metallisch silbrig werden, somit wird dieser vorgestrichen mit silbergrauer Acrylfarbe. 

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Fertigstellung des Rings, Hörner und Grundplatte

Bild 32: Grundanstrich der Wandplatte
Bild 33: Weiseln der Zähne
Bild 34: Nachziehen des Ringes
Bild 35: Fertigstellen des Ringes
Bild 36: Nachziehen der Hörner
Bild 37: Fertigstellen der Hörner
Bild 28: Nachziehen der Zähne
Bild 39: Nachziehen der Grundplatte
Bild 40: Fertigstellen der Grundplatten Grundfarbe

Bild 32: Nun fange ich an die Grundplatte mit braun vorzustreichen. Damit überdecke ich nun auch alle meine Kleckserei, die sich durch das bemalen des Kopfes auf der Platte ergeben haben.

Bild 33: Die Zähne wurden nun auch geputzt, diese wurden mit einem ganz leicht eingerauten Weiß bemalt. Dies soll nur als Voranstrich dienen.

Bild 34: Somit komme ich nun dazu, den Ring nochmals nachzuziehen. Mit dem Silber funktionierte dies richtig gut. Jedoch bin ich beim Bemalen und beim drehen des Ringes sehr unvorsichtig gewesen und habe etwas davon an den roten Kopf bekommen. Somit musste ich diesen auch nochmals mit rot nachziehen.

Bild 35: Im Anschluss daran habe ich dann vorsichtig den Ring fertiggestellt.

Bild 36: Nun widmete ich mich wieder den Hörnern. Diese wurden nun eingegraut. Wobei ich beim Hornansatz jeweils darauf achtete etwas mehr Farbe aufzubringen als am jeweiligen Hornende.

Bild 37: Die Hörner wurden dann mit einem sehr hellen Grauton mittels eines damit betupften Lappen abgerieben. Somit konnte ich die Konturen sehr fein herausarbeiten.

Bild 38: Das selbe machte ich mit den vorderen Verhornungen wobei ich wiederum die braune Bodenplatte etwas einsaute. War aber nicht schlimm, da diese ja sowieso noch nicht fertig war. Die Zähne wurden nun auch nochmals etwas am Ansatz nachbehandelt.

Bild 39: Nun wurde die Grundplatte zum zweiten mal mit braun überstrichen.

Bild 40: Mit der dritten Schicht braun war diese dann soweit auch fertig. Um später die Feinheiten auszuarbeiten.

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Der letzte Schliff

Bild 41: Augenkontur nachziehen
Bild 42: Lidschatten
Bild 43: Grundplatte Details herausarbeiten
Bild 44: Frontansicht
Bild 45: Frontansicht 2
Bild 46: Draufsicht
Bild 47: Draufsicht 2
Bild 48: Draufsicht 3
Bild 49: Seitenansicht von links
Bild 50: Seitenansicht von rechts

Bild 41: Die Augenpartie wurde nun nochmals etwas fein nachgedunkelt. Dies erledigte ich wiederum mittels eines Baumwolltuchs und etwas dunkelgrauer Farbe.

Bild 42: Dann wurde der Lidschatten nachgezogen. Ich wollte hier einen guten Effekt um die später eingesetzten Augen etwas deutlicher abzuheben.

Bild 43: Auf der Grundplatte befinden sich Ornamente in Form von Drachen und Verziehungen. Diese habe ich mit silberner Acrylfarbe herausgearbeitet.

Bild 44: Die Bemalung ist nun beendet und so schaut der Drachenkopf nun von Vorne aus.

Bild 45: Die vorderen Hörner sind nun sehr deutlich vom eigentlichen roten Drachenkopf abgehoben.

Bild 46: Hier kommen die einzelnen Schuppen sehr deutlich zum Vorschein. Die tieferen Riefen sind ebenfalls rot, jedoch deutlich dunkler und dies ergibt einen guten Kontrast.

Bild 47: Auch der Kontrast der Hörner kommt nun gut zur Geltung.

Bild 48: Der gesamte Kopf von oben. Die einzelnen Farben harmonieren m. E. sehr gut miteinander.

Bild 49: Der Kopf von der linken Seite...

Bild 50: ...und von der rechten Seite.

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Vorbereitung der Augen

Bild 51: Die Cabochons
Bild 52: Schleifvorrichtung erstellen
Bild 53: Cabochon aufkleben
Bild 54: Cabochon schleifen

Bild 51: Die Cabochons haben einen Durchmesser von 40mm und da ich den Drachenkopf etwas verkleinern musste, passen diese nicht in die dafür vorgesehenen Augenhöhlen. 

Bild 52: Somit musste ich mir etwas ausdenken um diese auf 38mm herunter zu schleifen. Ich hatte in meinem Fundus noch vier kleine Tellerplatten, die mal als aufgeklebte Halterung einer Glastischplatte dienten. In diese Teller habe ich ein Stück M6 Gewindestange eingeschraubt und vorne den Teller mit doppelseitigem Klebeband beklebt.

Bild 53: Auf dieses doppelseitige Klebeband klebte ich anschließend den Cabochon und schon hatte ich eine Art Schleifvorrichtung. Als ersten Versuch probierte ich den Cabochon an meinem Tellerschleifer etwas abzuschleifen, was ich aber sofort wieder aufgab, da der Cabochon mehr von meiner Schleifscheibe als von ihm selbst abtrug.

Bild 54: Somit nahm ich den Dremel und einen Diamant bestückten Schleifer und spannte den Cabochon mit der Gewindestange in meinen Akkuschrauber. Den Akkuschrauber ließ ich dann langsam drehen und hielt den Dremel an den Cabochon. Das funktionierte sehr gut. Es dauerte zwar ein Weilchen,  Aber ich bekam den Cabochon somit auf einen Durchmesser von 38mm herunter geschliffen.

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Bemalen der Cabochons

Bild 55: Benötigtes Werkzeug und Material
Bild 56: Beginn mit einem Punkt
Bild 57: Ausstreichen zu einem Strich
Bild 58: Das Ganze zwei mal
Bild 59: Von vorne sieht das so aus
Bild 60: Den Rand einfärben
Bild 61: Das sollte dann so ausschauen
Bild 62: Ansicht von vorne
Bild 63: Auskratzen
Bild 64: Neue Farbe
Bild 65: Den Rand einfärben
Bild 66: Natürlich bei beiden
Bild 67: Von vorne schaut das dann so aus
Bild 68: Wieder kratzen
Bild 69: Nächste Farbe
Bild 70: Natürlich wieder bei beiden
Bild 71: Das schaut dann von vorne so aus

Bild 55: Bei meiner Tochter bediene ich mich mit den notwendigen Nagellack Farben. Des weiteren benötigt man eine Anreissnadel oder einen Nagel sowie eine etwas breitere Klinge (Stechbeitel), hier sollte auch ein Messer funktionieren.

Bild 56: Begonnen wird indem man mit dem schwarzen Nagellack einen kleinen Punkt mittig auf der Flachen Seite des Cabochons setzt. Dies wird die Pupille.

Bild 57: Diesen Punkt verzieht mann dann mit der Anreissnadel zu einem länglichen Strich der an der Außenseite ausgefranst sein soll.

Bild 58: Bei beiden Cabochons sollte der Strich für die Pupille ungefähr gleich sein.

Bild 59: Dreht man nun das Cabochon um sieht man das erste Ergebnis der aufgemalten Pupille.

Bild 60: Nun wird mit dem schwarzen Nagellack der äußere Ring der Iris angemalt. Hierbei erzeugt man keiner runden Kreis sondern wischt mit dem Pinsel von innen nach außen um es ein wenig ausgefranst ausschauen zu lassen.

Bild 61: Das sollte dann in etwa so ausschauen.

Bild 62: Der erste Eindruck von vorne ist noch nicht wirklich vielversprechend.

Bild 63: Nach dem trocknen (geht sehr schnell) wird mit der Anreissnadel die gesamte Bemalte Iris wiederum von innen nach außen eingekratzt. Die Kratzer können hier ruhig deutlich zu sehen sein, dies soll das Muskelgewebe im Auge nachbilden. Durch kratzen mit der Anreissnadel auf dem Cabochon muss man keine angst haben in das Glas einzukratzen, Das Kratzen geht sehr leicht.

Bild 64: Nun wechseln wir den Farbton und bringen Farbe ins Spiel. Ich entscheide mich für ein dunkles Rot.

Bild 65: Damit wird die Iris wieder von innen nach außen bemalt, dieses mal jedoch etwas weiter von innen her kommend. Sprich, es wird über das schwarz darüber hinaus aufgetragen.

Bild 66: Das sollte dann in etwa so ausschauen. Natürlich möglicht beide Augen gleich.

Bild 67: Mit etwas Farbe schaut das Ganze von vorne schon mal deutlich besser aus.

Bild 68: Nun wird wieder gekratzt. Wieder von innen nach außen aber nicht komplett, es wird nur die rote Farbe und ein kleiner Teil der schwarzen Farbe zerkratzt.

Bild 69: Danach bringe ich die nächste Farbe auf. Hier entschied ich mich für Gold. Die Farbe wird wiederum von innen nach außen aufgetragen. Es wird ein kleiner Abstand zu Pupille gehalten und Striche nach außen gezogen.

Bild 70: Das alles natürlich bei beiden Augen. Das Ergebnis sollte nun so ausschauen.

Bild 71: Von vorne wirkt das dann so. Das Gold ist kaum sichtbar, wird aber später für den gewissen Touch sorgen.

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Cabochons fertigstellen

Bild 72: Wieder kratzen
Bild 73: Beide gekratzt
Bild 74: Ansicht von vorne
Bild 75: Nächste Farbe
Bild 76: Kleinen Rand freilassen
Bild 77: Ansicht von vorne
Bild 78: wieder kratzen
Bild 79: Ansicht von vorne
Bild 80: nächste Farbe
Bild 81: Komplett bemalen
Bild 82: Beide fertigen Cabochons
Bild 83: Ansicht von vorne

Bild 72: Nun wird wieder von innen nach außen gekratzt. Ich verwende nun nicht mehr die Anreissnadel sondern den Stechbeitel. Die Kratzer sollen nun doch sehr deutlich werden. Die Kratzer werden dieses mal aber über die gesamte Länge gezogen. Aufpassen das man die Pupille dabei nicht verletzt.

Bild 73: Nach der Fertigstellung sollte es dann so oder so ähnlich aussehen.

Bild 74: Die Ansicht von vorne. Hier sind nun die durchgezogenen Kratzer deutlich sichtbar.

Bild 75: Die nächste Farbe wird verwendet. Nun ein leuchtendes Neon Orange.

Bild 76: Das Neon Orange wird auf die Iris und die Pupille aufgetragen. Es wird jedoch ein kleiner Spalt dazwischen frei gelassen.

Bild 77: Von vorne wirkt das dann so. Die zuvor eingebrachten Kratzer sind durch das Orange sehr gut ausgefüllt worden. Nun schaut das Ganze schon einem Auge sehr ähnlich.

Bild 78: Aber mit dem kratzen sind wir noch nicht fertig. Wieder wird von innen nach außen gekratzt, jedoch nur der innere Ring der Iris und der äußere Rand der Pupille.

Bild 79: Von vorne wirkt das dann so.

Bild 80: Die letzte Farbe kommt zur Anwendung, ich nehme nun Neon gelb. Wenn man möchte kann man natürlich die Farbabstufungen weiter verfeinern. Dann müssen halt die zuvor gemachten Schritte noch öfters wiederholt werden.

Bild 81: Mit dem gelb fülle ich die komplette Rückseite das Cabochons auf. Ich trage diese Farbe sehr dick auf.

Bild 82: Hier das Ergebnis des letzten Farbauftrags bei beiden Cabochons.

Bild 83: Ta taaaa - Das Auge des Drachen!

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Nacharbeit am Auge

Bild 84: Nochmalige Passprobe
Bild 85: leider nochmal nachschleifen
Bild 86: Das fertige Auge
Bild 87: Kurz vor dem Einbau
Bild 88: Einsetzen und einkleben
Bild 89: Fertig
Bild 90: Er kann sehen!

Bild 84: Nun habe ich die Augen nochmals eingesetzt, da ich diese verkleben wollte. Aber irgendwie passen sie doch nicht so richtig. Also alles wieder raus holen und ab in die Werkstatt.

Bild 85: Ich musste die zuvor Rund nachgeschliffenen Augen nochmals etwas abschleifen. Irgendwie benötige ich eine Ellipsenform. Hoffentlich hält der Lack! Aber alles ging gut und die Augen passten dann perfekt.

Bild 86: Das Auge nachdem zweiten schleifen. Es wurde oben und unten ca. nochmals ein Millimeter abgetragen.

Bild 87: Nun können die Augen von hinten in den Drachenkopf eingeschoben werden. Meine Finger waren dafür zu kurz oder einfach meine Hand zu groß, jedenfalls komme ich mit dem Auge nicht vor bis zu seinem Platz in der Augenhöhle. Somit nahm ich einen Stock und machte ein wenig doppelseitiges Klebeband daran. Damit konnte ich dann die Augen positionieren.

Bild 88: Ich legte mir dann den Kopf so zurecht, damit ich den Heißkleber einfach von oben einfließen lassen konnte.

Bild 89: Ansicht auf ein verklebtes Auge, nicht schön aber es hält und bleibt an seinen Platz!

Bild 90:
Nun kann der Drache endlich etwas sehen. 

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Wie groß ist der Drachenkopf?

Bild 91: Ansicht von links vorne
Bild 92: Ansicht von der Seite
Bild 93: Ansicht von vorne
Bild 94: Ansicht von rechts vorne

Bild 91: Damit ihr euch nun vorstellen könnt wie groß der Drachenkopf ist habe ich diesen in der Hand gehalten und ein Selfi geschossen :)

Bild 92: Ansicht von der linken Seite. Übrigens funktioniert der Klopfer hervorragend dieser lässt sich gegen die Platte schwingen und es "klopft"!

Bild 93: Ansicht von vorne. Irgendwie schielt der Drache!!

Bild 94: Ansicht von rechts.

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Erste Probe Installation

Bild 95: Ansicht von links
Bild 96: Ansicht von vorne
Bild 97: Ansicht von rechts
Bild 98: Ansicht von links unten

Bild 95: Ich dachte mir in der Hand halten ist langweilig, somit entschloss ich mich, den Drachenkopf an meinen Geräteschuppen im Garten zu montieren. Die Wirkung ist großartig.

Bild 96: Das Anklopfen funktioniert mit der Übertragung auf die Holztür super. Nur schade das niemand in dem Geräteschuppen auf das Klopfen wartet.

Bild 97: Meine Kinder mussten den Türklopfer sofort ausprobieren und klopften wie die wilden. Ich hatte schon Befürchtung das der Drachenkopf dies nicht überlebt. Aber er hat die Tortur hervorragend überstanden.

Bild 98: Meine Tochter meinte dann nur: "Papa, warum hast du die Augen eigentlich nicht beleuchtet"?????

Beleuchtung???!!! Na, warum den nicht, ich überleg mir was.

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Zerstören eines Nachtlichts

Bild 99: Osram Nachtlicht
Bild 100: Endlich habe ich den Deckel offen
Bild 101: Zerlegt in seine Einzelteile
Bild 102: noch weiter skelettiert
Bild 103: Batteriefach zugeschnitten
Bild 104: Nun passt es in die Öffnung

Bild 99: Somit schaute ich mich um was klein genug und aber auch hell genug wäre, das in die hintere Öffnung des Drachenkopfes passen könnte. Durch Zufall wurde ich beim Wocheneinkauf fündig. Ein preislich Reduziertes Osram Nachtlicht anstatt 12,95€ für 4,95€. Daraus sollte sich was machen lassen.

Bild 100: Die gesamte Leuchte ist komplett ineinander verclipst und lässt sich nicht ohne weiteres auseinander bauen.Also musste ich zuerst etwas sanfte Gewalt anwenden um den Dämmerungssensor freizulegen.

Bild 101: Nach Attacke mit der Zange und dem Schraubendreher habe ich alles in seine Einzelteile zerlegt. Davon brauche ich jetzt nur die Leuchte mit dem befestigten Batteriefach samt Bewegungsmelder sowie die kleine Runde trübe Abdeckung für den Bewegungsmelder.

Bild 102: Als erstes nehme ich mir das Batteriefach vor und Knipse alles unnötige mit dem Seidenschneider weg, was sich an Kunststoff so wegknipsen lässt. Dabei musste ich verdammt aufpassen, das ich den Lampenschirm nicht beschädige.

Bild 103: Das Endergebnis des Batteriefachs schaute dann so aus.

Bild 104: Nun passt es gerade so mit samt des Lampenschirms der die LED trägt in das hintere Loch des Drachenkopfes.

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Aufnahme für Bewegungsmelder herstellen

Bild 105: Die Abdeckung des Bewegungsmelders
Bild 106: Drachenkopf übertragen
Bild 107: Innenkontur zeichnen
Bild 108: Grobzuschnitt mit BS
Bild 109: Loch für Bewegungsmelderabdeckung bohren
Bild 110: Vorbereitet
Bild 111: Abdeckung eingesetzt
Bild 112: Zuschnitt mit Deku
Bild 113: Fertig fürs Erste

Bild 105: Irgendwie muss ich nun den Bewegungsmelder am Drachenkopf befestigen. Dazu nahm ich eine 3mm MDF Platte und legte alles zusammen. Wie es optisch wohl am ehesten zusammenpassen könnte.

Bild 106: Dann übertrug ich mit dem Bleistift die gesamten Umrisse des Kopfes und der Bewegungsmelderabdeckung.

Bild 107: Da ich die Abdeckung für den Bewegungsmelder ja noch irgendwie befestigen muss, habe ich mit dem Zirkel einen Aussenkreis um den übertragenen Durchmesser der Abdeckung angezeichnet.

Bild 108: Auf der Bandsäge habe ich dann erst mal das Stück grob ausgeschnitten, damit ich es anschließend besser Händeln kann.

Bild 109: Die Abdeckung hatte genau 30mm Durchmesser somit konnte ich das Loch dafür mit einem Forstnerbohrer bohren.

Bild 110: Alles gut gegangen, Hatte schon etwas angst, dass das MDF ausreisen könnte.

Bild 111: Die Abdeckung lässt sich nun mit etwas leichtem Nachdruck in das Loch eindrücken. Genau so wollte ich das.

Bild 112: Nun kam für mich das Schlimmste. Ich muss den kompletten Umriss mit der Deku aussägen, das mache ich gar nicht gerne, da ich mit ihr überhaupt nicht klar komme!!! 

Bild 113: Nach einer gefühlten Ewigkeit und Schweiß gebadet habe ich es dann dennoch fertig bekommen. Puhhhh!
Vor allem der obere Kreis machte mir deutlich zu schaffen.

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Fertigstellen des Halters für den Bewegungsmelder

Bild 114: Passprobe
Bild 115: Loch für Lampe und Batteriefach anzeichnen
Bild 116: Loch aussägen
Bild 117: Dicke der Magneten
Bild 118: Aufnahme für Magneten bohren
Bild 119: Kabeldurchführung fräsen
Bild 120: fertige Kabeldurchführung
Bild 121: Rand anmalen
Bild 122: Abdeckung einkleben
Bild 123: Magnet mit Heißkleb benetzen
Bild 124: Magnet einkleben
Bild 125: Ausgetretenen Kleber abschneiden
Bild 126: Batteriefach mit Lampe einsetzen
Bild 127: Mit Heißkleber einkleben
Bild 128: Bewegungsmelder einsetzen und einkleben
Bild 129: Kabel mit Kleber fixieren

Bild 114: Nun stelle ich den Drachenkopf das erste mal auf die Halterung für den Bewegungsmelder. Bis auf die Farbe ganz OK.

Bild 115: Ups, da hab ich doch glatt die Öffnung für die Lampe vergessen, also auch noch anzeichnen und wieder an meine geliebte Deku.

Bild 116: Ecken anbohren und grob aussägen. Das ging dieses mal ganz flott. Musste ja auch nicht aufpassen genau auf dem anriss zu bleiben :)

Bild 117: Um später die Batterien auch mal wechseln zu können überlegte ich mir, den Kopf mittels Magneten an der Wand zu befestigen. Somit nahm ich die kleinsten die ich da hatte. Die Dicke lag bei 2,4mm also gerade noch zum einbauen in das MDF.

Bild 118: Mit einem 18er Forstner bohrte ich nun an vier Stellen 2,4mm tieb in die Abdeckung.

Bild 119: Für das Kabel des Bewegungsmelders musste nun auch noch ein kleiner Schlitz als Verbindung zum Bateriefach gefräst werden, dies erledigte ich ohne großes anzeichnen.

Bild 120: Ich fräste die Durchführung 2mm tief mit einem 10er Fräser.

Bild 121: Danach habe ich die Umrandung der Abdeckung mit brauner Farbe gestrichen.

Bild 122: Jetzt konnte die Abdeckung des Bewegungsmelders eingeklebt werden. Dazu nahm ich die Heißklebepistole.

Bild 123: Die Magneten benetzte ich ebenfalls mit Heißkleber.

Bild 124: Und klebte sie an ihre vier Plätze.

Bild 125: Durch das Loch der Zentrierung des Forstnerbohrers ist natürlich auf der anderen Seite Kleber ausgetreten, dieser wurde dann einfach abgeschnitten.

Bild 126: Nun konnte die Lampe samt Batteriefach eingesetzt werden.

Bild 127: Und ebenfalls mittels Heißkleber befestigt werden.

Bild 128: Die Elektronik des Bewegungsmelders habe ich nun auch mit Heißkleber eingeklebt.

Bild 129: Jetzt habe ich die Abdeckung am Drachenkopf mittels Heißkleber befestigt und die Kabelverlegung ebenfalls mit Heißkleb fixiert.

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Test, aufhängen und freuen

Bild 130: Erster Test
Bild 131: Bei Dunkelheit
Bild 132: Türbefestigung anzeichnen
Bild 133: Ankörnen
Bild 134: Vorbohren
Bild 135: Unterlegscheiben ansenken
Bild 136: Unterlegscheiben anschrauben
Bild 137: Gegenstück ist fertig
Bild 138: Den Drachenkopf aufhängen
Bild 139: Nun leuchten die Augen

Bild 130: Nun war es endlich soweit, ich konnte den ersten Versuch mit dem Bewegungsmelder durchführen. Also Licht aus in der Werkstatt und rumfuchteln - sofort blickte mich der Drache grimmig an! Es funktionierte, Yieppiee!

Bild 131: Noch ein Bild bei vollkommener Dunkelheit, die Dinger leuchten schon richtig gut!

Bild 132: Nun musste ich noch die Befestigung an der Werkstatttür realisieren. Hierzu nahm ich meine übertragene Skizze und richtete sie an der Werkstatttür aus.

Bild 133: Die Befestigungspunkte der vier Magneten habe ich mittig mit einem Körner auf die Tür übertragen.

Bild 134: Ich hatte vor die Tür mit Unterlegscheiben zu bestücken. Also nahm ich einen 16er Forstner und bohrte 1,2mm tief in die Tür.

Bild 135: Dann bereitete ich die Unterlegscheiben vor. Diese senkte ich soweit an, das die Senkschraube Plan mit der Oberfläche war.

Bild 136: Die Unterlegscheiben wurden nun einfach in die dafür vorgesehenen Löcher geschraubt.

Bild 137: Fertig, das sollte genügend Halt geben.

Bild 138: Somit nahm ich nun den Drachenkopf und befestigte diesen mittels der Magneten an der Tür. Hält prima!

Bild 139: Jetzt kann jeder der mich in meiner Werkstatt besucht, ordentlich anklopfen und wird auch noch von leuchtenden Augen herzlich Willkommen geheißen.


Mit der Beleuchtung der Augen ist das Ganze nochmals deutlich besser geworden, gute Idee meiner Tochter! Das Projekt hat viel Spaß gemacht und Danke für's durchlesen

Euer
saberlod


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