Diorama/Modell eines historischen Gewächshauses (Beitrag zur Monatschallenge August)

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Der nächste Winter...
...kommt bestimmt.
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Dies ist meine erste und vermutlich auch einzige Beteiligung an der monatlichen Challenge. Ich habe diesmal teilgenommen, weil die Materialen mir in ein sowieso geplantes Projekt passten und ich dieses einfach nur vorziehen musste.

Was hat es damit auf sich?
Ich arbeite seit geraumer Zeit wieder an einem Winterdorf, ähnlichem diesem hier. Dafür bastle ich diverse Details und Ausschmückungen selbst. Entsprechendes Projekt folgt, wenn es in die Jahreszeit passt. Und dafür hatte ich vor ein paar Tagen die Idee, ein kleines Gewächshauses im Baustil der Gründerzeit zu basteln. Und einen Tag, nach dem ich diese Idee hatte, wurden die Materialien für die Challenge bekannt gegeben:
Getränkeflasche und Wäscheklammern.
Das passte nicht nur gut zu meinem Vorhaben, sondern erleichterte sogar dessen Umsetzung.


Du brauchst

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Materialliste
  • Getränkeflasche
  • 3 x Wäscheklammer | Kunststoff
  • Reste x Palettensperrholz (9 mm)
  • Reste x Plexiglas
  • Reste x HDF (2,5 mm)
  • Schaschlikspiesse
  • Div. x Acrylfarben
  • Revell Lack | Gold
  • Stecknadeln
  • Perlen | Kunststoff
  • Hobelspäne
  • Holzspachtelmasse
  • Pappe
  • Pattes "Extrem"
  • UHU Hart
  • Sprühkleber
  • Dekosand

Los geht's - Schritt für Schritt

1 10

Entwurf und Materialauswahl

Pflichtmaterial: Wasserflasche...
...und Wäscheklammern.
Entwurf ohne Details...
...aber mit Bemassung.

Plastikflasche und Wäscheklammern waren gesetzt. Dazu kam noch Sperrholz, HDF, Plexiglas, Hobelspäne, Stecknadeln, diverse Farben und noch einiges andere... Einen Entwurf machte ich in Sketchup, dieser ist aber ohne Details und diente nur der Größenfestlegung und Proportionskontrolle.

Das Gewächshaus soll so aussehen, als sei es aus Schmiedeeisen gebaut und dann verglast. Eine Bauweise, wie man sie heutzutage noch an vielen Bahnhöfen bzw Bahnsteighallen sieht. Zusätzliche Applikationen sollten den Eindruck feuervergoldeter Oberflächen erwecken.

2 10

Erstellen des Eisengestells - Teil 1

9 mm stark, 9 x 10 cm groß.
Die Grundform einmal aufgezeichnet....
...und ausgesägt (Stichsägetisch).
Die Form auf das zweite Brettchen übertragen...
...und diese beiden miteinander verbunden.
Im Stapelschnitt ausgesägt.
Alle drei Formen miteinander verbunden und am...
...Trommelschleifer, sowie mit...
Delta und händisch in Form geschliffen.

Sperrholz 9 mm wurde in drei Teile von je 9 x 10 cm gesägt. Die auszusägende Form wurde 1 x aufgezeichnet und dann am Stichsägetisch ausgeschnitten. Die Form wurde dann auf das zweite Brettchen übertragen und dieses dann mit dem dritten Brettchen mit Doppelklebeband verbunden. So konnte ich die Form im Stapelschnitt aussägen. Die drei ausgesägten Teile waren natürlich nicht deckungsgleich, deshalb habe ich sie wieder mit Klebeband verbunden. So wurden alle drei Teile in einem Rutsch in Form geschliffen. Für den Innenbogen nahm ich meinen Trommelschleifer, für den Rest den Delta und den Handschleifklotz. Als ich die drei Teile wieder voneinander lösen wollte, ist mir natürlich eines zerbrochen, so das ich die Prozedur noch einmal machen durfte...

3 10

Erstellen des Eisengestells - Teil 2

Die "Quertraversen".
Stück für Stück werden die Teile...
...miteinander verleimt...
Grundgerüst fertig.
Erster Anstrich, der auch füllen soll...
...was aber nicht geklappt hat, also spachteln...
...und schleifen.

Aus der gleichen Sperrholzplatte sägte ich 8 kleine Stückchen, die als Quertraversen die drei Formen verbinden sollen. Das ganze leimte ich dann in mehreren Schritten zusammen. Dann noch einmal vorsichtig schleifen und einen ersten, dicksschichtigen Anstrich mit schwarzer Acrylfarbe, der auch als Füller dienen sollte. Das hat aber nicht so recht funktioniert, weshalb ich das Gestell noch einmal schliff, dann überspachtelte, erneut schliff und dann einen weiteren Anstrich aufbrachte.


4 10

Verglasung - Teil 1

Aus diesem Abschnitt sägte ich zunächst...
..die vier Fensterscheiben für die Seitenwände.
Giebelseiten mit der Laubsäge gesägt und...
..Kreppband befreit.

Für die Verglasung der Seitenwände und der Giebelseiten nahm ich einen Rest Plexiglas, der bei diesem Projekt übrig blieb. Testweise versuchte ich, das Material auf der TKS zu sägen, was auch sehr gut funktioniert hat. Die Bogenform der Giebel sägte ich mit der Laubsäge zu, was ebenfalls überraschend gut geklappt hat. Um die Sägelinie besser aufzeichnen zu können, habe ich Kreppband auf das Plexiglas geklebt. Die Sägekanten wurden mit dem Schleifklotz noch etwas nachbearbeitet.

5 10

Verglasung - Teil 2

Ich brauche nur den oberen Teil des Flaschenbauches.
Ich hoffe das reicht....
...das Zeug ist garnicht so einfach zu bearbeiten.
Seitengläser und erste Dachhälfte sind aufgebracht.
Und hier ist die zweite Dachhälfte verklebt.
Pappstreifen...
...zugeschnitten und mit Acrylfarbe gestrichen.
Aufgeklebt um die Verklebung des Daches zu verstecken.

Zuerst wurden die Plexiglasplättchen aus dem vorherigen Arbeitsschritt am Bandschleifer auf Passform geschliffen und dann ohne Kleber einfach nur in das Gestell geklemmt. Das hält tadellos und ich vermeide ggf. sichtbare Klebespuren.

Das gewölbte Dach entstand nun aus dem ersten Vorgabenmaterial: Der Plastikflasche.Hierfür wurde der entsprechende Teil der Trinkflasche in mehreren Schritten mit dem Cuttermesser zugeschnitten, bis es die richtige Größe hatte. Aber dennoch musste ich das Dach in zwei Teilen verglasen. Verklebt wurde das dann mit "Pattex Extrem". Um später zwischen "Glasdach" und "Eisengestell" keine Klebstoffspuren zu sehen, wurde noch jeweils ein Pappstreifen zurechtgeschnitten, mit schwarzer Acrylfarbe bepinselt und auf das Glas geklebt.

6 10

Verglasung - Teil 3

Halbierte Schaschlikspiesse...
...werden schwarz angestrichen.
Die ersten Teile sind aufgeklebt.
So sehen dann die Giebelseiten von vorne aus...
...und leider so von Innen. Also abgeklebt...
...und drübergepinselt.
Nicht perfekt, aber besser als vorher.
HDF gesägt und geschliffen.
Diese kleinen Vertiefungen brauche ich später noch...

Für die Giebelseiten entstanden aus halbierten Schaschlikstäben weitere Rahmenteile. Diese wurden ebenfalls schwarz angestrichen, auf das Plexiglas aufgeklebt und sollen dort auch einen schmiedeeisernen Rahmen darstellen. Ich hatte dabei völlig außer Acht gelassen, daß man ja die Rückseiten sehen kann. Also wurden diese mit Tesaband abgeklebt und mit schwarzer Acrylfarbe gestrichen. Komplett alle Unsauberheiten konnte ich damit leider nicht wegtarnen...

Aus HDF sägte ich zwei ca 10 mm breiten Streifen, diese sollen die oberste, durchgehende Längstraverse darstellen. Diese bekamen mit dem Senker kleine Vertiefungen, deren Sinn sich später noch erklärt. Vorab kam aber auch hier erst noch schwarze Acrylfarbe drauf.

7 10

Nieten, Kapitäle und mehr...

Abgekniffene Stecknadeln...
...zur Lackierung in ein Restholz gesteckt.
Es wurden nur die Köpfe lackiert.
Schablone, um die Nietenlöcher zu markieren.
Sooo klein und immer noch zu lang...
...sieht das anschliessend so aus.
Ebenso auf dem Dach.
Mit der Laubsäge werden Griff-....
...und Klauenende der Wäscheklammern abgetrennt.
Ich brauchte nur drei Klammern dafür.
Erster Anstrich in gold...
...und zweiter Anstrich.
Diese Kunststoffperlen werden...
...mit goldenem Lack überzogen.
Die Kugeln kommen auf die Längstraversen.

Um auch noch ein paar sichtbare Nieten in die das Eisengerüst zu bringen, nahm ich ein paar abgekniffene Stecknadeln von denen ich noch reichlich von diesem Projekt übrig hatte. Diese bekamen zunächst auch einen Anstrich mit goldenem Revell Lack. Für die nötigen Bohrungen im Gestell fertigte ich eine "Quick&Dirty" Schablone an. Die Stecknadeln mussten noch auf die korrekte Länge abgekniffen werden und wurden dann in die Bohrungen verklebt. Erst an den Aufrechten und später, als an den entsprechenden Stellen alles getrocknet war, auch auf den Dachbögen.

Nun kam das zweite Vorgabenmaterial ins Spiel. Aus den Wäscheklammern sollten Kapitäle und Sockelfüße entstehen. Dafür sägte ich nur die Griff- und Klauenenden ab und entgratete anschliessend die Schnitte. Dann wurden die Teile in zwei Schichten mit Revell Lack in gold lackiert.

Als zusätzliches Zierelement bekamen die sechs senkrechten Pfosten eine goldene Kugel als Abschluss aufgeklebt. Diese entstanden aus kleinen Kunststoffperlen, die nur in Gold angepinselt werden mussten. Hierfür sind auch die kleinen Vertiefungen gedacht, die ich bereits im vorherigen Arbeitsschritt erwähnt habe. Sie erleichtern das Verkleben der Kugeln.

8 10

Grundplatte und Inneneinrichtung

Sperrholz...
...organisch zugesägt...
...und geschliffen.
Zweifacher Anstrich mit weißer Wandfarbe.
Streifen von 9 mm Sperrholz...
...und zu zwei Klötzchen verleimt.
Längsfügen gesägt...
...Querfugen angezeichnet...
...und "eingedremelt".
Erster Anstrich in Ziegelrot.
Erstes Finish mit stark verdünnter, weißer Farbe...
...2. Finish mit schwarz und erdbraun für die "Bepflanzung".
Photoshop-Fliesenboden in zeitgenössischem Design...
...Stellprobe.
Mit Sprühkleber wird "gefliest".

Als Basis für das Gewächshaus wurde eine Sperrholzplatte in eine organische Form gesägt und geschliffen. Da die ganze Szenerie später in einem winterlichen Diorama stehen wird, wurde die Platte mit weißer Wandfarbe angestrichen.

Im Inneren des Gewächshauses sollen zwei Hochbeete stehen, die wie gemauert aussehen sollen. Streifen von Sperrholz wurden dafür verleimt, geschliffen und eine Mauerstruktur mit der Furniersäge eingesägt und mit dem Dremel die Querfugen eingeritzt. Dann erfolgte ein Anstrich mit Acrylfarbe in selbst gemischten "Ziegelrot". Anschliessend wurde mit diversen Farben das Mauerwerk gealtert.

Der Fußboden des Gewächshauses soll einen gefliesten Eindruck machen. Hier entwarf ich ein Dekor aus achteckigen Fliesen und quadratischen Einlegern in Photoshop und druckte mir den "Boden" aus, um ihn dann aufzukleben.

9 10

"Bepflanzung"

Hobelspäne und Fliegengitter werden...
... zu einem Bündel zusammengeschnürrt.
Dann mehrere Tage in verdünnter Acrylfarbe getaucht.
Gleicher Vorgang in rot für die "Blüten".
Anschliessend zum trocknen ausgelegt.
Ebenso die rotgefärbten Späne.
Und mit reichlich Leim...
...werden die Beete "bepflanzt".
Und jetzt blüht auch alles.

Die Hochbeete wurden noch bepflanzt.
Dieser Arbeitsschritt ist ziemlich experimentell. Ich wollte Hobelspäne mit Acrylfarbe einfärben um damit Pflanzen zu gestalten.
Die Hobelspäne wurden in ein kleines Stück Fliegengitter wie in einen kleinen Sack gefüllt und dieser dann in ein Glas mit verdünnter Acrylfarbe getaucht und einige Tage einwirken lassen. Dann wurde die Späne aus dem Glas entnommen und zum Trocknen ausgelegt. Mit viel Leim werden die gefärbten Späne dann auf die Hochbeete in mehreren Schichten aufgeklebt.

10 10

Abschluss und Fazit

Erste Giebelseite eingeklebt...
...nach der zweiten folgen die Längstraversen mit den goldenen Kugeln.
Die Hochbeete bekommen ein Tropfen Alleskleber zur Befestigung.
Der Übergang wurde eingeschottert.
Fertig...
...von der Rückseite auch.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.
Hier mit ein paar winterlichen Details inszeniert.

Nun geht es an den finalen Zusammenbau. Die Giebelseiten werden eingeklebt und die Längstraversen auf die senkrechten Pfosten ebenso. Dann kommen die "Wäscheklammern-Sockelfüße" und die "Wäscheklammern-Kapitäle".
An einigen Stellen musste ich mit schwarz und Gold noch etwas nacharbeiten.
Die Hochbeete wurden verklebt und das Gewächshaus mit zwei kleinen Schrauben befestigt. Zu guter Letzt bekam der Übergang zwischen den Gewächshauswänden und dem Boden noch ein kleines Splitbett aus grauem Dekosand. Für schönere Bilder habe ich das ganze dann noch mit etwas landschaftsgestalterischer Deko in Szene gesetzt.


Rechtlicher Hinweis

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