Die mitwachsende Garderobe

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diese Garderobe hat meine Frau gefunden in der Zeitschrift "MEin Eigenheim"
und hier die fertige "mitwachsende" Garderobe
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    200 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Da wir keine vernünftige Garderobe hatten waren wir ständig auf der Suche. Irgendwann kam meine Frau mit einer Zeitschrift (Mein Eigenheim" nach Hause in der sie eine interessante Garderobe gefunden hat.
Was jetzt fehlte war der richtige Platz dafür. Durch einen Wanddurchbruch im Wohnzimmer (aus zwei Zimmern eins gemacht) hatten wir auch zwei Türen vom Flur ins Wohnzimmer - also konnte eine davon weg :-)
Den Plan einfach so zu übernehmen wollte ich aber auch nicht, denn die Tür musste noch irgendwie integriert werden.
Also wurde aus der Tür der mitwachsende Teil der Garderobe.
Die seitlichen Wangen sind aus 45mm Birkenbohlen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTS 10 T  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Oberfräse
  • Winkelschleifer
  • Bandschleifer
  • Tischbohrmaschine
  • Bandmass
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Materialliste
  • 1 x Freiwange | Birke massiv (2400*300*45)
  • 1 x Wandwange | Birke massiv (2000*300*45)
  • 1,5 x Multiplex | Birke (1500*3000*18)
  • 5 x Gewindestange M12 | Eisen (M12*360)
  • 10 x Unterlegscheibe | Eisen (M12)
  • 5 x Hutmutter | Eisen (M12)
  • 5 x Mutter selbstsichernd | Eisen (M12)
  • 1 x Rückwand | OSB-Platte 15mm (835*2045)
  • 1 x geschwungene Ablage | Biegesperrholz (400*1700*4)
  • 1 x gerade Ablage | Sperrholz (400*1500*4)
  • 12 x Schrauben | Schlüsselschrauben (8*50)
  • 2 x Wandbefestigung | Dübel mit Schraube (8*120)
  • 20 x Aluhülse | Aluminiumrohr (innen 13mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschnitt für die Ablagen

Entwurf für den Höhenunterschied
anzeichnen der einzelnen Sprossen auf der Platte, die dann mit der Stichsäge grob ausgeschnitten werden
Das Muster (oben) und die anderen Sprossen im Grobzuschnitt. Die werden dann mit der Oberfräse und einem Bündigfräser passend gefräst.
Meine Festool OF 1010 EBQ mit Bündigfräser
Hier ein Teil der gefrästen und vorgeschliffenen Sprossen. Im Hintergrund sind die geraden Teile für den unteren Boden (Schuhablage)

Zuerst habe ich aus einer alten OSB Platte einen Entwurf aufgezeichnet, der in etwa der Steigung aus der Zeitschrift entspricht.
Nach dem Anhalten an der Wand haben wir beschlossen, das uns das so noch nicht gefällt. Also ein zweiter Entwurf, diesmal aus Multiplex, der ca. 8cm niedriger wurde.
Das wurde also mein Modell für die anderen.
Also habe ich auf eine MPX Platte 18mm noch 9 weitere aufgezeichnet und mit der Stichsäge grob ausgeschnitten.
Anschließend habe ich mit doppelseitigem Klebeband das Muster auf die Zuschnitte geklebt und mit der Oberfräse und einem Bündigfräser passend gefräst. Schliesslich sollen ja alle gleich aussehen :-)

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Herstellen der Hutablage mit Garderobenstangen.

Festlegen der Bohrungen rein nach optischen Gesichtspunkten
Mein Junior-Bauhelfer macht sich mit der kleinen Ständerbohrmaschiene vertraut und bohrt anschliessend die Löcher für die Gewindestangen
Die Alrrohre haben eine Länge von 60mm
Das M12 Gewinde passt gerade durch das Rohr
die erste Leiste wird wegen der Ansicht an der PTS 10 abgesetzt, also das ein Falz entsteht und die Sichtseite durchgehendes Material hat. Die Querleiste wird verleimt und verschraubt.
hier ein fertig zusammengeschraubter Abschnitt

Wir brauchen für die Hutablage 5 geschwungene Wangen, 5 Gewindestangen, 20 Aluhülsen sowie Unterlegscheiben und M12 Muttern.

Auf Bild 1 lege ich die Positionen für die Bohrungen fest.
Das Alurohr wird in 60mm Stücke geschnitten und sauber entgratet.
Vor dem Zusammenbau wird die Frontblende an der PTS10 gefalzt, so dass erstens die Maserung an der Frond durchläuft und zweitens ich eine stabile geleimte und geschraubt Verbindung herstellen kann.
Da alle Multiplexteile gleich geschwungen sind müssen jetzt noch die anderen auf beiden Seiten eingekürzt werden.
Anschliessend alles sauber schleifen und zusammenbauen - dazu die Hutmuttern fest auf die Gewindestangen schrauben, durch die Frontblende schieben, Aluhülsen draufstecken, dann die zweite Wange - Aluhülsen, 3. Wange u.s.w.
Zum Schluss kommt eine Unterlegscheibe drauf und dann die selbstsichernde Mutter. Die Seiten werden verleimt und verschraubt.

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Herstellen des Mittelbodens und des unteren Bodens.

Herstellen der Taschenlochbohrungen
Taschenlochverbindung

Für den Mittelboden, der ebenfalls geschwungen ist, brauchen wir hier nur 3 geschwungene Wangen und ein paar Querhölzer.
Die Querhölzer werden mit Taschenlöchern versehen.
Aus den Wangen und den Querhölzern / Abstandshölzern werden einfache Rahmen hergestellt, die anschließend mit Sperrholz an der Oberseite beplankt werden.

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Die Wangen und der Zusammenbau.

Massive Birkenwange
rustikal geschliffene Baumkante
Füße aus Gummi, damit das Holz keine Feuchtigkein ziehen kann.
Vorbereitung für die Wandbefestigung
die erste Wange an der Wand
Montage der zweiten Wange und der unteren beiden Böden
Befestigung der Böden an den Wangen
Einpassen der Sperrholzböden und bekleben mit 4mm Filzstoff

Zunächst wurden die Wangen gehobelt und geschliffen, die Borkenreste habe ich mit der Flex und Fächerscheibe entfernt. Auch das abrunden der Kanten ist mit der Fächerscheibe passiert.
Zum Boden habe ich Gummifüsse gefunden, die man einfach unterschrauben kann. Diese sollen vernindern, dass beim Wischen das Holz im Wasser steht.
Zunächst habe ich alles mit Schraubzwingen am Aufbauort zusammengeklemmt - das war wichtig um verdeckte Bohrlöcher herstellen zu können. So konnte ich die genauen Höhen anzeichnen und die Wandwange mit einem 35mm Forstnerbohrer senken und mit einem 10mm Bohrer wurde das Schraubloch hergestellt.
Anschliessend wurde die Wandwange festgedübelt.
Jetzt konnte ich die Freiwage positionieren und die unteren beiden Böden mit 8x50 Schlüsselschrauben an den Wangen befestigen.
Das selbe anschließend mit der Hutablage (leider kein Bild von gemacht)
Im Baumarkt habe ich mir Sperrholz zuschneiden lassen, welches ich jetzt mit Leim und Tackernadeln auf den unteren Böden montiert habe.
Das Sperrholz wurde dann mit 4mm Filz (mit Pattex) beklebt.

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Die mitwachsende Garderobe

die mitwachsende Garderobe
herstellen der Trägerschienen
Trägerschiene mit Garderobenhaken
vorbohren der Rückwand
variabel einzuhängende Garderobenhaken
die fast fertige Garderobe

Aus 18mm Multiplex habe ich 60mm breite Leisten geschnitten.
Mit der Tischkreissäge habe ich einen schmalen Falz angeschnitten.

Dann habe ich eine OSB-Platte so zugeschnitten, dass diese in den Türrahmen passt.
Die Trägerschienen haben eine Höhe von 60mm, der Abstand der Schienen ist ebenfalls 60mm - was ein Bohlochabstand von 120mm ergibt.
Die Schraublöcher hat mein Sohn dann vorgebohrt - er war stolz wie Bolle.
Anschließend wurde ein 2mm Filzstoff auf die OSB-Platte geklebt (Sprühkleber) und die Platte an zuvor angebrachten Leisten im Türrahmen verschraubt.
Nun konnten wir die Trägerschienen montieren.
Die Arbeitsteilung war klar, ich halte die Leisten von der Vorderseite, mein Sohn steht auf der Rückseite und schraubt die Leisten fest.
Als Abstandshalter dienten 2 Reststücke der Trägerschienen.

Nun können die 60mm hohen Garderobenhaken (die sind eigendlich für Zimmertüren gedacht) vollkommen variabel seitlich und in der Höhe frei aufgehängt werden.

Auf dem letzten Bild ist der Filz noch nicht verklebt.

Sämtliche Holzteile sind nur geschliffen und zweimal gewachst.

Aus der jetzt verschlossenen Zimmetür habe ich die Griffe abgeschraubt und die Tür abgeschlossen.


Rechtlicher Hinweis

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