Die alte Treppe muss weg- eine Terrasse muss her V.2.0

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Projekt: Die alte Treppe muss weg.
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    600 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Vorwort: 

Ich hatte das Projekt hier schon einmal drinnen, aber aus irgendwelchen Gründen wurden bei der nachträglichen Bearbeitung der Arbeitsschritte viele Schritte gelöscht. Daher habe ich das komplette Projekt löschen müssen und stelle es jetzt als Version 2.0 hier neu ein. 

Produktbeschreibung:
Meine alte Treppe hat mir nicht mehr gefallen. Es musste was neues und vor allem, was schönes her. Da dachte ich an den Bau einer kleinen gemütlichen Sonnenterrasse. Die alte Treppe durfte aber bleiben, zum Teil. Unter der Terrasse finden sich die Überreste, wenn man das so sagen darf.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Schlagbohrmaschine
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Tischbohrmaschine
  • Hobel
  • Oberfräse
  • Exzenterschleifer
  • Hammer, Säge, Streichmaß, Zollstock, Stechbeitel
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Materialliste
  • 300 x Schrauben | Fischer Terrassen (5 x 60)
  • 25 x Diele | Douglasie (5000 x 48 x 28)
  • 11 x Unterkonstruktion | Douglasie (70 x 45 x 3000)
  • 6 x Pfosten | Vollholz (120 x 120 x 2500)
  • 4 x Rahmenholz | Fichte (60 x 80 x 3000)
  • 30 x Rahmenholz | Fichte (60 x 80 x 2000)

Los geht's - Schritt für Schritt

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die Vorbereitung- ohne Bilder

Zuerst habe ich mir überlegt, wie groß soll´s denn werden, was gibt denn so an Material beim Händler. Und in welche Richtung soll die Dielung laufen? Ich habe mich entschieden, das meine alte Treppe komplett aus dem Sichtbereich verschwinden soll. Es handelte sich dabei um eine halbrunde Treppe, bestehend aus Betonpalisaden und gedeckt mit Kleinsteinpflaster. 


Also wurde gemessen, wie weit die Treppe heraus kommt. Da war ich bei 2 Metern. Ich habe mich dann für eine Tiefe von 2,60 m entschieden und eine Länge von 5 Meter.

Zuerst habe ich dann die geplante Terrasse abgesteckt und mit dem Erdbohrer die Löcher für die H-Anker auf 90 cm Tiefe gebohrt. 

Diese wurden dann im Winkel und nach dem Absteckraster ausgerichtet und dann einbetoniert.

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Die Grundkonstruktion

Da meine Terrasse ja höher steht, als andere, musste ich mir überlegen, wie ich das mache.

Ich habe insgesamt 7 H- Anker gesetzt. 3 Stück an den Längsseiten, mittig ausgerichtet, also im Abstand von ca. 1,20 m und einen zusätzlich auf der Breitseite bei 2,50 m. Der mittele Querbalken liegt auf der alten Treppe auf. 

Ich habe die Pfosten lotrecht zu 95% eingebaut. Das Problem bekomme ich nie hin, das zu 100 % zu schaffen. entweder haut der Winkel nicht mehr hin, oder das Loch ist zu klein am Rand und Beton schon drin oder oder oder.
Die Pfosten wurden ausgeklinkt, so das die Querbalken passgenau eingesetzt werden konnten. Diese wurden dann mittels zwei Kopfschrauben miteinander gesichert. Darauf kam dann die Unterkonstruktion für den Belag. Die Unterkonstruktion hat einen Abstand von ca. 47 cm zur Nachbarlatte.

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der Belag

Projekt: Die alte Treppe muss weg.

Die Douglasie Diele habe ich noch vor dem verlegen mit Holzöl behandelt. Dann die Bretter von der Wand angefangen zu verlegen, mit 3 Abstandshaltern auf 4 mm Fuge gesetzt um dann die Diele an die UK zu verschrauben und am Ende die Latten abgelängt. Dazu schaut euch das Video an.


Ich habe ganz vergessen, darauf hinzuweisen. Unter dem Belag und der Unterkonstruktionen habe ich einen Streifen mit Dachpappe getackert, damit das Holz bei Nässe nicht aufeinander liegt und so faulen kann. Das ist so eine Art Sperrschicht.

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das Geländer

den Rahmen ausgemessen
die Breite angezeichnet
die Teile der einzelnen Felder
zusammengesteckt und verleimt
das ausgeklinkte diagonale Kreuz (X)
Das X im Rahmen
die horizontalen- und vertikalen Streben im X

Das dauert am längsten. Ich will da so wenig wie möglich schrauben.
Also habe ich mir Rahmenhölzer 60 x 80 besorgt. Diese wurden per Hammer und Stechbeitel  gezapft . Das war wirklich sehr zeitaufwendig. Dazu habe ich mir mit dem Streichmass meine Bezugslinien angezeichnet, die dann per Handsäge zurecht gesägt und die benötigten Zapfenlöcher ausgestemmt. Wenn alles gepasst hat wurde es dann ineinander gesteckt und geprüft. Wenn das gut gepasst hat, dann wurden alle Verbindungen mit dem PU Holzleim bestrichen und die Verbindungen wieder zusammen geführt, gespannt und trocknen gelassen. (Version 1-Das Kreuz muss geschraubt werden, da habe ich keinen Nerv zum ausklinken.) 

V. 2.0 - es wurde nicht geschraubt, es wurde doch ausgeklinkt, ineinander gesteckt und auch verleimt.  Das ganze Geländer musste noch gestrichen werden. Anfangs habe ich jedes einzelne Feld gestrichen. Bei den Kreuzen habe ich dann von vornherein die Holzbalken gleich vor der weiteren Bearbeitung gestrichen. Das hat mir eine Menge Geduld/ Zeit ersparrt.
Die Kreuze werden noch weiter bearbeitet. Dazu wird um das diagonal eingesetzt Kreuz ein Rahmen in horizontaler und vertikaler Richtung laufen. Also hier waren wirklich viele Gehrungsschnitte gefragt, wobei es hier nicht auf eine exakte Übereinstimmung ankommt, da die Gehrungen sich nicht direkt berühren. Diese werden auf das Holz geleimt und zuvor passend ausgerichtet. 
Das Treppengeländer ist noch nicht zu 100 % fertig, es fehlt aber nur noch an der Füllung. Der Rahmen ist wie der Rest gezapft und verleimt. 

Als Deckbrett für den handlauf habe ich die selben Dielen genommen, die auch auf dem Boden verlegt wurden. NUr habe ich von der fein geriffelten Seite mittels E-Hobel dieses Brett auf der Oberseite ganz Glatt gehobelt. Somit ergibt sich auch ein schöner Kontrast zum Gesamtbild. 

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Feinschliff

Mit einem scharfen Stechbeitel wurden alle ausgetretenen Reste vom PU- Leim entfernt. PU- Holzleim ist wie eine Art Honig mit Bauschaumeigenschaften. Er ist so flüssig  wie Honig, quilt aber auf und wird nach dem Austrocknen extrem fest. Dazu ist dieser Wasserdicht und mir wurde von einem Tischler empfohlen, auf den PU- Lein zu wechseln und nicht mit normalen wasserfesten Weißleim arbeiten. 


Alle Fugen werden noch mit Acryl gefüllt und abgezogen und anschließend über gestrichen. Das mache ich vor allem zum Schutz aller Verbindungen, damit kein Wasser eindringen kann und das Holz nicht von innen fault. 

Im Boden habe ich LED Solarstrahler verbaut. Diese haben keine wirkliche Beleuchtungskraft, aber sie verleihen der Terrasse eine leichte Eleganz. Dazu habe ich mit einer Bohrkrone Löcher von 43 mm gebohrt und die LED-Strahler eingelassen. Das ganze ist so schön einfach, weil auch keine Stromanschlüsse benötigt werden.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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