"Der Spaßvogel", Spaßchallenge, Monat Juni

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Der hässlichste Vogel der Welt, oder......
Der Spaßvogel
Seitenaufnahme
Nahaufnahme
Die "Wenn-Kiste"
Geschenk mit "Wenn- Kiste" und Spaßvogel
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    4 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wie schon bekannt sein dürfte, wird hier im Bosch Forum, 1-2-do.com, jeden Monat eine Heimkerker- oder Spaßchallenge durchgeführt. Der Gewinner des letzten Monats darf 2 Gebrauchsgegenstände für den nächsten Monat auswählen.

Für den Monat Juni wurden ausgewählt:
Luftballon und
Bast.

Natürlich kann man auch noch andere Utensilien dazu benutzen oder aber auch nur einen der beiden genannten.

Ich habe mich für beide Gegenstände entschieden.
Von Beginn an, stand klar, dass ich einen Vogel basteln werde, nur hatte ich absolut keine Vorstellung, wie ich ihn fertigen, noch wie er letztendlich aussehen wird.
Es wird deshalb bei diesem Projekt keine Maßangaben noch sonstige Angaben wie:
Gewicht, Größe, Stärke und Dicke geben.
Ich habe mir bei jedem Schritt überlegt, wie und womit, es wohl weiter geht.
Die Materialien, die ich verwendet, habe findet ihr wie immer in der Materialliste.

Zu Beginn wollte ich das Projekt,
"Der hässlichste Vogel der Welt" nennen, aber mittlerweile ist daraus
"Der Spaßvogel" geworden.
Der Grund dafür ist ganz einfach.
Unser bester Freund hat Anfang August Geburtstag.
Auf der Holzplatte, auf dem seine Geschenke stehen, war noch Platz.
1 Geschenk ist eine
"Wenn-Kiste", in der sich lauter Sachen befinden, die man in bestimmten Situationen gebrauchen kann.
Einen "Spaßvogel" kann man z. B. dann gebrauchen, "Wenn man einmal traurig ist."
Aus diesem Grund hat er auch dieses Schildchen um den Hals.

Also lasst euch überraschen, so, wie ich es selbst immer wieder war, dass das Projekt nicht irgendwann gescheitert ist.
Ich hoffe mein Vogel gefällt euch und unseren Freund, aber er steckt solche Sachen eigentlich ganz gut weg.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Schere
  • Bleistift
  • Falzbein
  • Pinsel
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Materialliste
  • 2 x Luftballone | Gummi (rund, länglich)
  • Tonpapapier
  • Tonkarton
  • 2 x Styroporkugeln
  • 8 x Pfeiffenreiniger
  • Schnur
  • 2 x Wackelaugen
  • Acrylfarben, verschiedene
  • Kleber, verschiedene
  • Bast
  • Küchenkrepp
  • Kontaktkleber

Los geht's - Schritt für Schritt

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lasst uns beginnen

Aufgeblasene Luftballone
x. Versuch zu kleben
aufgeklebter, sehr wackeliger Kopf
zusammenkleben der Mundstücke

Angefangen hat es mit den Vorgaben von @mit. 
Er hat uns mit seinen beiden Vorgaben Luftballon und Bast herausgefordert. 

Luftballons und Bast gehören immer zu meinen Fundus.
Sowas benötigt man, wenn man bastelt, einfach immer wieder einmal.
Als ich nachgesehen habe wurde ich auch fündig.
Ich hatte 2 Luballons in der gleichen Farbe, einmal länglich und einen rund.
Den runden benötigte ich für den Körper des Vogels und den länglichen für den Kopf.

Mit einem Gerät, mit dem man Ballons aufpumpen kann, habe ich beide aufgepumpt.
Den länglichen habe ich nicht ganz voll mit Luft gefüllt. 
Er sollte oben auf dem runden Ballon geklebt werden.
Ich weiß nicht wie oft und mit welchem Kleber ich es immer und immer wieder versucht habe. Ich bin fast verzweifelt, denn selbst mit Kleber, der angeblich Gummi klebt, hat es nicht gehalten.
Das scheint aber kein Problem meinerseits gewesen zu sein, denn es kam auch eine Anfrage im Forum, womit man Gummi auf Holz kleben kann.
Zum Schluß habe ich es mit Kontaktkleber versucht.
Ich habe zuerst einen schmalen Streifen Tonpapier auf den Körper geklebt, der musste natürlich erst fest werden und auf den Tonkarton wurde dann der Kopf aufgeklebt.
Dabei habe ich versucht, um das Ganze etwas zu stabilisieren, beide Enden der Ballone, also die Mundstücken, miteinander zu verkleben, was mir letztendlich, mit viel Geduld und Zeit, auch gelungen ist.
Der Grundkörper war soweit fertig.

Aber wie weiter?

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Ein Vogel braucht einen Schnabel

aufgezeichneter Schnabel
Schnabel doppelt ausgeschnitten
anzeichnen eines Halbkreises für die Augenpartie
Schnabel mit Augenpartie
angeklebter, in der Mitte geteilter Halbkreis
der angeklebte Schnabel

Was jetzt aus Pappe und Tonkarton verarbeitet wurde, habe ich alles, den Vorgaben des Körpers angepasst, das heißt, es wurde so geschnitten, dass es in Relation zu dem Körpers stand.

Ich habe 2x einen spitzen Schnabel aus Tonpapier ausgeschnitten.
1x habe ich an den Seiten einen halben cm zugegeben. Das 2. Teil konnte ich ohne Zugabe schneiden.
Dieser Schnabel musste, nach meinen Vorstellungen, unterhalb der Augen angeklebt werden.
Für die Augen habe ich mithilfe einer Angelschnur Rolle, die von der Größe her die Augenpartie bilden konnte, 2 Halbkreise ausgeschnitten. Diese habe ich in der Mitte geteilt. So habe ich 4 Viertelkreise erhalten, von denen ich jeweils wieder 2 zusammengeklebt habe.
Unten am Kreis habe ich, mithilfe des Falzbeins, ebenfalls 1/2 cm als Klebekante gefalzt. Diesen 1/2 cm habe ich nach hinten geschlagen und auf die Zugabe des Schnabels aufgeklebt.
Über den 1. Schnabel ohne Zugabe habe ich mittels Holzleim den 2. Schnabel, mit Zugabe, geklebt. Die Zugabe wurde um den 1., nach unten, herumgelegt. So bekam ich etwas Stabilität in den Schnabel.

Um den Schnabel auf den länglichen Luftballon zu kleben, habe ich wieder einen Streifen Tonpapier darauf geklebt. Es dauerte wieder eine ganze Zeit, bis der Kontaktkleber einigermaßen fest war. Dann konnte ich den Schnabel mit Augenansatz darauf befestigen.

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die Augen

Wackelaugen angebracht
1. Verbreiterung des Schnabels
2. Verbreiterung des Schnabels
von unten an spitzen Schnabel angeklebt
Papier zur Stabilisierung des Kopfes

Die Augen spielen natürlich bei einem Vogel eine große Rolle.
Zuerst habe ich auf die Augenpartie, die ja am Schnabel befestigt war, große Wackelaugen aufgeklebt. Damit sah der Vogel aber immer noch zu brav aus. Ich habe überlegt, womit ich ihm ein paar richtige Glupschaugen verpassen könnte. Dabei sind mir im Bastelschrank Styroporkugeln in die Hände gefallen.
Genau, wenn ich die in der Mitte teile und von vorne und hinten, oben über die Wackelaugen kleben würde, wären die Glupschaugen gerade richtig.

Dabei habe ich bemerkt, dass der Schnabel ziemlich mickrig wirkt, aber was sollte ich machen?
Nach einer kleinen Denkpause, kam mir am nächsten Tag die Idee, den Schnabel zu verbreitern.
Dafür habe ich 2 Ovale, in der Länge des Schnabels aufgezeichnet, ausgeschnitten und in der Länge geteilt.
Unterhalb des schon aufgeklebten Schnabels konnte ich rechts und links je 2 zusammengeklebte Teile schieben und ankleben.
Die Spitze des oberen Schnabels, die etwas überstand, habe ich um die Verbreiterung, nach unten geklebt.
Jetzt sah das Ganze schon etwas besser aus.
Der Kopf saß aber insgesamt sehr instabil auf dem Körper.
Aus diesem Grund habe ich einen Streifen Transparentpapier, der im Papierfach lag, um den Hals geklebt.
Der Streifen war ca. 2 cm breit und lag mit den Kanten unten auf dem Körper und oben stieß er am Kopf an.
Das hat tatsächlich bewirkt, dass sich der Kopf nicht mehr so hin und her bewegte.

Zwischenzeitlich habe ich immer wieder darüber nachgedacht, woraus ich die Beine machen könnte, denn das wäre der nächste Schritt.

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Beine, Augen, Schnabel

Pfeiffenreiniger als Beine
mit Schnur umwickeln
ankleben der Styroporkugeln
Halskrause

Im Bastelschrank waren Pfeifenreiniger, die ich einmal gekauft hatte. Wenn ich davon jeweils 4 davon für ein Bein nehmen würde, müsste es eigentlich funktionieren. So habe ich die Reiniger zusammen gedreht, etwas hin- und hergebogen und schließlich mit Schnur umwickelt.
Nach oben hin habe ich die Beine etwas stärker mit Schnur umwickelt, da die Schenkelchen nach oben dicker werden.
Zuvor habe ich, um die Reiniger, Stücken von einer Elastikbinde gewickelt und mit Heißkleber verklebt. Die Krallen habe ich dabei ausgelassen und nur mit Schnur umwickelt.
Die mit Schnur umwickelten Schenkel ließen sich gut am Ballon festkleben. Ich hatte sie so gebogen, dass es aussieht, als ob der Vogel sitzen würde.

Die zerschnittenen Styroporkugeln habe ich mit Kontaktkleber von vorne und hinten über die Wackelaugen geklebt. Jetzt sahen die Augen, für mich, doch schon etwas besser aus.

Die Beine und Glupschaugen waren angeklebt.
Der Kopf wackelte nicht mehr so hin und her, aber mir ist aufgefallen, dass dieser doch ziemlich doof aussieht, wenn das Stück vom Luftballon, welches nicht aufgeblasen, zu sehen war.
Aber wie sollte ich das Stück weg bekommen? Es konnte nur mit Tonpapier zugeklebt werden. Dabei musste aber eine Art Rundung, wie sie jetzt der Ballon hatte herauskommen und es musste vom Hals bis zum Schnabel reichen. Zuerst schnitt ich ein Dreieck in ein Stück Tonkarton. Dabei bekam ich aber keine Wölbung. So habe ich mich immer weiter vorgetastet, bis ich bei einem U-förmigen Stück Papier angekommen bin. Dieses konnte ich über dem Transparentpapier einschieben, nach oben biegen und mit der Verbreiterung des Schnabels verkleben. Damit das Papier am Schnabel festhielt, benötigte ich einige Klammern, die ich rings um den Schnabel befestigen musste.

Damit man den Streifen Transparentpapier nicht sehen konnte, habe ich noch 2 Streifen Tonpapier, als Halskrause zurechtgeschnitten und darüber geklebt.
Das tat der Stabilität des Kopfes ziemlich gut.

Von vorne sah der Kopf schon mal gar nicht so schlecht aus, aber am Hinterkopf klaffte noch ein großes Loch, welches noch zu stopfen war.
Meine Güte, ich hatte es mir nicht so zeitaufwendig vorgestellt.

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restliche Arbeiten

Loch am Hinterkopf
gefüllt mit Küchenkrepp
Zuschnitt Hinterkopf
Zunge
alles verklebt
Toubet fertigen
Vogel mit Kamm auf dem Kopf
mit Acrylfarbe gestrichen
fertiger Vogel
Das Geburtstagsgeschenk mit Spaßvogel

Als Nächstes musste ich mich um das Loch am Hinterkopf kümmern. Dieses musste mit irgend etwas gefüllt werden.
Zuerst dachte ich an Schaumstoff, aber dann bin ich auf Küchenkrepp umgestiegen. Es wurde etwas zusammengeknüllt und der Form des Hinterkopfes angepasst. Um das Loch zu schließen habe ich aus Tonpapier ein Stück ausgeschnitten, über das Loch gelegt und die Rundung angezeichnet. Mit dem Falzbein bin ich die Rundung nochmals nachgefahren. Das überstehende Papier habe ich bis zur Rundung eingeschnitten und noch etwas gekürzt, damit es sich in den Hinterkopf schieben ließ.

Für die Zunge habe ich einfach einen Streifen vom Tonpapier geschnitten, 4x gefaltet und zusammengeklebt. Zum Schluss wurde die Zunge mit der Spitze des Schnabels verbunden.

Nun fehlte nur noch das Haarteil, mit dem Bast. Dafür habe ich Löcher in einen Streifen Tonpapier gestochen und in jedes Loch von oben nach unten ein paar Stücken Bast geschoben. Diesen habe ich an der Unterseite des Streifens verklebt.
Den Streifen habe ich mit Holzleim hinter den Augen befestigt.

Beinahe hätte ich den Kamm, auf dem Kopf vergessen.
Auch diesen habe ich nach Gefühl gezeichnet, ausgeschnitten und aufgeklebt.

Soweit war der Vogel fertig. Was geklebt werden musste war geklebt.

Eine andere Farbe würde ihm noch guttun. So habe ich mit Titanweißer Acrylfarbe den Körper und den Kopf gestrichen. Das Orange der Ballons scheint noch etwas durch, was ich aber nicht so schlimm finde.
Damit er nicht so eintönig aussah, habe ich ihm noch braune Punkte verpasst.
Den Schnabel und die Zunge habe ich farblich so lange verändert, bis sie mir zugesagt haben.

Nun steht mein ehemals hässlichster Vogel auf einer Platte aus Holz, die ich mit Geschenkpapier bezogen habe und es wurde im Rahmen der Anpassung ein Spaßvogel daraus geworden.

Wie zu Beginn geschrieben gab es weder einen ordentlichen Plan, noch eine Zeichnung. Es hat sich alles nach und nach entwickelt und ist irgendwie ein Selbstläufer geworden.

Ich hoffe trotzdem, dass mein Projekt euch etwas gefallen hat.
Ich freue mich über eure Kommentare, aber genau so über Anregungen.
Man lernt nie aus und ich bin immer bereit,  dazu zu lernen.


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