Der etwas andere Nistkasten

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Im Einsatz
"Bewohnt" !!!
Mein neuer Nistkasten
Draufsicht mit Zapfenverbindung(Schwarz abgesetzt)
ohne Farbe
Das Original
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Ich hol mal etwas weiter aus...
In meinem Studium der Geodäsie(Vermessung) habe ich in der ansässigen geodätischen Werkstatt gejobbt. Zum Abschied habe ich dann ein altes ausrangiertes Stativ geschenkt bekommen. Man muss dazu sagen, dass die Stativbeine jeweils über 3m lang und  in der Länge nicht variabel sind.
Ich hatte also die Idee, dieses Stativ irgendwann in meinen zukünftigen Garten zu stellen um es da dann zuranken zu lassen. Aber es fehlte natürlich noch ein Theodolit der da oben drauf thront :)
Also plante ich den Nachbau eines Leica TCRA 1103(4. und 5.Bild) und um den ganzen noch eine Funktion zugeben, als Nistkasten.
Der Garten ist da - auf gehts...

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • Holzplatte | Fichte (40*100cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Rückseite
Vorderseite
Seitenansicht

Das ganze erst mal in Sketchup gezeichnet. Als "Einflugloch" sollte das Objektiv(Bild 2) dienen. Das Okular(Bild 1) ist lediglich Attrappe.
Ebenso sind die Drehschalter an den beiden Seiten, sowie das Bedienfeld  auf Vorder- und Hinterseite( In der Seitenansicht zu erkennen) lediglich aufgesetzt und haben keinerlei Funktion.
Der Boden ist als Einschubboden geplant um den Nistkasten auch mal sauber machen zu können.

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Materialauswahl

Fichte 18mm
Altes Tischbein

Als Grundmaterial wählte ich Fichte 18mm. Für den runden Tragegriff kam ein Reststück Buche Leimholz. Für die runden "Applikationen" musste ein altes Rundholz aus Buche herhalten(War mal ein Schreibtischbein) - Durchmesser 4cm.

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Seitenelemente

Seitenteile
Schrägen mit 15° Gehrung oben und unten
Seitliche Applikationen

um mal aufs Zeitmanagement sprechen zu kommen. Ich kam gerade von meinem Holzdealer wegen dem Fichtenholz und 100m vor meinem Haus kommt der Postbote mir entgegen, hält an, kurbelt das Fenster runter und sagt mir, dass er das Paket bei meinen Nachbarn abgegeben hat- meine neue Tauchsäge!!!  :) Die brauchte ich nämlich für dieses Projekt. Nur so als Anekdote vorweg...

Nachdem ich die neue Säge justiert und die Führungsschiene zugeschnitten hatte machte ich mich wieder an mein Projekt.
Ich legte den Winkel für die Seitenteile auf 15° fest. Somit mussten auch die Frontzuschnitte eine Gehrung von 15° aufweisen. Der Winkel setzt sich im gesamten Projekt fort. Die Rundungen und Schrägen wurden mit der Stichsäge ausgesägt. Ebenso die seitlichen Applikationen.

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Einflugloch oder auch das "Objektiv" und das "Okular"

Fixiert um die Schrauben setzen zu können
Loch in der Schräge
Einflugloch
Innenkanten abgerundet
Objektiv(Links) und Okular(Rechts)
Perspektive

Hierzu habe ich mit der Japansäge ( auch just vor ner Woche neu bekommen) die Holzstück auf Maß gebracht. Zusätzlich wurden die Seitenwände mit dem Frästisch auf 1cm Dicke gebracht, damit der Kasten noch halbwegs dem Original entspricht aber die Vögel trotzdem genug Platz beim "Betreten" des Nistkasten haben. Die Schrauben werden alle versenkt Dann mit dem Bohrständer  und einem 35mm Lochbohrer das Loch gebohrt und die Kanten mit dem Frästisch abgerundet. Zusätzlich wurde noch ein Ring(von einem alten Tischbein) um das Loch aufgesetzt um die Illusion des Tachymeters perfekt zu machen.Hierbie habe ich mir mit der Schraubzwinge gearbeitet um das kleine Werkstück vernünftig und sicher halten zu können.
Den Ring dann auf das Loch geleimt und alles zusammengesetzt und geschraubt. Das Okular wurde ähnlich gemacht nur ohne Funktion und kein "Durchgang" zum Nistkasten.

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Bedienfeld

"Bedienfeld" für Vorder- und Rückseite

Hierfür nutze ich die Reststücke aus den Seitenteilen. Diese wiesen bereits den richtigen Winkel auf und ich kürzte sie nur noch und fügte noch Deckel und Front hinzu. Das ganze Zweimal. Diese wurden dann mit kleinen Nägeln bei denen ich den Kopf abgekappt habe und Leim auf die Seitenteile angebracht.

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Boden

Nut eingefräst
Boden mit seitliche Feder und Griff zum rausziehen

Mit Hilfe des Frästisch zwei Nuten in die Seitenwände gefräst. Ebenso in den Boden zwei passende Federn. Dann noch einen "Griff" an die Front geschraubt und der ist auch fertig.

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Zusammenbau

Alle Teile zusammengeschraubt, genagelt und geleimt- je nach Möglichkeit. Die Bereiche der Hauptteile wurden ausnahmslos geschraubt, da Leim nicht wirklich für die Vögel geeignet ist.
Daraufhin die Schraublöcher mit Holzkit abgedeckt.
Der Griff wurde aus einem Reststück Buche-Leimholz gemacht. Hierzu habe ich an beiden Seiten jeweils einen Zapfen gesägt und sie dann in die Seitenteile eingelassen- klappte besser als erwartet- klappte so gut, dass ich weder Schrauben, noch Nägel oder Leim benötigte. Dann den Griff noch mit dem Stecheisen in Form gebracht.

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Farbe...

Das Original
Abkleben...
Abkleben... ich hasse es...
Einflugloch
"Okular"
Draufsicht
Zapfenverbindung

Es ist manchmal ein Vorteil wenn der Vater in DER deutschen Firma für Holzschutzfarbe, Lasuren und Lacke arbeitet. Somit habe ich mit Hilfe des Originalmessgeräts(Mit dem arbeite ich jeden Tag) und einer RAL-Tafel die Farbe bestimmt und mir die dann von der Firma anmischen lassen - RAL 6021 Blassgrün. Meine Kollegen haben doch etwas verwirrt geschaut :)

Beim Tachymeter ist das Messfernrohr frei beweglich. Um dies auch beim Nistkasten anzudeuten habe ich die beiden "Kästen" schwarz abgesetzt.Ebenso auch die Zapfen des "Griffes".

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Das Stativ

Vielleicht doch ein "bizzerli" groß
gekürzt...
Jetzt besser

Als das Stativ dann im Garten stand wirkte es doch arg groß. Mein Garten ist halt nicht so groß. Also kurzerhand gekürzt. Jetzt sieht´s gut aus!

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Abrechnung und Feedback

Holz: ca. 8€
Farbe: schwer zu sagen- 750ml kosten 7€ hab vlt. gerade mal 25ml gebraucht.

sagen wir für alles zusammen 10€ mit Schrauben und so...

Alles in allem hat mir dieses Projekt sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte neues Werkzeug ausprobieren( Tauchsäge, Japansäge, und das Testgerät IXO V)
Außerdem habe ich sehr viel positive Resonanz von meinen Freunden und vor allem Arbeitskollegen erhalten.

Das ganze ist auch durch die freundliche Genehmigung der Firma Leica Geosystems für Namens- und Bildrechte abgesegnet.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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