"Der Enkel freut sich", Nr.1 - Lastwagen

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Nur für schwere Güter ...
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Mein Ziel war es, einen möglichst stabilen und bespielbaren Lkw für meinen Enkel zu bauen. Auch wollte ich die farbliche Akzentuierung lediglich durch unterschiedliche Holzsorten schaffen und auf jegliche Metallbeschläge verzichten. Am Ende waren dann sechs verschiedene Hölzer verbaut, natürlich in sehr unterschiedlichen Mengen.
Das Projekt stammt aus meiner Zeit "vor 1-2-do", daher kann ich leider keine Fotos aus der Bauphase zeigen. Ich werde aber versuchen, dies durch Detailaufnahmen des fertigen Lkws und entsprechende Beschreibungen etwas auszugleichen.
Die Maße haben sich aus der Größe der Bodenplatte und der Räder mehr oder weniger ergeben. Wer also etwas Ähnliches bauen will, kann sich ganz entspannt am Zollstock entlang treiben lassen.
Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass ich sehr gerne "mit den Augen stehle". Das Netz ist voll von Bauanleitungen, die nur darauf warten, "verbessert" zu werden ...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTS 10 T  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • PSB 750 RCE  - Bohrmaschine (elektrisch)
  • AXT 25 D  - Häcksler (elektrisch)
  • Schlagbohrmaschine,  GSB 21-2 RE
  • Bandschleifer,  GBS 75 AE
  • Akku-Bohrschrauber
  • Stichsäge
  • Oberfräse
  • Multifunktionswerkzeug
  • Allzwecksauger
  • Oberfräse als Tischfräse
  • Hammer
  • Schlüsselfeilen
  • Polierbürste
  • Topfsäge 72 mm
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Materialliste
  • 3 x Basisbretter | Buche (40*20 cm)
  • 1 x Brett für Räderrohlinge | Buche (120*9 cm)
  • 2 x Längsseite Kippmulde | Robinie (30*9 cm)
  • 2 x Schmalseite Kippmulde | Robinie (15,5*9 cm)
  • 1 x Boden Kippmulde | Robinie (26*15,5 cm)
  • 2 x Auflage Mulde | Buche (30*1,5*1,5 cm)
  • 2 x hintere Drehvorrichtung | Palisander (8*3,5 cm)
  • 2 x Türen Fahrerhaus | Paulownia (21*10,5 cm)
  • 1 x Rückwand Fahrerhaus | Paulownia (23*19 cm)
  • 1 x Vorderfront | Jarrah (19,5*8 cm)
  • 1 x Dach | Buche (24*11 cm)
  • 1 x Sitzbank | Paulownia (19,5*6,5 cm)
  • 2 x Rückenlehne | Paulownia (8*6 cm)
  • 1 x vordere Stoßstange | Grenadill (23*2,5*0,5 cm)
  • 1 x hintere Stoßstange | Grenadill (21,5*2*1 cm)
  • 1 x Leiste für Radkappenrohlinge | Grenadill (20*3*0,5 cm)
  • 1 x Zierleiste Führerhaus Rückwand | Palisander (23*0,5*0,5 cm)
  • 1 x Rundstab 6 mm | Buche
  • 1 x Rundstab 8 mm | Buche
  • 1 x Kugel 2,5 cm | Buche
  • 1 x Leiste Kühlergrill | Grenadill (22*0,5*0,5 cm)
  • 2 x Lampenplatinen | Buche (4 cm )
  • 4 x Platinen | Buche (0,5 cm)
  • Kleinkram | Palisander
  • Holzleim
  • Politur auf Wachsbasis

Los geht's - Schritt für Schritt

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Räder und Bodenplatte

Doppelachse hinten
Bodenplatte von unten

Auf einem guten Fundament lässt sich so manches aufbauen. Daher wähle ich dafür Buche-Leimholz in der Stärke 18 mm.

 Für die Räder säge ich mit einer 72mm-Lochsäge im Bohrständer zwölf Scheiben und verleime jeweils zwei aufeinander - so, das wären nun die Rohlinge. Diese werden mittels des senkrecht aufgebauten Bandschleifers freihändig geglättet. Vorsicht Otto, die Fingernägel!

 Anschließend erhalten alle Sechs eine 8mm-Bohrung, wobei es sich lohnt, die Mitte zu treffen.

 Auf der Tischfräse wird den Rädern mittels eines Abrundfräsers eine gefällige Kante verpasst. Auch dies freihändig - bringt etwas Spannung ins Rentnerleben ...

Drei Buchenstäbe (8mm) werden als Achsen erkoren, entsprechend abgelängt und eingeleimt, sodass sich außen ein Überstand von 4mm ergibt. Diese Überstände erhalten zum guten Schluss eine runde Halskrause aus Grenadill - und damit haben wir den ersten farblichen Akzent.

Drei Buchenplatten (40*20 cm) werden für die Bodenplatte aufeinander verleimt. Dann werden mit einer Oszillationssäge und einem frisch geschärften Stechbeitel die Radkästen entsprechend der Radgröße gesägt und gestochen. Die Vertiefungen messen in der Tiefe lediglich 1,5 cm, damit die Räder seitlich überstehen. Das sieht einfach bulliger aus.

Nun könnte ich die drei Achsen auf der Bodenplatte festschrauben (Siehe Bild 2), mache ich aber nicht, denn ohne Räder ist ein besseres Arbeiten.


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Ladefläche und Kippvorrichtung

Abladen!
Hier dreht sich alles ums Abladen
Du bist meine Stütze
Auch ein schöner Rücken ...

Aus 18mm-Robinienleimholz säge ich je zwei Brettchen von 30*9 und 15,5*9 cm sowie den Boden von 26*15,5 cm. Drei der Brettchen und der Boden werden stumpf verleimt. Vorher erhalten sie aber die Bohrungen für die Kippvorrichtung: 6mm für Ladeklappe und hintere Aufhängung, ebenso 6mm für die vordere Drehvorrichtung.

Man kann sich aber nicht drehen, wenn es an Platz gebricht. Das kann man drehen und wenden, wie man will ... also werden auf die Bodenplatte zwei 1,5*1,5cm-Buchenleisten geleimt, die am hinteren Ende nach außen in 45° abgeschrägt sind. So kann sich später die Ladefläche elegant um diese Kante winden. Zum Glück ist mir dies noch eingefallen, bevor ich alles zusammen leimte (Siehe Bild 1 u. 4).

Die mit der Oszillationssäge (übrigens die beste Anschaffung in diesem Jahr) aus Palisander gesägten und entsprechend gebohrten hinteren Aufhängungen der Kippmulde werden angeleimt.
(Siehe Bild 2 )

Die Unterseite der Ladefläche erhält auf der TKS zwei Längsschnitte, das Material dazwischen wird ausgestemmt. Dadurch entsteht eine Fuge, in die sich die Stütze der Ladefläche legen kann, wenn diese unten ist (Siehe Bild 3 ; als dunkler Strich erkennbar).

Nun folgt ein wenig Fummelei. Der als Stütze vorgesehene 8mm-Buchenstab wird so abgelängt, dass er sich gerade noch über die Bodenplatte schwenken lässt, wenn abgeladen werden soll. Außerdem erhält er am oberen Ende eine 6mm-Bohrung, durch die der in das vordere Loch eingeführte Stab geschoben und eingeleimt wird. Auf das äußere Ende wird eine halb durchbohrte Buchenkugel geleimt.

Jetzt fehlt noch Achtern. Also flugs Heckklappe und hintere/obere Aufhängung eingeleimt ... und zwar drehbar, sonst ist es nichts mit dem Abkippen.

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Führerhaus und allerlei Schmuckwerk

Jetzt darf es auch regnen
Da schauste ...
Bitte, Platz zu nehmen

Gut und schön, aber wo sollen Fahrer und Beifahrer sitzen?

Aus Paulownia-Leimholz (18mm) werden die Einzelteile des Führerhauses auf der TKS gesägt. Dieses Holz wird wegen Gewichtsproblemen gewählt (Nicht des Heimwerkers, sondern des Lkws! Obwohl ...) und miteinander verleimt (Siehe Bild 1). Die Maße finden sich in der Materialliste.

Beim Aussägen der Fenster in den Türen und der Rückwand kommt wieder meine neue Lieblingssäge zum Einsatz
 
Die Zierleiste am hinteren, oberen Ende des Führerhauses (Siehe Bild 4) und die Warnleuchten am vorderen Rand des Daches (Siehe Bild 1) sind aus Palisander.

Die rötliche Front besteht aus Jerrah, einem australischen Hartholz aus der Eukalyptusfamilie, das ich vor Jahren aus einem dortigen Weidepfahl gesägt habe. So können die Termiten wenigstens der Front nichts anhaben ... (Siehe Bild 2)

Um die Bandscheiben zu schonen, bekommen die Insassen eine Sitzbank und bequeme Rückenlehnen spendiert (Siehe Bild 3).

Was fehlt noch zu einem anständigen LKW? Stoßstangen, Kühlergrill, Armaturenbrett und Beleuchtung. Aus Palisander, Grenadill und Buche geht das flott und "frei Schnauze"von der Hand, und das Ergebnis schaut recht treuherzig drein.

Zum Abschluss werden nun die Achsen an die Bodenplatte geschraubt. Vorbohren und Senken versteht sich.

Mit einer Politur auf Bienenwachsbasis wird alles eingerieben und am nächsten Tag mit einer Polierbürste geschenkfertig gemacht.

Der Enkel freut sich!





Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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