Damals der Zeit voraus und heute wieder Modern, Büro Drehstuhl aus Alt mach Neu

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    125 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Passend zu einem Möbel das ich parallel gebaut habe wollte ich einen Drehstuhl fertigen. Das Möbel war ein Sekretär im Stil der 50er Jahre. Der Stuhl sollte aber nicht komplett neu gebaut werden, also musste eine alte Grundlage her um diese neu aufbauen zu können.

Der Stuhl war nach langer Suche gefunden, ich muss sagen er war in einem bemerkenswert guten Zustand. Um 30€ gebraucht hab ich ihn im Internet gefunden. Hersteller war die Firma Wiesner Hager Mod. Austro Sessel ein alter Klassiker um die Jahre 1930-1950.
Gebaut habe ich die Möbel alle zwischen Mai und Juni

Dem Ein oder Anderen wird dieses Projekt bestimmt gefallen. Bedanken möchte ich mich bei allen fürs reinschauen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Tischbohrmaschine
  • Hobel
  • Oberfräse
  • Winkelmesser
  • Formatkreissäge
  • Abrichthobel
  • Lackierkammer
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Materialliste
  • 1 x Sessel | gebrauchter Sessel (450x450x450mm)
  • 2 x Pfosten | euro Kirschbaum (4500x350x50mm)
  • 1 x Sitzplatte | Birkensperrholz (500x500x12)
  • 16 x Rundkopframpamuffen | Rundkopframpamuffen (12mm)
  • 1 x Leim
  • 1 x Schleifpapier
  • 1 x Spraydose | schwarz
  • 1 x M6 | Gewindestange (L= 1000mm)
  • 2 x Furneier | euro Kirschbaum (500x500mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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zerlgen, Holzliste schreiben, Zuschnitt Massivholz

angefangen habe ich mit dem Zerlegen. Die Einzelteile hatte ich schnell vor mir liegen und so konnte ich eine genaue Holzliste schreiben. Das Metallgestell habe ich ebenfalls zerlegt und durchgesehen ob diverse Teile erneuert werden müssen.

Im Anschluss habe ich mit dem Massivholzzuschnitt begonnen. Leider sind bis zum Schritt Sitzplatte fertigen die Fotos nicht mehr vorhanden.
Das Massivholz euro Kirschbaum habe ich mir von einem örtlichen Holzhändler geholt der zertifizierte Ware vertreibt. Abgerichtet und ausgehobelt ging es weiter mit der Sitzplatte. diese habe ich aus Birkensperrholz 12mm zugeschnitten. Das Furnier dafür habe ich ebenfalls von einem örtlichen Furnierhändler gekauft. Wenn man Plattenmaterial verwendet das eine Deckschicht aus Furnier oder Massivholz aufweist ist es wichtig diese beim Furnieren abzusperren. Sprich das Furnier quer zur unteren Lage auflegt.

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Stützholz und Rahmen für Sitzfläche

Die alte Sitzfläche war nicht wirklich gleichmäßig symmetrisch gefertigt. Es fehlten auf einer Seite ca. 4cm im Bogen. So wie es eben früher war. Ich wollte das die neue Sitzfläche einen einem symmetrischen Bogen verläuft, so habe ich mir die alte Platte auf eine Spanplatte aufgerissen und mir den Bogen der mir besser gefiel ausgesucht und ihn gespiegelt. Auf Basis des neuen Umrisses habe ich den Rahmen für die Sitzfläche zugeschnitten. der hintere Bogen wurde auf Gehrung geschnitten und die Gerade vorne haben ich mit Schlitz und Zapfen ausgeführt. Das Stützholz dass die Lehne trägt habe ich überplattet und ebenfalls verleimt. Nun konnte ich die neu furnierte Sitzplatte auf den Rahmen leimen. Die Schablone habe ich ausgeschnitten und auf den verleimten Rahmen mit Sitzplatte übertragen. So konnte ich die Rundung perfekt ausführen und verschleifen. Seitlich und unten habe ich eine kleine Rundung aufgefräst. Vorne oben wurde es ein 25mm Radius.

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Füsse

Die Form der vier Füsse habe ich auf die neu abgerichteten Kirschholzteile übertragen. Zuerst habe eich den Winkel der Fläche mit der die Füsse am Gestell anliegen geschnitten. Diese Fläche gehörte mit einer Hohlkehle versehen. Da es jedoch keinen passenden Fräser mit dem Radius gab habe ich die Füsse schräg über die Kreissäge geschoben. Im Anschluss konnte ich die Form ausschneiden und aufs Maß schleifen. Die Löcher für die Rundkopf Rampamuffen bohrte ich noch an der Ständerbohrmaschine. Rundum habe ich noch eine kleine Rundung und unten eine Fase aufgefräst.

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Lehne

um die Form der Lehne ausarbeiten zu können musste ich vorab zwei Massivholzteile in der Dicke verleimen. Nach dem trocknen konnte ich die alte Lehne auf den Kirschholzblock aufstellen und den Bogen übertragen. Die alte Lehne wurde damals unter heißen Dampf in Form gepresst. Diese Arbeit wollte ich mir so ersparen. Den Bogen sägte ich mit der Bandsäge aus, an der Kantenschleifmaschine habe ich die endgültige Form angeschliffen. Um wieder die Optik der durchgehenden Holzoberfläche zu erhalten habe ich den Massivholzbogen furniert. Da mir keine Vakuumpresse zur Verfügung stand haben ich einen dicken Block aus Weichfaserplatten hergestellt. den habe ich im Bogen aufgetrennt und schon hatte ich eine Schablone aufpressen des Furniers. Die Lehne habe ich ebenfalls mit einer kleinen Rundung versehen.

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Gestell

Das alte Gestell habe ich wie geschrieben zerlegt und Durchgesehen.

Alle Teile waren vorhanden und funktionierten noch einwandfrei.
Lediglich die Schmierung wurde Säule und Dämpferfeder über die Jahre vernachlässigt.
Die Farbe, ein altes dreckiges Beige habe ich mit der Hand komplett angeschliffen. Hier wollte ich bewusst die Oberflächenstruktur mit samt den Dellen und Kratzern erhalten. Die beweglichen Teile die nicht zerlegbar waren habe ich abgeklebt und die Oberflächen gereinigt.
Lackiert habe ich alles mit Acryllack matt schwarz. Dies passt jetzt perfekt zu den Schwarzstahlteilen am Sekretär. Nach dem Lackieren habe ich alle Teile nochmals gereinigt und abgeschmiert was geschmiert gehörte.

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Zusammenbau

Die Holzteile habe ich allesamt mit PUR Klarlack lackiert. Normal nimmt man bei Kirschbaum einen Lack der leicht bis seidenmatt glänzt und das Holz extra anfeuert sowie die Struktur und Maserung hervorhebt. Ich wollte bewusst einen matten Lack (Naturholzeffetkt) mit Glanzgrad 5 der nicht so anfeuert. Es soll eher ein natürlicher Look entstehen der auch zum Schwarzstahl passt. Zusammen gebaut sind die paar Elemente relativ schnell. Die Muffen halten die Beine, Das Stützholz die Sitzplatte und die Lehne.

Wo es ging habe ich auch wieder die alten Schrauben schwarz lackiert und wieder verwendet.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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