Carport für Fahrräder Ausbaustufe 1

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Ergebnis Ausbaustufe 1
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    400 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Mein erstes größeres Projekt ist ein Carport für Fahrräder. Quasi ein Bikeport. Die Grundmaße betragen 2 Meter in der Breite und 3 Meter in der Länge wenn man von der Straße schaut. Die Fahrräder werden jedoch von der langen Seite in den Carport gestellt. Den Plan dazu habe ich komplett selbst erstellt. Die Statik ist pi*Daumen, daher übernehme ich keine Gewährleistung beim Nachbau :-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 1000 PEL  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elekt
  • GSR 10,8 2 Li mit Bohrfutter Professional
  • Einhandzwingen
  • Gummihammer
  • Wasserwaage
  • Pfostenwaage (postlevel)
  • Einen Helfer
  • Erdbohrer 20cm Durchmesser
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Materialliste
  • 7 x Sparren | Konstruktionsvollholz (60x40mm x 2,5m)
  • 2 x Pfetten | Kiefer KDI (160x60mm x 4m)
  • 2 x Pfosten | Kiefer KDI (90x90mm x 2,4m)
  • 2 x Pfosten | Kiefer KDI (90x90mm x 2,1m)
  • 14 x Spax hi.force (6x120)
  • 4 x H-Anker | Feuerverzinkt (91x600mm)
  • 4 x Befestigungssatz für H-Anker
  • 4 x Schrauben plus 2 U-Scheiben (M10x130mm)
  • 6 x Säcke | Ruck-Zuck-Beton
  • 250 x Wellplattenschrauben | Edelstahl mit Dichtung
  • 250 x Abstandhalter für Wellplatten | Kunststoff
  • 6 x Wellplatten | PVC Transparent (80x200cm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Als Erstes habe ich mir über ca. ein Jahr Gedanken gemacht wie es später aussehen soll. Ich habe viel gemessen und noch mehr in Sketchup gezeichnet. Bis am Ende dann ein fertiger Plan stand.


Bilder des Plans folgen.

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H-Anker einbetonieren

Für die H-Anker habe ich mit meinem Fiskars Erdbohrer Löcher mit 20cm Durchmesser und ca. 70cm Tiefe gebohrt. Danach habe ich die Anker mit Hilfe von Papplatten in die Löcher gehängt und dann mittels Wasserwaage ausgerichtet. Geachten sollte man hierbei, dass die Wangen der Anker oft nach Innen geneigt sind, Abhilfe schafft hier ein passendes Holz zum spreizen. Zum Befüllen der Löcher habe ich Ruck-Zuck-Beton angerührt und vorsichtig eingefüllt. Danach sollte man nochmals den korrekten Sitz der Träger überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.

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Pfosten setzen

Die stehenden Pfosten

Nach dem der Beton eine Woche ausgehärtet war, habe ich mit dem Setzen der Pfosten begonnen. Hierzu habe ich die Pfosten auf ein kleines Brett als Abstandshalter gestellt und mit einer Einhandzwinge fixiert. Das Ausrichten ist mit Gummihammer und einer Wasserwaage für Pfosten (Postlevel) schnell erledigt. Die so ausgerichteten Pfosten habe ich durch die Löcher im H-Anker mit einem Schlangenbohrer in 10mm und meinem Bosch GSR 10,8-2-Li durchbohrt. Hier hilft ein Speedsquare zum richtigen Ausrichten des Bohrers. Nachdem beide Löcher fertig waren, habe ich den Pfosten mit zwei M8 Schrauben gesichert.

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Pfetten aufsetzen

Fixierte Pfetten

Die beiden Pfetten habe ich einzeln seitlich an dem Pfosten mit Einhandzwingen befestigt um die Ausklinkung am Pfosten anzuzeichnen. Da meine Pfosten 2,4m Vorn und 2,1m Hinten sind habe ich die Pfetten an der Oberkante der Pfosten ausgerichtet.Daraus ergibt sich bei 3m Pfostenabstand ein Gefälle von 10%. Für die Wellplatten werden zwar nur 7% benötigt, aber warum mehr Arbeit machen als nötig.

Nach dem Anzeichnen habe ich die Pfetten wieder gelöst und zur Seite gelegt. Nun habe ich mittels Stichsäge die Pfosten ausgeklinkt. Dies stellte sich mit 75mm Schnitttiefe und 90mm Pfosten als etwas schwieriger als gedacht heraus. Hier hätte ich die heute bestellte Säbelsäge mit 100mm Schnitttiefe gut gebrauchen können.
Nach dem die Pfosten ausgeklingt waren, habe ich beide Pfetten aufgelegt und wieder mit den Zwingen fixiert. Nach dem der Überhang bei beiden Pfetten gleichmäßig ausgerichtet war habe ich Pfette und Pfosten mit einem 12mm Schlangenbohrer durchbohrt und mit einer M10 Schraube gesichert.

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Sparren

Die lackierten und aufgeschraubten Sparren

Auf die fertigen Pfetten habe ich die Sparren geschraubt. Um den Carport mit transparenten Wellplatten zu decken sollte man die Sparren entweder weiß streichen oder mit Alutape auf der Oberseite bekleben. Dies verhindert durch die hohe Reflexion einen Hitzestau zwischen Sparren und Platte, welcher zu einer Braunfärbung des Kunststoffs führen würde. Die Sparren habe ich mit einem 52cm langen Stück Holz gleichmäßig auf den Pfetten verteilt. Befestigt habe ich die Sparren mit Spax hi.force 6x120. Bei der Wahl der Schrauben muss man beachten, dass der gewindefreie Teil der Schraube mindestens so lang ist wie die Sparren hoch sind. In meinem Fall sind die Sparren 60mm hoch, die Schraube 120mm lang und das Gewinde 60mm.

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Wellplatten

Platte auf jedem zweiten Berg verschraubt
Bohrer zum Bohren der Platten
Spezialschraube mit Dichtung

Da ich mir die Platten nicht teuer liefern lassen wollte habe ich mich für 2m Platten aus dem Baumarkt entschieden. Diese habe ich mit den entsprechenden Abstandshaltern und Schrauben befestigt. Je nach Wetterlage sollte man die Platten an der langen Seite um ein bis zwei Wellen und an der kurzen Seite um 15cm überlappen lassen. Um die Platten fest zu schrauben habe ich die Platten mit Zwingen fixiert und die Abstandshalter an ihre Positionen zwischen Sparren und Platte gesteckt. Dann habe ich die Platte mit einem 3mm Metallbohrer vorgebohrt und sehr langsam mit einem 8mm Bohrer aufgebohrt. An dieser Stelle empfehle ich jedem das Geld für einen Kegelbohrer auszugeben. Das Gefummel mit 2 Bohrern und einem Schrauberbit ist grausam, zumal es sehr schnell passieren kann, dass die Platte reißt. Nachdem die Löcher auf die richtige Größe gebohrt waren, habe ich die Schrauben ohne Vorbohren im Holz in die Sparren geschraubt.

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Was ich nächstes Mal besser machen würde

Schmutzablagerung an der Sägekante

Beim nächsten Mal würde ich zum Ausklinken eine Säge mit ausreichender Schnitttiefe nutzen. Zum Vorbohren der Wellplatten würde ich einen Kegelbohrer kaufen. Und zu guter letzt würde ich durchgängige Wellplatten nehmen. Bei der Naht der Platten kommt es bei Regen zu einem kleinen See an der Sägekante der oberen Platte, was zur Ablagerung von Schmutz führt. Diese Ablagerung kann man auf dem Bild sehr gut erkennen. Bei einem Carport ist mir dies zwar nicht so wichtig, bei einer Terrassenüberdachung würde mich das jedoch stören.

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Aussichten auf Ausbaustufe 2, 3 und 4

Ansicht von Vorne/Links auf die Planung zur Phase 2
Mittlere Querlatte mit French-Cleat-System auf der Innenseite

In Ausbaustufe 2 werde ich den Carport an 3 Seiten verkleiden um die Räder gegen die Umwelteinflüsse besser zu schützen.

Der Rahmen wird aus den gleichen Latten (60x40mm) wie die Sparren gebaut. Die mittlere Querlatte wird um 45° angeschrägt um damit ein French-Cleat-System im Carport zu ermöglichen. Hier werden später Halter für Luftpumpe und Schränke für Helme und Krams befestigt.
Die Beplankung wird entweder in Boden-Deckel Bauweise oder mit Nut und Federbrettern gebaut. Die Beplankung bekommt rundum die gleiche Höhe. Die Schräge und der obere Bereich der höheren Seite werden mit Plexiglas gefüllt.

In Stufe 3 werden noch Lampen, zwei Bewegungsmelder und Steckdosen angebracht.

In Stufe 4 wird rechts neben der vorderen Wand eine Tür gebaut und daneben eine kleine Wand. Dies schließt dann den Carport an das Haus an und ermöglicht das unangeschlossene Abstellen der Fahrräder. Die Tür erhält ein, mit der Haustür, gleichschließendes Schloss.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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