Brettspiel Quoridor oder "Das wachsende Labyrinth"

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Leider habe ich keine Ahnung wie dieses Spiel heißt, ich nenne es jetzt mal "Das wachsende Labyrinth"!
Danke an dieser Stelle an "Heini81" das Spiel heißt "Quoridor"
Ich habe es vor einiger Zeit im Internet gefunden und mir dabei gedacht, so eines will ich bauen, es macht sicher Spaß. (nicht nur das Bauen, auch das Spielen)
Meine kleinen Nichten und Neffen freuen sich bestimmt.
Als ab in die Werkstatt und einige Holzreste zusammen gesucht. Los geht´s.

Die Spielregeln findest du im Arbeitsschritt 17 (letzter "Arbeitsschritt")

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Abricht- und Dickenhobel
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Materialliste
  • Holzreste
  • Schleifpapier

Los geht's - Schritt für Schritt

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Leisten sägen

Reststücke Nußholz zu Leisten sägen

Aus einigen Resten 6cm starkem Nußholz habe ich einige ca 2,5 cm breite Leisten an der Tischkreissäge ausgesägt.

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Hier die gesägten Leisten

Die Anzahl und die Länge der Leisten sind davon abhängig, wie Lang und wie Breit das fertige Spiel werden soll.

Ich habe entschieden es ca 32 x 32 cm groß werden zu lassen.
Mal sehen welches Maß sich später ergeben wird.

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Leisten abrichten

Da mir in meiner derzeitigen Werkstatt aus Platzmangel nur ein "MINI-Spielzeug Abrichthobel" zur Verfügung steht, habe ich mich dazu entschlossen, erst die einzelnen Leisten abzurichten (Nicht gleich das zu sägende Brett). Das ist zwar etwas umständlicher, funktioniert aber gut.
Natürlich auf einer Längs- und einer Breitseite.

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Dickenhobel

Danach die einzelnen Leisten in den Dickenhobel um alle auf die gleiche Stärke (ca. 2,2cm zu bringen)
Die Breite der einzelnen Leisten kann durchaus unterschiedlich sein, wenn der eine oder andere Holzfehler ausgehobelt werden soll.

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Zum Verleimen anordnen

Die einzelnen Leisten in der gewünschten Reihenfolge zum verleimen auflegen.

Hier habe ich gleich vier Buchen Hilfsleisten zurecht gelegt um die verleimten Leisten auch "plan" sichern zu können.

TIP:
Ein Streifen Wachspapier oder Backpapier zwischen die Hilfsleisten und dem Werkstück verhindert ein unbeabsichtigtes anleimen der Hilfsleisten am Werkstück durch den an den Verleimstellen austretenden Leim.

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Leisten zu einem Brett verleimen

Auf die einzelnen Leisten an je einer Seite Leim aufbringen und in der gewünschten Reihenfolge aneinander leimen.

(Darüber wieder ein Stück Wachspapier) und die oberen Verleim- Hilfsleisten darüber legen.

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Mit Zwingen sichern

Die einzelnen miteinander verleimten Leisten mit mehreren Zwingen aneinander zwingen.

Die Hilfsleisten ober und unter dem Werkstück, ebenfalls mit mehreren Zwingen plan auf das Werkstück zwingen.

Leim trocknen lassen

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Zurecht sägen

Das verleimte Spielbrett

Nach dem Trocknen, das verleimte Brett rechtwinkelig auf die gewünschte Größe sägen.
In meinem Fall auf 32x32cm

Diese Größe ergibt sich wie folgt:
2x Rand a 4,5cm
9 Sielfelder a 2cm
10 Nuten a 5mm
Gesamt also 32cm

Wie gut, das ich einen Schiebeschlitten gebaut habe.

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Spielbrett schleifen

Das Spielbrett auf allen Seiten schleifen.
180er Körnung war mir ausreichend.

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Oberfläche verschönern

Da im Holz selbst kleinere Astlöcher und dergleichen waren, habe ich diese noch mit Holzkitt verspachtelt und anschließend nochmals geschliffen.

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Nuten einsägen

Danach das Sägeblatt auf ca. die Halbe Höhe der Spielbrettstärke einstellen.
Den Parallelanschlag in Position bringen und die einzelnen Nuten rundum an allen 4 Seiten einschneiden.

Da mein Sägeblatt 3,2mm dick ist, und die Nut 5mm breit werden soll, habe ich jede Nut zwei mal gesägt.
Die Einstellung des Parallelanschlages waren dabei:

Von der rechten Sägeblattkante an gemessen 4,5cm für den ersten Schnitt.
Von der linken Sägeblattkante an gemessen 5cm für den zweiten Schnitt.

Von der rechten Sägeblattkante an gemessen 7cm für den dritten Schnitt.
Von der linken Sägeblattkante an gemessen 7,5cm für den vierten Schnitt.
und so weiter......

TIP:
Etwas Klebeband vollflächig auf der Seite in welcher die Nuten gesägt werden auftragen, das verhindert ein Einreißen der einzelnen übrig bleibenden Felder. (leider ist mir die Idee erst bei den letzten Sägeschnitten gekommen.)

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Schleifen

Oberfläche, Kanten und Nuten ordentlich schleifen.

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Trennsteine herstellen

Mit dem Helfer für feine Streifen,
(wie gut, dass ich einen gebaut habe. Hier der Link zu dem Projekt) habe ich an der Tischkreissäge 5 mm breite Streifen aus Eichenholzresten gesägt.
Diese Reste waren zufällig schon auf 3,5cm gehobelt, das kommt mir gerade recht.

Also mehrere Streifen abgesägt und anschließend mit Papierklebeband zusammen geklebt um sie gemeinsam auf 4,5cm Ablängen zu können.
(Länge = 2x Spielfeld a 2cm + 1 Nut a 0,5cm)
Danach das Klebeband entfernen und die einzelnen Trennsteine rundum sauber schleifen.

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Spielsteine herstellen

Aus vier verschiedenen Holzresten
(Buche, Eiche, Nuß und einer Multiplexplatte) je einen Spielsten mit
1,5 x 1,5 x 2cm ausgeschnitten und rundum ordentlich schleifen.

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Oberflächen behandeln

Testen ob alles ineinander greift
Nuten einölen

Jetzt ausprobieren ob die Trennsteine leichtgängig in den Nuten am Spielbrett Platz finden und ob die Spielsteine ordentlich stehen.

Danach alle Oberflächen und speziell die Nuten am Spielbrett ordentlich einölen.
Ich habe dazu Leinölfirnes verwendet. (Ist aber alles andere auch möglich)
Die Spielsteine und die Trennsteine habe ich im Leinölbad ertränkt, kurz drüber gewischt und schräg an die Kanten zum Abtropfen gestellt.

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Oberflächen polieren und aufstellen

Nach dem einziehen des meisten Öles, die Oberflächen mit einem Tuch polieren und das überschüssige Leinöl abwischen.

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Die Spielregeln und der Spielverlauf

Ausgangssituation

Spiel für 2-4 Personen
Jeder Spieler stellt seine 10 Trennsteine in die Randnuten am Spielfeldrand (Trennsteindepot) vor sich selbst auf.

Jeder Spieler wählt mit seinem Spielstein eine beliebige Ausgangsposition in der ersten Spielfeldreihe vor ihm.

Das Ziel des Spieles ist es, das Trennsteindepot des gegenüberliegenden Spielfeldrandes als erster zu erreichen.

Nach dem Aufstellen der Trenn- und Spielsteine beginnt der jüngste Spieler mit dem ersten Spielzug.

Bei jedem Spielzug darf sich der Spieler entscheiden, ob er mit seinem Spielstein auf ein unmittelbar angrenzendes Spielfeld (nicht diagonal) wechseln will oder ob er lieber einen Trennstein im Spielfeld platzieren will. (Entweder / Oder ist hier die Regel) danach kommt der Nächste Spieler an die Reihe und so weiter.

Trennsteine welche schon (egal von welchem Spieler) im Spielfeld platziert wurden, müssen an Ort und Stelle bleiben und dürfen nicht mehr anders platziert werden.
Jedem Gegenspieler muss mindestens 1 Spilzugfeld (1 Ausweg) frei gelassen werden, darf also nicht „eingesperrt“ werden.

Viel Spaß beim Nachbauen und noch mehr Spaß beim Spielen.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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