Brennstempel Eigenbau

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Angeregt durch das entsprechende Projekt von thelittleDevil fühlte ich mich herausgefordert, einen Brennstempel komplett selbst herzustellen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Tischbohrmaschine
  • Bandschleifer
  • Mini Bohr/Schleifgerät
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Materialliste
  • 1 x Platte | Messing (70x70x9mm)
  • 3 x Gewindestange (M6x200)
  • 1 x Feilengriff | Holz

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangsmaterial und Zuschnitt

Auf einem Streifzug bei meinen Lieblings-Schrotthändler bin ich auf dieses Stück Messing gestoßen - für €3.- konnte ich es mitnehmen.
Mit 9mm Stärke und 7x7 cm Kantenlänge recht gut für das Vorhaben geeignet.
Zuerst habe ich ein Kantstück von 12mm Breite für mein gewähltes Motiv abgesägt - mit der Bügelsäge ist mir aber der Schnitt verlaufen, trotz Anriss.
Für den zweiten Anlauf habe ich mit mehr Überstand eingeplant und die Stichsäge mit einem Metallsägeblatt eingesetzt.

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Motiv aufbringen

Der Namenszug sollte das Motiv darstellen, am PC in der Schriftart "Stencil" erstellt und mit einem Rahmen versehen.
Das Motiv habe ich mit dem Laserdrucker ausgedruckt und dann mit der "Toner Transfer" Methode auf das Werkstück übertragen.
Den Vorgang kenne ich von der Herstellung selbstgeätzter Leiterplatten für Elektronikprojekte.
Zuerst wird das Werkstück mit 320er Schleifpapier aufgerauht, danach gereinigt und entfettet.
Dann kann das Motiv-Zettelchen mit hitzebeständigem (Kapton) Klebeband auf dem Werkstück befestigt werden.
Auf dem Kochfeld wird der Messingklotz erhitzt (ca. 200°C), ich habe es aber etwas übertrieben, so daß das Papier braun wurde.
Dann wird der Toner mittels einer Gummirolle (habe ich noch vom Linoldrucken aus der Schule) durch kräftigen Druck auf das Werkstück übertragen.
Nach dem Abkühlen unter Wasser kann man den Klebstreifen entfernen und das Papier mit Wasser und etwas Spülmittel vorsichtig abrubbeln.

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Ausfräsen des Schriftzugs

Zuerst habe ich mit einen Frässtift den äußeren Überstand punktweise weggebohrt, da mir keine Fräse zur Verfügung steht.
Danach kam die Feinarbeit mit dem Handschleifer.
Es kamen dabei fast alle vorhandenen Fräseinsätze zum Einsatz, das meiste wurde aber mit einem 1mm Speerbohrer herausgearbeitet.
Ein paar feine Schlitze habe ich auch mit einem Mini-Sägeblatt eingebracht.

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Fertigstellung

Für eine Halterung habe ich zwei Löcher gebohrt und 6'er Gewinde hineingeschnitten.

Zwei Stücke Gewindestange habe ich mit dem Lötbrenner erhitzt und in Form gebogen, eine Verlängerung angeschweißt und einen Feilengriff aufgeschraubt.
Danach habe ich noch die Kanten mit dem Bandschleifer gesäubert.
Endlich konnte ich das Brenneisen mit dem Lötbrenner erhitzen und die ersten Stempelversuche durchführen.
Ich finde das Motiv kommt sehr gut heraus, ich bin begeistert.
Die Kanten sehen nicht so sauber und perfekt wie bei CNC gefrästen Teilen aus, die "Druckauflösung" beim Brennen ist aber auch nicht sehr hoch, von daher muss ich mich hier nicht weiter abmühen.

Das Budget betrug €5.- für den Messingklotz und den Feilengriff.
In ein paar Stunden war der Brennstempel hergestellt.


Rechtlicher Hinweis

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