Brennholzlager mit Unterbringung für Gartengeräte u.ä.
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Schwierigkeitschwer
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Kosten700 €
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DauerMehr als 4 Tage
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Öffentliche Wertung
Anlässlich des Wettbewerbes “Herzensprojekte” fiel meine Entscheidung, an welchem meiner vielen Projekte mein Herz besonders hängt, nicht leicht. Am Ende fiel sie auf dieses Projekt, mein "Brennholzlager mit der zusätzlichen Unterbringung von Gartengeräten u.ä.". Hierauf bin ich besonders stolz, weil ich es zum einen komplett alleine gebaut habe und zum anderen das dann noch ohne jedwelche handwerklichen Vorkenntnisse und Erfahrungen in Bereich solcher Holzständerwerke.
Der Anlass zum Bau dieses Brennholzlagers war die Tatsache, dass meine älteste Tochter ihr erstes eigenes Auto bekommen hatte, welches fortan im Carport untergestellt werden sollte. Da dort jedoch all unser Brennholz lagerte, musste dies dort raus. Doch wohin damit? Im Internet entdeckte ich einen freistehenden, aus Holzpaletten echt einfach gebauten Brennholzunterstand, der mir als Grundlage diente. Musste noch der passende Platz dafür gefunden werden. Diesen fand ich hinter unserer Garage, einer gut 3m breiten und 8m langem sog. “toten” Fläche, die einfach immer alles mögliche "mal eben schnell" dort abzustellen. Im Laufe der Jahre hatte sich da einiges angesammelt, angefangen von restlichen Steine und Dachziegeln vom Hausbau, alte Holzbohlen und -latten, Bauschutt, Schubkarren, alte Blumentöpfe usw. usf. Den Großteil hätte man auch direkt zur Mülldeponie bringen können, Da dieser Platz außerhalb der Blickrichtung und ziemlich versteckt lag, sah man das "Chaos" dort nicht nur nicht mehr (weil man es auch nicht sehen wollte!), auch wucherte es nach und nach ziemlich mit Unkraut zu. Die ideale Fläche also für das Brennholzlager.
Mein ursprünglicher Plan war es, dieses so zu bauen, wie das, welches ich im Internet gesehen hatte, nur etwas länger und etwas höher. Zudem sollte es mit Trennwänden in mehrere Fächer unterteilt werden, um das Brennholz nach Jahren dort einlagern zu können. Dafür braucht ich lediglich einige Holzpaletten, Kanthölzer und Latten. Sollte recht einfach und schnell zu bauen sein. Doch wie es oftmals so ist, kommt es am Ende dann doch anders, so auch in diesem Fall. Aus “eben mal schnell” wurden drei Wochen und aus einem einfachen Holzunterstand wurde ein Brennholzlager, welches sich m.E. nach wirklich sehen lassen darf und auf das ich, ich denke es sagen zu dürfen, mit Recht sehr stolz sein darf und es bis heute immer noch bin. Denn wie bereits erwähnt, habe ich das komplette Brennholzlager ALLEINE gebaut habe. Nur bei der Dacheindeckung mit den großen OSB-Platten und dem Aufkleben der Dachpappe hat mir ein Bekannter geholfen, die verwendeten Zaunelemente haben mein Sohn und mein Neffe lasiert.
Los geht's - Schritt für Schritt
Projektplanung „Gute Planung ist die halbe Miete“
- unnötige Fehler beim Bauen möglichst zu vermeiden
- eine Aufstellung der benötigten Materialien zu haben (inkl. Unterteilung in "was habe ich" und "was muss ich noch wo besorgen”)
- eine Übersicht der etwaigen Kosten zu erhalten.
Die benötigten Materialien habe ich in einer Exceltabelle erfasst und Spalten und Formeln hinzugefügt, so dass ich durch die Eingabe der Einkaufspreise und Angaben der benötigten Mengen schnell eine Übersicht über die etwaigen Kosten hatte und einfacher die Preise versch. Baustoffhändler und sonst. Anbietern vergleichen konnte.
- der Boden besteht aus miteinander verbundenen Europaletten
- das Ständerwerk ist aus in einbetonierten Pfostenträger (H-Anker) mit den darin verschraubten 10x10cm Holzpfosten und quer angebrachten Kanthölzern
- die Rückwand bilden ausrangierte Zaunelemente (sog. Jägerzaun), die ausreichend viel Luft an das Brennholz lassen
- die Seitenwände der Fächer sind aus Schalungsbrettern
- die Pfetten und Sparren für das Dach bestehen aus Kanthölzern und Dachlatten
- Dacheindeckung mit OSB-Platten, Dachpappe und zusätzlichem Wellblech (letzteres ist nicht zwingend erforderlich, aber für eine dauerhafte Haltbarkeit sinnvoll)
- für das Regendach von der Hauswand bis auf das Dach vom Brennholzlager habe ich Balkenschuhe, Kanthölzer, Dachlatten und Lichtplatten (PVC Wellplatten) verwendet
- die Tür besteht aus selbst genutetes Rahmenholz, Stegdoppelplatten, Türscharniere und beidseitig zu betätigendem Tür-Schieberiegel
Vorbereitungen
Planung abgeschlossen und das erste Material besorgt, musste zuerst der Platz hinter der Garage von allem, was da sinnlos herum lag, entrümpelt, das Unkraut entfernt und die Lebensbäume unten bis an die Stämme beschnitten werden.
Pfostenträger einbetonieren und Streifenfundamente ziehen
Um die H-Pfostenträger an die exakt richtigen Stellen und in den gleichen Höhen einzubetonieren, habe ich eine in Waage gespannte Schnüre gezogen. Entlang dieses Bandes an den vorher ausgemessenen Stellen Markierungen gesetzt, wo genau die Pfostenträger stehen sollten.
Dann hieß es Beton mischen, Beton mischen, Beton mischen und nochmals Beton mischen. Am Ende waren es inkl. der später noch erforderlich Streifenfundamente ganze 26 !!! 40-kg-Säcke = 1.040 kg Fertigbeton, die ich Sack für Sack in die Schubkarre geschüttet, Wasser zugegeben und mit einer Schaufel zu brauchbarem Beton verrührt habe (und das trotz zwei Bandscheibenprothesen). Anschließend den Beton in die Löcher mit den H-Pfostenträgern geschüttet, H-Pfostenträger mit der Wasserwaage zu allen Seiten und Höhen ausgerichtet und fixiert, wodurch diese ihre Position beibehalten, während der Beton fest wurde.
Aufstellen der Holzpfosten und Anbringen der Pfetten und Dachsparren
In der Trocknungs- und Durchhärtezeit des Betons habe ich alle Holzbalken-/latten, Dachsparren und Pfetten auf die richtigen Lägen zugeschnitten, diese mit dem Bandschleifer und Schwingschleifer geschliffen und anschließend mehrfach mit Wetterschutzfarbe gestrichen.
Dann ging es ans Aufstellen der Holzbalken und Aufbauen des Holzständerwerks. Ab jetzt hieß es messen - bohren - schrauben - messen - bohren - schrauben - messen - ....
Arbeitsschritte Step-by-Step
- an der Rück- bzw. Seitenwand vom Carport die ersten Pfosten befestigt
- Holzbalken in die Pfostenträger gesteckt, mit der Wasserwaage zu allen Seiten in Waage gebracht und verschraubt
- Pfetten auf die Stützbalken/Kanthölzer aufgelegt und miteinander verschraubt
- in gleichmäßigen Abständen die Dachsparren mit beidseitig angelegten Winkeleisen auf die Pfetten verschraubt (= 4 Winkeleisen pro Sparren / 2 vorne und zwei hinten)
Europaletten-Boden
Bevor ich nun die Europaletten für den Boden zwischen die Pfosten auslegen konnte, galt es noch zu verhindern, dass diese nicht direkt auf dem Boden stehen und von unten Nässe ziehen, wodurch das Holz schnell verrotten kann und sie zudem durch die Belastung des Brennholzes nicht in den Untergrund gedrückt werden. Also noch einmal ran an die Schüppe, zwischen den Pfostenfundamenten Löcher für Streifenfundamente graben und wieder Beton mischen. Dabei wollte ich doch eigentlich NIE wieder Beton von Hand mischen ;-)
Dacheindeckung mit OSB-Platten
Beim Eindecken des Daches war ich aufgrund der Größe und des schweren Gewichtes der OSB-Platten nun definitiv auf die Hilfe einer zweiten Person angewiesen. Während meine Tochter und mein Neffe die Jägerzaunelemente gestrichen haben, die für die Rückwand verwendet werden sollten, hat mir beim Dacheindecken der Ehemann meiner Reinigungsfrau geholfen.
Aufgrund der Länge der Dachsparren musste das Dach mit zwei Sorten unterschiedlich breiten OSB-Platten (625mm und 675mm) eingedeckt werden. Da diese Platten standardmäßig andere Längen haben, nämlich 205cm und 250cm war meine vorher angelegte Skizze eine große Hilfe. Ohne nun noch auf dem Dach stehend überlegen und puzzeln zu müssen, wo welche OSB-Platte liegen muss, damit am Ende alles passt, konnte mir mein Bekannter die Platten in den jeweiligen Größen nach und nach hochreichen und ich diese entspr. verlegen und befestigen.
Wichtig war es dabei, dass allem voran die erste Platte exakt genau ausgerichtet werden musste, weil ansonsten auf die Gesamtlänge und -breite gesehen die Dacheindeckung nicht parallel zu den Pfetten und Sparren verläuft. Die Folge wäre: die Dacheindeckung wird schief.
Erschwerend kam hinzu, dass ich lediglich auf den Sparren stehen konnte und somit keinen standfesten Halt hat. Zudem haben die Sparren wegen des Regenwasserablaufs eine Neigung von 7°, wodurch die erste OSB-Platte nach hinten hin verrutschte und es einiges an Kraft brauchte, diese vorm Verschrauben mit einer Hand ausgerichtet zu halten. Nachdem diese erste OSB-Platte dann aber endlich fest verschraubt war, konnte ich nun darauf mit beiden Beinen fest stehend die folgenden Platten daran angelegen und verschrauben.
Dachpappe verlegen
Als nächstes musste die Dachfläche noch gegen Nässe und Witterungseinflüsse versiegelt werden. Entschieden hatte ich mich - zunächst - für Dachpappe. Die dafür benötigten Rollen und einen Eimer Bitumen-Kaltkleber hatte ich bereits morgens in die Sonne gelegt, damit die sonst sehr steife Dachpappe und das zähe Bitumen durch die Wärme besser zu verarbeiten waren. Diesen wertvollen Tipp hatte mir der Verkäufer im Obi gegeben.
Beim Verlegen sind Wolfgang und ich dann wie folgt vorgegangen:
Damit die Bahnen der Dachpappe in Richtung vom ablaufenden Regenwasser überlappen, sind wir mit dem Verlegen am Ende des Daches angefangen (zur Rückseite des Brennholzlagers). Dabei haben wir die erste Bahn am Ende ein gutes Stück weit (ca. 3/4 der Breite) herunterhängen lassen. Dadurch läuft das Regenwasser in die Lebensbaumhecke und nicht an der Unterseite des Daches entlang.
Mit einem alten Besen und etwas breiter, wie die Dachpappe haben wir dann immer ein gutes Stück weit das Bitumen flächendeckend aufgetragen, darauf die Dachpappe ausgerollt und die gut angedrückt. Die nächsten Bahnen dann jeweils über die vorherige Bahn gute 10cm überlappend aufgeklebt und dabei stets drauf geachtet, dass die Flächen lückenlos und mit ausreichend viel Bitumen eingestrichen waren.
Zur äußeren Seite, sowie nach vorne hin haben wir die Dachpappe ebenfalls ein Stück weit überhängen lassen, um die OSB-Platten auch von den Seiten ausreichend gut gegen Nässe zu schützen.
Nachdem die Dachpappe fertig verlegt war, wurde sie zusätzlich mit feuerverzinkten Pappnägeln fixiert. Um wirklich sicher zu sein, dass keine Feuchtigkeit unter die Dachpappe gelangen kann, habe ich abschließend die Kanten der einzelnen Bahnen noch mit der Kartuschenpresse mit Bitumen Schweißbahnkleber versiegelt.
Trapezbleche
Erst als ich das fertig hatte, wurde mir klar, dass die Holzlatten ein Fehler gewesen waren. Durch den Rahmen, den die Holzlatten bildeten, konnte das Regenwasser nicht mehr ablaufen und würde sich auf dem Dach stauen. Herunternehmen konnte ich die Holzlatten aber auch nicht mehr, da ich die einfach viel zu gut und zu fest verklebt hatte. Diesen Fehler galt es nun auszubügeln. Aber wie? Die Lösung sah ich darin, Trapezbleche auf dem Dach zu verlegen.
Bei einem Altmetallhändler vor Ort, der u.a. auch mit Trapezblechen in verschiedenen Qualitäten handelt, habe ich mich für die C-Ware entschieden. Die waren qualitativ für diesen Zweck vollkommen ausreichend und natürlich um einiges günstiger, als die A- bzw- B-Ware.
Und so habe ich die Trapezbleche auf dem Dach angebracht:
- zuerst imprägnierte Baulatten an den Außenkanten der Dachfläche verschraubt (sozusagen einen Rahmen aus Holzlatten angebracht)
- die Trapezbleche übereinander lappend auf dem Dach aufgelegt und mit selbstschneidenden und rostfreien Spengler-Schrauben auf die Holzlatten verschraubt
Der Vorteil dieser gekanteten Bleche ist es, dass kein Regenwasser unter die Trapezbleche gedrückt werden kann und nebenbei das Brennholzlager auch optisch ein Stück weit besser aussehen lässt.
Rückwand
Für die Rückwand kamen mir die bereits erwähnten Jägerzaun-Elemente sehr gelegen. Grund: ein Nachbar hatte einen neuen Zaun bekommen und hat mir die alten Zaunelemente geschenkt. Diese waren perfekt für mein Brennholzlager und bis auf die Farbe UMSONST (TOP!). Neben dem zum Null-Tarif-Kostenfaktor haben die Zaunelemente den Vorteil, dass ausreichend viel Luft an das Brennholz kommt, wodurch es sehr gut trocknen kann und nicht zu schimmeln anfängt.
Trennwände zur Unterteilung in versch. Fächer
Geplant war es, die Abtrennungen zwischen den einzelnen Fächern aus Einweg-Holzpaletten zu machen, die ich dafür extra besorgt hatte.
äußere Seitenwand mit Regenablauf und Sichtschutzwand
Da die Außenseite des Brennholzlagers die Wetterseite ist, habe ich diese mit 23mm Profilholz (mit Nut und Feder) komplett geschlossen, also ohne Lücken zwischen den Brettern. Somit drückt der Regen dort nicht hinein. Verstärkt habe ich die Außenwand mit längs verschraubten Latten, was nebenbei auch optisch einen guten Eindruck macht.
Sichtschutzwand
Beim Bescheiden der Lebensbaumhecke für das Brennholzlager war ich leider zu großzügig und hatte zum Garten hin zu viele Äste abgeschnitten. Das sah nicht nur sch…. aus, auch störte es mich gewaltig, dass die Nachbarn nun durch dieses Loch in mein Haus schauen konnten. Um diese Lücke zu schließen, habe ich eine selbstgebaute Sichtschutzwand angebracht.
Gebaut habe ich diese Sichtschutzwand wie folgt:
- mit dem entspr. Abstand zum Brennholzlager einen H-Pfostenträger einbetoniert und nach dem Aushärten darin einen 90x90mm Holzpfosten aufgestellt
- aus gehobelten Latten habe ich zunächst den Grundrahmen angefertigt
- zur Stabilisierung Querstreben eingearbeitet und an der Rückseite des Rahmens 23mm Profilholz (mit Nut und Feder) geschraubt
- die Sichtschutzwand an der Außenseite des Brennholzlagers und dem Holzpfosten mit Winkeleisen befestigt
Regenrinne
Da die freie Fläche vor dem Sichtschutzzaun mir zu karg aussah, habe ich dort kurzer Hand noch ein kleines Beet mit versch. Pflanzen angelegt. Das allerdings erst zum Abschluss dieses Projektes.
Regendach
Die Idee und Umsetzung des Regendaches, welches auf einigen vorherigen Bildern schon zu sehen war, entstand und erfolgte erst NACH Fertigstellung des eigentlichen Brennholzlagers, als ich recht stolz über mein Werk vor dem Brennholzlager stand und es zu regnen begann. Ich ahnte die Einwände meiner Kinder, wenn sie zukünftig von dort Brennholz holen sollen und es in dem Moment auch nur ein paar Regentropfen vom Himmel fallen würde.
- 60 x 120mm Holzbalken
- 34 x 54mm Rahmenholz/gehobelte Holzlatten
- Balkenschuhe und Winkeleisen
- PVC Wellplatten - transparent
- Abstandhalter und Spenglerschrauben
- Wetterschutzfarbe
Falls nun jemand aufschreit “PVC Wellplatten sind der letzte Schrott, die Dinger brechen beim kleinsten Sturm”, da muss ich widersprechen. Ja, ich habe auch schon einige Dächer mit solchen Platten gesehen, die an zig Stellen gebrochen und wirklich Schrott waren. Das liegt meiner Meinung nach aber sicherlich auch daran, wie man diese Platten befestigt. So wie es es gemacht habe, hat das Regendach in den bislang sechs Jahren allen Witterungseinflüssen standgehalten. Selbst bei dem extremen Orkan, der bei uns vor drei Monaten tobte und bei dem selbst die dicken Tannenbäume auf dem Nachbargrundstück umgekippt sind, hat das Regendach keinerlei Schaden davon getragen und von den PVC Wellplatten ist nicht die kleinste Ecke abgebrochen. Folglich habe ich beim Bau alles richtig gemacht :-)
Für das Regendach habe ich
- die Holzbalken und Latten auf richtigen Längen gesägt, geschliffen und gestrichen
- Holzlatte längs vorne auf das Dach geschraubt
- für die Querbalken die Balkenschuhe an die Hauswand befestigt und das in der Höhe, dass das Regendach den gleichen Neigungswinkel hatte, wie das Dach vom Brennholzlager
- die Holzbalken in die Balkenschuhe und auf die Holzlatte vorne auf dem Dach gelegt und im rechten Winkel ausgerichtet
- danach die Holzbalken mit den Balkenschuhen und die anderen Enden mit beidseitig angelegten Winkeleisen auf die Holzlatte auf dem Dach fixiert
- die 34x54mm Holzlatten quer auf die Holzbalken verschraubt
- Abstandhalter für die PVC-Wellplatten auf die Querlatten ausgelegt und verschraubt - Abstände, wie die der Wellen von den PVC-Platten
- die PVC-Wellplatten auf die richtige Länge zugeschnitten und die so lang, dass sie ein gutes Stück weit über die Trepezbleche reichten (dadurch kann das Regenwasser problemlos über das Dach vom Brennholzlager ablaufen)
- diese dann auf den Abstandhalter aufliegend und überlappend mit Spenglerschrauben auf die Querlatten verschraubt
Tip: PVC-Wellplatten schneiden
PVC-Platten lassen sich relativ einfach wie folgt zuschneiden, ohne dass das PVC ausreißt und splittert:
- die Wellplatten zwischen zwei Holzplatten/-bretter legen
- damit die Wellplatten nicht zwischen die Holzplatten herausrutschen, alles relativ stramm mit Schraubzwingen und das Ganze nochmals auf der Werkbank mit Schraubzwingen fixieren, um Vibrationen möglichst zu vermeiden
- nun kann mit einer Stichsäge gesägt werden - wichtig: ohne Pendelhub - langsame Schnittgeschwindigkeit (sonst wird der PVC zu heiß, schmilzt und klebt an den Schnittstellen wieder zusammen)
Außentür als Wind- und Regenschutz
Ähnlich wie bei dem Regendach, erging es mir mit der Tür. Nachdem ich das Regendach fertig hatte, begann es erneut an zu regnen, diesmal recht extrem und mit starkem Wind. War ja nun egal, ich stand ja im Trockenen. Falsch gedacht: der starke Wind drückte den Regen ca. 3 Meter weit in das Brennholzlager hinein und „es zog, wie Hechtsuppe“, wie wir Norddeutschen zu sagen pflegen. Und sofort kam mir die Idee mit der Tür.
Meinen ersten Gedanken, diese aus Holz/Holzbretter zu bauen, verwarf ich recht schnell wegen folgender Probleme: - die Tür würde aufgrund ihrer Größe zu schwer (für die Scharniere) werden und weil Holz bekanntlich kein Licht durchlässt, würde wertvolles Tageslicht verloren gehen. Die Lösung war ein ein Rahmen aus gehobeltem Rahmenholz und leichten, 6mm Steg-Doppelplatten.
MATERIAL
- gehobeltes Rahmenholz 34 x 54mm
- 6mm Stegdoppelplatten
- Winkeleisen und Winkel-Flacheisen
- Türscharniere
- beidseitig zu betätigender TürriegelSilikon
ARBEITSSCHRITTE STEB-BY-STEP
- in die Rahmenhölzer auf der schmalen Seite mit der Oberfräse oder Nutenfräse längs eine 6mm breite Nut ziehen, in die nachher die Stegdoppelplatten gesteckt werden
- die Rahmenhölzer auf die passenden Längen und an den Enden und im nach innen laufenden 45° Winkel zuschneiden
- die Hölzer zu dem Rahmen zusammenlegen die Stegdoppelplatten in den Rahmen legen, indem sie in die Nuten gesteckt werden
- an die Ecken des Holzrahmens Holzleim aufstreichen
- die ganze Konstruktion fest zusammendrücken und mit den Winkeleisen verstärken
- Winkel-Flacheisen auf die Ecken der Vorderseite- und der Hinterseite schrauben
- normalen Winkeleisen von unten zw. oben unter die Ecken schrauben
- Scharniere anbringen
- für den von beiden Seiten zu öffnenden Türriegel mit der Oberfräse ein Länglich durch den Holzrahmen fräsen und den Türriegel anschrauben
- Tür an den Scharnieren an den äußeren Stützbalken des Holzlagers anbringen
- damit die Tür bei Wind nicht hin- und verschlägt, habe ich von innen einen offenen Ringhaken an den Türrahmen geschraubt und an dem Balken des Holzlagers eine kurze Eisenkette befestigt.
Brennholz einräumen und Gartengeräte unterbringen
Das Brennholzlager nun eeeeendlich fertig, ging es erst dabei, das viele Brennholz aus dem Carport in die einzelnen Fächer umzupacken. Mal eben schnell gemacht war das aufgrund der großen Menge dann leider nicht. Aber alles Jammern nützte ja nichts, denn von alleine wanderte das Holz auch nicht ins Brennholzlager hinein.
Das dann auch fertig, bin ich damit angefangen, meine ganzen Gartengeräte dort unterzubringen, die zuvor an der Wand im Carport hingen bzw. lagen. Die Sachen, wie die lange Doppelleiter, die Motorsense, Heckenschere usw., die ich weniger oft brauche, wollte ich nicht wieder auf dem Boden herum liegen haben, wo man nur ständig drüber her stolperte. Da nach oben hin im ausreichend viel Platz war, habe ich Seilwinden an die Holzbalken vom Regendach angebracht und daran die lange Aluleiter unter das Regendach hochgezogen. Auf gleicher Weise habe ich auf die ich die Motorsense, Heckenschere usw. unters Dach gezogen, die ich auf einer aus Restholz gebauten Ablage gelegt und befestigt hatte.
An die Hauswand kamen dann die Sachen, wie meine versch. Trittleitern, Schlauchtrommeln, langen Verlängerungskabel usw. zu hängen. Vor die Brennholzfächer habe ich ein breiteres Brett angeschraubt, an das ich versch. Haken montiert habe, an die die Astscheren, Äxte, Harken, Schaufeln usw. aufgehangen werden konnten.
"Woman@Work" - Making of
Etwas eigener Stolz über meine Leistung bei diesem Projekt steht mir sicherlich zu :-) Man kann vieles schaffen, wenn man es nur will ;-)
DANKE an alle, die sich mein Projekt hier (bis zum Ende) angeschaut haben.
Ich habe mir Mühe gegeben, alle einzelnen Arbeitsschritte möglichst genau und verständlich zu erklären, so dass alles recht gut nachzuvollziehen ist.
Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.
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