Brennholzlager mit Unterbringung für Gartengeräte u.ä.

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Brennholzlager Unterbringung von Gartengeräten u.ä. - Sicht vom Durchgang des Carportes aus -
Brennholzlager Unterbringung von Gartengeräten u.ä. - Sicht vom Durchgang des Carportes aus -
Außenansicht Brennholzlager
Brennholzlager Unterbringung von Gartengeräten u.ä.
Brennholzlager Unterbringung von Gartengeräten u.ä.
Sicht auf die einzelnen Unterteilungen/Fächer
Unterbringung versch. Gartengeräte
Unterbringung Leitern, Verlängerungskabel und Kabeltrommeln, sowie Wasserschläuche und Schlauchwagen
Feuerlöscher, Löschdecke und Gartenschlauch
Fach für Gartengeräte (in meinem Fall meine Outdoor-Grill-Station, Rasenmäher und Schneefräse)
Lagerung des Brennholzes nach Alter/Trocknungsgrade (welches Holz kann in den Kamin und welches muss noch trocknen)
Blick auf die luftdurchlässige Rückwand
Stauraum für mit Seilwinden hochgezogene Gartengeräte
Stauraum für mit Seilwinden hochgezogene lange Leitern
Dach des Brennholzlagers
Kuckuck, ich bin's ;-)
Lücke in der Hecke mittels Sichtschutzwand verdeckt
einbetonierte H-Pfostenträger und Auslage der Europaletten
Beleuchtung durch Außenlampen mit Bewegungsmeldern
Ansicht mit Beleuchtung im Dunkeln
Entwurf des Brennholzlagers
Bauzeichnung
Zeichnung Frontansicht
Zeichnung Tür
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    1000 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Dieses Brennholzlager bietet nicht nur Platz zum Lagern von Brennholz, es dient gleichzeitig zur Unterbringung von Gartengeräten, Rasenmäher usw.

Durch die Unterteilungen (Fächer) kann das Brennholz nach Alter eingelagert werden bzw. freie Fächer zur Unterbringung anderer Dinge genutzt werden.

Das von der Hauswand über das Dach des Brennholzlagers auf Holzbalken liegendem durchsichtigem Kunststoffplatten dient als Regenschutz. Durch das Dach und die Möglichkeit, trockenen Fußes durch das Carport in das direkt daran anschließende Brennholzlager gehen zu können.

Die Tür verhindert zusätzlich, dass der Regen von der Seite hineinpeitscht, sowie vor Zugluft. 

Zwischen Hauswand und Brennholzlager ist ein idealer Platz zum Holzsägen, sowie für Schleifarbeiten. 

„Einfach mal eben schnell bauen“, auch wenn man, so wie ich im Groben das fertige Projekt vor Augen hat, ist es doch notwendig, vorher genaue Skizzen und Baupläne zu erstellen. Mit Hilfe einer in Excel angelegten Materialliste konnte ich gezielt die Preise von versch. Anbietern/Baumärkten vergleichen und eine Übersicht der etwaigen Gesamtkosten erhalten.



Das Brennholzlager besteht aus

  • mit Lochplatten (Flacheisen) verbundene Europaletten
  • in einbetonierte Pfostenträger (H-Anker) eingesetzte Kanthölzer
  • rückseitig und zwischen den Kanthölzern mit Winkeleisen verschraubte Querbalken zur Stabilisierung und daran befestigte Trennwände aus Schalholz zwecks Abtrennung der einzelnen Fächer
  • Rückwand aus auf Lücke gesetzte Schalbretter (In meinem Fall habe ich ältere Jägerzaun-Elementen verwendet, die ich geschliffen, neu gestrichen und auf die passenden Längen Zugeschnitten habe9
  • Pfetten und Sparren für das Dach 
  • Dacheindeckung mit OSB-Platten, Dachpappe und zusätzlich Wellblech (letzteres ist nicht zwingend erforderlich)

Das Regendach von der Hauswand bis über das Brennholzlager besteht aus
  • Kanthölzer und quer verlegten Sparren
  • Balkenschuhen zur Befestigung der Kanthölzer an die Hauswand
  • Winkeleisen zur Befestigung der Kanthölzer auf das Dach des Brennholzlagers und der oberhalb quer verlegten Sparren
  • Eindeckung mit PVC Wellplatten
  • Seilwinden, um Leitern, Motorsense u.ä. unter die Decke ziehen zu können

Die Tür besteht aus
  • selbst genutetes Rahmenholz
  • Stegdoppelplatten
  • Türscharniere und beidseitig zu betätigendem Tür-Schieberiegel


Erwähnen möchte ich noch, dass ich als Frau das komplette Brennholzlager ALLEINE gebaut habe. Lediglich bei der Dacheindeckung mit den großen OSB-Platten und dem Aufkleben der Dachpappe hat mir ein Bekannter geholfen und die verwendeten Zaunelemente haben mein Sohn und mein Neffe neu lasiert.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Platzfrage und Projektplanung „Gute Planung ist die halbe Miete“

Gesamtansicht des Brennholzlagers
Entwurf Ansicht Holzkonstruktion
Skizze mit Bemaßung - Seitenansicht und Dach
Anleitung Dacheindeckung - was gehört wo hin
Skizze Tür
der mittlerweile entrümpelte und vom Unkraut beseitigte Platz für das Brennnholz-Außenlager
der mittlerweile ziemlich entrümpelte und vom Unkraut beseitigte Platz für das Brennnholz-Außenlager
der mittlerweile entrümpelte und vom Unkraut beseitigte Platz für das Brennnholz-Außenlager
die ausgewucherten Lebensbäume wurden passend geschnitten und teilweise entästet
Ideengeber für mein Brennholzlager

PLATZFRAGE

Der ideale Platz für dieses doch recht große Projekt war eine "tote" Fläche direkt hinter unserer Garage, wo einfach immer alles mögliche "mal eben schnell" abgestellt wurde: 
restliche Steine und Dachziegeln vom Hausbau, Schubkarren, alte Blumentöpfe, abgebrochenen Säcke mit Blumenerde, Bauschutt, alte Holzbohlen und -latten usw.
Jeder kennt das: 
man meint, man braucht diese Sachen noch und geraten im Laufe der Zeit dann in Vergessenheit - "aus den Augen - aus den Sinn". Erst, wenn dann irgendwann alles "zugemüllt" ist, landen die Sachen letztendlich doch auf der Mülldeponie, wo man sie vorher auch gleich direkt hätte hinbringen können/sollen.


In diesem Fall kam hinzu, dass der Platz außerhalb der Blickrichtung und ziemlich versteckt war. Somit sah man das "Chaos" dort nicht nur nicht mehr (weil man es auch nicht sehen wollte!), auch wucherte es nach und nach ziemlich mit Unkraut zu.

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PROJEKTPLANUNG

Bei einem derart umfangreichen und doch recht großem Projekt ist es m.E. notwendig, vorher genaue Skizzen und Baupläne zu erstellen,
um

  • unnötige Fehler beim Bauen möglichst zu vermeiden
  • eine Aufstellung der benötigten Materialien zu haben (inkl. Unterteilung in "was habe ich" und "was muss ich noch wo besorgen")
  • eine Übersicht der etwaigen Kosten zu erhalten.


Die Skizzen und Bauzeichnungen für das Projekt habe ich mit Hilfe meines CorelDraw Grafikprogrammen entworfen (siehe Bilder).

Die benötigten Materialien habe ich in einer Exceltabelle erfasst und Spalten und Formeln hinzugefügt, so dass ich durch die Eingabe der Einkaufspreise und Angaben der benötigten Mengen schnell eine Übersicht über die etwaigen Kosten hatte und einfacher die Preise versch. Baustoffhändler und sonst. Anbietern vergleichen konnte.

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H-Pfostenträger einbetonieren und Untergrund Plan ziehen

Vorbereitung zum Einbetonieren der Pfostenträger und Streifenfundamente
Vorbereitung zum Einbetonieren der Pfostenträger und Streifenfundamente
Vorbereitung zum Einbetonieren der Pfostenträger und Streifenfundamente
Mischen des Fertigbetons mit Wasser
Einsetzen der Pfostenträger in den Beton
Verschalung
Richtschnüre
Stützbalken rückseitig an das Carport verschraubt

Um die H-Pfostenträger an die exakt richtigen Stellen und in den gleichen Höhen (auf Waage) einzubetonieren, habe ich zuerst mit einem langen Maßband, Wasserwaage und Holzlatten Schnüre gespannt und Markierungen daran befestigt, wo genau die Pfostenträger stehen sollten.

Dann hieß es Beton mischen, Beton mischen, Beton mischen und nochmals Beton mischen.
18 40-kg-Säcke = 720 kg Fertigbeton habe ich Sack für Sack in die Schubkarre geschüttet, Wasser zugegeben und mit einer Schaufel zu brauchbarem Beton verrührt. Dann den Beton in die Löcher mit den H-Pfostenträgern geschüttet, H-Pfostenträger mit der Wasserwaage zu allen Seiten und Höhen ausgerichtet und fixiert, damit sie während der Beton fest wurde, ihre Position beibehalten.

Damit die Europaletten später nicht auf dem direkten Boden stehen, von unten Nässe ziehen, wodurch das Holz schnell verrotten kann, habe ich zwischen den einzelnen Pfostenträgern Streifenfundamente aus Beton gezogen. Auf diese Streifenfundamente habe ich 120mm dicke Beton-Pflastersteine dicht an dicht verlegt, auf die später die Europaletten zu stehen kamen.
Da mein Grundstück auf der Rückseite des Brennholzlagers nach unten verläuft, also dort tiefer ist, als vorne, konnte ich zudem die Europaletten dadurch in Waage bringen.

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Holzkonstruktion aufstellen/bauen

Einsetzten und Ausrichten der Holzbalken in die Pfostenträger
Pfetten auf die Stützbalken/Kanthölzer auflegen und miteinander verschrauben
Dachsparren auf die Pfetten schrauben
Ohne Fleiß, keinen Preis ;-)
Mit Eisenwinkel auf die Pfetten geschraubte Dachsparren
Blick vom Carport auf die Holzkonstruktion
Querverstrebungen zur Stabilisierung
Querverstrebungen zur Stabilisierung
Arbeitsbühne
Arbeitsbühne - Holzböcke + Kanthölzer + Holzplatte
Sturmanker zur zusätzlichen Stabilität
Einbau der Europaletten als Boden
Einbau der Europaletten als Boden
Verbindung der Europaletten mit Lochplatten

In der Trocknungs- und Durchhärtezeit des Betons habe ich alle Holzbalken-/latten, Dachsparren und Pfetten usw. auf die richtigen Lägen zugeschnitten, diese mit meinem Bandschleifer und Schwingschleifer geschliffen und anschließend mehrfach mit Wetterschutzfarbe gestrichen.

Dann ging es ans Aufstellen der Holzbalken und Aufbauen des Grundgerüstes.
Ab jetzt hieß es messen - bohren - schrauben - messen - bohren - schrauben - messen - …. 


Und da ab nun auch „in luftiger Höhe“ gearteten werden muss, erleichtert das Aufstellen einer erhöhten Arbeitsbühne das Arbeiten enorm, schont den Rücken und die Beine ggb. dem ewigen Auf- und Abstieg einer Leiter und bietet wesentlich mehr Sicherheit. Auch kann man sein Werkzeug und Material immer griffbereit neben sich ablegen, was auf einer Leiter kaum möglich ist. 
Zwei stabile Holzböcke mit drei längs aufliegenden Holzbalken verbinden/verschrauben und darauf dann eine oder mehrere Holzplatten (Restholzplatten o.ä.) festschrauben > fertig ist die Arbeitsbühne!


Arbeitsschritte zum Aufstellen der Holzkonstruktion Step-by-Step

1. Holzbalken in die Pfostenträger stecken, mit der Wasserwaage zu allen Seiten in Waage bringen und verschrauben

2. Pfetten auf die Stützbalken/Kanthölzer auflegen und miteinander verschrauben

3. in gleichmäßigen Abständen die Dachsparren mit beidseitig angelegten Winkeleisen auf die Pfetten schrauben
(= 4 Winkeleisen pro Sparren / 2 vorne und zwei hinten)


4. um die Stabilität zu gewährleisten, mit Querstreben aus Konstruktions-Vollholz
4.1 rückseitig die Stützbalken verbinden
4.2 die vorderen mit den hinteren Stützbalken

5. Sturmanker an den äußeren Stützbalken und den Fundamenten anbringen zur zusätzlichen Stabilisierung 

6. Einbau der Europaletten 
6.1 zwischen die Stützbalken auf die Steine legen 
6.2 mit Lochplatten/Flacheisen miteinander verschrauben
(Ich habe immer zwei Europaletten mit zwei 200x80x2mm 
Lochplatten verschraubt: je eine Lochplatte hinten und vorne 
auf den Paletten)

WICHTIG:
Damit das Holz sich beim Einschrauben der Holzschrauben nicht reißt, vorher die Löcher immer mit einem Holzbohrer > eine Größe kleiner, als die Schrauben VORBOHREN!! Hierbei ist ein zweiter Akkuschrauber wirklich sehr hilfreich und sinnvoll.

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Dacheindeckung

Skizze Dacheindeckung
Eindeckung mit OSB-Platten
Eindeckung mit OSB-Platten
Ohne meinen fleißigen Helfer hätte ich das Dach nicht geschafft - Danke Wolfgang!
Dach fertig mit OSB-Platten eingedeckt
Teerpappe auf die OSB-Platten verklebt
Blick auf das mit Dachpappe verlegte Dach
Regenwasserablauf und Dachverkleidung

Beim Eindecken des Daches war ich aufgrund der Größe und des schweren Gewichtes der OSB-Platten nun definitiv auf die Hilfe einer zweiten Person angewiesen.


Wichtig:
die erste Platte muss exakt genau ausgerichtet werden, weil auf die Gesamtlänge und -breite ansonsten die Dacheindeckung nicht parallel zu den Pfetten und Sparren verlaufen; heißt: die Dacheindeckung wird schief.

Das Schwierige dabei ist, dass man lediglich auf den Sparren steht und somit keinen standfesten Halt hat. Zudem haben die Sparren eine Neigung von 7°. Da heißt es, SEHR GUT AUFPASSEN > ABSTURZGEFAHR.

Ist die erste Platte fest verschraubt, wird es von Platte zu Platte einfacher und sicherer.

ARBEITSSCHRITTE DACHEINDECKUNG STEP-BY-STEP

1. Abstände der Dachbalken ausmessen und auf den OSB-Platten markieren

  • erforderlich, damit man die Schrauben auch in die Dachbalken einschraubt, die man wegen der aufliegenden OSB-Platten nicht mehr sehen kann 
  • Die erste OSB-Platte ganz genau ausrichten und verschrauben (dabei auf Nut und Feder achten)
2. erste OSB-Platte ganz genau ausrichten und verschrauben (dabei auf Nut und Feder achten)

3. weiteren OSB-Platten Stück für Stück anlegen und verschrauben

4. Dach mit Bistum-Kaltkleber einstreichen
  • Achtung: der Kleber klebt extrem, stinkt gewaltig nach Teer und lässt sich kaum von den Händen abbekommen 
  • alte Klamotten, alte Schuhe und dicke Gummihandschuhe anziehen > Hände anschließend sofort mit "Grüne Tante" reinigen
5. Dachpappe in lange Bahnen aufkleben
  • die Bahnen müssen von oben nach unten hin übereinander lappend geklebt werden, damit das Regenwasser nicht unter die Dachpappe laufen kann
  • die Kanten besonders gut mit Bitum-Kleber versehen, damit sie sich nicht lösen kann
6. Dachpappe mit Dachpappen-Nägel fixieren
  • ich habe zum zusätzlichen Schutz vor dem evtl. Lösen der Dachpappe noch gekantete, rostfreie Bleche um die Dachkanten angebracht (kann man machen, muss aber nicht zwingend)
7. Wer es möchte, so wie ich, kann noch eine Dachrinne mit Regenablauf anbringen.
  • Es sieht optisch schöner und besser aus
  • Dadurch spült das ablaufende Regenwasser den Boden vor dem Brennholzlager weg.
  • Das Regenwasser kann man in einer Regentonne auffangen oder in einem mit Kieselsteinen gefüllten und unten offenen Beton-Pflanzstein/Kübel in den Boden versickern lassen.

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Trapezblech auf das Dach anbringen

Anbringung von Wellblech als zusätzlichen Schutz
Fertig ist das Dach

Während wir das Dach mit Teerpappe verklebt hatten, dachte ich darüber nach, das Dach des Brennholzlagers zusätzlich mit Trapezblech vor Verwitterung zu schützen.


Gesagt - getan.

Gekauft habe ich die Bleche bei einem Schrothändler, der u.a. auch Trapezbleche in verschiedenen Qualitäten verkauft. Entschieden habe ich mich vor Ort für die C-Ware, die qualitativ für diesen Zweck vollkommen ausreichend und natürlich um einiges günstiger, also erschwinglich war.


ARBEITSSCHRITTE TRAPEZBLECH-EINDECKUNG STEP-BY-STEP

  1. impregnierte Baulatten längs auf das Dach festschrauben  (vorne, mittig und hinten)
  2. Trapezbleche übereinander lappend auflegen und mit selbstschneidenden und rostfreien Spengler-Schrauben auf die Holzlatten festschrauben

Weil ich noch ausreichend gekantete Bleche von vom Bau unseres Carports über hatte, habe ich diese um das Trapezdach herum verlegt/angebracht.

Vorteile:
  1. es kann kein Regenwasser unter die Trapezbleche gedrückt werden
  2. optisch sieht es einfach besser aus und gibt dem Dach einen gewissen Abschluss / Rahmen

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Trenn- und Seitenwände

geschlossene Front-Seitenwand mit Sichtschutzelement
Rückwand
Zaumelemente für die Rückseite
Trennwände
Trennwände
Blick auf die einzelnen Unterteilungen/Fächer
Rück- und Trennwand
Anschluß des Brennholzlagers linksseitig an das Carport
Was Kinder doch für ein paar Euros so alles tun ;-)

1. Trennwände

Für die Unterteilung der einzelnen Fächer habe ich 23 x 120 mm Schalbretter verwendet:

  • auf Länge gesägt und vertikal an die Querstreben verschraubt.

2. Rückwände

Wie die Trennwände, können für die Rückwände ebenfalls Schalbretter verwendet werden.

Ich selber habe alte Jägerzaun-Elemente für die Rückwände verwendet.

Grund:
Ein Nachbar hatte einen neuen Zaun bekommen und hat mir diese alten Zaunelemente geschenkt. Mit dem Hochdruckreiniger vom Grünbelag entfernt, etwas geschliffen und gestrichen, waren diese perfekt für mein Brennholzlager und, bis auf die Farbe UMSONST :-D
  • Auf die passenden Längen gesägt, an die rückseitigen Querstreben verschraubt, kommt ausreichend Luft an das Holz.


WICHTIG:
Bei einem Brennholzlager ist es unbedingt darauf zu achten, dass es nicht komplett geschlossen ist, sondern ausreichend Luft durchlässt. Ansonsten kann das Brennholz nicht trocknen und fängt zu schimmeln und zu modern an.




3. Front - Seitenwand

Die äußere Seitenwand habe ich 
  • mit 23mm Profilholz (mit Nut und Feder) komplett geschlossen
  • mit längs verschraubten gehobelten Latten verstärkt


4. Sichtschutzwand

Diese war erforderlich, da durch das Bescheiden der Lebensbaumhecke ein zu großes Loch entstanden ist.

Sie ist ähnlich, wie die äußere Seitenwand gebaut
  • ein Rahmen aus gehobelten Latten mit Querverstrebungen
  • mit 23mm Profilholz (mit Nut und Feder) komplett geschlossen
  • Befestigungen
  • links mit Winkeleisen an das Brennholzlager
  • rechts an einen 90x90mm Holzpfosten, der in einem einbetonierten Pfostenträger eingesetzt ist

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Bau des Regendaches

Balkenlage

Die Idee und Umsetzung des Regendaches entstand und erfolgte erst NACH Fertigstellung des eigentlichen Brennholzlagers, als ich recht stolz über mein Werk vor dem Brennholzlager stand und es zu regnen begann. Ich ahnte die Einwände meiner Kinder, wenn sie zukünftig von dort Brennholz holen sollen und es in dem Moment auch nur ein paar Regentropfen vom Himmel fallen.
Das war an einem an einem Samstag um 11:30 Uhr, um 12 Uhr machte der Baustoffhändler zu.
15 Minuten später stand ich bei ihm im Laden und bin um 12:10 Uhr mit mit den auf meinen Anhänger beladenen, benötigten und gekauften Materialien vom Hof gefahren. 


1. MATERIAL

  • 60 x 120mm Holzbalken
  • 34 x 54mm Rahmenholz/gehobelte Holzlatten
  • Balkenschuhe 
  • Winkeleisen
  • PVC Wellplatten - transparent
  • Abstandhalter und Spenglerschrauben
  • Wetterschutzfarbe


2. ARBEITSSCHRITTE STEP-BY-STEP

2.1 Die Holzbalken und Latten auf richtigen Längen sägen, schleifen und streichen

2.2 Holzlatte längs vorne auf das Dach schrauben

2.3 Anbringen der Querbalken
  • Balkenschuhe an die Hauswand schrauben
  • Holzbalken in die Balkenschuhe und auf die Holzlatte vorne auf dem Dach legen und im rechten Winkel ausrichten
  • Holzbalken mit den Balkenschuhen verschrauben und mit beidseitig angelegten Winkeleisen auf die Holzlatte auf dem Dach

2.4 Holzlatten quer auf die Holzbalken verschrauben

2.5. Abstandhalter für die PVC-Wellplatten auf die Querlatten legen

2.6. die PVC-Wellplatten passend zuschneiden

2.7. die PVC-Wellplatten mit der Welle auf die Abstandhalter und den Querlatten auflegen und mit den Spenglerschrauben festschrauben
  • (Die Wellplatten müssen übereinander verladen, damit das Dach auch dicht ist)

2.8. ggf. den Wandanschluss der PVC-Wellplatten mit Silikon abdichten 



Tip: PVC-Wellplatten schneiden

PVC-Platten lassen sich relativ einfach wie folgt zuschneiden, ohne dass das PVC ausreißt und splittert

1. die Wellplatten zwischen zwei Holzplatten/-bretter legen

2. damit die Wellplatten nicht zwischen die Holzplatten herausrutschen, 
  • alles relativ stramm mit Schraubzwingen fixieren
  • das Ganze nochmals auf der Werkbank mit Schraubzwingen fixieren, um Vibrationen möglichst zu vermeiden
3. nun kann mit einer Stichsäge gesägt werden

4. Wichtig: ohne Pendelhub - langsame Schnittgeschwindigkeit (sonst wird der PVC zu heiß, schmilzt und klebt an den Schnittstellen wieder zusammen)

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Bau und Einsetzen der Außentür

Skizze Tür
Außentür
Außentür
Verstärkung mit Winkel-Flacheisen
Scharniere
beidseitig zu betätigender Türriegel
Außentür fixiert
Fixierung der Außentür zum Schutz vorm Zuschlagen bei Wind

Ähnlich wie bei dem Regendach, erging es mir mit der Tür. Nachdem ich das Regendach fertig hatte, begann es erneut an zu regnen, diesmal recht extrem und mit starkem Wind. War ja nun egal, ich stand ja im Trockenen. 
Falsch gedacht: der starke Wind drückte den Regen ca. 3 Meter weit in das Brennholzlager hinein und „es zog, wie Hechtsuppe“, wie wir Norddeutschen zu sagen pflegen. Und sofort kam mir die Idee mit der Tür. 
Meinen ersten Gedanken, diese aus Holz/Holzbretter zu bauen, verwarf ich recht schnell wegen folgender Probleme:
- die Tür würde aufgrund ihrer Größe zu schwer (für die Scharniere) werden
- weil Holz bekanntlich kein Licht durchlässt, würde wertvolles Tageslicht verloren gehen
Die Lösung war ein ein Rahmen aus gehobenem Rahmenholz und leichten, 6mm Steg-Doppelplatten > Tür leicht und lässt Licht durch. 
Auch war zudem nicht nur das Problem mit der Zugluft in sich damit behoben, ich hatte mir dadurch eine Möglichkeit geschaffen, Holz zukünftig im Brennholzlager zu sägen - dabei noch ohne Zugluft im Rücken - und somit meine Werkstatt nicht mehr unnütz mit Sägespäne zuzustauben.

1. MATERIAL

  • gehobeltes Rahmenholz 34 x 54mm
  • 6mm Stegdoppelplatten
  • Winkeleisen und Winkel-Flacheisen
  • Türscharniere
  • beidseitig zu betätigender Türriegel
  • Silikon


2. ARBEITSSCHRITTE STEB-BY-STEP

2.1 in die Rahmenhölzer auf der schmalen Seite mit der Oberfräse oder Nutenfräse längs eine 6mm breite Nut ziehen, in die nachher die Stegdoppelplatten gesteckt werden

2.2 Die Rahmenhölzer auf die passenden Längen und an den Enden und im nach innen laufenden 45° Winkel zuschneiden

2.3 Die Hölzer zu dem Rahmen zusammenlegen

2.4 die Stegdoppelplatten in den Rahmen legen, indem sie in die Nuten gesteckt werden

2.5. an die Ecken des Holzrahmens Holzleim aufstreichen

2.6 die ganze Konstruktion fest zusammendrücken und mit den Winkeleisen verstärken
  • Winkel-Flacheisen auf die Ecken der Vorderseite- und der Hinterseite schrauben
  • normalen Winkeleisen von unten zw. oben unter die Ecken schrauben


2.7. Scharniere anbringen

2.8. für den von beiden Seiten zu öffnenden Türriegel mit der Oberfräse ein Länglich durch den Holzrahmen fräsen und den Türriegel anschrauben

2.9. Tür an den Scharnieren an den äußeren Stützbalken des Holzlagers anbringen

Damit die Tür bei Wind nicht hin- und verschlägt, habe ich von innen einen offenen Ringhaken an den Türrahmen geschraubt und an dem Balken des Holzlagers eine kurze Eisenkette befestigt.

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"W @ W" - Making of

"W @ W" - Woman @ Work

Etwas eigener Stolz über meine Leistung bei diesem Projekt steht mir sicherlich zu :-)
Man kann vieles schaffen, wenn man es nur will ;-)

DANKE an alle, die sich mein Projekt hier (bis zum Ende) angeschaut haben. 

Ich habe mir Mühe gegeben, alle einzelnen Arbeitsschritte möglichst genau und verständlich zu erklären, so dass alles recht gut nachzuvollziehen ist.

Eine genaue Aufstellung der Materialkosten  habe ich (noch) nicht erfasst, folgt aber evtl. Allerdings habe ich die etwaigen Gesamtkosten mit angegeben.

Sollte jemand genauere Fragen zu dem Projekt haben, bin ich gerne bereit, diese zu beantworten :-)


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