Bosch PBD 40 -Woodkids-

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Die Bosch PBD 40 für Kids
Aus Buchen und Tannenholz
Spindel mit Drehfunktion
Die Handkurbel lässt das Bohrfutter drehen
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    4 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

So ihr lieben.

Wettbewerb zum Thema -Spielzeug aus Holz-? 
Genau mein Ding... Da unser jüngstes Familienmitglied am liebsten blau trägt wird es für mich eh Zeit langsam auf Jungsspielzeug umzusatteln... Bis dato ging es bei den Mädels eher in Richtung Pferd und Co. Jetzt kann ich Spielzeug basteln das auch mir Spaß gebracht hätte. Also, kurzes Brainstorming und ich kam auf die Idee eine PBD 40 aus Holz zu versuchen. Die hätte ich nämlich selbst auch gern. Und genau das war das größte Problem... Kein Original, keine Maße zum kopieren... Ich hatte kurz den Gedanken in den Baumarkt zu fahren und ein Austellungsstück zu vermessen aber das wäre mir doch irgendwie unangenehm gewesen. Hier im Forum fragen ob jemand seine misst? Wieviele Mails soll man schreiben bis alle Maße abgefragt sind? Also, habe ich mir möglichst viele Bilder aus dem Netz gesucht und mal etwas rumskizziert. Es ging dann auch relativ schnell bis ich zu einer ordentlichen Zeichnung kam. Die Anbauteile wie Drehknöpfe usw. wurden dann während des Baus nach Gefühl vermaßt. Ich glaube im großen und ganzen kann man erkennen welchenm Original das Gerät nachempfunden ist. 
Okay, dann seht euch die  Bastelei mal an...

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Oberfräse
  • Exzenterschleifer
  • Multifunktionswerkzeug
  • Stecheisen
  • Schleifpapier
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Materialliste
  • Reste x Holzbretter | Fichte & Buche
  • Reste x Buchenholz
  • 50cm x Holzstab | Buche (8mm)
  • Etwas x Holzleim
  • Divers x Holzachrauben

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Skizze

Als erstes habe ich mir eine relativ ordentliche Zeichnung erstellt. Mal den Zollstock ausgeklappt und überlegt wie groß das Teil im ganzen werden soll. Dann immer wieder Bilder vom Original angesehen, radiert, gezeichnet, Radien probiert und nach ca. einer Stunde hatte ich das Profil auf Papier. Die Front die ja unten etwas konisch zusammenläuft habe ich dann später am Rohling in der Werkstatt festgelegt.

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Verleimen der Rohlinge

Gehäusematerial vorm verleimen
Schön verpressen und ne Nacht drüber schlafen...

Der erste Arbeitsschritt war das verleimen der Holz- Rohlinge.

Für das Grundgehäuse habe ich zwei Kanteln von 6x8 cm mit zwei aussen aufgelegten 2x14 cm Brettern verleimt. Die Grundplatte besteht aus vier verleimten 2x10 cm Brettern und soll später ca. 15x15 cm messen

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Es geht los... Drehbank an

Das eckige wird das runde, oder wie war das noch...
Es nimmt langsam Form an. 40 mm Durchmesser sollte erstmal reichen.
Das ist doch mal ein Schnellspannfutter. Bohrer ist auch schon drin.
Noch ein 8 mm Loch zur Aufnahme der Spindel gebohrt

Ein Bohrfutter muß her. Der Leim der Rohlinge hat noch Zeit zum abbinden, denn ich kümmere mich erstmal um das Bohrfutter. Hab Bock was zu drehen... Also ne Buchenkantel in meine modifizierte Drechselbank geknotet und erstmal Rundholz und Späne produzieren. Nach und nach forme ich dann mit etwas Männergefühl und Augenmaß das Futter aus dem Hölzchen. Seht selbst...

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Das Gehäuse entsteht

Nachdem ich mir ein Stück Holz in den Dimensionen: 40x60x160 mm auf der Kreissäge zugeschnitten habe, wurde dieses mit der Bandsäge ausgeklingt und mit 16mm Bohrungen versehen.
Nachdem ich die Rundungen wie beim Original angezeichnet habe, wurden diese von mir mit dem Tellerschleifer an der Drehbank ausgeschliffen
So, alles schön geschliffen. Der Buchenstab ist auch schon eingepasst
Jetzt geht es ans Motorgehäuse. Ich habe die Skizze ausgeschnitten und zum anzeichnen der Umrisse auf den Rohling gelegt. Diesen schneide ich dann mit der Bandsäge aus
Auch die Front verläuft leicht konisch nach unten
Die Grundform ist da
Jetzt wird es knifflig. Da das Display ja leicht eingelassen ist, habe ich es im Umriss angezeichnet und mit Multicutter und einem Stecheisen ausgearbeitet
Vorsicht ist geboten... Einmal zu tief geschnitten und der Rohling ist hinüber
Das schlimmste ist überstanden. Jetzt noch etwas mit Stecheisen und Dremel nacharbeiten, dann passt es.

Bei dem Gehäuse bin ich mit der Aufnahme angefangen. Im Anschluß wurde der Korpus auf der Bandsäge zugeschnitten und mit dem Display und den Bohrungen für die Drehknöpfe versehen. Der Auschnitt des Displays ist mit vorsicht zu gestalten. Hier ist jeder kleine Fehler eine Katastrophe.

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Anbauteile und Details

Für die Drehknöpfe habe ich mir eine 30mm Welle abgedreht, geschliffen und zu 16mm starken Plättchen geschnitten
Die Knöpfe sind aufgelegt. Passt doch schon. Die Taster haben einen Durchmesser von 8mm und sind ca. 3mm stark.
In das Bohrfutter habe ich eine 8mm Buchenspindel geleimt. Diese wird in die 8,5mm starke Bohrung durch das Gehäuse geführt so das man mit der später oben angebrachten Kurbel das Futter drehen kann
Das sieht doch schon nach was aus... Der Getriebeknopf ist dran und die Spindel ist eingefügt. Die Kurbel der Spindel ist aus einer 80mm Holzscheibe mit 8mm Buchenstab als Griff. Unterhalb der Kurbel habe ich ein 20mm Distanzstück aus einem Konusplättchen
Das Höchenstellrad habe ich mit der Stichsäge ausgeschnitten. Auch dieses hat 80mm Durchmesser, die Speichen messen 15mm genau wie der Aussenreif
Als Aufnahme für das Höhenstellrad habe ich ein Buchenstück angepasst und verleimt
So, das Stellrad ist montiert. Auch hier noch ein Distanzstück aus einem 20mm Plättchen. Das Rad ist Zentral geschraubt und mit einem Holzstab verschlossen. So lässt es sich drehen

Nachdem die groben arbeiten am Gehäuse geschafft sind geht es an die Details. Drehknöpfe, Wahltaster und Getriebeknauf wollen erstellt und verleimt werden. Genauso das Stellrad das sich später drehen lassen soll.

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Der Werktisch

Als erstes den Zuschnitt auf 150x150mm erledigen
Die Unterseite mit einem Nutfräser ausgefräst
Danach die Oberseite bearbeitet. Alles auf der Stationärfräse mit 12mm Nutfräser

Wie schon oben beschrieben habe ich mir vorab einen Rohling aus vier Brettchen verleimt. Dieser soll später 150x150mm messen. Nach dem Zuschnitt auf der Kreissäge habe ich die Konturen auf der Stationärfräse gefräst. Das Aufnahmeloch gebohrt und alles leicht gefast und geschliffen.

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Die Hochzeit

Nachdem alles soweit für die Zusammenkunft vorbereitet ist, können wir Ständer und Gehäuse verleimen. Es war eine tolle Arbeit die mir echt Spaß gemacht hat. Teilweise ech knifflig aber auch sehr vielseitig. Ich hoffe euch gefällt das Ergebniss. Unser Sproß findet es toll und ich werde jetzt noch die passende Werkbank und noch einige andere Werkzeuge bauen. Diese werde ich euch dann in neuen Projekten präsentieren. Wenn ihr mögt...


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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