Bohrer-Einlagen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich habe sooo viele Bohrer und keine Ordnung. Vor vielen Jahren habe ich bereits kleine Fächer für Bohrer in eine Schublade gemacht, aber da passen lediglich zwischen 2 bis 4 Bohrer in jedes Fach. Aber über die Jahre sammelt sich doch mehr an und irgendwann hat man einen Berg Bohrer und sucht sich was man braucht zusammen. 


Also musste einfach eine Lösung her. Ich will eine Einlage in meine oberste Schublade meines Unterschranks dür die Bosch PBD 40-Standbohrmaschine. Bei 40 x 30 cm und einer Innenhöhe vom etwa 14 cm war klar, ich brauche mehrere Einlagen um alle Bohrergrößen unter zu bekommen. Aber wie bisher die obere Einlage herausheben um an die untere zu kommen, ist nicht zweckmäßig. Also eher drei Etagen und diese übereinander zum Verschieben. 

Dann das große Problem. Fächer aus Sperrholz bauen? Ungeschickt. Die kleinen Bohrer rollen in die Ecke und bekommt man nur schwer heraus. Die Idee, mit einem Magneten herausheben sxheitert, ich will ja keine magnetischen Bohrer - Eisenspäne bleiben dann am Bohrer hängen. Also besser eine Art Mulde. Doch wie bekomme ich so etwas hin. Nach etwas Nachdenken, Ideenfindung in unserer Powertüftler-Gruppe in WhatsApp kam die Idee. Doch dazu später ...

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Ausgangslage

Die gängigen Größen griffbereit an der Lochwand über der PBD 40
Bohrerkoffer - geschickt, aber ohne Zwischengrößen
Jede Menge Bohrer ohne Sortierung lose in einer Kiste
Bohrerkästen griffbereit zum Mitnehmen
Bisherige gefräste Einlagen - Ebene 1
Und Ebene 2

Ich habe die gangigen Größen von 2 bis 10 mm für Holz und Metall griffbereit über der Standbohrmaschine. 


Bild 2 - ein Koffer für Bohrer von Norma für kleines Geld. PrKtisch, aber kein Platz für Zwischengrößen. Einfach ungeschickt. Der liegt direkt unter der PPD 40.

Bild 3 - in der Schublade darunter eine Handvoll Bohrer, das hier ist nur eine kleine Auswahl. 

Bild 4 - Bohrerkästen zum Mitnehmen hängen griffbereit an der Lochwand über der Bohrmaschine. Das sind fast ausschließlich die wirklich hochwertigen Bohrer, die ich mit den anderen auch nicht mischen will. 

Bild 5 und 6 - rund 15 Jahre alte gefräste Einlagen. Die Idee war nicht schlecht, aber es passen eben viel zu wenige Bohrer rein und sind teils auch sehr ungeschickt zum Entnehmen. 

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Erster Ansatz

Eine Einlage mit Zwischenwänden aus Sperrholz. Nicht schlecht, aber schwierig zum Leimen. Ich müsste Nuten fräsen, sollte ja auch passgenau sein. Sehr aufwändig und zum Entnehmen eines kleineren Bohrers problematisch: Liegt ein Bohrer in der Ecke, bekommt man ihn nur schlecht heraus. 


Idee gleich wieder verworfen ... Dann Brainstorming. Einzelne Sortierkistchen sind tief, breit, passen nicht unbedingt. Also nicht ideal. Gleich wieder verworfen. Warum gibt es eigentlich so was nicht fertig zu kaufen? Irgendwelche runden Mulden? Und dann die rettende Idee. Halbe Rohre. Verschiedene Größen für kleine und große Bohrer ...

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Und los geht‘s!

Elektroinstallationsrohre! Gibt es in tollen Größen von 12 bis 25 mm und liegen im Fundus ausreichend herum. Also gleich mal eines mittig durchgesägt. Mit der Bandsäge geht das rasch. Bohrer reingelegt. Was will man mehr? Das ist doch perfekt! Je nach Größe kann man schon einige Bohrer lagern. 


Also los geht‘s. Die verschiedenene Rohre aufgetrennt, dann entgratet und geschliffen. Puh. Da braucht man ne ganze Menge ...

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Elektrorohre entgraten

Wie entgratet man die Rohre? Tellerschleifer ist zu rabiat. Handschleifklotz, ja, aber dauert einfach. Ich habe ja viele Rohre. 


Cuttermesser. Da schneide ich zu leicht ins Material. Scheidet also aus. Metallfeile ist auch aufwändig und wie spanne ich Rohr fest? Also auch nicht. 

Da fällt mir eine kleine Diamantfeile von Lidl ein. Super! Auf der einen Seite jste eine Nut. Diese auf die Kante angesetzt und einfach entlangziehen. Einmal in jede Richtung und fertig. Dann noch kurz über de Schnittfläche mit dem Schleifklotz drüber. Passt. Geht jetzt richtig schnell. 

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Jetzt geht‘s richtig los ...

Die Rohre werden umgederht und mittels Heißkleber verbunden. Dann aufs Holz noch Kleber und fertig. Nach und nach füllt sich die Einlage für die kleinen Bohrer. Bei den ganz kleinen mache ich noch ein Zwischensteg.

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Große Bohrer bekommen HT-Rohr

im Baumarkt hören die Elekrptrorohre auch bei 30 mm auf. Ich brauche aber 40 mm für die großen Bohrer. Macht nichts, ich nehme eben das dunkelgraue HT-Abwasserrrohr. Hellgrau wäre schöner. Aber man kann nicht alles haben. 


Insgesamt gibt es nun 3 Einlagen. Eine am Schubladenboden, eine darüber zum Verschieben und dann noch eine ganz oben, ebenfalls verschiebbar. 

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Die unterste Lage

Bild öffnen - sonst sieht man nicht alles!


Vorne kommt eine herausnehmbare Leiste fur Ansenkbohrer. So was hatte ich bisher auch und hat sich bewährt. Da ist noch etwas Platz, da folgen sicherlich noch einige, habe mir gestern auch noch Querlochsenker geordert. 

Dann eine Einlage für die Bohrer von 6 bis 10 mm. Dahinter nich HT-Rohre für längere Bohrer. Die Wanddurchbruchsbohrer mit 30 cm passen hier eh nicht rein und sind an einem anderen Ort gut aufbewahrt. Alles was unter 30 cm ist, kommt aber hier herein. Und insgesamt ist nun Platz für ca. 50 Bohrer. Also darf ich noch welche kaufen :)

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Der Aufbau

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Schubladensicherung

an der hunteren Seite befestige ich ein kleines Holzstück, das durch sein Eigengewicht einseitig herunterfällt. Dieses greift im Schrank in den oben liegenden Rahmen, so dass die Schublade nicht vollständig herausgezogen werden kann. Ein Bohrerchaos wäre die Folge. Wenn man das Hölzchen rechts anhebt, kann man aber bei Bedarf die Schublade komplett entnehmen. 

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Die zweite Ebene

Hier wurden die Einlagen versuchsweise eingelegt. Man sieht gut, dass die zweite Ebene kleiner ist als die obere Ebene. Das ist notwendig, damit ich entsprechende Führungen anbringen kann. 


Die oberste Ebene ist breiter und läuft dann auf den Absatndshaltern der unteren Ebene. 

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Führungen der Einlagen

Links und rechts der mittleren Einlage kommen Abstandshölzer in den Kasten. Multiplex mit einem angebrachten feinen Kunststoffwinkelprofil. Der Kunststoff besitzt hervorragende Gleiteigenschaften. 


Verklebt wird dieser mit Uhu Kraft. Sind diese Seitenführungen angebracht, werden solche Winkel nich oben uafgesetzt, damit die obere Einlage ebenfalls gut gleitet und geführt wird. 

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Fertig

Unten - die beiden oberen Einlagen nach hinten geschoben
Die mittlere Einlage
Die obere Einlage vorne - Zugriff auf die langen Bohrer hinten/unten

In den Bilder sieht man, dass man die Einlagen so verschieben kann, dass man an jede Ebene und auch die hinten unten gut hinkommt. 


Dann noch mit dem Dymo schön beschriften und wieder ist ein wenig mehr Ordnung in die Werkstatt eingekehrt. 

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Weil’s so schön ist ...

... schiebe ich wie ein kleines Kind die Einlagen vor und zurück. Es macht einfach Spaß. Bohrer rein und wieder raus. Einlage vor und zurück, rausheben und auf die Werkbank, und wieder rein ....



Echt schön - bin begeistert! Ihr auch? Dann einfach nachbauen. Ne Schublade habt Ihr doch bestimmt. Und auch jede Menge Bohrer.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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