Boden für Erlanger Magazinbeute ( Imkerei )

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Nachdem wieder Bretter aus einem vorherigem Projekt übrig waren, habe ich daraus einen Boden mit Mäuseschutzgitter für eine Erlanger Magazin Beute gebaut. Wie die Zargen der Erlanger Beute gebaut werden, wird in einem anderen Projekt "Erlanger Magazin Beute" erklärt.

Für den Außenkörper wurde auf Grund seiner Leichtigkeit wieder Weymouth-Kiefer oder auch Strobe genannt, verwendet.

Ein Mäuseschutzgitter wird bei dieser Bauart der Beuten verwendet, da der Boden von Unten offenbleibt und somit sich kein Ungeziefer im Magazin einnistet.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • POF 1400 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • Akku-Schrauber,  GSR 14,4 - 2 - LI Professional
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Hammer
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Materialliste
  • x x Schrauben
  • x x Nägel
  • x x Wasserfester Leim
  • x x Bretter | Eymoth - Kiefer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschnitt Außenbretter

Beim Zuschnitt der Bretter war die Elu Kapp - und Gehrungssäge sehr praktisch und Hilfreich.

Alle Bretter wurden in diesem Arbeitsschritt auf die gleiche Höhe gesägt, in diesem Fall 128 mm, anschließend je zwei Bretter auf eine Länge von 330,2 mm und 441,0 mm. Die Längenmaße der 4 Bretter gibt der Innenraum des einzelnen Beutesystems vor, d.h. wenn man Zanderrähmchen mit langen Ohren verwendet müssen die 441,0 mm dementsprechend länger gehalten werden.

In meinem Fall bin ich von Zanderrähmchen mit kurzen Ohren und Hoffmannseitenteilen ausgegangen!

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Zuschnitt Frontbrett und Fluglochkeil

Mit einem Schnitt bei 28 mm wird das Frontbrett zurecht gesägt, die 28 mm ergeben nach der Montage das Flugloch von eben diesen 28 mm.

Die gewonnene Holzleiste wird später zum Fluglochkeil

Für alle Nicht Imker: Ein Fluglochkeil wird in den Herbstmonaten wie der Name schon verrät, in das Flugloch eingesetzt um das verteidigen vor Räubern ( Mäusen, Bienen, Wespen, etc. ) dem Volk zu erleichtern und den Kältestrom etwas zu reduzieren.

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Zuschnitt Rückbrett und Öffnung

In diesem Arbeitsschritt war die Lage der Schnittmaße soweit unwichtig, lediglich sollte das mittlere Brett mit 58 mm entstehen. 58 mm, so dass später das Mäuseschutzgitter ( 28 mm ) und der Varroaboden ( 26 mm ) problemlos entnommen werden kann.

Für alle Nicht Imker: Nein, wir Züchten keine Varroa auf den Boden im Bienenstock, hier wird bei den Winterbehandlungen der Bienen, gegen die Varroa ein Boden eingeschoben, um dann den Erfolg bzw. den Befall festhalten zu können.

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Seitenteile Fräsen

Mit der POF 1400 und einem Fräser der etwas breiter ist habe ich bei den beiden Seitenteilen ( längste Bretter ) eine Nut von außen 15 mm und 5 mm tief gefräst. mit diesem Absatz wird ein seitliches verrutschen der Zargen verhindert.

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Montage Frontbrett

Das Brett über dem das spätere Flugloch ist, wird ganz normal montiert, da der durch das Sägeblatt entstehende Spalt für das Einlegen des Fluglochkeils benötigt wird.

Montiert wird mit Wasserfestem Leim und für jede Seite 2 Schrauben

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Montage Rückbretter

Durch die beiden Sägeschnitte ist dann doch ein etwas größerer Spalt entstanden und um ein Eindringen von Käfern anderen Bienen etc. zu verhindern, montierte ich das obere Brettchen in dem ich das Ganze auf Kopf gelegt hatte. Anschließend das größere Brett mit etwas spalt dazwischen gelegt und das letzte Brett wieder mit Schrauben und Wasserfestem Holzleim montiert.

Der kleine Absatz spielt später keine Rolle, da der Boden punktuell an den Seitenteilen aufliegt.

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Anflugbrett

Ein Komfortables Starten und Landen der Bienen ;o)  zu ermöglichen, habe ich hier ein Anflugbrett angebaut. In diesem Fall die säge auf 17° eingestellt und dann das Anflugbrett von Innen an den Korpus geschraubt.

Die Schräge ist nur das kein Wasser auf dem Anflugbrett stehen bleibt oder in das Magazin läuft.

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Leisten für die Böden

Die beiden unteren Leisten so montieren das diese Bündig mit der Oberkante des unteren Brettes auf der Rückseite ist, hier wird später der Varroaboden eingeschoben. Die beiden oberen Leisten 28 mm über den unteren Leisten für das Mäuseschutzgitter montieren.

Zum Montieren habe ich einfach vier Nägel verwendet, hier kommen keine belastungen drauf.

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Mäuseschutzgitter

Aus vier leisten habe ich einen einfachen Rahmen mit den Abmaßen 329,7 mm x 440,5 mm gebaut, und auf diesen Rahmen anschließend ein Gittergewebe aus Metall getackert.

Die Spaltmaße sollten so gering wie möglich gehalten werden, das sich eben kein Ungeziefer in dem Magazin einnistet.

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Flugkeil Anschlag

Das der Flugkeil nicht ausversehen zu weit in das Magazin geschoben wird habe ich mit Leim 2 dünne Scheibchen an die Seite geleimt.

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Flugkeil

Zum Einengen vom Flugloch habe ich das zweite Hölzchen ( Abfall Frontschnitt ) der Front genommen, auf der Dekupiersäge eine Freie Form ausgesägt.

Bei der Öffnung sollte man daran denken, dass Drohnen um einiges größer als Bienen sind und auch diese aus dem Stock wollen, somit etwas größer aussägen.

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Deckel Rückseite

Zum Schluß in den Deckel auf der Rückseite eine Nut zum besseren entnehmen gefräst und Fertig war der Boden für eine Erlanger Magazin Beute.

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Fachbegriffe kurz erklärt

Im ersten Bild ist so ein Boden im Einsatz zu sehen, wie schon der Name erahnen lässt befindet sich der Boden bei einer Beute oder auch Magazin oder Stock genannt ganz unten.

Der Pfeil mit der Beschriftung Zarge deutet auf den 1. Brutraum hier befinden sich 9 Rähmchen mit Mittelwänden, die Zarge darüber ist der 2. Brutraum. In diesen beiden Bruträumen befinden sich insgesamt 18 Rähmchenn auf der die Königin ihre Eier legt und die Bienen diese Pflegen. Über diesen beiden Zargen kommen dann die beiden Honigräume in die nur Bienen, also keine Königin und auch keine Drohen kommen, da ihnen der Weg dorthin mit einem Gitter versperrt wird.

Die Beschreibung für das Anflugbrett befindet sich im Arbeitschritt 7

Im Bild 2 zeige ich ein Rähmchen bzw. Leerrähmchen, Leer, da noch keine Mittelwand eingelötet wurde. Die beiden Pfeile in diesem Bild zeigen die kurzen Ohren wie ich sie im Arbeitschritt 1 erwähnt habe, es gibt sie auch in einer längeren Ausführung.

Im Bild 3 zeuge ich ein Rähmchen mit einer eingelöteten Mittelwand aus reinem Bienenwachs. Mit so einer Mitteland gibt man den Bienen den Baustil so in etwa vo.

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Fachbegriffe kurz erklärt 2

Auf diesen Bildern zeige ich die Rähmchen von der Seite, da ich den Begriff Hoffmann Seitenteile im Arbeitsschritt erwähnt habe hier ein Versuch dies zu erklären.

Es gibt Rähmchen bei denen die 4 Rahmenhölzchen alle gleich Stark sind, da aber die Bienen einen absolut gleichen Abstand von Rähmchen zu Rähmchen benötigen gibt es diese mit Hoffmann Seitenteilen.

Im ersten Bild ist es komplett aus Holz und geschlossen, wenn zwei dieser Seitenteile zusammen sind verkitten die Bienen diese zusätzlich mit Propolis und der Imker bekommt dieser bei der Entnahme nur sehr schwer heraus. Desshalb gibt es die Sache auch aus Kunststoff bei der die beiden Rähmchen nicht komplett an den Seitenteilen anliegen und smit leichter vom Imker gezogen werden können.

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Fachbegriffe kurz erklärt 3

Im ersten Bild zeige ich nochmal den gebauten Boden mit einer aufgesetzten Zarge und offenem Flugloch um das System nochmal Bildlich darzustellen.

Im zweiten Bild dann das ganze mit verengtem Flugloch oder auch mit eingelegtem Flugkeil bezeichnet. Das Flugloch wird spätestens im September eingeengt um das verteidigen des eigenen Futters den Bienen zu erleichtern, es besteht die Möglichkeit das andere Bienen umgangssprachlich eine Räuberei begehen wollen, andere Insekten oder Mäuse etc. den Honig stehlen möchten.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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