Bilderrahmen aus Brennholz bauen

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen IC-send-mail Drucken IC-print-circle
Bau eines Bilderrahmens aus Brennholz
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Meine Mutter wollte ein Hochzeitsbild in einem etwas größeren Format für ihre Fotowand.
Das Bild war aus unserem Fotoalbum schnell ausgesucht und bei einem einschlägigen Dienstleister gedruckt.

Jetzt brauchte ich noch einen Rahmen. Natürlich gibt es Bilderrahmen in allen Preisklassen zu kaufen, aber als Bastler wollte ich den Rahmen selbst bauen.

Als zusätzlichen Schwierigkeitsgras setzte ich mir, dass ich den Rahmen aus einem Stück Brennholz bauen wollte Einfach für mich als Herausfoerderung.

Ein Stück Buchenholz spürte ich in unserem Brennholzstapel auf. Dabei achtete ich zum einen darauf, dass es an den Enden noch nicht zu sehr eingerissen war, eine ausreichende Länge hatte und auch eine ausreichende Stärke, dass ich die benötigten Leisten raus schneiden konnte.

Das Glas und die Rückwand habe ich aus einem anderen Bilderrahmen, einem einfachen Kunststoffrahmen, der nicht besonders hübsch war.

Du brauchst

Icon my-product Icon--my-product-black-48x48
Werkzeuge
  • Hobel
  • Tischkreissäge
  • Dremel
Icon confirmation Icon--confirmation-black-48x48
Materialliste
  • alter Bilderrahmen
  • Brennholz Buche

Los geht's - Schritt für Schritt

1 12

Brennholz vorbereiten

der rohe Brennholzscheit
eine Seite gehobelt
die lose Rinde muss weg
Zuschneiden

Zunächst habe ich den unregelmäßig gespaltenen Holzscheit über die Hobelmaschine geschickt. Nach ein paar Zügen hatte ich eine glatte Referenzseite, mit der ich dann weiterarbeiten konnte.

Die weitere Zerlegung erledigte ich an der Tischkreissäge.

2 12

Vierkantleisten schneiden

Dicker Vierkant aus dem Holzscheit
Enden bereinigen
Rahmenleisten schneiden

Aus dem Holzscheit schnitt ich erst ein Vierkant, woraus ich dann die vier benötigten Leisten schnitt.
Diese Leisten sollten dann auf dem Dickenhobel weiterverarbeitet werden.

3 12

Hobelhilfe bauen

OSB zuschneiden
Leisten aus Fichtenleimholz schneiden
auf Länge bringen
Hilfsleisten aufkleben
Rahmenleisten in Hobelhilfe einkleben

Um zu verhindern, dass i Dickenhobel die Enden dünner werden, ein bekanntes Phänomen insbesondere bei preiswerten Dickenhobeln, baute ich mir ein Hilfsbrett.

Das Brett schnitt ich aus einem Stück OSB, die Seitenleisten aus einer Fichtenleimholzplatte.
Die Seitenleisten dienen als Stütze für den Hobel und sind etwas länger als die eigentlich zu hobelnden Leisten.

Die Leisten klebte ich mit doppelseitigem Klebeband auf. Das bietet ausreichend Halt und ist auch wieder gut zu lösen.

4 12

Hobeln

mit Hobelhilfe durch den Dickenhobel
Zwischenergebnis prüfen
Leisten drehen zum Hobeln der anderen Seite

Die Leisten schob ich nun mit der Hobelhilfe durch den Dickenhobel. Nachdem eine Seite der Leisten glatt und gleichmäßig gehobelt war, drehte ich sie um 90° und hobelte die nächste Seite, bis alle Seiten ordentlich gehobelt waren.

5 12

Ablängen

Länge anzeichnen
auf der TKS kappen

Für die langen Rahmenseiten waren die Leisten gerade lang genug. Die kurzen Seiten musste ich aber noch auf die richtige Länge kappen.

6 12

Gehrungen schneiden

Enden auf Gehrung schneiden

An den Enden der Leisten schnitt ich dann mit der Tischkreissäge jeweils eine Gehrung

7 12

Profil fräsen

verwendeter Fäser
Fräshilfe ankleben
Fräshilfe ankleben
fräsen
Profil gefräst
verwendeter Nutfräser
Falz fräsen

Die Innenseite des Rahmens sollte ein klassisches Profil bekommen. Dafür nahm ich einfach einen Fräser aus meinem kleinen Sortiment.

Damit ich mit den Fingern nicht zu an den Fräskopf komme, habe ich mir auch hier eine kleine Hilfe genommen. Die Leisten klebte ich, wieder mit doppelseitigem Klebeband, an Restholzstücke, so dass ich die Leisten komfortabel führen konnte.

Auf der Rückseite sollte eine Falz entstehen, in den ich das Glas und das Bild einlegen konnte. Dafür nahm ich einen einfachen Nutfräser.

8 12

Rahmen für Halterung vorbereiten

anzeichnen
vorbohren

Die Rahmenrückwand hatte zwar kleine Haltefedern. Die waren aber so gestaltet, dass sie sich in den Kunststoffrahmen festkrallen konnten. Für meine Leisten waren die ungeeignet.

Die Rückwand wollte ich mit kleinen Nägeln fixieren. Dafür markiert ich mir die Positionen und bohrte dafür kleine Löcher vor.

9 12

Verleimen

Packband aufkleben zum Schutz des Werktisches
Leisten aneinander legen
mit Kreppband fixieren
mit Kreppband fixieren
Leim angeben
Rahmen schließen
Rahmen schließen
Winkel prüfen
überschüssigen Leim entfernen

Eine Gehrungsverleimung ist eigentlich recht einfach.
Die Leisten legte ich in der richtigen Reihenfolge an ein großes Lineal an. Die Leisten habe ich von hinten mit einfachem Kreppklebeband miteinander verbunden, in die Gehrungen etwas Leim gegeben und dann die Leisten zum Rahmen eingeklappt. Zum Schluss die noch offene Verbindung auch noch mit Kreppband verklebt.

Das blaue Packband auf den Bildern hat nur den Sinn, dass ich mir nicht den Holzleim auf den Werktisch klebe.

Mit einem feuchten Tuch habe ich die austretenden Leimreste wegewischt.

10 12

Außenprofil fräsen

Außenprofil fräsen
Profil prüfen

Damit der Rahmen noch etwas feiner wirkt, so bildete ich mir ein, fräste ich von außen auch noch ein Profil. Hier verwendete ich den gleichen Fräser, wie für das Innenprofil.
Dass ich das erst in diesem Stadium machte, hatte 2 Gründe.
Erstens hätte ich die Leisten mit dem schon gefrästen Innenprofil nicht mehr sicher und stabil an der Fräse vorbeiführen können. Mit dem fertig verleimten Rahmen konnte ich die wieder gut handhaben.
Zweitens hätte ich für die Gehrungsverleimung mit dem gefrästen Außenprofil keinen Halt für das Kreppband oder einen Rahmenspanner gehabt.

11 12

Ölen

Öl auftragen
Überstand abwischen

Vor dem finalen Zusammenbau gönnte ich dem Rahmen noch eine Lage Danish Oil.
Ich brachte eine gut sättigende Schicht auf, wartete gut 10 Minuten und nahm die Überstände wieder ab.
Nachdem das Öl ausreichend getrocknet war (mind. 4 Stunden) konnte ich dann die Endmontage beginnen.

12 12

Endmontage

Glas säubern mit Glasreiniger
Glas einsetzen
Bild einlegen
nicht benötigte Ösen abzwicken
Rückwand einlegen
die verwendeten kleinen Nägel
Nägel einsetzen
das fertige Bild
das fertige Bild

Erst putzte ich mal das Glas mit einem Glasreiniger, bevor ich es in den Rahmen einsetzte.
Darauf kam dann das Bild, und darauf dann die Rückwand.
Von der Rückwand schnitt ich erst die Blechhalterungen ab, die ich nicht benötigte.

Mit kleinen Nägeln in den vorher vorgebohrten Löchern fixierte ich die Rückwand.

Nun war der Bilderrahmen mit dem Hochzeitsbild fertig


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


Tags

Meinungen und Reaktionen

Wie hat dir das Projekt gefallen? Indem du deine Meinung mit uns teilst, hilfst du uns und anderen Community-Mitgliedern zukünftige Inhalte zu verbessern.