Bettkasten für den Großen

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    70 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Das Kinderzimmer ist nicht groß. Da ist Stauraum knapp. Eigentlich bin ich kein Fan davon, den Kram unter das Bett zu schieben, aber wir haben keine andere Möglichkeit. Damit nicht alles lose darunter liegt, sollte er nun einen Kasten auf Rollen bekommen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung und Materialbeschaffung

Eigentlich wollte ich den Kasten aus Möbel-Pressplatten bauen. Da die Baumärkte nun aber wegen Lockdown schon Ewigkeiten zu haben und immer noch nicht abzusehen ist, wann sie endlich öffnen, habe ich nun Rester Verbaut. Ich hatte noch OSB-Platten und Rester übrig, die ich nun dafür verwendet habe. Zur Verkleidung der OSB-Platten habe ich Klebefolie online gekauft, und Rollen für den Boden.
Im Nachhinein für euch, falls jemand so etwas nachbauen möchte: Klebefolie hält nicht auf OSB. Da habe ich mit Leim etwas nachgeholfen, ist aber auch nicht das Wahre...
Für die Maße habe ich mir mit „JensUp CAD Pro“ eine „hochwertige“ Zeichnung angefertigt (siehe Bilder). Diese was Grundlage für den Bau. Grundfläche: ca. 135x95cm

Als Kosten hatte ich für Rollen und Klebefolie sowie Schrauben etc. etwa 40€. Für das Holz muss man natürlich auch noch etwas einplanen. Dafür setze ich pauschal mal noch zusätzliche 30€ an (ohne Pistole, äh Gewähr).

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Sägen der Einzelteile

Als Erstes habe ich Grundplatte und Seitenwände mit einer Mini-HKS zurecht gesägt. Eine TKS wäre hier sehr viel besser gewesen, dann wären die Schnitte wenigstens gerade... bei der Höhe der Seitenwände und der Frontplatte muss man berücksichtigen, dass das Bett etwas durch hängt, wenn man sich rein legt. Also ein bisschen Platz lassen. Unten braucht man natürlich auch etwas Luft.

Ist schon wahnsinn, was mit den paar Schnitten für Sägespäne liegen bleibt...

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Die Bodenrollen

Auf die Unterseite der Bodenplatte habe ich nun die Bodenrollen angeschraubt. Bestellt hatte ich 8 Rollen. Aufgrund der recht hohen Tiefe und der Teilung der Grundplatte habe ich beim Pfalz auf jeder Seite eine dritte Rolle verbaut. Für die Mitte blieben nur noch zwei übrig. Nach Fixierung der beiden Bodenplatten miteinander durch einen OSB-Rest musste ich feststellen, dass diese Verbindung bei zu hohem Gewicht nicht hält. Deswegen habe ich noch drei kleine Rollen aus meinem Bestand verbaut. Dazu musste ich eine entsprechende Nut in die Platte auf die richtige Tiefe fräsen. Hat aber ganz gut funktioniert.

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Bekleben der Grundplatte

Damit sich Kind keine Schiefer einjagt, habe ich die Geundplatte mit einer Klebefolie beklebt, die ich noch im Bestand hatte. Da kann man auch genauso gut einen Teppichrest oder Ähnliches rein legen. Auf der Rückseite habe ich die Folie dann fest getackert.

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Seitenteile

Da ich mir für die Befestigung der Seitenteile vorab keine Gedanken gemacht hatte, fing nun die Knobelei an. Die Seitenteile sollten einfach von außen eingeschraubt werden. Bekleben wollte ich die Teile, indem ich die Folie komplett um das Brett herum wickel. Die Schrauben sollten dann aber optimalerweise nicht zu sehen sein. Also habe ich erst auf der Innenseite „angeklebt“, den Rest der Folie dann aber unten liegen lassen, während ich das Brett angeschraubt habe. Zwischenzeitlich ist mir aufgefallen, dass die Folie nicht hält. Ein erster Versuch war, die Seitenwände mit Tiefengrund, der noch da war, zu grundieren. Die Klebefolie habe ich dann im Anschluss nach dem Anschrauben und nach Trocknung der Grundierung erst hoch geklappt. Dabei sind leider einige Falten entstanden. Erst bei den längeren Brettern habe ich herausgefunden, woher die Falten kamen. Das Schutzpapier, welches man von der Folie abzieht, verursacht die Faltenbildung, weil die Folie aufgerollt war und somit die Schutzfolie etwas kürzer ist als die Klebefolie selber. Also musste ich erstmal an den Stellen, an denen die Klebefolie falten schlug, die Schutzfolie aufschneiden. So konnte ich nun für die beiden langen Bretter die Folie faltenfrei umschlagen. Weiterhin habe ich bei den langen Brettern zusätzlich noch mit Alleskleber gearbeitet, weil an den Seiten leider auch die Folie nicht richtig am OSB-Brett klebt. Durch den Leim hält sie nun deutlich besser.

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Fertig ist der Kasten

Nun, da alle Seitenteile angebracht und verklebt sind, ist nun das Projekt vollendet. Der Junge hat nun einen großen zusätzlichen Stauraum, ohne dass es unordentlich aussieht. Eventuell kommt da noch ein Griff dran, wobei wir uns absichtlich bislang dagegen entschieden haben. An dem Griff kann man sich stoßen oder hängen bleiben. Oben und unten hat man genügend Platz, mit den Fingern dazwischen zu greifen und den Kasten heraus zu ziehen. Evtl. wäre es sinnvoll gewesen, den Kasten etwas weniger tief zu bauen, um ihn etwas weiter unter das Bett schieben zu können. Ich stoße jedenfalls ständig mit den Füßen an. In dem Sinn, wieder sinnvoll Reste verwertet.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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