Beleuchteter Adventskalender "Wintermärchen"

Auf Pinterest teilen per E-Mail teilen IC-send-mail Drucken IC-print-circle
Der Adventskalender in der Gesamtansicht
Bei Dunkelheit :o)
Der Weihnachtsmann ist zu Besuch!
Vor dem Krippengeschäft.
Die Straße entlang...
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Ich möchte euch mein Endlos-Projekt zeigen - das jetzt endlich fertig wurde :o)

Etwa 2005 haben meine Frau und ich angefangen einen Adventskalender zu bauen. Als Vorlage dient der "selber machen" Bauplan "Wintermärchen" aus dem Heft 11/2004. Da wir schon lange vor 1-2-do mit dem Bau angefangen haben und da es sich eben um diesen vorgefertigten Bauplan handelt, gibt es vom Bauen leider keine Bilder. Aber ich werde versuchen, die wichtigsten Schritte im Bauplan zu erklären.

Warum es so lange gedauert hat? Keine Ahnung. Ich habe immer wieder ein bisschen was daran gemacht. Aber irgendwie hat es sich einfach gezogen. Vor allem, als wir anfingen, hatte ich noch kaum Werkzeug. So musste herhalten, was von meinen Eltern gemopst werden konnte. Im Laufe der Jahre wurde meine eigene Ausstattung immer besser und die Arbeit am Kalender immer einfacher. Das letzte Puzzelsteinchen war die Motosaw, die ich 2012 hier als Testgerät bekam und die für dieses Projekt einfach perfekt war, um die ganzen kleinen Fensteröffnungen und Fensterscheiben usw. auszusägen. Aber trotzdem hat es bis zu diesem Jahr gedauert, bis alles zusammen gesetzt und dekoriert und verkleidet war.

Du brauchst

Icon my-product Icon--my-product-black-48x48
Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Stichsäge
  • Dekupiersäge/Laubsäge
  • Klebepistole
  • Lötkolben
  • Feilen
  • Schleifpapier
  • Pinsel
  • Klemmen
  • Adernendhülsenzange
Icon confirmation Icon--confirmation-black-48x48
Materialliste
  • 1 x MDF-Platte | MDF (2qm 8mm )
  • 1 x Bastelglas | Kunststoff (50cm x 50cm 2mm)
  • 1 x U-Profil | Aluminium (2,5cm x 2,5cm 2m)
  • 1 x Rundstab 8mm | Buchenholz (ca. 20cm)
  • 1 x Rundstab 10mm | Buchenholz (ca. 40cm)
  • 1 x Kiefernholzleiste (10mm x 2mm ca. 1m )
  • Holzleim
  • Montagekleber
  • Bastelfarben
  • Strukturschnee
  • Figuren Spur 0 1:42/48
  • LED-Außenlichterkette | Niedervolt (12V)!!
  • Geschenkband (10mm )
  • Kalenderzahlen
  • Bauplan
  • Schrumpfschlauch
  • Adernendhülsen

Los geht's - Schritt für Schritt

1 8

Wie kriegt man die Bauteile aufs Holz (MDF-Platte)...

Der erste Schritt bestand darin, die Bauteile vom Bauplan aufs Holz (die MDF-Platten) zu übertragen. Da es eigentlich so gedacht ist, die vorgestalteten Bauteiledarstellungen vom Bauplan später auf die Außenwände aufzukleben, darf der Plan nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher haben wir von allen Elementen 1:1-Kopien anfertigen lassen.

Der erste Versuch war es, die Elemente mit Durchschlagspapier zu übertragen. Das ging auf den MDF-Platten eher schlecht als recht. Der nächste Versuch war es, die kopierten Teile auszuschneiden und entlang der Schnittkanten zu zeichen - bei dünnem Papier auch nicht die beste Lösung. Im Endeffekt haben wir unsere Versuche genommen und die Maße ganz klassisch mit Bleistift, Lineal und Winkel auf die MDF-Platten aufgezeichnet.

2 8

Wie kriegt man die Bauteile aus den Platten...

Wie oben schon geschrieben, haben mir am Anfang so ziemlich alle Werkzeuge gefehlt, also habe ich bei meinen Eltern geräubert. Der erste Versuch die Bauteile auszusägen war die Stichsäge meines Vaters. Die großen Teile grob aussägen ging damit ganz gut (auch wenn sich die Grundplatte nicht richtig gerade stellen ließ). Aber spätestens bei den Fensterlaibungen war Schluss mit lustig. Wir haben es mit Löcher bohren und mit dem Dremel rausschleifen und fräsen probiert - mit allem Möglichem. Aber so wanderten die ganzen großen und kleineren Einzelteile erstmal wieder grob gesägt in die Kiste.

3 8

Die Ausstattung wird besser...

Mit der Zeit kam eine eigene ordentliche Stichsäge, ein Multitool und noch so einiges an Boschwerkzeug in unseren Haushalt. Also wurde der nächste Versuch nach ein paar Jahren in Angriff genommen (zwischendurch haben wir in der Wohnung viel renoviert und umgebaut, sodass die Werkzeuge gekauft wurden, aber für die Arbeit am Kalender keine Zeit blieb - warum auch immer, wir haben immer kurz vor Weihnachten mit solchen Projekten angefangen). Auf jeden Fall wurden immer mehr Teile ausgesägt und zumindest grob vorbereitet.

Bis 2012: Da bekam ich die Motosaw als Testgerät. Mit der konnte ich endlich alle Teile ordentlich aussägen und auch die "verhunzten" Teile nacharbeiten. Aber wie immer, hab ich den Kalender nicht fertig bekommen. Aber zumindest war schon mal alles ausgesägt, was an Einzelteilen nötig war, auch die Fenster aus Bastelglas - nur die Aluminium-Schubladen noch nicht. Die genau Liste, kann ich euch gerne zukommen lassen, oder ihr besorgt euch den Bauplan von Selber Machen (kostet 5 Euro).

4 8

Es wird, es wird...

2013 dann endlich, habe ich angefangen, die ganzen kleinen Einzelteile zusammen zu bauen. Der Kalender besteht aus drei großen Elementen, die voneinander getrennt gebaut werden. Zuerst setzt man die "Gebäude" zusammen (klebt die MDF-Bauteile zusammen), also den Burgturm, den kleinen Marktstand, das Bürgerhaus und das Fachwerkhaus. Dann kommt die Aufnahmekonsole dazu - also die Rückwand und die Bodenplatte werden miteinander verklebt.

Wenn man die Konsole fertig hat, kann man das jeweilige Gebäude lose aufsetzen und die Positionen für die Beleuchtung markieren.

5 8

Beleuchtung einbauen...

Blick hinter die Rückwand
Blick auf die LEDs im "Gebäude"
Verbindungsstelle zum nächsten Element

Ich habe mich als Beleuchtung für eine LED-Außenlichterkette entschieden. Dafür gibt es drei Gründe: eine fertige Lichterkette ist günstig und bringt alles mit, was man zu Beleuchtung braucht - man muss sich also nicht im Modellbau-Bedarf die einzelnen Elemente zusammensuchen, sonder kriegt ein passendes "Komplett-Set". Der dritte und wichtigste Grund ist, dass eine Außenlichterkette einen Trafo nutzt und damit im Niedervoltbereich arbeitet. Eine normale Innenlichterkette ohne Trafo schickt 230Volt über die Leitungen entlang des Adventskalenders - was bei Beschädigungen tödlich sein kann! Eine Außenlichterkette arbeitet normalerweise mit 12Volt Spannung. Selbst wenn da ein Kabel beschädigt ist und man berührt es, passiert normalerweise nicht viel! Also auf keinen Fall mit normalen Lichterketten arbeiten, sonder nur mit einer mit Trafo ganz am Anfang und maximal 12Volt auf den Adern der Leitung!!! Und wer sich mit Strom nicht sicher ist, sollte das jemanden machen lassen, der sich damit auskennt!

Ich habe an den vorher markierten Stellen Löcher durch die Konsolenwände gebohrt, die einen ausreichenden Durchmesser für die LED-Lämpchen hatten. Dann habe ich bei dem ersten Element angefangen, die LEDs mit Heißkleber in den Löchern zu befestigen. So habe ich die Lichterkette von Loch zu Loch gezogen. An manchen Stellen waren die Kabel zwischen den LED etwas zu kurz. Dort habe ich die Leitungen aufgetrennt (in meinem Fall liefen immer drei Kabel zwischen den LED-Lämpchen/Segmenten) und mit einem passeneden Stück verlängert. Dazu habe ich die Kabelenden abisoliert, die Adern miteinander verdrillt und verlötet und dann die Verlängerungsstelle mit Schrumpfschlauchen (für Elektroarbeiten geeignete) wieder isoliert. Ich habe von den drei Kabeln immer nur eines durchtrennt um nicht durcheinander zu kommen.

Wenn ein Modul komplett mit LEDs bestückt war, habe ich an jeder der 3 Leitungen eine farbige Markierung mit Klebeband gemacht und die Leitungen dann durchtrennt. Die losen Enden kamen dann in eine befestigte Lüsterklemme, nachdem ich Adernendhülsen aufgebracht hatte. Um die drei Baugruppen zu verbinden habe ich Kabelbrücken gemacht. Diese bestehen aus jeweils drei Kabeln, die mit einem Schrumpfschlauch zusammengefasst sind. Die Enden sind wieder farblich markiert und mit Adernenhülsen versehen.

Wenn die LED-Beleuchtung eingebaut ist, wird noch eine zweite Ebene der Rückwand aufgesetzt, um die Verkabelung zu schützen.
 

6 8

Weiter gehts - "Gebäude" und Konsolen verbinden - der Innenausbau...

Als nächstes werden die "Gebäude" auf den jeweiligen Konsolen aufgeklebt. Ich habe alle Teile mit Montagekleber verklebt, da ich diese einfach mehr traue als normalem Holzleim. Besonders da es schwierig ist, die doch sehr vielteiligen Elemente ordentlich mit Klemmen zu sichern, wie es bei Holzleim wichtiger wäre als bei Montagekleber.

Sind die "Gebäude" soweit fertig, werden die Schubladen vorbereitet. Dazu werden entweder Stücke aus MDF genommen (z.B. beim dem großen Tor im Bürgerhaus) oder Abschnitte vom Alu-U-Profil auf das passende Maß gesägt. Bei beiden werden dann vorne drauf die Bastelglas-Fenster aufgeklebt. Das habe ich wiederum mit dem Montagekleber gemacht und bisher hält das ganz gut.

7 8

Außen geht's weiter - die Außenflächen gestalten...

Wie oben schon geschrieben, sind eigentlich die Vorlagen im Bauplan dafür gedacht, um sie auf die Außenflächen zu kleben. Leider musste ich feststellen, dass zum einen Flächen fehlen und zum anderen die Maße oft einfach nicht passen. Daher habe ich die gesamten Vorlagen entweder einfach farbig kopiert oder, da wo es nötig war, die Vorlage eingescannt und am PC soweit nachbearbeitet, bis es passt und wieder ausgedruckt. Die Papierausdrucke habe ich dann auf die Holzteile mit Weißleim aufgeklebt, den ich mit Wasser verdünnt habe. Also, Papiervorlage ausgeschnitten, Holz mit Leim eingepinselt und dann aufgeklebt.

Dort, wo es trotz Nachbearbeitung am Computer nicht so ganz geklappt hat, habe ich dann mit dem Pinsel und Bastelfarbe nachgearbeitet.

Die Fenster und Türen aus Bastelglas werden auch mit Papier beklebt. An diesen Stellen habe ich wieder den Montagekleber dünn aufgebracht und das Papier hineingedrückt.

Die Bereiche, für die ich keine Papierbögen hatte, habe ich mit Bastelfarbe gestaltet. Also etwa die Kanten der Konsole oder deren Boden.

Nachdem alles bemalt war, habe ich unten an die Schuladen rotes Geschenkband geklebt (wieder mit Montagekleber), mit dem man die Schubladen herausziehen kann und auf dem die Kalenderzahlen aufgeklebt sind.

8 8

Endspurt - es wird Winter...

Na, wer wird denn hier...
Das gibt Ärger!
Es ist Winter!

Der letzte Arbeitsschritt war es dann, den Außenbereich winterlich zu gestalten. Also habe ich auf die Dächer, die Zinnen und überall, wo es schön aussah, Strukturschnee aufgebracht. Damit lassen sich letzte unschöne Stellen auch noch ganz gut kaschieren :o).

Dann haben wir noch ein paar passende Figuren besorgt, was garnicht so einfach war, da der Kalender nur so ungefär der Modelleisenbahn Spur 0 (nicht H0!!!) entspricht und die Figuren so etwa im Maßstab 1:40-1:50 liegen sollten.

Die Figuren habe ich dann auch fest aufgeklebt und lasse sie so ganz kleine Geschichten erzählen: So ist da die nette Oma, die dem Nikolaus was aus dem Geschenkesack klaut, während der Enkel ihn ablenkt, oder die gut betuchte Dame, die ihrer Tochter eine Standpauke hält, weil diese mit den guten Schuhen durch den hohen Schnee gestampft ist...

Und der ganz letzte Arbeitsschritt war es dann natürlich, denn Adventskalender mit allerlei leckeren Süßigkeiten zu füllen!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


Tags

  1. 1. Platz Wettbewerb
  2. Projekt des Monats

Meinungen und Reaktionen

Wie hat dir das Projekt gefallen? Indem du deine Meinung mit uns teilst, hilfst du uns und anderen Community-Mitgliedern zukünftige Inhalte zu verbessern.

  • Öffentliche Wertung