Bauernhaus Krippe 2017

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  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    40 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Was war der Plan? Ja klar eine Weihnachtskrippe, doch sonst hat sich in meinem Kopf noch kein richtiges Bild, wie sie aussehen soll, gezeigt. Eigentlich ist es ja nicht schwer eine Krippe zu bauen, denn Möglichkeiten gibt es ja zu tausende im Web.

Eines stand jedenfalls schon fest, die Größe. Passend für unsern Schrank vom ehemaligen Aquarium 80 x 35 cm.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • PHG 630 DCE  - Heißluftgebläse (elektrisch)
  • PTK 14 EDT  - Tacker (elektrisch)
  • GluePen  - Klebepistole (Akku)
  • PTS 10 T  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • DREMEL 3000
  • PKS 10.8 LI  - Kreissäge (Akku)
  • Dekupiersäge,  EX21
  • Tellerschleifmaschine,  TS305
  • Lötbrenner
  • Messer
  • Zange
  • Abtönfarbe, Beize, Sand
  • Beleuchtung (Leuchtmittel)
  • Netzteil
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Materialliste
  • 1 x Bodenplatte | Sperrholz Kiefer (80x35)
  • 1 x Leisten | Buche (10x10)
  • 1 x Leisten | Buche (8x8)
  • 1 x Balsaholz | Balsaholz
  • 1 x Hartfaserplatten | Hartfaserplatten

Los geht's - Schritt für Schritt

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Plan

Auf Papier skizzierte ich die ungefähren Maße und wo was hinkommen könnte. Dabei ist mir dann die Idee gekommen, mal eine Art von Balkon am Haupthaus zu machen, mit einer Treppe zu erreichen. Die Grundplatte kann noch warten.

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Wände

Nachdem ich eine ungefähre Vorstellung hatte wie die Häuser und der Stall aussehen könnte, sägte ich aus einer Hartfaserplatte nun die Seitenteile von den Gebäuden.

Nun folgten die Ausschnitte für Fenster und Türen die mit dem Dremel und einer Trennscheibe heraus gearbeitet wurden. Dort konnten denn auch gleich die Fensterrahmen und die Türstöcke passend herein gesägt werden. Da meine Proxxon Kapp. und Gehrungssäge das zeitliche gesegnet hat, schnitt ich alles an der PTS10 und der Dekupiersäge Excalibur EX21 zurecht.

Das Tragen von einer Atemschutzmaske ist beim bearbeiten von Hartfaserplatten sehr empfehlenswert, denn gerade beim schleifen mit dem Dremel entsteht richtig feiner Staub und das möchte man glaube ich nicht so gerne einatmen. Ich habe mir da mal eine Feinstaubmaske von Dräger gekauft. Die trage ich auch meistens beim sägen an der Dekupiersäge.

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Balken, Sparren

Für alle Balken, Sparren usw. verwendete ich 10 x 10 mm Holzleisten aus Buche. Die Kanten davon brach ich mit dem Dremel und schliff sie dann mit einem Fächerschleifer schön ab.

Fertig zu gesägt, klebte ich sie mit der Heißklebestift, Bosch GluePen, in die Wände ein. Dann leimte ich die Wände von den Häusern mit Holzleim zusammen.

Da habe ich gesehen, dass die Wände etwas zu hoch waren. Also ging es an die PTS10 und sägte von unten einfach 1cm ab.

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Streichen

Nach dem trocknen folgten alle Sparren. Auch wieder mit dem Dremel bearbeiten, schleifen, sägen und anleimen. Kurz den das Decke/Boden am Haupthaus ausprobiert und dann beide Häuser von innen mit Wandfarbe streichen.

Für den Außenputz versuche ich einmal ein neues Rezept. Anstatt die Wände mit Gips zu spachteln, mischte ich in die Wandfarbe einfach ein paar Löffel Sand aus dem Spielkasten ein. Ich war echt überrascht, wie gut das doch ging.

Nach dem trocknen folgten die Fenster und Türen. In die Fenster schnitt ich noch kleine Holzstäbchen als Sprossen und klebte von der Rückseite gelbes Bastelpapier an. Für die Türen sägte ich ein passendes Sperrholzbrettchen zu und darauf die Streifen aus Balsaholz. Das Balsaholz wurde mit dem Teppichmesser geschnitten und anschließend am Fächerschleifer geschliffen. Anschließend noch mit der Drahtbürste etwas aufgeraut.

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Geländer

Nun legte ich mit Hilfe einer Figur die Höhe des Geländers fest. Die Stange zwischen den einzelnen Pfosten sind Schaschlikspieße. Dafür bohrte ich 3 mm Löcher in die Pfosten und steckte die Hölzchen einfach hinein.

Anstatt das Holz zu beizen, flammte ich dieses mal alles mit einem kleinen Lötbrenner. Bei dem Balsaholz muss man sehr aufpassen, das fackelt ruck zuck ab.

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Bodenplatte

Nun wurde es Zeit für die Bodenplatte. Das Holz für den Rahmen stammt von Europalletten, die ich an der PTS10 auf die gewünschte Länge und Breite gesägt wurden. Ebenfalls an der TKS sägte ich die 45°Gehrungen. Alles mit dem Standard Winkelanschlag der PTS10.

Zum Schluss fräste ich mit der POF 1400 noch die Nut für das Brett in die Leisten. Leimte alles zusammen und spannte es zum trocknen in einen Gurtspanner. Um eine höhere Stabilität zu erlangen, leimte und verschraubte ich noch 3 Latten auf der Unterseite.

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Häuser aufstellen

Bevor ich nun die beiden Häuser auf der Grundplatte leime, schlage ich vereinzelnd ein paar mittelgroße Nägel in die Platte. Genau an die Stellen, wo dann die Hauswände stehen sollen. Dann werden die Köpfe mit einer Zange abgeknipst und der Holzleim aufgetragen. Darauf werden dann die Wände aufgesteckt.

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Zwischendecke, Treppe und Beleuchtung

Nun säge ich die Zwischendecke aus 3mm Sperrholzplatten zu recht und werden provisorisch befestigt.

Nun widme ich mich der Außentreppe. Habe ich noch nie gebaut, doch es gibt immer ein erstes Mal. Das Holz dafür stammt auch aus einem Reststück von einer Europalette. Mal drauflos sägen und schauen was dabei herauskommt. Wenn es nichts wird, baue ich ne Rolltreppe oder einen Lift ein (nee war Spaß).

Als die Treppe soweit fertig ist, verlege ich die Kabel der Beleuchtung. Dann wieder zur Treppe und dem Handlauf. Nicht schön aber selten....

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OG

Jetzt ging es an das OG. Dazu sägte ich mir die Porsten/Balken passend auf Länge, schnitt die Hartfaserplatten passend zu und klebte die dann dazwischen.

Dann folgten Teile der Verkleidung, das Fenster und die Türe. Zwischendurch passte ich schon Teile des Daches an und machte die restliche Verkleidung fertig. Alles wurde wieder mit dem Lötbrenner geflammt.

Die restlichen Platten Balsaholz für das Dach wurden gebeizt und mit dem Klebestift fixiert.

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Bodenplatte und Lagerfeuer

Mit einer braunen Abtönfarbe strich ich nun die Bodenplatte ein und es folgte der erste Beleuchtungstest.

Einen Brunnen hatte ich noch übrig, doch später baute ich einen neuen, der der war zu klein. Die Durchführung für das Kabel des Lagerfeuers wurde gebohrt und der Boden an der Stelle Holzleim unddarüber mit Sand berieselt.

Das Lagerfeuer selber bastelte ich aus Holzspänen die zusammengeleimt wurden.

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Dachschindeln und Zaun

Aus dem Balsaholz, dass ich noch vorrätig hatte, wurden die Dachschindeln geschnitten. Doch die reichten nicht und ein Besuch im Baumarkt war fällig.

Der Zaun wird auch dem gleichen Hölzern gemacht was ich bisher verwendet habe. 10 x 10 Leisten aus Fichtenholz. Erst wurden sie alle auf Länge gesägt und dann mit Hilfe eines Anschlags an der Tischbohrmaschine das Loch für die untere Reihe gebohrt.

Was ich bei meinen letzten Krippe auch schon gemacht habe ist, wie z.B. beim Lagerfeuer den Sand oder das die Flächen, die ich mit Gras auffülle, die obere Schicht ist ja immer lose, über diese Flächen sprühe ich einfach Haarspray. Dadurch hält alles viel besser zusammen und es bleibt an den Stellen, wo man es auch haben möchte.

Nun stecke ich die Schaschlikspieße in die dafür gebohrten Löcher und verleime alles auf der Platte. Den Abschluss auf den Pfosten vom Zaun schneide ich aus Balsaholz und flamme es anschließend.

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Stallboden

Im Stall streiche ich großzügig mit Holzleim ein und schütte darauf reichlich Sägespäne. Die drücke ich dann leicht an und lasse es trocknen. Dann die Stellen wo kein Leim ist mit dem Sauger vorsichtig absaugen. Ein Hackstock ist schnell gebastelt und die Axt wurde einfach nur darauf geklebt.

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Dach

Nun war das Dach bzw. die Schindeln dran. Dazu schnitt ich aus Balsaholz Streifen und ritzte die Stücke auf Länge nur mit dem Messer an. Die konnten dann ganz einfach abgebrochen werden.
Durch das ritzen entsteht eine unregelmäßige Kante, dass den Schindeln noch mal eine besondere Note gibt.

Nachdem das Dach nun bedeckt war, nahm ich eine Drahtbürste und rieb damit über die Schindeln. Das weiche Balsaholz bekommt dadurch auch eine besondere Oberfläche und es sieht nach dem beizen richtig verwittert aus.

Das Birnchen vom Lagerfeuer bemalte ich mit rotem Lampenlack.

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Dach beizen

Nun ging es an das beizen vom den Schindeln. Einfach die Beize in dem gewünschten Farbton mit dem Pinsel auftragen und nach dem trocknen auch noch mal kurz mit der Drahtbürste drüber gehen.

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Kamin

Nun kam der Kamin. Da habe ich etwas besonderes im Web mal gesehen. Da hat der Erbauer der Krippen in dem Kamin einen Räucherkegel versteckt. Das wollte ich auch.

Dazu leimte ich zuerst ein paar Hartfaserplatten zu einem Klotz zusammen und nach dem trocknen, sägte ich die Schräge vom Dach unten ab. Nun mit einem Fächerbohrer ein Loch bohren und bemalen. Ebenfalls wieder nach dem trocknen, klebte ich Aluband, was auch zum isolieren von Rohren verwendet wird, in die Bohrung. Das soll verhindern, dass da vielleicht mal etwas anfangen könnte zu kokeln. Das Unterteil, wo der Räucherkegel nachher steht, klebte ich mit Heißkleber auf das Dach und darüber wird einfach der Kamin gestülpt.

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Türring

Was mir noch fehlte war ein Türgriff. Den machte ich mir auch selber. Dazu nahm ich einfach Blumendraht und verdrillte den miteinander.
Dann spannte ich einen Holzdübel in den Schraubstock und wickelte darum den Draht. So erhielt ich dann einen Ring. Die Enden verlötete ich miteinander.
Nur noch die Halterung für den Ring und fertig. In die Türe ein Loch bohren den Ring anbringen und gut ist. Wieder 3 Euro gespart.

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Gelände

Das Gelände war nun an der Reihe. Zuerst verteilte ich echtes Moos auf der Fläche, doch das sah mal so richtig bescheiden aus (gelinde gesagt).

Also habe ich mich für das begrünen mit Streugras entschieden. Vorher machte ich aber noch die Wege, die mit Leim eingestrichen und dann mit Sand bestreut wurden. Mit dem begrasen geht es genauso. Erst großzügig Leim auftragen und dann mit einer besonderen Plastikflasche das Gras darüber streuen. Durch die statische Aufladung kann man dann auch mehrere verschieden Gräser übereinander streuen. Das gibt dem ganzen dann noch mal ein besonderes aussehen.

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Fertigstellen

Jetzt bin ich fast fertig. Noch ein paar kleine Dekosachen, den Brunnen mit Flüssigwasser auffüllen, hier und da etwas (wie es gefällt) und fertig ist die neue Weihnachtskrippe.


Rechtlicher Hinweis

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