Barfußpfad und optische Vervollständigung der Sitzecke in einem

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Dieses Mal soll es um ein Projekt gehen, welches durch meine Frau initiiert und größtenteils umgesetzt wurde. Seit Jahren wollte sie schon einen Barfußpfad haben. Nun endlich kam die Idee, wo genau der Pfad entlang gehen könnte. Letztes Jahr habe ich in den Projekten eine Sitzecke vorgestellt. Der Barfußpfad soll nun entlang dieser Sitzecke verlaufen. Als Kosten habe ich 0€ angesetzt, weil wir für den Pfad ausschließlich vorhandenes Material verbaut haben.
Ich weiß, dass die Steine mangels Unterbau nicht ewig so liegen werden. Dafür war der Pfad sehr schnell gebaut und meine Frau glücklich. Und wenn sich mal ein Stein setzt, dann wird er eben wieder gerichtet.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung des Verlaufes

Wie bereits geschrieben soll der Pfad entlang der Sitzecke verlaufen. Eine Bank, welche ich bereits mal eher gebaut hatte, bekommt nun eine zusätzliche Funktion. Auf ihr kann man sich nun hinsetzen und seine Schuhe und Socken an- und ausziehen. So hat man einen definierten Startpunkt für den Pfad.
Der Pfad soll eine Breite von etwa 60cm haben und, bedingt durch die Gegebenheiten, eine Länge von etwa 5m an der längeren Seite. Schnell mal in den Keller Inventur gemacht und siehe da, für die Außenabgrenzung reichen die gelben Pflastersteine, wie sie auch auf dem Hof verbaut sind, gerade so. Zwischen den Elementen werden Graue Pflastersteine eingesetzt.
Die Abgrenzung zur Sitzecke und zum angrenzenden Steingarten ist allerdings aus Granitsteinen realisiert. Da aber der direkt angrenzende Hof mit diesem Betonpflaster ausgelegt ist, sehe ich den Pfad sogar positiv. So bekommt man einen direkten Übergang vom Beton- in den Granitbereich. Denn nach hinten in den Garten wird nur noch mit Granitsteinen abgegrenzt (abgesehen von dem Betonbord des Spritzschutzes um das Haus).

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Grabungen

So schnell konnte ich gar nicht „Muh“ sagen, wie meine Frau die Steine eingebuddelt hat. Wie gesagt, ohne Unterbau, einfach die Grasnarbe abgestochen und die ca. 8cm (Höhe der Pflastersteine) ausgehoben. Die Steine wurden dann direkt in die Erde rein gelegt. Der Pfad soll aus 5 Feldern bestehen.
Damit der Pfad nicht unnötig verunkrautet, haben wir den mit einer Anti-Unkraut-Folie ausgelegt, weil wir die gerade da hatten. Ansonsten hätten wir halt ein Vlies kaufen müssen.

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Bestückung der einzelnen Felder

Die Felder sollen nun natürlich mit unterschiedlichen Materialien gefüllt werden. Also mal Inventur machen: Was haben wir da? Kies 16-32, größere Feldsteine, Splitt, Mulch und dickere Äste. Damit haben wir also was für alle 5 Felder. Na wenn das mal kein Zufall ist. Mein Sohn kam dann mit einer richtig guten Idee, die wir gleich mit aufgenommen haben. Hinter bzw. unter der Bank haben wir mit blauen Steinen zwei Flussläufe und einen See, in den die Flussläufe münden, angedeutet. Dieser See kann nun somit in das erste Feld erweitert werden. So bekommt man eine Verbindung vom Steingarten zum Barfußpfad und alles wirkt damit in sich stimmig und zusammengehörig. Klar könnte man auch sagen, dass man den Kies der Sitzecke auch als Pfad nehmen könnte. Damit hätte man ein Feld frei für ein zusätzliches anderes Material. Aber die Idee gefiel uns so gut, dass hier keine Fragen mehr offen waren. Wo haben wir die blauen Kieselsteine her? Ganz einfach: Aussortiert aus den vorhandenen Kiesflächen. Da haben wir genügend blaue Steine für Flussläufe und den See finden können, ohne auch nur einen Cent mehr zu bezahlen. Klar glitzern die nicht, aber die würden auch einen Haufen Geld kosten.
Schon während der Bauphase wurde der Pfad mehrfach von Frau und Kindern ausprobiert. Kommt also jetzt schon sehr gut an :-)

Die Fläche mit den Feldsteinen wurde später nochmal mit der Mulchfläche getauscht, weil der Splitt ständig an den Füßen hängen bleibt. So wird der Splitt mit mehr mit dem Mulch vermischt, sondern bereits auf der Feldsteinfläche abgetragen. Das lässt sich später besser voneinander trennen, wenn es zu schlimm wird.

Das letzte Feld (also eigentlich das in der Mitte) wollten wir mit Rundhölzern auslegen. Da wir noch ein paar abgesägte Baumäste im Garten liegen hatten, haben wir kurzerhand diese auf passende Länge gesägt und die spitzen Stellen begradigt sowie die lose Rinde entfernt. Und schwupps, haben wir unser Rundholzfeld. Damit die Hölzer nicht so sehr wackeln und auch nicht so sehr im Regenwasser liegen, haben wir nun dort noch ein wenig mit Splitt unterfüttert. Nun könnte man sagen, dass man erneut Felder tauschen könnte: die Holzfläche mit der Feldsteinfläche neben der Splittfläche. So würde der an den Füßen hängende Splitt auf der Holzfläche abgetragen werden, wo ja sowieso Splitt als Bettung drunter liegt. Vielleicht machen wir das mal, aber nicht mehr in diesem Jahr…

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Fertig

An nur einem Wochenende war der Pfad fertig gestellt und wir sind glücklich, den gebaut zu haben. Meine Frau ist nun fast jeden Morgen kurz draußen, um sich die Füße „massieren zu lassen“. Einen besseren Start in den Tag für die Füße kann es doch fast nicht geben. Zusätzlich wertet der Pfad unsere Sitzecke optisch sehr auf. Irgendwie wirkt es nun vollständiger. Auch die kleinen Details, wie der in den Pfad übergehende See und der bauliche Übergang vom Beton- in den Granitbereich lassen die Umgebung mit dem Pfad optisch und Thematisch verschmelzen.
Und was wäre ein See ohne Enten? (siehe Bilder) :-)


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