Bandschleifklotz alla kjs

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Der fertige Bandschleifklotz für das 75 x 533 Schleifband
Alle sechs Bandschleifklötze, der Große und seine fünf Kleinen.
Hier nochmals von einer anderen Perspektive.
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Als kjs Ende Januar diesen Jahres seine Version des Bandschleifklotzes eingestellt hatte, dachte ich mir, so etwas muss ich auch haben. Somit hatte ich mir damals seine Version gebookmarkt. Danke für die Vorlage. Da ich ihn etwas verändert habe möchte ich euch meine Version davon nicht vorenthalten. Materialtechnisch hatte ich alles noch zuhause, somit vielen für dieses kleine Projekt keinerlei Kosten an. Ein wirklich praktischer Helfer und er ist vor allem sehr schnell gemacht. Da das Original von Milescraft hat einen praktischen Spannhebel, und so wollte ich dies auch herstellen. Für den ersten Klotz benötigte ich ca. 2 Stunden, einzige nicht gezählte Zeit ist das trocknen des Holzleims.

Ich habe einen Bandschleifer mit einem Schleifband der Größe 75 x 533 und durch einen vor Jahren getätigten Fehlkauf von Schleifbändern der Größe 75 x 457 lagen diese immer in meiner Schmiergelkiste herum. Somit lag es nahe hier zwei Versionen anzufertigen. Ich habe es evtl. mit der Menge übertrieben, jedoch hat die Herstellung derart Spaß gemacht, das ich jetzt sechs Stück davon habe. Die Herstellung der fünf weiteren dauerte nicht wirklich viel Länger als der erste. 
Ich habe mir überlegt ob ich die Beschreibung sehr kurz fasse, da kjs dies ja schon ausführlich beschrieben hatte, dennoch denke ich mir, wenn jemand meine Version davon nachbauen möchte, wäre der genaue Ablauf evtl. von Vorteil. 

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim durchlesen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Am Anfang stand als erstes wie immer die Planung

Bild 1.
Bild 2.
Bild 3.
Bild 4.

Bild 1: Ich zeichnete mir die Vorlage in Sketchup neu um den Mechanismus des Spannhebels nachvollziehen zu können. Die Maße des gesamten Klotzes nahm ich dabei von der Vorlage von kjs - Nochmals vielen Dank für die Vorarbeit! Das hat es mir wirklich sehr erleichtert. Da ich keinen Blog oder ähnliches habe und somit die Datei nicht zur Verfügung stellen kann, einfach bei Interesse eine PM an mich!


Bild 2: Hier im Detail die einzelnen Bauteile. Ich erstellte mir hierzu gleich Sägeschablonen für den Spannhebel, die Kontur der Mittelplatte und der Seitenansicht, aber dazu später mehr.

Bild 3: Hier meine Sammlung der 75 x 457 Schleifbänder. Diese habe ich in unterschiedlichen Körnungen und wurden durch einen Fehlkauf seither nicht benötigt.

Bild 4: In der Werkstatt Pinnte ich dann die Notwendigen ausdrucke mit der jeweiligen Bemaßung an die Wand, nun kann es losgehen.

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Herstellen des Spannhebels

Bild 5.
Bild 6.
Bild 7.
Bild 8.
Bild 9.
Bild 10.
Bild 11.
Bild 12.

Bild 5: Als erstes sägte ich mir ein Reststück 18mm Siebdruck in der passenden Größe für den Spannhebel zu. Nur den Spannhebel machte ich aus einer Siebdruckplatte, da sie die notwendige Festigkeit bietet um den Spannmechnismus auch dauerhaft zu überstehen.


Bild 6: Anschließend klebte ich die gedruckte Vorlage für den Spannhebel mit doppelseitigem Klebeband auf.

Bild 7: Mit einem 18mm Forstnerbohrer bohrte ich dann die exzentrische Aufnahmeführung in den Spannhebel.

Bild 8: Nun ging es ans aussägen, dies erfolgte auf der BS.

Bild 9: Das soweit grob ausgesägte Produkt.

Bild 10: Auf dem Tellerschleifer wurden dann alle Flächen und Radien sauber geschliffen.

Bild 11: Als mittige Aufnahme nahm ich eine Buchse mit einem Ø von 18mm. Die Buchse ist insgesamt 30mm lang. Keine Ahnung woher diese mal stammte, ich habe davon 10 Stück in meiner Grabbelkiste.

Bild 12: Eingeschoben hat die Buchse somit einen jeweiligen Überstand von 6mm. Das sollte als Führung ausreichend sein.

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Herstellung der einzelnen Schichten

Bild 13.
Bild 14.
Bild 15.
Bild 16.
Bild 17.
Bild 18.

Bild 13: Im nächsten Schritt sägte ich mir die einzelnen Platten mit der TKS zu.


Bild 14: Diese wurden dann alle angezeichnet und auf die eine mittelplatte wiederum ein Ausdruck für das aussägen der Kontur geklebt.

Bild 15: Alle Sägearbeiten erfolgten nun auf der BS. Für die Steckverbindungen ließ ich jeweils minimal etwas stehen um dieses dann anschließend mit der Feile sauber einzupassen.

Bild 16: Die aufgeklebte Schablone wurde ebenfalls mit der BS ausgesägt.

Bild 17: Hier nun alle ausgesägten Einzelteile welche für den Schleifbandklotz benötigt werden.

Bild 18: In die untere und obere Platte musste nun noch die jeweilige Aufnahmebohrung für den Spannhebel eingebracht werden, dies erfolgte ebenfalls mit einem 18mm Forstnerbohrer und einer Bohrtiefe von 6,5mm.

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Sorgfältiges Verleimen ist hier absolut wichtig!

Bild 19.
Bild 20.
Bild 21.
Bild 22.
Bild 23.
Bild 24.
Bild 25.
Bild 26.
Bild 27.

Bild 19: Bevor ich den Klotz komplett verleime machte ich noch einen kurzen Funktionstest. Ich steckte den Klotz komplett zusammen und verspannte diesen mit Schraubzwingen. Somit konnte ich die Funktion des Spannhebels testen ob dieser sauber läuft. Im ersten Schritt klemmte dieser, somit musste ich etwas von der Materialdicke abschleifen, damit der Spannhebel sich sauber bewegen lässt. Ein kurzer Druck mit der Seitenfläche des Spanhebels an den Tellerschleifer sollte genügen.


Bild 20: Nun wurde das Ganze nochmals montiert und siehe da, der Hebel lies sich ganz leicht bewegen.

Bild 21: Das Verleimen der einzelnen Bauteile erforderte etwas Sorgfalt. Einfach Leim auftragen und dagegen drücken is nicht. Der Leim sollte hier gleichmäßig auf der Fläche verteilt werden damit an den Seiten nichts davon herausgerückt wird.

Bild 22: Nun wird als erstes die Mittelplatte auf das Bodenstück aufgeleimt. Das notwendige Anschlagmaß wurde hier mit der Schieblehre sichergestellt.

Bild 23: Nun werden die beiden Führungsklötzchen am hinteren Teil verleimt und verspannt.

Bild 24: Der Spannhebel kann nun schon eingelegt werden und der hintere bewegliche Teil wird in den ersten zwei ebenen eingeschoben und ebenfalls verleimt. Auch hier ist wichtig, das kein Leim austritt, sonst wird das lösen wirklich zur Qual.

Bild 25: Jetzt wird die Deckplatte aufgeleimt. Auch hier darf kein Leim auf den Spannhebel kommen.

Bild 26: Zu guter letzt noch die Deckschicht für den Beweglichen Teil aufleimen und verspannen.

Bild 27: Wenn alles richtig gemacht wurde lässt sich nun der hintere Bewegliche Teil von dem vorderen abziehen. Soweit ist schon mal alles gut gegangen und die Funktion des Spannhebels lässt sich schon erahnen.

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Restliches zusägen und verschleifen

Bild 28.
Bild 29.
Bild 30.

Bild 28: Nun wird auf die Seitenfläche ebenfalls noch eine ausgedruckte Schablone aufgeklebt. An dieser orientiere ich mich beim absägen der vorderen Schräge. Dies erfolgt ebenfalls auf der BS.


Bild 29: Im Anschluss daran wird am Tellerschleifer der hintere Radius angeschliffen.

Bild 30: Auch die vordere Schräge sowie der kleine vordere Radius wird am Tellerschleifer zurechtgeschliffen.

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Fertigstellung und Test

Bild 31.
Bild 32.
Bild 33.
Bild 34.
Bild 35.
Bild 36.

Bild 31: Der fertige Schleifklotz für ein 75 x 533 Schleifband mit geöffnetem Spannhebel.


Bild 32: Das Gleiche nochmals mit geschlossenem Spannhebel. der Spannweg beträgt ca. 6mm.

Bild 33: Im geöffneten Zustand kann nun das Schleifband leicht über den Klotz geschoben werden.

Bild 34: Nun wird der Spannhebel betätigt. Bis zu dieser Stelle spannt der Hebel das Schleifband.

Bild 35: Das vollständige durchdrücken des Spannhebels arretiert diesen in seiner Stellung. Tolle Sache.

Bild 36: Der fertig bestückte Bandschleifklotz.

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Einer war zuwenig

Bild 37.
Bild 38.
Bild 39.
Bild 40.

Bild 37: Nach der Fertigstellung des ersten Klotzes entschied ich mich dazu noch weitere fünf Klötze anzufertigen. Somit wurde kurzerhand nochmals alles zugesägt...


Bild 38: ...verschieffen, eingepasst und verleimt.

Bild 39: Die Fertigen weiteren fünf Schleifklötze. Ich habe mich dazu entschlossen diese zu beschriften. Dazu habe ich mit Schlagzahlen die Körnung und die Bandgröße eingeschlagen und mit einem schwarzen Stift nachgezogen.

Bild 40: Auch bei dem ersten Klotz wurde die Bandgröße eingeschlagen. Somit vergesse ich zumindest die Bandlänge nicht mehr.

Vielen Dank für's durchlesen und vor allem nochmals Danke an kjs für seine Steilvorlage! Der Schleifklotz ist wirklich sehr schnell gemacht und ein wirklich guter Werkstatthelfer.

Euer Saberlod


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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