• Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Ja, wir werden bald Oma und Opa. Und wie es sich für echte Heimwerker gehört muss man als angehender Opa auch was für das kleine Enkelkind bauen. 


Es muss natürlich schön sein, für Babys geeignet sein und natürlich auch den Eltern gefallen. Meine Tochter wünscht sich einiges: Eine Schaukel an die man diverse Dinge hängen kann mit denen das Kind liegend spielen kann, ein Regal, ein Ständer für Bilderbücher ... bin gespannt, was sonst noch so alles auf die Liste kommen wird. Und alles muss mit Wolken sein. 

Also nicht lange gezögert, die Wochen sind gezählt und so lege ich mit dem ersten Teil an: Die Spielschaukel für das Enkelkind. Aber dann kam es wieder mal anders als man denkt. Kaum angefangen, erfahre ich dass jemand aus dem Forum Papa wird. Also gleich zwei produziert. Und dann die Nachricht die andere Tochter ist auch schwanger. Also gleich noch eines. Aber ich sag‘s Euch: Jetzt ist Schluss! In die Serienproduktion gehe ich nicht! :-)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • EasyCut 12  - Stichsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (Akku)
  • Tischkreissäge
  • Akkuschrauber und Bohrer
  • Schleifpapier
  • Ziehklinge
  • Japansäge
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Materialliste
  • Buchenleisten
  • Multiplexplatte
  • Buchenrundstab für Zapfen

Los geht's - Schritt für Schritt

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Leisten zusägen

ich habe noch ein Bündel schöner Buchenleisten, die ich hier sehr gut verwenden kann. 


Ich brauche zunächst vier Leisten, die ich jeweils paarweise als Ständer verwenden werde. Diese werden auf der Tischkreissäge im 60 Grad-Winkel zugesägt. Die Schnittstellen werden aneinadergelegt um den Schnitt zu kontrollieren. Schaut gut aus, wobei hier kommt es noch nicht auf den hundertstel Millimeter an ...

Ich habe daraufhin die zwei Spitzen oben angezeichnet und abgesägt. Überflüssig, kommt später noch ein Stück weg. Aber da ich fast immer ohne Plan arbeite, entwickelt sich solch ein Projekt nach und nach. Wer Nachbauen will, spart sich diesen Sägeschnitt.

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Schleifen

Normalerweise würde ich das Schleifen nicht beschreiben. Mir kommt es nun aber darauf an, dass die Schnittkante mit exakt 90 Grad nicht durch einen Schleifklotz verhunzt wird. Also behelfe ich mich mit einem Stück Schleifpapier und einem Brett. Das Schleifpapier wird scharf geknickt und angelegt. Mit der lonken Hand halte ich Brett und Schleifpapier, mit der rechten Hand führe ich mein Werkstück an der Kante auf dem Papier entlang. So wird in erster Linie die Kante geschliffen, anpber überall gleichmäßig. Das nebenbei als Tipp. 


Bild 2: Das ist der Schliff nach den nächsten Arbeitsschritten - Nein. Ich habe es nicht am Schleifpapier abgerundet. 

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Länge bestimmen, sägen und abrunden

Ich habe jetzt also einen Winkel. Nun geht es darum, die einzelnen Beine dieses Winkels so abzulängen, dass es nicht zu niedrig, aber auch nicht zu hoch fürs Baby wird. 


Und die Auflagefläche am Ende der Leisten muss hinterher waagerecht sein, damit da nichts anfängt zu wackeln. Mit Meterstab und einem Winkel gelingt das Anzeichnen sehr einfach. Leisten anlegen, vom Schreinerwinkel bis zu den einzelnen Füßen messen, so haben wir später die Senkrechte in der Mitte. Dann an der Werkbankkante anzeichnen und absägen. Der Winkel an der TKS ist 30 Grad. 

Kontrolle: Beide Füße an den Winkel anlegen - passt!

Da die Füße noch sehr kantig sind, müssen diese nun auch noch abgerundet werden. Zirkel wäre zu umständlich. Ich suche eine hierfür passende Unterlagscheibe und zeichne mal Außen, mal Innen das Kreissegment an. Gesägt wird dann auf der Dekupiersäge. Und dann wird ordentlich geschliffen, bis die Rundungen schön rund sind. 

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Die Verbindung - verzapft

Ich will eine stabile Überplattung und deshalb lege ich meine Abfallstücke auf und unter den Winkel und zeichne grob die Form an. Dann säge ich diese passend auf der TKS ab. 


Bitte nicht über die sonderbare Schraubzwingenkonstruktion wundern, hinterher fiel mir ein, ich kann am Winkelanschlag auch den Aluanschlag verschieben. Egal, so geht es auch ... Einfach verlängern. 

Übrigens: Die Schutzhaube ist deshalb immer hochgeklappt, weil ich die Fotos beim Justieren gemacht habe. Danach beim Sägen war die Schutzhaube wie es sich gehört über dem Sägeblatt heruntergeklappt. 

Nachdem meine Trapezform gesägt war, habe ich zwei Bohrungen angezeichnet. Zunächst habe ich ein Muster gebohrt. Dieses verwende ich dann als Vorlage für die weiteren drei Stücke. Wichtig ist hierbei der exakte Abstand der Löcher zueinander. Deshalb stecke ich in das bereits gebohrte Loch einen spielfrei sitzenden Bohrer. 

In die Bohrlöcher kommen später Abschnitte eines Buche-Rundstabes den ich am Tellerschleifer etwas angefast habe um ihn besser durch das Holz treiben zu können.

Anhand der Trapezhölzer habe ich dann auch gleich die Löcher in die Beine des Winkels gebohrt. Jetzt wird alles mit Leim bestrichen - und zwar beidseitig, das ist bei Hartholz hilfreich, da der Leim so besser binden kann. Nach dem Leimen schlage ich die Zapfen aus dem Rundholz hindurch so dass auf beiden Seiten ein Überstand vorhanden ist. Jetzt hält die Konstruktion schon von selbst, wird aber mit einer Schraubzwinge über Nacht gepresst. 

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Verbindung zusägen

Nach ausreichender Trockenzeit für den Leim säge ich die Zapfenüberstände ab. Und die Überstände meiner Trapezhölzer. Hierzu nehme ich gerne eine Japansäge mit feiner Zahnung. Es muss in diesem Fall auch nicht absolut exakt sein, denn im nächsten Schritt wird geschliffen, geschliffen und nochmal geschliffen. 

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Schleifen ohne Ende

Nun beginne ich mit dem Schleifen. Ich beginne mit P80, mache mit P180 weiter, dann folgt P220 und dann P320.


Zunächst die Flächen mit dem Rutscher, die Kanten dann von Hand. So lange bis alles extrem glatt ist. Ganz zum Schluss verwende ich noch die Ziehklinge. Man sieht den Unterschied, beide Schenkel sind mit P320 mit Schwingkreis 3 mm ohne Druck geschliffen. Der rechte Schenkel ist mit der Ziehklinge zusätzlich abgezogen, der lonke nicht. Man sieht dass dieser etwas mehr glänzt. Mehr ist auch nicht nötig, es kommt ja ohnehin noch eine Oberflächenbehandlung drauf. Und diese wird auch noch etwas poliert. 

Über meine Vorderzange an der Werkbank bin ich sehr dankbar, so kann ich die Werkstücke immer so spannen wie ich sie zum Schleifen gerade brauche. 

Die Verbindung der Hölzer finde ich, sieht extrem gut aus und die Zapfen wirken unglaublich schön. An Schleifzeit habe ich rund 1 Stunde gehabt, mir war wichtig, dass alles schön agerundet und glatt ist - soll ja für Babyhände sein. 

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Die Wolke

Aus Multiplex säge ich mit der Stichsäge eine Wolkenform. Was mir nicht gefällt ist an den Schnittkanten das Multiplex. Deshalb wird mit Osmo-Hartwachsöl weiß die Kante abgesetzt. Jetz schaut es besser aus. 


Ich säge dann noch die Aufnahmen für die Füße ein und paar Löcher um das Spielzeug anhängen zu können. 

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So schaut es nun fertig aus.

Ich habe dann mal beispielhaft paar Spielzeuge hingehängt dass man sieht wie es wirken kann. Natürlich bekommt jedes Kind sein individuelles Spielzeug und auch passend für das jeweilige Alter wird es ausgetauscht. 


Wenn man das Ergebnis anschaut, kann man es fast nicht glauben, aber in jedem Stuck hängen locker 5 Arbeitsstunden. Aber es hat sich gelohnt. Schaut klasse aus und vom Opa selbst gemacht. 

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So schaut es nun fertig aus.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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  1. Projekt des Monats

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